meine Tochter (6,5) hat eine AVWS diagnostiziert bekommen. Anfangs hat sie ganze Sätze "falschrum" gesprochen, dass ist mittlerweile ok. Jetzt hängt es an der Merkspanne. Sie kann sich keine Reime, Lieder, Texte merken. Wenn sie etwas erzählen möchte, dauert es teilweise ewig bis es raus ist bzw. das gegenüber verstanden hat worum es geht. Teilweise (wenn sie so daher plappert) klappt es prima u. man merkt kaum was. Vor allem wenn sie etwas gefragt wird z.B. im Stuhlkreis im Kiga. Sie traut sich nicht zu sprechen oder es dauert ewig bis es raus ist.
Nun hatten wir die Schuluntersuchung und sie soll in die Regelschule ganz normal eingeschult werden. Vorher hatten wir mit der Sprachheilschule kontakt (mit persönlicher Testung) u. es wurde gesagt, sie soll auf die Regelschule gehen.
Sie hat vor 4 Monaten den Kiga gewechselt (um mit den zukünftigen Schulkindern zusammen zu sein u. der Kiga fördert meiner Meinung nach besser). Dort fällt ihre Sprache nun extrem auf u. ich werde mehrfach zum Gespräch gebeten. Beim letzten Gespräch haben sie mir die Vorklasse ans Herz gelegt. Wie gesagt, Schuluntersuchung war u. sie wurde fit für die 1.Klasse entlassen (wobei ich schon sagen muss, dass sie nicht viel reden musste u. vom Verstand her eben alles gewußt u. verstanden hat). Ich habe dort die Problematik angesprochen u. sie sagten "nee auf keinen Fall Sprachheil, sie ist fit und munter, sie gehört in die Regelschule". Von der Entwicklung her, sehe ICH auch keine Verzögerung etc. Sie kann alles, was Gleichaltrige auch können. Nur eben die Sprachauffälligkeiten (kann kein K, G, C sagen u. das merken). Eben hat mich der Kiga wieder ansprochen, wie sie denn weiter unterstützen können, was sie tun können u. das sie denken, dass es schief geht in der Schule, da die Lehrer eben nicht auf ein Kind warten sondern mit dem Stoff weitermachen. Ja das ist mir schon klar... Die Logopädin hat sie gestern so toll gelobt, dass sie prima Fortschritte macht.
Was macht man denn daraus? Ist eine AVWS nur Übungssache oder wird sie wirklich für immer damit zu kämpfen haben? Oder kann man es mit "Übung" in den Griff bekommen auf längere Sicht?
Wir machen 1x die Woche Logo, zu Hause viel Logohausaufgabe, Audiva (fangen wir im neuen Jahr nochmal erneut an) u. ein spezielles Computerprogramm für AVWS (hat unsere Logopädin selbt geschrieben). Ich denke wir tun schon eine ganze menge.
Ich wünsche mir mal 1 Woche - nur eine Woche - keine schlechten Nachrichten, kein "sie kann das u. das nicht" (auf beide Kinder gesehen). Ständig ist was neues. Mit der kleinen renne ich von A nach B, mit der großen renne ich von A nach B. Wiso läuft in anderen Familien einfach alles so easy und bei anderen ist der Wurm drin
Viele Grüße
Steffi _________________ Tochter (07/2004), AVWS
Tochter (08/2005), Autismus-Spektrum-Störung (F84.1), ADHS (F90.0), Neurofibromatose Typ 1 -NF1- (Q85.0)
Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.
unser Sohn hat auch eine AVWS (+ ADHS + Asperger). Er hatte große Problme mit der Lautsysnthese und der Lautdiskriminierung (also dem "Hören" der einzelnen Buchstaben in einem Wort bzw. das Zusammenziehen von einzelnen Buchstaben zu einem Wort). Somit hatte er große Probleme beim Lesen und Schreiben lernen. Auch er ist in einer Regelschule, zwischenzeitlich in der 4. Klasse. Mit sehr viel Förderung kann er nun ihm fremde Wörter lesen. Ansonsten hat er zwischenzeitlich die meisten Wörter einfach wie Bilder auswendig gelernt.
Die letzte Untersuchung in der Päd.-Audiologie war sehr positiv. Dort gab es viel geringere Auffälligkeiten in der Hörverarbeitung!
Nun haben wir aber das gleiche Problem im Fach Englisch
Unser Sohn hat phasenweise die Edulink-Anlage von Phonak benutzt. Leider war die Akzeptanz bei den Lehrern (und dann später auch bei ihm) nicht besonders gut!
hm, hast du deine tochter schon mal in der schule vorgestellt?
annika hat auch avws, hat probleme mit grammatik, versteht oft worte falsch, kann sie nicht wiederholen, merkspanne reden wir mal nicht davon.....
ich war auch vor der einschulung stark beunruhigt, weil annika schlechter sprach als die anderen und mir gesagt wurde, dass avwsler wahnsinnig schwer lesen lernen etc.
vor kurzem war elterngespräch in der schule und cih fragte die lehrerin wegen der spache, die meinte nur agnz erstaunt, es gäbe weitaus schlimmere in der klasse und es wäre ihr nicht negativ aufgefallen. auch das lesen lernen klappt gut.
was sagt denn eure logo zur einschulung? ruf einfach im januar in der zuständigen regelschule an und mach einen termin mit dem rektor oder der verbindungslehrerin gs/kiga, nimm deine tochter mit und schildere deine bedenken. _________________ viele liebe Grüße,
Sandra
Tochter (2003) ADHS, AVWS, V.a.Asperger, Hüftdysplasie (Zn intertr. Umstellungsosteotomie)
Sohn (2008) Hüftdysplasie, Makrocephalie, Sprachentwicklungs-Verzögerung
ich arbeite an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Hören und Kommunikation. Diese besuchen auch viele Kinder mit einer AVWS. Für sie sind eben die Bedingungen (kleine Klasse, schalllarme Umgebung, viel Visualisierung, Einsatz von Höranlagen ect.) oft eine große Hilfe.
Oft kommen diese Kinder aber erst in der 3. Klasse zu uns, wenn es in der Regelschule Schwierigkeiten gibt. Ab KLasse 3 steigen ja die Anforderungen im Deutschunterricht deutlich an (Aufsätze, Diktate, Grammatik usw. ).
Damit möchte ich dich aber keinesfalls entmutigen !!!!
Es ist eben auch eine Möglichkeit, wenn es mit der Regelschule nicht klappen sollte.
Ich empfehle Dir aber auf jeden Fall bei der Auswahl der Schule darauf zu achten, wie groß die Klassen sind. Kinder mit AVWS haben ja, wie du sicher weißt, große Probleme den Störlärm auszuschalten und werden durch die Geräusche der Klassenkammeraden schnell abgelenkt.
Und du solltest früh das Gespräch mit der Klassenlehrerin suchen und Sie bitten bestimmte
Kommunikationsregeln einzuhalten.
Also, je kleiner die Klasse desto besser. Mit üben kann man viel Erreichen , aber bitte nicht zu viel Druck machen, denn der Spaß am Lernen sollte ja vergehen.
Viele Grüße
Seffi _________________ Lehrerin für Sonderpädagogik - Förderschwerpunkte
Hören und Kommunikation und
Geistige Entwicklung
mein Sohn hat keine diagnostizierte AVWS, aber trotzdem Probleme in dem Bereich.
Er fällt ihm schwer, ihm unbekannte Wörter nachzusprechen. Er versteht auch vieles falsch und spricht es so nach, wie er es versteht. Das das dann eigentlich kein richtiges Wort ist, fällt ihm gar nicht auf. Für den Weihnachtsmarkt hatte die Schule ein kleines Programm eingeübt. U.a. sangen die Erstklässler "In der Weihnachtsbäckerei". Es wurde vorher sehr oft geübt und eigentlich konnten alle Kinder den Text dann auswendig. Nur mein Sohn nicht. Er konnte halbwegs den Refrain, mehr nicht. Das hat man dann beim Auftritt deutlich gesehen.
Mit der Grammatik steht er auch auf Kriegsfuß. Er verwechselt z.B. ständig die Artikel. Wenn man aber dann nachfragt, weiß er eigentlich, wie es richtig heißen muß.
Trotz allem ist er in der Regelschule und hat bis jetzt keine Probleme. Auch bei uns hat die Lehrerin nur gemeint, daß es schlechter sprechende Kinder in der Klasse gibt. Lesen und schreiben klappt sehr gut. Dazu muß ich aber sagen, daß an unserer Schule das Tempo sehr moderat ist. Bis jetzt haben die Kinder neun Buchstaben gelernt. _________________ LG
Katrin
Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
Hallo,
auch mein Sohn hat Probleme in diesem Bereich, wie viele ADHS-Kinder. Auch uns sagte man vor der Einschulung von allen Seiten, der wird sehr große Probleme mit dem Lesen und dem Schreiben bekommen, trotzdem empfahl man uns eingehend, ihn trotzdem auf der Regelgrundschule einzuschulen, da er ansonsten topfit war und ist. Und das, obwohl er zu diesem Zeitpunkt um einiges auch schlechter gesprochen hat, wie seine Klassenkameraden (logopädisch ist er topfit, aber auch da haperts mit der fehlenden Konzentration auf das Sprechen).
Nun, nun ist das 2. Schuljahr/1. Halbjahr vorbei und toi, toi, toi, trotz dieser Probleme (bei uns vor allem auch ganz schwierig mit der Kombination arge Störschallschwierigkeiten) klappt es bis jetzt sehr, sehr gut in der Schule.
Er ist beim Lesen ganz vorne in der Klasse mit dabei, beim Schreiben geht es auch sehr gut.
Ich bin aber auch sehr dahinter. Hab ständig Kontakt zur Leherin, worüber sie sehr, sehr dankbar ist. Übrigens auch unsre Lehrerin war sehr verwundert darüber, als ich das - in meinen Augen - schlechte Sprechen ansprach, sie sieht da absolut keine Probleme (und ich hab mal in der Klasse hospitiert, in der Schule redet mein Sohn wirklich deutlich, geordnet mit "Hand und Fuß" - mir sind die Augen über gegangen, so erstaunt war ich, kennen wir das zu Hause doch ganz anders).
Mein Tipp, bleib dahinter, rede offen und ehrlich mit der Schule. Unser Glück ist auch, daß wir sehr viel Glück hatten und haben , kleine Klasse mit nur 19 Schülern und eine Lehrerin, die sehr nett ist, aber suuuuper streng und konsequent, sie fodert absolute Ruhe ein (und bekommt das auch hin bei einer reinen Jungenklasse, die alle über Tische und Stühle gehen würde, würde man sie lassen) - ein Segen für meinen Jungen _________________ LG
Susanne
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Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
wir sollten unsere 2 wohl doch mal zusammenstecken, da kommen immer mehr ähnlichkeiten, oder? manchmal meine ich wirklich, du schreibst von meiner zicke _________________ viele liebe Grüße,
Sandra
Tochter (2003) ADHS, AVWS, V.a.Asperger, Hüftdysplasie (Zn intertr. Umstellungsosteotomie)
Sohn (2008) Hüftdysplasie, Makrocephalie, Sprachentwicklungs-Verzögerung
wir sollten unsere 2 wohl doch mal zusammenstecken, da kommen immer mehr ähnlichkeiten, oder? manchmal meine ich wirklich, du schreibst von meiner zicke
na, dann noch Katrins Wirbelwind dazu, da denk ich nämlich auch soooft, sie schreibt von meinem Sohn, und dann haben wir die 3 komplett - ich kanns mir leibhaft vorstellen _________________ LG
Susanne
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Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
obwohl, am anfang gibts bestimmt ein riesen chaos und dann klappts bestimmt wunderbar, weil sie sich so ähneln
Muttern gehn dann Kaffee trinken, haben wir dann auch mal Zeit für.
Und mit der anderen Vermutung kannste Recht haben. Chaos+Chaos+Chaos = Riesenchaos =Superteam _________________ LG
Susanne
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Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
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