Verfasst am: 01.09.2010, 08:51 Titel: Therapeutisches Reiten bei Hypotonie?
Hallo,
es geht hier um meinen Jüngsten, er ist jetzt grade drei geworden und seit neuestem stolzes Kigakind .
Ich überlege schon länger ob ihm Therapeutisches Reiten helfen könnte ... es geht um eine doch ziemlich ausgeprägte Hypotonie . Er kann zwar laufen und sich gut bewegen ist aber ein ziemliches "Gummikind" was mich einfach bei 18 kg Kampfgewicht so langsam an meine Grenzen bringt .
Und was sehr erschwerend dazu kommt sind die Stürze , an manchen Tagen stürzt er im 10 min Takt .
Bis jezt ist alles glimpflich abgelaufen aber da er noch unter einer seltenen Blutgerinnungsstörung leidet ist jeder Sturz bei ihm potentiell sehr gefährlich.
In seinem HPK wird Therapeutisches Reiten angeboten aber es sind viel zu wenig Plätze frei und die gehen natürlich an schwerer betroffene Kinder ...
Jetzt könnte ich privat bei der KiGatherapeutin für ihnStunden nehmen ...
Meine Frage : Lohnt sich das ? Könnte es etwas bringen ? Der Kostenfaktor der auf uns zukommen würde ist sicher nicht zu verachten .
Soweit ich weiß übernimmt das ja keinen KK.
unsere Tochter ist auch hypoton. Sie hat vor etwa einem Jahr, mit knapp 5 Jahren mit dem therapeutischen Reiten begonnen und es hat ihr sehr geholfen. Sie hat relativ schnell eine viel bessere Körperspannung aufgebaut. Nachdem sie erst noch ziemlich unsicher auf dem Pferd hing, konnte sie nach recht kurzer Zeit schon selber wahrnemen, ob sie schief saß und wieder zur Mitte rutschen musste. Ihre Selbstwahrnehmung hat sich verbessert. Sie hat in der Zeit erst zu Rennen gelernt, dann zu Hüpfen - vorher brauchte sie immer noch sehr viel Halt und kam mit den Füßen nicht vom Boden los. Dann lernte Fahrad fahren und nun sind wir sogar soweit, dass sie tagsüber ohne Windeln auskommt.
Sicher hätte sie all das und noch einiges mehr auch ohne Reittherapie gelernt, aber vielleicht nicht so schnell. Weiss man nicht. Auf jeden Fall, ist die Reittherapie etwas ganz wunderbares. Wir freuen uns jede Woche auf den Termin und für meine Tochter ist es nicht wie eine Therapiestunde sondern sie geht Reiten und das Pferd pflegen und versorgen. Das Geld ist meiner Meinung nach wirklich gut angelegt.
Hallo Jenny !
Bitte tu es !!! Es lohnt sich auf jeden Fall. Max geht jetzt schon 5 Jahre reiten und die Fortschritte sind enorm . Die Rumpfhypotonie hat sich stark verbessert, seine Sprache hat sich stark verbessert und die Therapeuten sind der Meinung ,dass das Reiten die anderen Therapien vernetzt. Ergo- ,KG- und Logo -Erfolge werden durchs Reiten verstärkt.
Die Kosten sind nicht ohne ,aber es lohnt sich .Wir zahlen erst seit einem Jahr selber. Vorher hat bei uns das Kreissozialamt über die Wiedereingliederung gezahlt. Versuchen kannst du es auch so
LG Marion _________________ Wenn ihr mich sucht,sucht mich in euren Herzen.Habe ich dort eine Bleibe gefunden,werde ich immer bei euch sein.
(Rainer Maria Rilke)
wir haben auch sehr gute Erfahrung mit Hippotherapie und therap. Reiten.
Phil hat eine gute Körperspannung und besonders im Oberkörper eine sehr gute Aufrichtung bekommen. Außerdem verbessert bei ihm das therap. Reiten die Aufmerksamkeit.
Aufgrund anderer Therapien (Autismustherapie, Musiktherapie, Ergo, Logo) pausieren wir z.Zt.. Aber nach Abschluß der Musiktherapie wollen wir auf jeden Fall wieder ein paar Monate therap. Reiten machen.
LG
Britta _________________ Britta mit Phil 11/2004(hypoton,motorisch und mental verzögert)Autismusspektrumstörung
Abgeschlossene "Helmtherapie"(cranio-orthese) , und Luca 08/99 (hb)
dass therapeutische Reiten würde mich auch sehr interessieren, da unsere Maus auch hypoton ist. Wisst ihr ab welchem Alter man damit anfangen kann? Meine Kleine ist erst 7 Monate alt
Liebe Grüße _________________ LG
Julia
Julia (*84), Lena (*02.02.2010) - Komplexe Hirnfehlbildung (HC (Shunt-versorgt), Balkenmangel, Aquäduktstenose, Gyrierungsstörung, Myeliniesierungsstörung), präaxiale Hexadaktylie (links) operiert seit 15.11.11, Symptomatische fokale Epilepsie
Ben hat mit 2 1/4 mit dem Reiten begonnen - auf einem Shetti mit Decke darauf und Voltigiergurt zum Festhalten. So gaaanz richtig "therapeutisches Reiten" ist das wohl nicht, auch wenn es sich so nennt.
Er liebt es heiß und innig, hat sich vom Gleichgewicht sehr gebessert (ja, ja diese Stürze bei schnellen Wendungen oder wenn man müde wird ) und hat sogar endlich Laufrad fahren (besser rasen) gelernt.
Ich denke, es tut ihm gut, wir werden wegen der Kosten allerdings wohl im nächsten Jahr zum normalen Reitunterricht wechseln...
Gruß Cattie _________________ Kerstin mit Nicolas * 11.2003 kerngesund, und Benedikt *11.2007 mit 4.gradiger Hirnblutung und rechtshirnigen Apoplex durch Asphyxie während der Geburt (läuft, rennt, spricht, Hinkebein links)
unser Jonas reitet seit er 2 3/4 Jahre alt ist, wir machen Hippotherapie, die Therapeutin sitzt hinter ihm auf dem Pferd weil er nicht alleine sitzen kann.
Als wir begonnen hatten hatte er nicht mal eine richtige Kopfkontrolle so hypoton war sein Rumpf.
Ich kann dir auch nur Gutes berichten, seine Kopfkontrolle wurde wirklich so schnell besser, und auch seine allgemeine Stabilität !
Uns hat sogar die KG dazu geraten !
LG SABINE _________________ Jonas mit Phelan Mcdermid Syndrom geb. 03/06
stark hypoton, kein krabbeln, laufen ,keine Sprache.... kann seit 02.04. 2011 frei sitzen
WARTE NICHT AUF GROSSE WUNDER -
SONST VERPASST DU VIELE KLEINE
Hallo
Mein Sohn Navid reitet auch und er hat dadurch wirklich viele Fortschritte gemacht .Es ist wirklich gut angelegtes Geld .
L.G.Katja _________________ Katja 36j +Mohammad 37j ,Samira gesund und Navid 5j ICP in Form von einer Tetraparese ,entwicklungsverzögert in allen Bereichen ,mehrfachbehindert ,Zustand nach schiefgelaufener Bronchoskopie im Alter von 4 Monaten
also Dominik ist auch hypoton und er geht schon langezeit zum Therapeutischen Reiten.
Am Anfang gingen wir 1x wöchentlich für jeweils 20 Min./10 €. Dort war ich aber nicht zufrieden, da Dominik sehr große Angst hatte und trotzdem mit aller Gewalt auf dem Pferd sitzten bleiben musste.
Dann gingen wir langezeit nicht und dann bekamen wir von unser KG einen Tip da gingen wir dann auch hin und Dominik ritt auf einem Esel 1x wöchtentlich 30 Min/10 €.
Seit er jetzt in die Schule geht und das sind jetzt das 3.Jahr hat er von nach den Osterferien bis zu den Herbstferien 1x wöchentlich in der Schule reiten und das kostet mich dann 50 €.
Bezahlt wird das ganze von keiner KK.......aber es hat bei uns auf alle Fälle geholfen.
lg claudi _________________ lg claudi
Die Zukunft sollte man nicht voraussagen wollen,
sondern möglich machen (Antoine de Saint Exepury)
danke für eure Meinungen
Ich habe jetzt grade wegen einer anderen Sache mit dem HPK telefoniert und erfahren das mein Zwerg soeben beim Reiten ist .
Es wurde ein Platz frei und da wurde spontan entschlossen ihn mitzunehmen ... und wenns klappt hat er auch recht gute Chancen das eine Zeit weiterzumachen
Einerseits freu ich mich wie Bolle für ihn, andererseits gehen mir tausend Sachen durch den Kopf Kann er runterfallen ? So ein Pferd ist ja recht groß ... Tragen die Kinder Helme ? waaaaaaaaaahhhhhhhhhh ...
Nicht zu vergessen das er immo keine Antiallergika nimmt
Hoffentlich kriegt er keinen Asthmaanfall ...
Aber trotzdem bin ich schon ganz gespannt was er erzählt heute ... wenn denn alles gutgeht
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