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Unser Sohn wird angegafft (Helm)
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Magdalena&Tomasz
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BeitragVerfasst am: 03.09.2010, 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

hallo


ganz ehrlich will ich hier schreiben.

ICH BIN AUCH EIN GAFFER

ich schaue immer , aber ich denke nicht böse dabei. ich schaue wie eine mutter schaut von kranken und behinderten Kind ein andre Familie die in englische Situation ist.
nur das ich mein kranke Kind nicht habe dabei.

also kann die andre Familie nicht wissen das ich so zu sagen dazu gehöre. werde ich mein Tomasz haben werden wir uns sicher in ein geschpräch anwinkeln oder nur mal anleschen, aber so bin ich nur der gaffer für die.

LG Magdalena

_________________
Magdalena&Bernd mit Tomasz (17/12/04) *26 08 09 "Die Leute haben Sterne, aber es sind nicht die gleichen (...) Du wirst Sterne haben, wie sie niemand hat (...)." Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben" Jonathan 05/05/09
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eli
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BeitragVerfasst am: 03.09.2010, 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Magdalena,

ich kann das nachvollziehen! Wenn ich eine Familie mit einem offensichtlich behinderten Kind sehe, dann schaue ich auch. Ich versuche es möglichst nicht so auffällig zu tun, aber ich schaue! Weil es mich interessiert, wie es der Familie geht, wie sie mit dem Kind umgeht oder wie sie mit ihrer Situation zurechtkommt. Uns sieht man auf den ersten Blick nicht an, daß Elias eine Erkrankung an. Deshalb schäme ich mich oft, wenn ich mich beim Schauen ertappe! Aber es ist nicht böse gemeint. Ich versuche es zumindest nicht offensichtlich zu tun. Es kommt auf das Schauen drauf an. Man kann den Leuten eigentlich ansehen, ob sie aus Interesse schauen oder aus Schaulust!

Wenn ich mit Elias einmal die Woche in einer Körperbehinderteneinrichtung zur Physio gehe, da begegne ich vielen Jugendlichen mit einer sichtbaren leichten bis sehr starken Behinderung. Ich muß zugestehen ich schaue lange da hin, weil ich in der Nähe sitze und auf Elias warte, und ich frage mich auch immer, warum schaue ich, warum interessiert mich das so? Wahrscheinlich, weil ich wissen möchte wie diese Jugendlichen mit ihrem Handicap leben, wie sie sich fühlen und wie sie miteinander umgehen. Da wird mir immer bewußt, welch unbeschwerte Kindheit ich hatte. Ich mache mir sehr viele Gedanken um diese Jugendlichen und Kinder, wahrscheinlich auch weil Elias selbst eine Behinderung hat, die man ihm aber im Gegensatz zu diesen Kindern nicht ansieht!

Wenn ich an meine Situation denke, dann glaube ich, daß nicht jeder, der schaut gafft, sondern ihm beim Anblick eines kranken Menschen viele Gedanken durch den Kopf gehen. Wie wäre es, wenn ich selbst betroffen wäre oder ähnliches? Ich glaube das Schauen bewegt mehr in den Köpfen dieser Menschen, als Betroffene glauben zu sehen! Das Schauen ist meiner Meinung nach meistens nicht böse gemeint, sondern man wird an die Schicksalsverteilung im Leben erinnert.

LG Petra

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E. (01/04): Panayiotopoulos-Epilepsie, komplizierte Fieberkrämpfe, Teilleistungsstörungen, leichte Ataxie, Dyspraxie, V.a. auditive und visuelle Wahrnehmungsstörung, V.a. Autismus
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Magdalena&Tomasz
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BeitragVerfasst am: 03.09.2010, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petra


du hast das er fast. nun leider man kann nicht erkennen das ein Mensch so schaut.
und es wird der Tag kommen wo ich bei schauen ertappt werde und das Andreas ankommt , so das ich eine Mutter verletzen werde ohne das Absicht zu haben.

also liebe Eltern nicht jede Blick ist gleich negativ. kann es sein das unter diese blicken sich andre Eltern oder freude von ein kranken Kind verstecken.

LG Magdalena

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Magdalena&Bernd mit Tomasz (17/12/04) *26 08 09 "Die Leute haben Sterne, aber es sind nicht die gleichen (...) Du wirst Sterne haben, wie sie niemand hat (...)." Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben" Jonathan 05/05/09
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eli
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BeitragVerfasst am: 03.09.2010, 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Magdalena,

das Schauen ist womöglich eine Hilflosigkeit. Wer wird gerne an ein schlimmes Schicksal erinnert? Niemand! Ich glaube meistens ist es Mitleid und auch Mitgefühl, was der Schauende empfindet (auch wenn er es nicht zugeben würde). Du wirst ja mit ungeahnten Gefühlen konfrontiert beim Betrachten, die Du erstmal verarbeiten mußt.
Aber das Schauen kommt beim Betroffenen falsch an. Und sollte sich doch jemand abfällig äußern über die Behinderung, dann ist es Unsicherheit, weil man diese Situation nicht kennt und auch nie gelernt hat, mit Behinderung umzugehen, geschweige denn sich Gedanken darüber zu machen. Ich glaube kein Mensch, so gaffend er auch sein mag, macht sich wirklich lustig über den kranken Menschen. Auch wenn es so erscheint. Es ist seine eigene Angst, mit dem Gesehenen fertig zu werden. Und ich denke jeder ist sich bewußt wie anders das Leben verlaufen kann. Nur sind manche eben nicht besonders taktvoll. Das sind aber auch Betroffene manchmal untereinander nicht!!! Da gönnt der eine dem anderen weniger Betroffenheit bzw. Behinderung nicht. Das darf man gar nicht glauben, ist aber so! Dabei dürfte man meinen, gerade Betroffene hätten Mitgefühl füreinander und werden nicht verletzend. Aber das ist leider ein Trugschluß!

Da ich nun selbst die Situation der Behinderung kenne, würde ich erstmal denken, der schauende Mensch hat nicht Schaulust, sondern wird mit sich und seinen Gefühlen konfrontiert, wie schlecht es anderen Menschen gehen kann. Und manche benötigen das vielleicht, um sich besser zu fühlen? Nur hat der Betroffene auch Gefühle, die schnell durch das Schauen verletzt werden, denn dann wird ihm seine isolierte und schwere Lebenssituation wieder bewußt.

Ich würde auch erstmal vom Positiven in einem Menschen ausgehen und mich fragen, warum schaut derjenige? Ich glaube im Gaffer steckt mehr aufrichtiges Interesse als vermutet (davon weiß er wahrscheinlich selbst nicht mal Wink ).

LG Petra

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laraluca
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BeitragVerfasst am: 03.09.2010, 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

es kommt wirklich darauf an, wie jemand schaut und wie die Reaktion ist.
Mich ärgert es hauptsächlich, wenn der Kopf geschüttelt wird oder entsetzt geschaut wird oder gar dumme Sprüche kommen.

Man kann auch anderes reagieren, einfach lächeln.
Erinnere mich auch gut an eine recht schöne Reaktion. Ich war mit unserem Kleinem am Spielplatz und eine Frau saß daneben mit ihrem Kind. Sie kam auf unserem Kleinen zu und sprach ihn einfach an, spielte eine kurze Weile mit ihm, baute ihm eine kleine Burg aus Sand. Dann lächelte sie mich an und fragte wie er hieß und wie alt er sei und warum er einen Helm braucht?
Ich erklärte es ihr und wir unterhielten und noch lange über alles mögliche.

_________________
LG
Hanna mit Lara (2002), Luca (2004)-frühkindl. Autismus ( HFA ) Rumpfhypotonie. PK Marcel (2008) - Deletionsyndrom(Epi,Asthma, globale Entwicklungsstörung/geistige Behinderung,Muskelhypotonie) PK Michelle (2009) - Mikrozephalie, FAS, Entwicklungsstörung, Deprivationssyndrom und David tief im Herzen (18.6.2007-24.6.2007)
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eli
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BeitragVerfasst am: 03.09.2010, 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hanna,

es ist wohl nicht jeder so "mutig" und aufgeschlossen. Die meisten haben große Probleme mit Behinderung. Im Grunde genommen müssen sie mit ihren negativen Gefühlen klarkommen, die plötzlich in ihnen hoch kommen. Man sollte sich vielleicht immer sagen, wenn wieder jemand blöd schaut oder gar einen dummen Kommentar von sich gibt, daß er sich nicht anders zu helfen weiß. Dann könnte man ja entgegnen, daß sie sich über jeden Tag freuen sollen, an dem sie gesund sind. Es kann sich in jedem Moment von heute auf morgen ändern! Und hoffentlich treffen sie dann auf ein liebevolles Umfeld.

Unverständnis begegnet man aber überall. Das ist nicht nur ein schweres Los von Behinderten. Selbst mit gesunden Kindern oder solchen denen man die Erkrankung nicht ansieht. Wir waren auf dem Markt. Elias stand neben mir am Stand und daneben eine alte Frau, die sich darüber aufregte, daß Elias nicht sofort zur Seite sprang als sie dran war. Kinder merken ja oft gar nicht, daß sie im Wege stehen, weil sie so gedankenverloren sind. Da meinte ich zu der Dame, Elias wäre ein Kind und was sie von ihm erwarten würde? Ich finde es unmöglich, daß in unserer kinderentwöhnten Gesellschaft Kinder wie Erwachsene behandelt werden. Vor allem bei alten Leuten trifft man sehr oft auf Unverständnis bei kindlichem Verhalten. Elias wurde im Supermarkt mal fast von einer alten Dame bewußt mit dem Einkaufswagen gerammt, weil er nicht sofort "wegsprang" als sie vorbei wollte! Shocked

Was ich damit sagen möchte, dummes und unverschämtes Verhalten trifft man in allen Lebenslagen. Menschen, die meinen sie müßten andere diffamieren oder anprangern, sind bedauernswert. Sie müssen ein trauriges Leben führen, in dem sie selbst wenig Mitgefühl und Gegenliebe erfahren haben. Normalerweise bekommt ein gesund denkender Mensch das Gefühl von Mitleid, wenn er ein behindertes Kind sieht. Menschen, die das nicht zulassen oder dumm reagieren, die sind emotional verkümmert. Ich würde versuchen Mitleid mit ihnen zu haben und wenn es die Möglichkeit dafür gibt, ihnen sagen, daß sie bedauernswert sind, weil sie sich nicht adäquat zu verhalten wissen.

LG Petra

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kathleen w
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BeitragVerfasst am: 03.09.2010, 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

habe den Thread schon die gabze Zeit mitverfolgt. Es ist aber wirklich ein heikles Thema.

Also, ungehörige Bemerkungen, abwertendes Kopfschütteln u. ä. stehen für mich nicht zur Diskusion, finde ich unmöglich.

Ich habe aber in einigen ähnlichen Threads festgestellt, dass die Betroffenen unterschiedlichste Vorstellungen haben, wie sie von der Umwelt behandelt werden möchten.

Persönlich kann ich nicht´s verwerfliches daran erkennen, wenn mich jemand fragt, was das Kind hat und ob sich die Krankheit noch bessert, sprich sie später mal auf de Rollstuhl verzichten kann. Wenn ich verneine, dann kommt eben häufig Bedauern zum Ausdruck, aber was soll denn der Gesprächspartner auch sagen??? Es ist nun mal nicht toll. Wir versinken nicht im Selbstmitleid, sondern versuchen das Beste zu machen. Die Tatsachen ändern sich aber nicht.

Blöd finde ich z. B. folgende Situation, die uns wiederfahren ist. Bin mit der Kleinen mit Rolli unterwegs. Kind (ca. 5 Jahre) schreit mehr oder weniger:"Oma, guck mal die hat einen Rollstuhl." und das mehrfach. Vielleicht hat er noch kein kleines Kind im Rolli gesehen. Und was macht Oma? Die reisst ihren Enkel pikiert am Arm weg Rolling Eyes Shocked .

LG Kathleen
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Thankful Tina
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BeitragVerfasst am: 04.09.2010, 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hi!
Petra, immer wieder schön, Deine Beiträge zu lesen!

Kathleen: die Oma war sicherlich mit soviel Offenheit der Enkelin völlig überfordert. Sie kommt bestimmt noch aus der Wegschau-Generation. Und die forsche Enkelin bringt sie gehörig ins Schwitzen. Ich frage mich gerade, wie ich wohl mit der Situation umgegangen wäre... Wir wohnen direkt an einem Friedhof. Vor einigen Jahren wurde ein Grab vor dem Kinderzimmerfenster meiner Tochter ausgehoben, was wir uns gemeinsam anschauten. Irgendwann später fand ich sie dann auf der Fensterbank stehend (das Fenster war zu), wie sie ihre Nase an der Scheibe plattdrückte und der Trauergesellschaft beim Beerdigen zuschaute. Das war mir sooo peinlich, echt. Ich schlich mich an sie heran, schnappte sie mir und versuchte, unerkannt zu bleiben. Wink

Wie ich aus den verschiedenen Antworten ableite, gibt es tatsächlich subjektiv ganz andere Vorstellungen davon, wie man sich den Umgang mit Menschen vorstellt, die nicht der "Norm" entsprechen. Ich weiß zwar immernoch nicht, wie ich Autisten begegnen kann, aber ich werd jetzt einfach mal mit der Mutter ins Gespräch kommen, die sehr offen und freundlich ist - das ist mir nur vorher irgendwie noch nicht eingefallen.

Übrigens, "neugierig", bzw. interessiert bin ich auch! Wenn mir z.B. jemand im Rolli begegnet, schaue ich auch! Ich scanne sie nicht ab, von oben bis unten, aber es gehen mir zig Gedanken im Kopf herum, so wie Petra es beschrieben hat. Ich bin grundsätzlich ein beobachtender Mensch. Ich genieße es, in Köln auf der Treppe der Domplatte zu sitzen und Menschen zu beobachten, mich zu fragen, was die wohl machen, wie sie mit ihren Kindern/Partnern umgehen usw. Das ist ja auch gerade der Grund, warum ich gerne mehr darüber wissen wollte, wie ich eben schauen oder nicht schauen sollte z.B. bei Menschen im Rolli.

Deshalb: danke an alle, die mir konstruktiv weitergeholfen haben.
Christina

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Torsten (71), Tina (73), Noemi (97) und Justus (2000) mit Absencen Epilepsie seit 08/07 unter Ethosuximid anfallsfrei
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anner
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BeitragVerfasst am: 04.09.2010, 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

soll ich Euch was nettes erzählen....:
Benedict gafft!!!

Er, im Rollstuhl, kleinwüchsig, mit Makrocephalie, immer wieder ein Grund zum Gaffen(aber auch netten Fragen und Gesprächen)...gafft so ziemlich jeden Mensch mit Auffälligkeiten jeder Art an, fragt, warum dieser Mensch eben hat, was er hat....manchmal echt peinlich....

Ich selbst schaue auch auf Menschen mit Behinderungen, meine Tochter hat mich schon gerügt, ich soll nicht gaffen Embarassed , gerade dann ein Problem wenn Sohnemann nicht dabei ist.
Versuche dann eigentlich ein nettes Lächeln zu geben, vielleicht wird das dann aber auch als falsches Mitleid interpretiert. Confused

Wenn ich noch so genervt bin an manchen Tagen von gewissen Blicken, eine "freche" Antwort könnte ich nie geben.

Anne

_________________
DUM SPIRO SPERO
(solange ich atme, habe ich Hoffnung) CICERO

Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits,Makrocephalie, Gaumenspalt u. e. mehr
Tochter A. 01/96, in der Grundschulzeit Absencen
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BeitragVerfasst am: 05.09.2010, 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

@Christina: das freut mich sehr! Very Happy

Vielleicht ist das Geffen vor allem eine subjektive Empfindung des Betroffenen. Man kommt sich ja sowieso schon "anders" vor, weil man nicht der Norm entspricht und somit sind auch die Gefühle beim Anschauen eher unangenehm! Aber ohne, daß man wirklich weiß, was der andere gerade denkt, wenn er einen anschaut! Sobald man sich unsicher fühlt, kann auch das Angeschautwerden zur Qual werden!

Da ich auch selbst schaue und mehr erfahren möchte über die jeweilige Situation, versuche ich erstmal davon auszugehen, daß aus Interesse geschaut wird und nicht aus Mißgunst! Aber dadurch kommen natürlich Gefühle hoch, die man selbst nicht möchte. Man möchte nicht engegafft werden oder als Außenseiter behandelt werden. Das möchte niemand! Es ist nicht einfach immer mit dieser Sonderstellung klar zu kommen.

Dennoch gibt es einen gewissen Verhaltenskodex und Menschen, die Empathie empfinden können (das kann nicht jeder), die starren auch nicht, sondern schauen vielleicht unbemerkt, damit sich der andere nicht bloßgestellt fühlt. Das hat was mit Einfühlungsvermögen zu tun. Vielleicht ist Nachsicht das beste Gegenargument, weil man den anderen bedauern kann, daß er nicht mehr Weisheit im Leben besitzt, sich verständnisvoll zu verhalten. Eigentlich arm, wenn sich jemand über einen anderen erheben muß, um sich selbst besser zu fühlen!

Eigentlich wird man immer wieder selbst ertappt beim Problem, mit der Behinderung zu leben. Und das tut weh! Und es gibt dann auch noch so dumme Leute, die einen durch verletzendes Gaffen an die Problematik erinnern. Je mehr man selbst über den Dingen steht, umso weniger kann das "Au0en" einem was anhaben. Aber der Weg dahin ist mühsam und auch schmerzhaft!

@Christina: vielleicht fragst Du die Mutter der Autistin, was ihrer Tochter jetzt gefallen würde oder was sie in so Momenten tut? Vielleicht kann sie Dir sagen wie man am besten dem Kind begegnet? Ich würde das Gespräch suchen, da Du die Situation ja öfter zu haben scheinst. Dann weiß auch die Mutter, daß Du versuchst, angemessen zu reagieren.

LG Petra

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E. (01/04): Panayiotopoulos-Epilepsie, komplizierte Fieberkrämpfe, Teilleistungsstörungen, leichte Ataxie, Dyspraxie, V.a. auditive und visuelle Wahrnehmungsstörung, V.a. Autismus
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