Für die FDP gilt der Grundsatz ‚Inklusion vor Sonderbeschulung’, jedoch bei grundsätzlicher Wahlmöglichkeit zwischen beiden Wegen, denn Zwang in die eine wie in die andere Richtung lehnen wir ab. So, wie wir Gemeinsamkeiten beim Leben und Lernen fördern wollen, verstehen wir den Wunsch mancher Eltern, die zum Wohle ihres Kindes eine spezielle Förderbeschulung vorziehen
SPD:
Zu 4.:
Wir werden natürlich die Ergebnisse der UN-Konvention vom 18.12.2008 aufgreifen und Verbesserungen anstreben.
Zu 5.:
Die Interessen dieser Eltern werden in Berlin bereits so gut wie möglich berücksichtigt. Wir hoffen auch noch mehr Ressourcen auch in diesem Bereich, um allen Wünschen entsprechen zu können
Die Linke:
Ein inklusives Schulsystem ist die grundlegende Voraussetzung für eine inklusive Gesellschaft, die „Behinderte“ nicht ausgrenzt, sondern sie umfassend teilhaben lässt.
CDU:
In den Begriffserklärungen der UN-Konvention wird Inklusion im weitesten Sinne als Verhinderung von Ausgrenzung (exclusion) dargestellt. Da in Deutschland das Wort „Integration“ die Teilhabe beinhaltet und den Abbau von Ausgrenzung meint, widerspiegelt der Begriff „Integration“ nicht nur die derzeitige Praxis sondern auch das Ziel der Konvention. Da eine rechtskräftige Abgrenzung des Begriffs „Inklusion“ weit aus schwieriger erscheint ist zudem mehr Rechtssicherheit durch die Wortwahl „Integration“ für die Betroffenen gegeben
und weiter:
Wo Eltern eine Ausgrenzung und Benachteiligung ihrer Kinder feststellen und nachweisen, müssen die Barrieren abgebaut sowie alle möglichen und erforderlichen Maßnahmen zur bestmöglichen Entwicklung der Kinder geschaffen werden
die GRünen:
zu 5.
Wir werden die Eltern unterstützen, ihr Recht auf Bildung zu erhalten. Viele Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden aufgrund mangelnder Finanzierung keine Schulhelfer erhalten. Bisher stehen nur acht Millionen Euro für diese Honorarkräfte zur Verfügung, nötig wären aber 9,5 Millionen Euro, wie die Bildungsverwaltung bestätigte und schon lange bekannt ist. Einige dieser Kinder müssen deshalb sogar zu Hause bleiben. Das darf nicht akzeptiert werden. Wir fordern, die Bewilligung von Schulhelferstunden rechtzeitig verbindlich zu regeln und entsprechend der aktuellen Bedarfszahlen zu finanzieren. Inklusion muss die Regel sein, nicht die Ausnahme
hab jetzt mal das prägnanteste rausgepickt
schlimm finde ich die stellungnahme der CDU
die leugnet den begriff inklusion,macht alles von kostenübernahme der eingliederungshilfe abhängig und setzt ganz offen darauf,das eltern mögliche benachteiligungen zu beweisen haben und dann der weg wohl ausschließlich über die klage läuft.
das ist insgesamt behindertenfeindlich,meiner ansicht nach
Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention
Innovationspotential für das deutsche Schulsystem
Mit Artikel 24 zu einer Schule für Alle
Bildung ist Ländersache
Ziel ist die Wahlfreiheit - ohne Kostenvorbehalt
Innovationspotential für das deutsche Schulsystem
Im Artikel 24 der UN- Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung festgeschrieben. Dieses Recht bezieht sich auf ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen und fordert sehr eindeutig, dass die Vertragsstaaten allen behinderten Schülern den Zugang zu einer inklusiven Schule, einer Schule für alle, ermöglichen müssen. Mit der Ratifikation der UN- Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat Deutschland sich verpflichtet, das Recht auf inklusive Bildung progressiv zu verwirklichen. Die Umsetzung der sozialen Inklusion und der vollen Teilhabe von Menschen mit Behinderung erfordert gerade im schulischen Bereich die Überwindung der Selektion und dem Zwang zur Sonderbeschulung. Jedes Kind soll entsprechend seiner individuellen Fähigkeiten lernen und den selbstverständlichen Umgang mit Vielfalt im gemeinsamen Unterricht erproben können. Artikel 24 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen schafft Möglichkeiten, Potenziale von Kindern mit Behinderungen auszuschöpfen und soziale Inklusion zu realisieren.
hat nix mit utopie zutun sondern mit rechtsanspruch
Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
Die Gemeinsamkeit in Sachen Inklusion hat nur einen Gegner, die FDP. Die CDU hat sich selbst in der Koalition gefesselt und sich schließlich einem Antrag, den sie eigentlich richtig findet, verweigert, solange die FDP “Njet” sagt. Deshalb bat die CDU um eine weitere letzte Frist, damit bei der letzten Plenarsitzung des Landtags doch noch eine gemeinsame Position gefunden werden könne. Doch auch die neue Frist hat die FDP verstreichen lassen. Die FDP befürchtet, dass ein “Ja” zum Gemeinsamen Unterricht das gegliederte Schulsystem insgesamt bedrohe, nach dem Motto: Wenn in Zukunft die Kinder mit Behinderungen nicht mehr aussortiert werden dürfen und Eltern das Wahlrecht eingeräumt wird, wie soll man das Sortieren nach Klasse 4 noch rechtfertigen? Deshalb argumentiert die FDP so vehement mit dem Begriff des Kindeswohls. Mit diesem Begriff des Kinder- und Jugendhilfegesetzes sollen Zwangsbeschulungen in Förderschulen durchgesetzt werden. Abgesehen davon, dass es dem Geist der UN-Konvention widerspricht, ist das auch rechtlich nicht haltbar. Die Frage des besseren Förderorts rechtfertigt nach deutscher Rechtslage nicht einen so massiven Eingriff in das Elternrecht. Wir plädieren für eine gute Elternberatung, um die beste Förderung für das Kind zu gewährleisten
was absolut im gegensatz zu der obigen stellungnahme von FDP steht _________________ Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA
Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
Hallo Dagmar,
ich beziehe mich jetzt mal nicht auf die Politik, sondern auf meinen klaren Menschenverstand.
Eine Schule für ALLe, halte ich für ausgeschlossen. Es sei denn, man unterteilt wieder. Aber gerade das will man nun bei INKLUSION nicht. Anders als bei INTEGRATION, sollen ALLE KINDER in eine Schule mit individuellen Hilfsmitteln , individuell ausgebildeten Lehrern, usw, usw................... unterrichtet werden.Also ich denke schon, man muss auf dem Boden bleiben. Bei Integration geht es nach meiner Auffassung darum , dass Kinder die integriert werden können, diese Chance bekommen. Natürlich sind die Voraussetzungen dafür absolut verbesserungswürdig.Wobei bei ich es sehr schätze, dass für behinderte Menschen gekämpft wird. Man muss trotzdem überlegen, wie , wofür und mit welchem Sinn. Bei allem sozialen Engagement darf man nicht vergessen, dass der bebstmöglichste Abschluss erreicht werden soll. Was würde es nun für einen Sinn machen, alle Kinder in einer Schule zu unterrichten? Manche Kinder sind einfach nicht in der Lage, intellektuell etwas aufzunehmen. Müssen also besondere Räumlichkeiten, Angebote , ect. bekommen.
Eine Schule für ALLE unmöglich. Und das hat weder ausschließlich etwas mit der Gestzgebung noch mit Menschenrechten zu tun.
Man muss trotzdem überlegen, wie , wofür und mit welchem Sinn. Bei allem sozialen Engagement darf man nicht vergessen, dass der bebstmöglichste Abschluss erreicht werden soll. Was würde es nun für einen Sinn machen, alle Kinder in einer Schule zu unterrichten? Manche Kinder sind einfach nicht in der Lage, intellektuell etwas aufzunehmen.
das was du da überlegst ,ist ja der integrative gedanke,der vorrangig darin besteht,teilahbe nach dem prinzip der anpassung zu organisieren. das führt unweigerlich zur exclusion,nicht nur bei förderschülern,sondern auch bei migranten und sozialen randgruppen,zumal wenn die erwartete anpassung mit ermessensgrundlagen einhergeht,bezüglich der zu erwartenden anpassung oder aber der kostenfrage hinsichtlich zu beschaffener mittel.
und nicht zu vergessen auf dem arbeitsmarkt bis hin zu den zukünftgen wohnmöglichkeiten
schulen sind ja in deutschland im gegensatz zu anderen ländern noch nicht mal ansatzweise barierefrei.
inklusion erwartet die anpassung der institution an ihre schüler,und sieht nicht vor,das die institutionen soviel teilhabe zur verfügung stellen,wie sie mal grade lust haben oder es finanziell oder ideologisch beliebt.
ganz sicher werden da verschiedene konzepte zum tragen kommen,in denen man versucht dem inclusiven gedanken vorran zu treiben,ohne direktes konzept kann man schwer über pro und contra und verbesserungsmöglichkeiten diskutieren.
und ich denke solche gesetze sollen ja auch vorrangig zum schutz dienen vor dem subjektiven guten menschenverstand,wer auch immer ihn da hegen möge
Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
Hallo Dagmar,
wie will man sich denn den persönlichen Bedürfnissen, der Individualität ALLER KINDER auf eine Schule, bzw. in einer Klasse anpassen?
Bei uns ist es im Moment so, dass in die KB-Schule wirklich mit viel Personal besetzt ist. Ich´sage jetzt mal auf 8 Kinder 4 Betreuer. Wie soll man diese Betreuer in eine Klasse mitintegrieren und gleichzeitig für Ruhe der anderen Schüler sorgen. Und wie beschäftigt man in einer solchen Klasse die Schwerstbehinderten Kinder? Ruhe in einer Klasse ist ja nicht außer Acht zu lassen?
Gruß,
Norbert _________________ Vater von Lorenz, Jg. 1994, frühkindlicher Autismus mit schwerer bis schwerster geistiger Behinderung. Tochter Jg. 88, Studentin
Mit den " normalen " Förderschulen ist es ebenfalls so eine Sache. Meist kommen wenige Kinder ( Jahrgang) dorthin. Entweder, weil Förderbedarf besteht, oder weil eben die Leistungen miserabel sind. Wie will man sich den miserablen Leistungen, die vielleicht überhaupt nichts mit Förderbedarf zu tun haben, denn anpassen. Also ganz ohne Mitwirken, wirds dann wohl nicht klappen, egal ob jetzt auf der Grund- oder Förderschule.
und mal wieder gibt es tolle Beispiele aus dem Ausland, diesmal Italien, wie es doch klappen kann...
Südtirol, Integration in (Italien)
In Italien und in der autonomen Provinz Bozen ("Südtirol") gibt es keine Sonderschulen. In Deutschland nehmen Diskussionen über die Sonderschulen zu. In Italien werden Behinderte seit 31 Jahren (seit 1958) in den Schulen integriert. Dass Gesetze und schulische Realität nicht überein stimmen müssen, weiß jede ItalienerIn, die sich vor allem in den 80er und 90er Jahren für die Rechte behinderter Menschen eingesetzt hat. Deshalb wird heute auf die Qualität der Integration geachtet. Wer bereits einmal in Italien war, weiß, dass in Italien ein Nord-Süd-Gefälle herrscht. Während es im Norden viele behindertengerechte Gebäude gibt, sieht es im Süden zur Zeit noch überwiegend schlecht aus. Dennoch kann man / frau von Italien sehr viel Lernen über den steinigen Weg, der zum inklusiven Ziel führt.
Viele Grüsse
Arne _________________ Die Vaeckies sind: Silvia, Arne und Joshua (*07/04), mit hoher Form der Analatresie, VUR, Nierendysplasie, ASD und Mikrozephalie
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