Verfasst am: 30.08.2010, 08:52 Titel: Meine Tochter verweigert die Nahrungsaufnahme
Hallo!
Meine Kleine will seit 2 Monaten nix mehr trinken oder essen. Sie hat die ersten 9 Monaten sehr gut getrunken. Sie hat eine Gedeihstörung und im 4. und 5. Monat hatten wir einen Gewichtstillstand. Die Kiärztin setzte mich immer ziehmlixh unter Druck die Rede vom Jugendamt. Ich habe mich gegen Magensonde damals geweigert, denn Nele hat am Tag ca 1000ml Milch getrunken. Meiner Meinung nach hätte da eine Sonde nix gebracht, die wäre ja geplatzt. Sie spuckt aber es war immer noch genug Nahrung drin.
Meine Meinung ist das das Problem an der Nahrungsverwertung lag, aber davon wollte keiner was hören, Untersuchungen wurden auch nicht für notwendig gehalten. Sie hatte ja ihre Diagnose. Jedenfalls jetzt bekommt sie seit April kurz abgekochte Schafmilch und siehe da wir haben schon fast 2 Kilo mehr.
Meine Frage hat jemand Erfahrung mit Babys die ihre Nahrung verweigern, evtl Therapien, wir haben jetzt eine Magensonde, weil wir zum Schluß bei 300ml am Tag waren. Kann es auch sein dass wir zu viel Drcuk auf sie ausgeübt haben
Lg Anja _________________ Anja mit Pünktchen *09.2009 Gen-Defekt, hereditäre Methämoglobinämie Typ II schwerst mehrfachbehindert... ist mein größter Schatz
HAllo Anja,
das ist schwer zu sagen, es kann an allem möglichen liegen...
Ja, so ein Gen-Defekt wird bei allen Außergewöhnlichkeiten beim Kind gern als Pauschalantwort genommen Kann die Ursache sein, muss sie aber nicht.
Bei Judith ging es auf einmal, als sie ihre Flasche selber halten konnte und wir nicht immer ankamen und sie trinken musste wenn wir es wollten sondern als sie es konnte wann sie wollte. Es wurde schlagartig leichter als ich über meine Schatten sprang und ihr einfach Saft zu trinken gegeben habe, auch wenn ich das nie wollte (wegen der Zähne). Aber nun gut. Sie trinkt in der Regel inzwischen recht ordentlich. Der Saft wird variiert und ich verdünne ihn immer mehr, ganz ohne Saft geht es aber nicht! Wenn Du die Kraft hast, dann probier doch einfach mal verschiedene Getränke und Verdünnungenaus. Judith hatte auch einen Lieblingssauger, mit dem ging das Trinken viel schneller.
Was uns auch geholfen hat war die Logopädin mit Castillo-Morales-Ausbildung. Neben allen mundmotorischen Tricks hat sie mich auch immer wieder ermutigt, dran zu bleiben.
Vielleicht kann Dir ja das SPZ nen Tipp geben wer da gut wäre?
Das klingt jetzt vielleicht abgedroschen, aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es überhaupt nichts bringt, Druck aufkommen zu lassen. Sei es bei einem selber oder durch andere. Du kennst Dein Kind am besten!
Zu mir hat irgendwann mal ein Arzt gesagt natürlich ist die Trinkmenge zu wenig, aber da Judith recht fröhlich aussieht, wird ihr das was sie trinkt wahrscheinlich reichen...
Ich mach Dir Mut, das ganze mal mit einem Arzt zu besprechen zu dem Du echtes Vertrauen hast und der das auch zu Dir hat- und dann abwägen, wie viel Flüssigkeit Nele wirklich braucht...
Anne _________________ Judith *09/07, Dupl. Xq27.3pter, hypoton, PHT durch cpap im Griff, ASD 2, GÖR, infektanfällig, neurog. Blasenentleerungsst., ...
Drückt sich gut über Mimik und Laute aus und weiß, was sie will (und was nicht...)
Kann robben, sitzen und übt das Stehen. Die Lebensfreude in Person.
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