Verfasst am: 11.08.2010, 11:58 Titel: Betreuung durch Tagesmutter zur Entlastung?
Ich weiß einfach wirklich nicht mehr weiter...ich kann einfach nicht mehr. Unser jüngster Sohn entzweit unsere Familie. Kurz zu ihm: mein Sohn ist jetzt fast 15 Monate alt und durch Frühgeburt (Hirnschädigung) schwerbehindert. Er ist geistig auch etwas zurück , aber fit genug um seinen Unmut demonstrativ zu zeigen. Und das tagtäglich. Er schreit und weint den lieben langen Tag weil er sooo unzufrieden ist. Ich kann es ja verstehen, aber meine Nerven liegen blank, seit Monaten. Ich etrag es nicht mehr. Meine größeren beiden Kinder leiden darunter und mein Mann auch. Die Kinder kommen zu kurz und ich bin depressiv was die Beziehung zu meinem Mann auch kaputt macht. Jetzt kommt auch noch dazu das die Verhütung versagt hat und ich wieder schwanger bin, ich hab solche Angst das mit Eliah alles nicht zu schaffen. Ich sehne mich so sehr nach Ruhe und Abstand von ihm das ich sogar oft mit dem Gedanken spiele ihn in Pflege zu geben. Aber das ist eigentlich nicht das was ich möchte und denke was das beste für uns ist. Ich brauche einfach Zeit: für mich, den Haushalt und den Rest meiner Familie. Ich kann nur eine gute Mutter sein, wenn ich ausgegglichener bin.
Ich fange ab 1.10. schon extra einen Heimjob an, damit ich was anderes machen kann außer Eliah zu betreuen. Er geht dann ab dem 1.9. für 2,5 Tage zur Tagesmutter.
Ich hatte vorher schon versucht eine Betreuung für ihn zu finden, aber das einzige was mir angeboten wurde war eine Familienpflegerin. Ich sage ja nicht das es nicht hilfreich wäre, aber das ist nicht das was ich mir vorgestellt habe. Ich kann es eh nich haben wenn hier jemand fremdes in meinem Beisein rumwuselt.
Wieso gibt es nicht die Möglichkeit ein Kind in Tagespflege zu geben als letzte Instanz vor einer Vollzeitpflege? Ich verstehe das nicht. Ich will mein Kind nicht in eine andere Familie geben, brauche aber trotzdem Abstand, zumindest tagsüber...
Wie kann ich sowas durchsetzen? Wohin kann ich mich wenden? Es muss doch eine Möglichkeit geben...
LG Jessi die am verzweifeln ist... _________________ Liebe Grüße Jessi
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Younes 12/04 gesund und munter
Jonah 05/07 Sprachentwicklungsstörung, komplexe Entwicklungsstörung, Strabismus, taktile Wahrnehmungsstörung
Eliah 05/09 FG 28+4 SSW, Hydrocephalus, Shunt, spastische Cerebralparese, ausgeprägte Rumpfhypotonie u.a. kleine Baustellen
obwohl eigentlich nur Joshua zu Hause ist, gebe ich ihn auch 3x3 Stunden zur Tagesmutter. Ich bekomme endlich mal etwas in einem Stück geschafft und habe das Gefühl auch etwas zu Ende zu bekommen. Mit Joshua schwer schaffbar.
Und Joshua tut es auch gut wenn ich nach diesen drei Stunden entspannter bin. Mann wird ja mit der Zahl Kinder bescheidener, aber diese wenige Zeit brauche ich um Kraft zu schöpfen und mal nicht nur an Pampers und Babynahrung zu denken.
Judith _________________ Andreas 10/73, Judith 2/64 mit Sara 8/86, Ines 7/89, Anne 2/00 und Jonas *13.07.2005 †03.04.2006, SMA Typ I und Joshua 12/2008
wir sind auch am Ende mit unseren Kräften und haben Hannes grad mal ca. 10 Wochen zu Hause. Wir sind im Moment am Kämpfen für eine Pflegestufe, da kriegst du dann Betreuungsgeld und ihr würdet auch schon Geld für Verhinderungspflege bekommen.
Such mal nach einem Familienunterstützenden oder Familienentlastenden Dienst in deinem Wohnort, die betreuen speziell Familien mit behinderten Kindern und haben oft auch Tagesgruppen.
Ansonsten erkunde dich mal nach ehrenamtlichen Betreuern, findest du im Netz oder bei der Lebenshilfe. Auch Frühförderstellen haben da oft gute Tipps.
Ansonsten musst du dich mal mit deiner FA unterhalten, die kann dir zur Entlastung auch ne Haushaltshilfe verschreiben, hatte ich in der Schwangerschaft auch, die kümmern sich auch um die Kinder.
Meld dich mal wenn du näheres weißt, drücke dir die Daumen, kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Für den Knirps im Bauch drücke ich die Daumen, dass er sich mindestens 37 Wochen dadrin wohlfühlt.
Lg Steffi _________________ "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Antoine de Saint-Exupéry
Pflegestufe, Verhinderungspflege haben wir alles schon. Die Verhinderungspflege nutze ich aber um mit meinem mittlerem zu Therapien zu fahren. Diese wird auch vom familienunterstützenden Dienst geleitet. Ne Haushaltshilfe will ich nich, das würde mir auf die Nerven gehen. Hatte letztes Jahr für 3 Monate eine, ich wäre fast irre geworden.
Ich hab jetzt aber ein Herz gefasst und beim DRK angerufen, die auch die Tagesmutter für Eliah stellen. Ich habe meine Situation geschildert und es bestehen gute Chancen aus sozialpädagogischen Gründen die Stundenanzahl zu erweitern. Ich bekomme spästestens morgen bescheid. Bin froh das ich da nochmal nachgefragt habe. Muss dann nur Eliah´s Tagesmutter noch zustimmen ob sie sich das zutraut mit ihm, ich weiß aber das sie eh lieber mehr Stunden hätte, von daher denke ich das es klappen wird. Mir fällt ein Stein vom Herzen.
es gäbe die möglichkeit dir von dem frauenarzt Kinderbetreuung während der Schwangerschaft verschreiben zu lassen, wenn Risikofaktoren vorliegen..
frag ihn einfach mal..
meine Maus, 2 1/2 Jahre geht zur Zeit auch zu einer Tagesmutter, obwohl ich zuhause bin..
bin derzeit arbeitslos (wegen der SS) und bekomme im november mein 2. Kind..
ich zahle die Tagesmutter über die Verhinderungspflege..
es gäbe wohl auch die Möglichkeit, das das Jugendamt die Finanzierung übernimmt, wenn es für die Förderung des Kindes wichtig wäre..
rufe da einfahc mal an..
Die Situation ist nicht einfach..
ich wünsche euch viel Kraft..
ihr schafft das..
gruß
baka _________________ Hannah (02/08) - Entwicklungsverzögert, Hypoton, cerebrale Bewegungsstörung, RS-Virus mit 5 Wochen, KISS, Makrozephalus, Lactoseintoleranz, starke Wahrnehmungsstörungen, SBA 50% G H; PS2 - und Mattis (5.11.2010) - fit läuft seit 31.12.2011
Hallo ihr Lieben,
fühlt Euch alle mal gedrückt! Ich kann nur erahnen, wie ihr Euch fühlt. Wir durchleben unsere harte Zeit eigentlich "erst" seit Februar diesen Jahres. Von den Hirnfehlbildungen haben wir zwar bereits zwei Tage nach der Geburt (Sept. 2009) erfahren, aber richtig los gings bei uns im Februar mit Ausbruch des West-Syndroms.
Da ich meinen Beruf nicht aufgeben wollte (schon allein, weil es mir und unserem Sohn dadurch besser geht, wenn Mama zwischendurch raus kommt), habe ich mich um einen Platz in einer Integrativen Einrichtung bemüht! Aufgrund der Diagnosen haben wir auch eine Zusage erhalten und der Antrag auf Kostenübernahme beim Versorgungsamt läuft.
Gibt es so etwas auch bei Euch in der Gegend? "Unsere" KiTa bietet sogar einen Fahrdienst an. Und ich könnte unseren Sohn dort ganztags unterbringen. Ich werde ihn jedoch nur halbtags dort lassen, damit ich nachmittags die Therapien weitermachen kann.
Ich hoffe, dass ihr eine gute Lösung findet! Das wichtigste ist nämlich eine harmonisch funktionierende Familie im Background zu haben!
und ich hatte ein schlechtes Gewissen, dass ich über eine Tagesmutter nachgedacht habe! Wie schön (oder auch nicht), dass es anderen genauso geht. Unsere Familiensituation leidet sehr unter dem Verhalten von J.. Dann kommen D.s Auffälligkeiten noch dazu, ein fast unerträglicher Mix. Gerade jetzt in den Ferien liegen meine Nerven blank. Das tut keinem gut.
Ein Gespräch mit unserem Jugendamt brachte mich auf die Idee mit der Tagesmutter. Nur, welche Tagesmutter nimmt unsere J.? Ich suche ja schon seit drei Jahre eine Nachmittagsbetreuung für wenigstens 1x pro Woche. Bisher sind alle laufen gegangen. Nun suchen alle gemeinsam nach einer passenden Person. Die Finanzierung würde das JA übernehmen. Ob wir Pflegegeld beantragen können, müssen wir noch klären.
Ich hatte immer Bedenken, ob wir Pflegekinder zu Tagesmüttern geben dürfen. Inzwischen weiß ich, ja, ich darf, ich muss sogar, wenn dadurch der Familienfrieden wieder hergestellt wird.
Ebenso wurde uns bei der Untersuchung im SPZ in Münster dringend empfohlen, für J. eine Ganztagsschule zu wählen. Eben um den Druck aus der Familie zu nehmen.
Ich wünsche Euch, dass Ihr eine gute Lösung findet,
liebe Grüße,
Heidi. _________________ Heidi mit
Adoptivsohn D. (11/03), FAS, Bindungsstörung, Wahrnehmungsstörungen, und
Pflegetochter J. (03/05) FAS, entwicklungsverzögert, Absencen, visuelle Wahrnehmungsstörung
Hallo ihr Lieben,
fühlt Euch alle mal gedrückt! Ich kann nur erahnen, wie ihr Euch fühlt. Wir durchleben unsere harte Zeit eigentlich "erst" seit Februar diesen Jahres. Von den Hirnfehlbildungen haben wir zwar bereits zwei Tage nach der Geburt (Sept. 2009) erfahren, aber richtig los gings bei uns im Februar mit Ausbruch des West-Syndroms.
Da ich meinen Beruf nicht aufgeben wollte (schon allein, weil es mir und unserem Sohn dadurch besser geht, wenn Mama zwischendurch raus kommt), habe ich mich um einen Platz in einer Integrativen Einrichtung bemüht! Aufgrund der Diagnosen haben wir auch eine Zusage erhalten und der Antrag auf Kostenübernahme beim Versorgungsamt läuft.
Gibt es so etwas auch bei Euch in der Gegend? "Unsere" KiTa bietet sogar einen Fahrdienst an. Und ich könnte unseren Sohn dort ganztags unterbringen. Ich werde ihn jedoch nur halbtags dort lassen, damit ich nachmittags die Therapien weitermachen kann.
Ich hoffe, dass ihr eine gute Lösung findet! Das wichtigste ist nämlich eine harmonisch funktionierende Familie im Background zu haben!
Liebe Grüße
Nicole
Ja einen heilpädagogischen Kindergarten haben wir hier auch, aber erst für Kinder ab 3 Jahren. Dort wird er dann ab 2012 hingehen. Die haben auch einen Fahrdienst. Aber das sind ja noch 2 Jahre die müssen wir jetzt erstmal überbrücken... _________________ Liebe Grüße Jessi
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Younes 12/04 gesund und munter
Jonah 05/07 Sprachentwicklungsstörung, komplexe Entwicklungsstörung, Strabismus, taktile Wahrnehmungsstörung
Eliah 05/09 FG 28+4 SSW, Hydrocephalus, Shunt, spastische Cerebralparese, ausgeprägte Rumpfhypotonie u.a. kleine Baustellen
Da hab ich mehr Glück - die würden Kids schon ab nem halben Jahr nehmen. Unser Sohn geht jetzt mit knapp nem Jahr da hin. Ich drücke Euch die Daumen, dass ihr ne Lösung findet!
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