ich war mit Stella jetzt eine Woche zur logopädischen Intensivtherapie in Baiersbronn (Frau Iven). Zum Hintergrund: Stella hat eine Schluckstörung, kann nicht kauen, hat Schwierigkeiten mit ihrem Speichel und kann auch nicht sprechen.
Das Programm läuft so ab, dass man privat übernachtet und 3 Termine pro Tag hat. Das ganze Konzept baut auf verschiedenen Elementen von Castillo Morales und Padovan auf. Bei zwei Terminen wird geturnt und verschiedene mundmotorische Übungen gemacht, an dem dritten Termin werden mehr Übungen zur Lautbildung und Sprachverständnis gemacht (zumindest war das bei Stella so).
Prinzipiell hat Stella in der Woche gelernt, ihren Luftstrom besser zu kontrollieren und zu pusten, auch kann sie ihre Zunge jetzt auf Aufforderung nach vorne strecken und aus einem Gummischläuchlein saugen (das war am Anfang der Woche definitiv nicht möglich). Außerdem habe ich noch weitere Anregungen bekommen und ein paar Erkenntnisse, warum Stella gar nicht sprechen kann. Allerdings hat sich mich auch überrascht, dass sie alle Tiergeräusche richtig eindeutig erkennt (im Gegensatz zu mir, ich hätte weder den Esel noch den Elefant als solchen erkannt. Ein Esel sagt nämlich gar nicht I-A ).
Was mir nicht so gut gefallen hat, dass fast bei jedem Termin der Therapeut wechselt. Stella kommt mit so etwas zwar gut klar, aber es gibt ja Kinder, die damit sehr eigen sind. Ich als Mutter fand es auch etwas verwirrend, vor allem, weil ich gerne einen Vorher-Nacher-Vergleich und eine detaillierte Analyse gehabt hätte, welche mundmotorischen Funktionen nicht funktionieren. Teilweise hing ich daher etwas in der Luft. Was man aber auch sagen muss, dass einige der Therapeuten wirklich gut sind und sich bei Schluckstörungen sehr gut auskennen.
Das Turn-Programm fand Stella nun gar nicht anstrengend, da ist sie als Petö-Kind einfach mehr gewöhnt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das Padovan-Konzept wirklich richtig durchschaue. Bei den Padovan-Turnübungen geht es darum, dass das Kind die einzelnen Entwicklungsstufen noch einmal nachturnt (also vom Strampeln auf dem Rücken, über das Aufstützen, das Robben und Krabbeln hin zum Aufstehen). Vielleicht kann Tobias etwas dazu sagen. Irgendwie fand ich Petö etwas praxisnäher.
Insgesamt bin ich aber recht angetan, vor allem weil so eine Intensivwoche doch einen anderen Schub gibt, als die wöchentlichen Termine.
Wer noch Fragen hat, kann sich ja noch einmal melden.
Viele Grüße von einer hochmotivierten (hoffentlich hält das lange an) _________________ Sabine mit Stella (06/2002, fröhliches Rollikind, globale Entwicklungsverzögerung unbekannter Ursache, spricht nicht, hat aber ein gutes Sprachverständnis, Schluckstörung)
Ich will mich hier nur mal kurz anhängen. Wir sind gerade aus Baiersbronn zurück und haben sehr viele Anregungen erhalten. Cecilie fand die Woche sehr anstrengend, aber ich denke, dass sich der Aufwand lohnt.
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben. Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen. Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum posten Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen