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Wer kennt sich mit einem Port aus?
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ehemalige Userin
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BeitragVerfasst am: 01.10.2010, 08:34    Titel: Wer kennt sich mit einem Port aus? Antworten mit Zitat

Hallo,

wir haben zwar kein Intensivkind, ich denke aber das meine Frage hier am besten aufgehoben ist.

Seit unserem letzten Krankenhausaufenthalt überlegen wir ob wir Mika einen Port legen lassen. Das ständige Stechen ist der Horror.

Wer hat schon gute oder schlechte Erfahrungen gemacht ?

Gibt es oft Komplikationen beim legen ?

Kann sich der Port leicht entzünden ?

Tut das Stechen gar nicht mehr weh oder nur nicht mehr so sehr ?

Wie schnell geht er kaputt ?

Ich freue mich auf viele Antworten, vielen Dank im voraus Very Happy

Liebe Grüße

Anja
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AnjaB.
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BeitragVerfasst am: 01.10.2010, 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anja,
ich hatte gerade am Dienstag eine Portschulung, ich würde dir erst mal raten zu überlegen, wozu ihr einen Port benötigt, denn es darf auf keinen Fall Blut über einen Port abgenommen, bzw. Blutpräparate über einen Port gegeben werden.
Viele Ärzte nehmen trotz allem Blut ab, aber die Portsysteme, die zur Zeit auf dem Markt sind, sind nicht dafür zugelassen, da sich zu schnell Thromben in der Portkammer bilden.
Eine Firma ist gerade dabei einen Port zu entwickeln über den man auch Blutabnehmen kann ohne eine erhöhte Gefahr einer Thrombose einzugehen. Laut den Herstellen darf ein Port, zur Zeit, nicht mehr benutzt werden wenn einmal Blut abgenommen worden ist!!!
Das anpieksen vom Port ähnelt einer subcutanen Spritze, allerdings muß man mit "mehr Kraft" einstechen auch das rausziehen der Nadel geht mit einem Widerstand, da eine ca. 1 cm dicke Silikonschicht durchstochen werden muß.

Liebe Grüße
Anja
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Iris u Caroline
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BeitragVerfasst am: 01.10.2010, 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anja mit Mika,
Caroline hat seit ca 4 Monaten einen Port weil es nicht mehr möglich war ihr einen Tropf zu legen, der Port wird alle 4 bis 6 Wochen gespült bei uns im Krankenhaus.
Die Nadeln sind echt der Hammer aber ich lasse mir immer Emla Salbe mitgeben die ich dann lange vorm spülen auf die Portstelle mache und es macht Caroline garnichts aus. Die Op war keine Stunde und wurde Ambulant gemacht.
Ist auch keine riesen Narbe da, war alles schnell verheilt.


Hallo AnjaB., Das mit dem Blutabnehmen weiß ich anders, damit keine Thromben entstehen wird der Port mit Heparin gespült.
Zumindest wurde mir das so erklärt.

Liebe Grüße Iris

_________________
Iris (42J) mit Caroline geb 32SSW Epilepsie Tetraspastik Skoliose Reflux PEG nach Hirnbluten 3. Grades
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ehemalige Userin
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BeitragVerfasst am: 01.10.2010, 08:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anja,

Wir bräuchten den Port eigentlich zum Blutabnehmen, denn auch wenn er eine Infusion (kein Blut ) bekommt, braucht man Blut fürs Labor.
Das ist ja doof, die Assistenzärztin, die ich neulich darauf angesprochen habe, hat so getan als ob das kein Problem wäre.
Wenn ich aber schon Thrombose höre, wird mir ganz schlecht.
Da werden wir dann vielleicht doch den Umsatz von Emla weiter steigern Wink
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ehemalige Userin
Gast





BeitragVerfasst am: 01.10.2010, 09:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Iris,

das mit dem Heparin hab ich auch schon mal gehört.

Wir nehmen auch oft Emla, aber oft muß man ihn 3 oder 4 mal stechen bis es klappt. Wir haben auch im Krankenhaus oft das Problem, das wenn der Zugang kaputt geht, und der Arzt gerade auf Station ist, wird sofort eine Neue gelegt, denn sonst müßte der Arzt ja nach 45 min wieder kommen.
Das ärgert mich immer.Mika versucht sich auch mit Emla dagegen zu wehren, und wenn ihn drei Erwachsene festhalten wirkt das nicht sehr beruhigend. Darum überlegen wir mit dem Port.

Liebe Grüße
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Marionh64
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Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 01.10.2010, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anja,
ich habe seit Jahren einen Port, vorwiegend für meine Infusionen und wenn eine parenterale Ernährung notwendig ist. Das Einstechen merkt man schon, aber im Vergleich zu dem anderen ist es nur ein kurzer Pick.Ich denke, man sollte gründlich abwägen, da das Infektionsrisiko deutlich höher ist und ein Port auch gepflegt (regelmäßiges Spülen) werden muss.
Ich drücke euch die Daumen, dass ihr eine Lösung findet.
LG Marion
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Janet mit Pia
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BeitragVerfasst am: 04.10.2010, 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo alle zusammen,

meine Tochter Pia hat seit sie 4 ist einen Port. Bei meiner Tochter konnte man damals einfach kein Äderchen finden. So hatten wir die Wahl zwischen einen Hitman und einem Port. Wir haben uns dann für einen Port entschieden. Die OP verlief gut, aber die vom Olgäle in Stuttgart haben ihn scheinbar völlig falsch gelegt. Er funktionierte von Anfang an nicht richtig und es musste bei ihr mehrmals gestochen werden. Seit etwa 1 1/2 Jahren ist er ganz hin, wurde aber bisher noch nicht entfernt Evil or Very Mad .

Der Port wurde bei Pia hauptsächlich gelegt um Chemo, Thrombos- und Bluttranzfusionen und Blutabnahme gelegt. Blutabnahme war das, was nie richtig funktioniert hat. Auch bei ihr hat man spezielle Spülungen verwendent, damit der Schlauch nicht verstopfte.

Ich fand den Port immer praktisch. Infektionen gab es keine, da immer sauber gestochen wurde und der Port auch unter der Haut liegt. Anders als beim Hitman, der aus dem Körper raushängt. Wir konnten damit sorglos schwimmen gehen, auf Spielplätzen. Nie brauchte ich mir irgendwelche sorgen machen. Das war sehr angenehm. Gerade bei einem so kleinen Kind.

Was ich weniger angenehm fand an diesem Port war, dass sie ihn direkt über das Schlüsselbein gesetzt haben. Das tat Pia immer weh und da half auch kein Emla mehr. Wohl auch ein Fehler von den Chirugen...

Würde Pia wieder einen direkten Zugang brauchen, so würde ich aber wieder ein Port wählen. Allerdingst nicht nochmal im Olgäle...

LG Janet

_________________
Pia *25.01.01 Gehirntumor Astrozytom II°, Epilepsie, Asperger-Syndrom (nicht diagnoziert)
Ronja *17.03.03 verm. leichtes Asperger
Viktor Zero *16.04.11
Mama und Papa beide schwerhörig, Papa mit Hörgeräten versorgt

"Wer nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist!" (David Ben Gurion)
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Mama Ursula
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BeitragVerfasst am: 04.10.2010, 16:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hey!

Wie AnjaB. oben schon erwähnt hat, dürfte eigentlich gar keine BE über den Port laufen, wenn muss hinterher mit Heparin gespült werden, was nicht ohne ist, bei kleinen Kindern Rolling Eyes Ist aber beim Hickman nicht anders und da Gang und Gebe Rolling Eyes

Insofern kann man einem Chirurgen nicht unbedingt einen Vorwurf machen, wenn der Port nur so funktioniert, wie von der Herstellerfirma "konzipiert" Rolling Eyes Wo der Port angelegt wird, bestimmen meist die anatomischen Verhältnisse und der Chirurg muss sich fügen Rolling Eyes

Janet - schon möglich, dass bei Euch nicht das Optimum rausgekitzelt wurde Sad

Ich persönlich mag die Ports nicht, weil sie tatsächlich rasch kaputt gehen (Haltbarkeit meist unter 2 Jahren), aber oft entschärft es die akute Situation oder ist, wie bei einer akuten Krebserkrankung eben auch nur für einen begrenzten Zeitraum gedacht Wink

Ein Hickman ist zuverlässiger, aber wesentlich infektionsanfälliger, daher auch mit vorsicht zu genießen Rolling Eyes

Evtl. könnte man Deinem Sohn auch einen Shunt im Arm legen - so wie bei Dialysepatienten. Der hält in der Regel länger, lässt sich für jeden Arzt leicht punktieren... Dann wirkt auch definitiv das Emla und die Infusionen gehen meist nicht mehr kaputt Wink Allerdings ist auch dafür eine OP nötig und auch das macht man nur mit sehr driftigem Grund Rolling Eyes

Ich wünsche Euch, wenige BEs und noch weniger i.v.-Therapien und wirklich gute, beratende Ärzte, die Euren Sohn kennen und mit Euch die geeignete Lösung suchen und finden Wink

Grüßle
Ursula

_________________
Ursula(71 - Kinderkrankenschw.), Gerhard(73), 3 Pflegekinder Tim(2001) und Kevin(2003) leibliche Brüder und mit hohem Bedarf an Aufmerksamkeit, Jessy(11/2002)- ICP, Tetraspastik, muskuläre Dystonie, kaum Kopf-/Rumpf-Kontrolle, sehbeh., PEG-versorgt, bds. luxierte Hüften, starke Skoliose -> Liegekind und unser Goldschatz!!!
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janina2003
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BeitragVerfasst am: 04.10.2010, 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

halo

also jonny hat seit über 4 jahren einen Port
wir haben ihn hauptsächlich legen lassen wegen blut abnehmen weil jonny seine venen sehr schlecht sind undes auch nicht mehr möglich war einen zugang zulegen
letzte möglickeit war dann nur die arterie oder ein ZVK

bei jonny wird oft drüber blut abgenommen und nichts passiert
er bekommt alle 8wochen heparin gespült und verträgt es gut

ich würde es immer wieder legen lassen haben es nie bereut

da jonny ein intensivkind ist mußte er auf station bleiben

lieben gruß janina

_________________
janina*81, marcel*75 und jonny *2.6.03 zustand nach 4maliger reanimation im babyalter, aortenismusstenose, niereninsuffizenz, epilepsie usw. seit dem 1.12.2010 im wachkoma nach nochmaligen herzstillstand mit reanimation aber wir kämpfen weiter und timmy 5.7.10 gesund und uns alle sehr viel freude bringt
lebe und denke nicht an morgen...
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Laura Nitsch
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BeitragVerfasst am: 04.10.2010, 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

ich habe zwar keinen Port, aber für die Dialyse zur Zeit noch einen Katheter. Das ist ja fast das gleiche, denke ich. Meiner sitzt rechts über dem Schlüsselbein.
Der Katheter ist mein zweiter, der erste saß links, und musste entfernt werden, weil ich den MRSA hatte.
Der Katheter wird bei mir auch mit Heparin gespült und mit Urukinase geblockt.

LG

_________________
Laura (10/88) Kloakenfehlbildung, inkompl. VACTERL-Syndrom, caudales Regressionssyndrom, Sacrumdysplasie, Hysterektomie (12/06), Mitrofanoff-Stoma (08/08), chron. Nierenversagen(Stadium V) seit 3/10 dialysepflichtig, hochgrad. Latexallergie

Ihr lacht über mich, weil ich anders bin- Ich lache über Euch, weil ihr alle gleich seid.(K.Cobain)
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