Verfasst am: 17.11.2010, 21:59 Titel: Latetalker vs. sprachentwicklungsverzögert
Mein Sohn Luca ist im Juli 2008 geboren. Mit 2Jahren sprach er im Sommer nur deutlich das Wort Mama. Mehr nicht. Uns hatte das schon Sorgen gemacht, aber der KiA und auch die Leute so meinte immer " das kommt noch von alleine".
Mussten im Juli mit unserer Tochter in die Pädaudiologie und dort wurde auch nach dem Bruder gefragt und als ich dort meinte das er nur Mama sagen kann hieß es gleich, wir sollten ihn dringend vorstellen. (leider ist der Termin erst im Dezember, war der erste freie Termin).
Im Brief der Schwester steht das Luca ein Latetalker ist. Mehr Erklärungen gab es noch nicht, da er wie gesagt erst im Dezember genau untersucht wird. Hörtest hatte er schon mehrere und dort war mal Wasser hinterm Trommelfell und mal wieder nicht.
In den letzten 3Monaten hat er dann doch einen kleinen Sprung gemacht und schafft jetzt folgende Wörter deutlich zu sprechen: Mama, Papa, Mimi, wau wau, pipi ; undeutlich aber verständlich sind : ich, lieb, bitte und danke
Zwei- Wort- Sätze sind bei ihm zum Beispiel "ich da" oder "papa da". nur sowas.
Ist das schon eine Sprachentwicklungsverzögerung? Kann man in dem Alter (2 1/2jahre) denn schon groß was an Therapien machen? Was sind eure Erfahrungen.
Danke und liebe Grüße
Yvette _________________ Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird!
Gruß Kerstin _________________ Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf und Epilepsie und Philipp (*93) 28SSW NEK, jetzt Kurzdarmsyndrom,Nierenproblematik
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.
um direkt auf Deine Frage einzugehen: ja, man kann etwas machen!
Bei uns nannte es sich "Frühförderung", Kristina hat mit noch nicht ganz 2 Jahren dort ein Art "Spieltherapie" und "Musiktherapie" bekommen. Eine zentrale Auffälligkeit war die "Nicht-Ausprägung" des Triangulären-Blickkontakts ... und das ist damit deutlich besser geworden.
Von heute betrachtet war das frühe Tätigwerden unsererseits dass Beste was wir machen konnten. Zwar gibt es immer noch Baustellen, aber auch hier zeigt sich, das "Training" für unsere Tochter alles ist: Sie muss Sprache "erlernen" und braucht dazu Anleitung ... und dass (mit dem Sprechen) klappt mittlerweile RICHTIG gut (stolz sei!).
Gruß Enno. _________________ Regina ('69) & Enno ('67) mit Kristina (28.11.04) sprachentwicklungsgestört und Sven (02.10.06) -> Unsere Vorstellung
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