Hallo
Liebe Renate ,liebe Anne
Danke ihr sprecht mir aus der Seele
Katja _________________ Katja 36j +Mohammad 37j ,Samira gesund und Navid 5j ICP in Form von einer Tetraparese ,entwicklungsverzögert in allen Bereichen ,mehrfachbehindert ,Zustand nach schiefgelaufener Bronchoskopie im Alter von 4 Monaten
LG Ute _________________ André, geb. 1982, SSW 29+1, Blind, leichte Körperbehinderung, Lernbehindert.
André hat noch zwei nichtbehinderte Brüder, geb. 1983 und 1989
also ich wollte nochmal sagen, dass ich die wahnsinnigen Ängste total verstehen und nachvollziehen kann, die einem überfallen, wenn man hört, dass man ein behindertes Kind bekommt. Mir ging es ja nicht anders als ich hörte, dass ich ein schwerstbehindertes, vermutlich nicht lebensfähiges Kind bekommen werde;
Auch dass man in Panik gerät, wenn man völlig unerwartet und ungeplant schwanger wird...auch durch diese Kämpfe bin ich gegangen, obwohl ich dann schlussendlich doch nicht schwanger war.
Insofern habe ich vollstes Verständnis für die Verzweiflung, die Panik, die da zuschlägt. Verstehen kann ich das wirklich, was da alles durch einem geht, das ist erst mal einfach nur furchtbar. Da geht man wirklich durch Tiefen. Jedenfalls mir ging es so.
Aber wie wunderbar, wenn man durch diese Kämpfe geht und schliesslich Frieden findet und Freude, seine Situation annehmen kann und das Leben des hilflosen, unschuldigen Kinders höher achten kann als die eigenen Pläne, Wünsche, usw. Denn das ist der Punkt, wo ich dann einfach nicht mehr mitkommen kann, dass man aus welchen Gründen auch immer sein eigenes Kind töten lässt. Wenn man darüber einmal nachdenkt, dann ist das doch eigentlich unfassbar. Dass man auch einfach das Recht des Kindes auf SEIN Leben einfach ignoriert.
Aber wo liegt das eigentliche Problem? Das Problem liegt meiner Meinung darin, dass in unserer Gesellschaft Abtreibung als normal, als richtig, als gute Lösung angeboten und oft auch aufgedrängt wird. Und wenn es der Gesetzgeber doch erlaubt, warum wâre es denn dann verkehrt?
Hatten wir nicht in den letzten Tagen dieses Video, das durch die ganze Welt ging und eine Welle der Empörung ausgelöst hat, weil eine Frau eine Katze in den Abfalleimer geschmissen hat? Ich habe die Sache nicht verfolgt und kenne die Gründe nicht, weshalb die Frau das gemacht hat. Nur finde ich es interessant, dass die ganze Welt auf dem Kopf steht wegen eienr Katze (nicht dass ich es gut heisse) aber tâglich gehen ich weiss nicht wieviel Mütter (freiwillig, aber auch sehr oft unfreiwillig) zum Arzt und lassen ihr eigenes Kind töten und kein Mensch liegt von dieser Tatsache wach.
Doch, in vielen Fällen halt doch die Mutter, die eigenlich gar nicht abtreiben wollte, aber dem massiven Druck von aussen nicht standhalten konnte oder nach dem Eingriff erst erfasst, was sie getan hat und dann mit dieser Erkenntnis weiterleben muss.
Gestern kursierte ein Video auf YouTube, auf dem eine Frau 5 Puppies in einen Fluss warf. Ich finde es abartig, dass man sowas filmt, und aufs Netz setzt, aber interessant ist, dass diese Leute bereits tausende von Morddrohungen bekommen haben.
Ich sehe das Leben mit einem behinderten Kind nicht durch eine rosarote Brille, aber meine 15 Jahre lange Erfahrung mit einem schwerstmehrfach behinderten Kind zeigt mir, dass es nicht nötig ist, die tiefschwarze Brille aufzusetzen. Das Leben mit einem behinderten Kind ist anders, ok, da hat man andere Probleme und Schwierigkeiten und ist halt lebenslang gebunden; Aber die Probleme und Schwieigkeiten, durch die meine drei nichtbehinderten Kinder gehen müssen (Studium usw) sind wirklich auch nicht zu unterschätzen.
Liebe Grüsse
Renate _________________ Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pupertät
The whole meaning of prayer is that we may know God. Oswald Chambers
Das thread ist zwar schon alt, aber eine Frage bleibt:
Warum schient es immer nur um Leben und Tod zu gehen? Es gibt doch die Möglichkeit dem Kind das Leben in einer Familie, die keine Angst wegen der "vielen Arbeit" hat zu ermöglichen. Warum kommt kein Frauenarzt darauf über Adoption zu sprechen???
da hatte ich damals wohl eine sehr gute Frauenärztin, die hat uns nämlich auch den Weg der Adoption oder Pflegeeltern für Hannes ins Gedächtnis gerufen, aber ich könnte mein Kind nie weggeben!!
Dafür ist er und all unsere Kinder einfach zu besonders und einzigartig!!!
Lg Steffi _________________ "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Antoine de Saint-Exupéry
hallo es ist wirklch sehr schade das man halt von den ärzten diesen kindern kein leben zu trauen tut.aber sie sind so liebenswert und b mein sohn ist jetzt 17 wochen und liegt seit 15 wochen in der klinik und hat mehr in seinen kurzen leben durch gemacht wie jeder ältere mensch und er fehlt mir so....
und wir haben es zwar vorher nicht gewußt aber auch wenn wir es gewußt hätten,hät ich ihn trotzdem behalten...
lg sandra _________________ gregor 1997 gesund
leon 1999 gesund
natalie 2001 gesund
paul 2006 gesund
willy 2010 ds mit herzfehler + 08.02.2011
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