nun hab ich endlich den Bericht der HNO-Klinik rechts der Isar, München gekommen und bin total gefrustet.
Die Diagnose lautet: altersentsprechende Reaktionen auf akustische Reize, expresssive Sprachentwicklungsverzögerung, nicht sicher zu beurteilendes Sprachverstehen.
Im Bericht steht, das kein HInweis auf eine relevante periphere Schwerhörigkeit besteht. ( Das ist ja schon mal gut).
Ferner: Die Sprachuntersuchungen ergaben den Befund einer expressiven Sprachentwicklungsverzögerung, der rezeptive Teil konnte bei mangelnder Mitarbeit nicht abschließend beurteilt werden. Da uns der Entwicklungsstand nicht sicher altersentsprechend erschien, raten wir zur Duchführung einer entwicklungsneurologischen Diagnostik.Die Fortführung der logopädischen Therapien halten wir zwischenzeitlich für sinnvoll u. empfhelen eine Wiedervorstellung in 6 Monaten.
Wir haben nun im Kinderzentrum / SPZ Mitte Juli einen Termin für Laurenz bekommen.
Dennoch häng ich total durch. DAs ist alles sehr belastend. Wo führt uns der Weg hin? Wir machen seit Feb. 2010 2x die Woche Logo, dann noch 1x die Woche KG. Ich bin berufstätig und hab ne Menge zu schultern. Mir wird das alles zuviel.
Hat jemand Erfahrung mit expressiver Sprachentwicklungsverzögerung und kann mir schildern wie Euer Weg war und wann sich Erfolge eingestellt haben?
DAnke
LG _________________ *1977 Asthma, div. Pollenallergien, Morbus Baastrup
*10/2002 bei 40+6 mit Asthma bronchiale Stufe II und Bronchitis, Hausstaub-Milbenallergie, SES, V.a. AVWS seit April 2011
*05/2008 bei 37+2 frühkindliches Asthma, leichte Neuro, expressive + rezeptive SEV ,Kombinierte Entwicklungsverzögerung (F 83G und F 80.9G) SBA mit 60%
Wow, Dein Kleiner ist ja gerade erst 2 geworden...
Weshalb habt ihr so früh mit Logo angefangen, bzw. wie waren die Auffälligkeiten? Ich weiß, dass ich das bei Dir mal gelesen hab, habs aber nicht mehr im Kopf...
Wir haben ja auch einen Spätsprecher, machen seit kurz nachseinem 2. Geburtstag Logopädie (also schon über ein halbes Jahr) und Fortschritte in dem Bereich haben wir bisher NULL.
Sein Sprachverständnis ist aber absolut altersgerecht und er spricht auch einigee (schwere) Wörter) wie "Trecker" korrekt aus. Unsere Logopädin meint, dass er auf jeden Fall sprechen kann, er nur scheinbar noch keinen Sinn darin sieht, sich mit uns verbal auseinanderzusetzen. Wir verstehen ihn ja auch ohne große Worte.
Deswegen versprechen wir uns einiges vom Kindergarten, der ab August losgeht!
Bei uns ist es aber auch so, dass unser Sohn eine ziemlich heftige Geburt mit üblen Folgen hatte und deswegen jeder sehr vorsichtig ist. Wäre er normal geboren, hätte man noch gar nichts gemacht.
In der Zwischenzeit, wo ich mich mit Sprachproblemen beschäftigt habe, habe ich sooo viele Kinder kennengelernt, die erst mit 3 oder 4 richtig angefangen haben zu sprechen... ohne Vorgeschichte und ohne Folgen.
Auch bei uns war es so, dass das mit dem Sprachverständnis erstmal fraglich war (für Außenstehende). Weil Ruben eben auch gern mal auf stur schaltet und sich damit beschäftigt, was er will... Die Logo hat schon ein paar Wochen gebraucht, bis sie ihn durchschaut hatte. Das fällt uns Eltern ja leichter, da wir viel mehr Zeit mit unseren Kindern verbringen, als ein Therapeut.
Wie ist denn Dein Eindruck vom Sprachverständnis? Wenn Du ihn z.B. beim Bücher anschauen nach konkreten Dingen fragst, zeigt er die?
als Laurenz ca. 20 Monate alt war und ausser mamama und papapppaaa nix sprach, bin ich zum Kinderarzt. Der hat uns sofort zur Logo geschickt und zum Pädaudiologen. Hörtests waren ok.
Laurenz wurde nach dem KS auch auf eine Kinderintensiv verlegt wg. Bradycardien und Anpassungsstörunen. Da war er dann 7 Tage und dann noch 3 Tage bei mir auf dem Zimmer mit Monitor. Manchmal denke ich mir, dass er bei der Geburt schon was "mitbekommen" hat. Er hat auch nach dem KS Sauerstoff bekommen....
Du schreibst über eine heftige Geburt. Was ist da passiert?
Sprachverständnis ist m.E. schon gut. Wenn ich sage, wo ist dein Bär, Flasche usw. Läuft er los und holt es. Wenn wir ein Bilderbuch ansehen, zeigt er nicht unbedingt immer auf das richtige Bild.....
Ich hab halt Angst, wenn er nächstes Jahr in den Kindergarten kommt, dass er durch die mangelnde/fehlende Sprache schnell zum AUßenseiter wird. Evtl. die anderen Kinder haut usw. Zuhause wenn wir nicht gleich verstehen was er will, wird er auch manchmal aggresiv, schmeißt mit Spielzeug, stampft wühtend auf den Boden.
Also vom KiGa erwarte ich mir nicht so viel, zumal er erst in 1,5 Jahren hingeht.
Tja, jetzt machen wir noch die neurologische Untersuchung. Mal sehen was da raus kommt.
LG _________________ *1977 Asthma, div. Pollenallergien, Morbus Baastrup
*10/2002 bei 40+6 mit Asthma bronchiale Stufe II und Bronchitis, Hausstaub-Milbenallergie, SES, V.a. AVWS seit April 2011
*05/2008 bei 37+2 frühkindliches Asthma, leichte Neuro, expressive + rezeptive SEV ,Kombinierte Entwicklungsverzögerung (F 83G und F 80.9G) SBA mit 60%
hallo,
wir haben vor 4 jahren bei unserer Tochter Anastacia die gleiche diagnose bekommen damals war sie 2 1/4 jahre alt. In uns ist erst mal diee Welt zusammengebrochen den nach 2 gesunden kindern konnten wir nicht viel damit anfangen. Wir haben über die organisation FABI eine Hilfe für den Kindergarten bekommen die sie bis heute noch begleitet . Wir sind auch 2 x wöchentlich zur Logo . Nach vielen Untersuchungen an der Uniklinik in Tübingen und zu Schluß noch einen Psychologischen Test ( da wird der IQ festgestellt) wird Anastacia nun eingeschult. Ihr IQ liegt bei 124 also überdurchschnittlich. Das mit der Schuke ist so eine Sache wir haben ein Aufnahmeverfahren an der Sprachheilschule gemacht obwohl sie jetzt recht gut spricht aber noch gerne ins stokken gerät. Wir warten seit 4 monaten auf einen brief ob sie angenommen wird oder nicht andernfalkls muß sie in die Regelschule,dort ist die Klassebstätrke momentan bei 33 kinder. Dies wäre für sie glaub zuviel.
Das einzige was wirklich hilft ist die Logopädie und das Üben zu Hause. Es ist viel zu tun aber man kann es mit dem Kind gemeinsam schaffen .Wir haben inzwischen noch einen Sohn und es klappt. Kopf hoch und üben üben üben.Viele Grüße
Carolin :
Ruben hatte die Nabelschnur 2x fest um den Hals, wurde per Notkaiserschnitt geholt und hatte keine spontane Atmung und einen Herzstillstand, wurde also reanimiert. Nabelschnur pH war 7,00, also ein Sauerstoffmangel. APGAR war 0/4/6. Er war danach 5 Tage auf der Intensiv beatmet, hatte Anpassungschwierigkeiten, Herz -Kreislaufversagen, akutes Nierenversagen und Neugeborenenkrampfanfälle (EEG waren aber alle ok).
14 Tage nach der Entbindung wurde bereits mit Vojta begonnen und bis zum 2. LJ hatten wir immer wieder mal Physiotherapie. Er war in allem nicht der schnellste, entwickelte sich aber eher unauffällig - entgegen aller Prognosen.
Nur mit der Sprache hapert es jetzt - und sein Gleichgewicht ist nicht ganz einwandfrei.
Mit 20 Monaten nur Mama und Papa finde ich jetzt nicht so dramatisch. Da gibts doch so einige Kinder, bei denen das nicht anders ist.
Hat sich seitdem denn sprachlich etwas getan? Ist es mehr geworden?
Das mit den Aggressionen kenne ich auch. Allerdings ist das auch alterstypisch - Trotzphase eben. Da wird auch getobt, wenn man ihn versteht! ,-) Im Kindergarten bei den Schnuppertagen war er bisher aber sehr ausgeglichen und lieb! Schauen wir mal!
Ich drücke Euch die Daumen für den Neurologentermin!
bei einem gerade Zweijährigen würde ich mir ehrlichgesagt nicht so viele Gedanken machen. Es ist richtig, daß ihr das Gehör abgeklärt habt. Das ist ja eigentlich die häufigste Ursache für Sprachverzögerungen.
Unsere KiÄ verschreibt für unter Dreijährige eigentlich gar keine Logopädie.
Es kommt aber auch immer darauf an, ob sonst noch irgendwas auffällig am Kind ist oder war.
Der Schiefhals bei deinem Kind könnte schon so eine Auffälligkeit sein. Allerdings würde da wahrscheinlich eher ein Rezept für Physio als für Logo herausspringen um erstmal die Sache mit dem Hals in Ordnung zu bringen.
Ich weiß ja jetzt nicht, ob ihr sowas schon macht.
Aber daß ein Zweijähriger noch nicht so wirklich spricht, ist ja so ungewöhnlich nun auch wieder nicht.
Was wird denn bei der Logo gemacht, um ihn zum sprechen zu bewegen?
Ich stelle mir das bei einem so kleinen Kind recht schwierig vor. Vielleicht ist er einfach noch gar nicht so weit und das wäre in seinem Alter eigentlich auch nicht wirklich schlimm.
Ich habe ja viel Erfahrung mit expressiver Sprachentwicklungsverzögerung. Allerdings war mein Sohn bei Beginn der Logo schon über drei Jahre alt und er tat sich am Anfang auch ziemlich schwer. Ursache war bei ihm aber schlechtes Gehör.
Erst als das behoben war, machte eine Logo überhaupt Sinn.
Jetzt, nach 3,5 Jahren Logo, 2 Jahren Frühförderung sowie 2x Sprachheilreha kommt er diesen Sommer altersgerecht entwickelt zur Regelgrundschule. _________________ LG
Katrin
Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
wir machen Krankengymastik seit Laurenz 10 Wochen alt ist. Also sind wir echt dran, was den Schiefhals betrifft.
Die Logo macht das alles spielerisch. Ich bin bei den Stunden nicht dabei, da Laurenz schon ganz alleine mit ihr ins Zimmer geht. Ist auch gut so, so ist er nicht abgelenkt. Nur hinbringen muß ich ihn noch Aufgaben zum Üben für zu Hause bekommen wir sehr selten.
Die Logo ist zwecks Einschätzung usw. sehr vorsichtig und lässt sich eigendlich zu keiner richtigen Aussage bewegen. Gestern meinte sie dass die Zunge hypoton sein, weil sie so oft "rausschaut". Und daß er seine Defizite aufholen wird, dass aber noch eine gewisse Zeit dauern würde. Tja
Vielleicht bin ich auch zu überängstlich oder ich lese einfach zuviel im Netz. Doch will ich für mein Kind nur das beste und nicht daß ich mal sagen muss: "Hätt ich doch blos"......
LG _________________ *1977 Asthma, div. Pollenallergien, Morbus Baastrup
*10/2002 bei 40+6 mit Asthma bronchiale Stufe II und Bronchitis, Hausstaub-Milbenallergie, SES, V.a. AVWS seit April 2011
*05/2008 bei 37+2 frühkindliches Asthma, leichte Neuro, expressive + rezeptive SEV ,Kombinierte Entwicklungsverzögerung (F 83G und F 80.9G) SBA mit 60%
also mein Sohn läßt heute noch seine Zunge raushängen und wenn er sich besonders anstrengen muß, z.B. beim Sport, ist das besonders deutlich.
Er hat allerdings bedingt durch Hausstaubmilbenallergie eine behinderte Nasenatmung. Vielleicht ist das bei deinem Sohn ja auch der Fall.
Die Logo ist auch bei meinem Sechsjährigen noch spielerisch. Schließlich sind es ja Kinder.
Ich bin aber bei den Stunden immer dabei. Erstens weil ich das so will und zweitens weil der Logopäde das so will. Es ist sein Arbeitsprinzip. So weiß ich immer, was getan wird und auch wie ich das ganze auch zu Hause gut umsetzen kann.
Du mußt die Logo dann mal gezielt fragen, was du zu Hause machen kannst. Z.B. Motorikübungen für die Zunge. Kann ja auch sein, daß der ganze Mund- und Rachenbereich hypoton ist und nicht nur die Zunge. Damit kenne ich mich nun nicht so aus weil das bei meinem Sohn nicht der Fall war.
Wenn die Logo sich so bedeckt hält, mußt du gezielt fragen. _________________ LG
Katrin
Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
Anmeldedatum: 02.05.2010 Beiträge: 157
Wohnort: Berlin
Verfasst am: 17.06.2010, 20:10 Titel:
Hallo,
sicher kann es nicht schaden, sich schon früh darum zu kümmern. Aber die Sprachentwicklung kann ja sehr verschieden sein. Außerdem geht es nicht nur ums Können, sondern auch ums Wollen.
Mein Sohn hat mit 3 1/4 erst mit Sätzen angefangen. Ich war mir vorher aber sicher, daß er viel versteht und gut hört, die Worte abspeicherte, auch andere meinten das. Daher habe ich mir nicht ganz so viele Sorgen gemacht. Habe auch viel mit ihm geredet, Bücher angesehen, gesungen, usw.
Bei ihm nutzt die Logopädie bisher nichts. Denn dort spricht er nichts außer "ja". Zuhause an guten Tagen viel...
Gruß
Viola _________________ Viola (1974, alleinerziehend, nahe am Burn-out) und Y. (2006), frühkindlicher Autismus "high-functioning", meine Erachtens hyperaktiv, ehemaliger "Late Talker" und überwundener selekt.Mutismus
Ich finde es schon sehr überraschend, dass da mit 20 Monaten schon so viel gemacht wurde. Ist ja nun nicht gerade selten, dass Kinder da noch gar nichts sprechen. Hat sich denn seitdem was getan, also spricht er inzwischen mehr? Und was kann man denn in dem Alter logopädisch schon machen.
Bei meinem Sohn muss ja das Hörvermögen engmaschig kontrolliert werden, da er zu Paukenergüßen neigt, aber wenn ich frage, ob man denn jetzt schon logopädisch was machen kann wird allgemein abgewunken und gesagt frühestens mit 2. _________________ Tochter *06, Sohn *09 Spina bifida (LMMC mit Tethered Cord), linksseitig schwerhörig
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