Hallo,
als unser ältester Sohn kurz vor der Schule war, habe ich ihn im Zuge eines Rehaaufenthaltes auch testen lassen, welche von beiden Seiten, denn nun seine"bessere" wäre, da er munter beide Seiten benutzte. Dieser Wechsel sollte für mein Denken spätestens in der Schule weniger werden und die dominante Hand sollte schon das Schreiben übernehmen. Aber die Testung ergab, dass er beidhändig war. So haben wir dann konsequent den Füller auf rechts wechseln lassen. Das war eine gute Entscheidung. Sein Schriftbild wurde sehr schnell besser und er hat (für einen Jungen !) eine schöne Handschrift bekommen. Heute mit 16 macht er fast ausschließlich mit rechts, obwohl auch links ginge. Allerdings Rollerfahren geht nur links, Ballweitwurf nur links und dafür sehr weit, Fußball schießen geht links besser als rechts.
Wenn ein Kind beidhändig ist, bin ich nach meiner Erfahrung dafür, dass man ein KInd dabei unterstützen sollte, dann eine Hand für sich zu finden und die dann auch "einzufordern". Ein steter Wechsel bringt immer Unruhe im Denken und lenkt vom Schreiben ab. Unsere gemeinsamen Entscheidung damals für rechts und dann die nötige Konsequenz es auch wirklich rechts zu tun, war die richtige Entscheidung und hat ihm sehr geholfen.
Gruß Kerstin _________________ Kerstin (*63) mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf und Epilepsie und Philipp (*93) 28SSW NEK, jetzt Kurzdarmsyndrom,Nierenproblematik
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.
Verfasst am: 14.07.2010, 19:14 Titel: Utensilien für die Schule
Hallo Zusammen,
also, ich würde am liebsten alles für Rechts und für Links kaufen.
Im Unterricht soll er dann beides probieren oder die Lehrein soll ihn führen. Doch so bekomme ich dann ein umgeschulten Links- oder
Rechtshänder, der dem Lernen nicht gut tut.
Das ist ja mein Problem, wird einem verzögerten Kind die Zeit zum
selber entscheiden, in der Schule gegeben?
LG Dani
Hallo Dani,
die Lehrerin wird dein Kind in der Schule diesebezüglich nicht führen! Die hat gar keine Zeit dafür!. Bei uns war es so, daß im 1. Elternabend gefragt wurde ob ein Kind Linkshänder ist und die Lehrerin uns sagte, das sie der Meinung ist, daß die Kinder mit der Hand schreiben sollen, wie sie es am besten können. Und das ihr Prinzip ist, das kein Linkshänder "umgeschult" wird auf rechts. Damit war das Thema bei uns durch und wurde nie wieder aufgegriffen.
Auch wird dein Sohn in der Schule keine Zeit haben das auszuprobieren, da kommen soooviele andere Dinge auf ihn zu.
Ich kann dir jetzt nur - nach dem 1. Jahr - unsere Erfahrung weitergeben, unsere Lehrerin ist sehr offen und ehrlich was meinen Sohn betrifft, aber richtig Zeit ihm geben bei seinen Defiziten, nein, dafür ist die Zeit einfach nicht da. Die Kinder müssen bei und gleichermaßen "durch das Schuljahr" wie Kinder, die keine Defizite haben. _________________ LG
Susanne
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Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
das sehe ich genau wie Susanne.
Bei uns hat jetzt noch keiner gefragt, ob das Kind Linkshänder ist. Aber mein Sohn ist bei weitem nicht der einzige Linkshänder.
Dani, so viel extra Linkshänderzeug brauchst du doch gar nicht. Eigentlich doch nur die Schere. Wann fangen sie denn bei euch an, mit dem Füller zu schreiben? Bei uns geht das bereits nach den Herbstferien los und die Kinder sollen auch einen Ersatzfüller haben. Also Füller bekommt er von Anfang an mit in die Stiftemappe. Aber nicht überall fangen die Kinder so früh mit dem Füllerschreiben an. Dann würdest du den ja noch gar nicht brauchen.
Wir haben noch einen extra Spitzer sowie ein extra Lineal. Bei dem ist die Null rechts. Aber das ist ja alles nicht so teuer, bis auf die Füller. _________________ LG
Katrin
Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
Hallo,
also bei uns haben sie bis heute nicht mit dem Füller angefangen. Schreiben noch mit dem ganz normalen Bleistift. Unsere Leherin ist da absolut dagegen, bis die Buchstaben in Druck- und Schreibschrift nicht absolut sitzen, dürfen die Kinder keinen Füller nutzen. Sie ist gegen den Füller als "Schreiblernstift".
Ich denke auch, man macht es sich heute als Eltern teils sehr kompliziert. Die Kinder denken da gar nicht so und haben auch nicht diese Probleme. Ich zähle mich da selbst mit dazu, was hab ich mir Gedanken gemacht, letztes Jahr um diese Zeit, kurz vor der Einschulung, was hab ich teilweise für ein Zeugs gekauft, weil ich dachte, mein Sohn braucht das unbedingt, grade auch was seine Problematik betrifft . Heute bin ich da 1 Jahr weiter... und vieles an Zeugs was ich gekauft habe, liegt hier unbenutzt rum. Und alles läuft gut, wenn auch nicht ganz ohne Probleme, aber alles ließ sich bis jetzt mit vernünftigen Gesprächen klären.
Also viele Gedanken vorab hab ich mir einfach umsonst gemacht. Mein Sohn läuft in der Schule - wie alle Kinder - sehr gut mit und genau das ist es was mein Sohn auch möchte. _________________ LG
Susanne
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Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
wir haben nur das gekauft, was auf der Liste von der Schule stand. Mehr braucht das Kind ja auch nicht. Und alle Bücher und Hefte kauft die Schule, damit alles einheitlich ist.
Und das mit dem schreiben wird ja überall anders gemacht. Bei uns lernen die Kinder von Anfang an Schreibschrift. Mit Druckschrift wird gar nicht erst angefangen. Erst schreiben sie mit Bleistift, ca. nach den Herbstferien fangen die ersten Kinder mit dem Füller an. Kommt auch darauf an, wie sie motorisch drauf sind. Wenn es noch gar nicht geht, wird es auch nicht erzwungen.
Und aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Schreibschrift leichter mit Füller zu schreiben ist. Ich schreibe heute noch lieber mit einem Füller als mit Kuli oder Rollerpen. _________________ LG
Katrin
Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
wir haben nur das gekauft, was auf der Liste von der Schule stand. Mehr braucht das Kind ja auch nicht. Und alle Bücher und Hefte kauft die Schule, damit alles einheitlich ist.
Und das mit dem schreiben wird ja überall anders gemacht. Bei uns lernen die Kinder von Anfang an Schreibschrift. Mit Druckschrift wird gar nicht erst angefangen. Erst schreiben sie mit Bleistift, ca. nach den Herbstferien fangen die ersten Kinder mit dem Füller an. Kommt auch darauf an, wie sie motorisch drauf sind. Wenn es noch gar nicht geht, wird es auch nicht erzwungen.
Und aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Schreibschrift leichter mit Füller zu schreiben ist. Ich schreibe heute noch lieber mit einem Füller als mit Kuli oder Rollerpen.
Hallo Karin,
ist ja toll, das es bei euch die Bücher und Hefte von der Schule gibt. Da müssen wir uns hier ganz alleine drum kümmern. Kannst dir vorstellen, was das ein Gerenne in den Ferien ist, die Geschäfter "übertöllpen" sich mit Sonderangeboten und die Mütter stehen ratlos vor endlosen Listen mit irgendwelchen Nummern im Geschäft . Nun ja, egal, ich hab für das nächste Schuljahr jetzt alles zusammen, muß "nur" noch beschriftet werden und in Umschläge rein.
Ich finds auch blöde, daß die Kinder bei uns erst die Druckschrift und dann die Schreibschrift lernen. Sie müssen sich da ja komplett umgewöhnen. Und bring mal einem Kind, welches sowieso schon nicht gerne schreibt und dann auch evtl. noch Probleme mit der Graphomotorik hat und froh ist die Linien nur irgendwie zu treffen, bei, das die Druckschrift, die es gerade mühevoll erlernt hat, nix mehr wert ist, denn ab jetzt zählt nur noch die Schreibschrift.
Dazu haben wir die vereinfachte Ausgangsschrift, die ist sowas von schwierig für Kinder, nicht nicht so fit mit der Fein- und Graphomotorik sind. Ich hab hier regelmäßig zu Hause bei den Hausaufgaben riesen Wutattacken durch meinen Sohnemann. _________________ LG
Susanne
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Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
bei uns hat die Schule eine Sammelbestellung für alle Hefte im hiesigen Schreibwarenladen gemacht. Bezahlen müssen wir natürlich die Sachen, aber die Rennerei und Unsicherheit, ob man auch das richtige hat, fällt weg. Schulbücher brauchen wir nicht bezahlen. Lehrmittelfreiheit.
Unsere Kinder lernen die Schulausgangsschrift. Die habe ich schon vor über dreißig Jahren so gelernt. Die vereinfachte wie bei euch finde ich eher schwerer als einfacher. _________________ LG
Katrin
Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
Hallo Katrin,
wir haben hier keinerlei Lehrmittelfreiheit, wir müssen jedes Buch, jedes Heft, jeden Stift - alles bezahlen. Es gibt wohl solche Büchergutscheine, aber die Einkommengrenzen liegen so, daß man schon seeeeehr wenig verdienen muß, um diese zu bekommen. Also "Ottonormalverdiener" kriegen hier nix .
Ja, diese Schulausgangsschrift kennt unsere Lehrerin hier auch, sie kommt auch aus Sachsen. Sie und auch viele andere sagen, daß unsere Schrift hier als die schwierigste, gerade für Kinder mit Fein- und graphomotorischen Problemen, ist. Nun ja, wir könnens net ändern, die Schule hat das so bestimmt und das schon vor Ewigkeiten _________________ LG
Susanne
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Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
Ich finds auch blöde, daß die Kinder bei uns erst die Druckschrift und dann die Schreibschrift lernen. Sie müssen sich da ja komplett umgewöhnen. Und bring mal einem Kind, welches sowieso schon nicht gerne schreibt und dann auch evtl. noch Probleme mit der Graphomotorik hat und froh ist die Linien nur irgendwie zu treffen, bei, das die Druckschrift, die es gerade mühevoll erlernt hat, nix mehr wert ist, denn ab jetzt zählt nur noch die Schreibschrift.
Dazu haben wir die vereinfachte Ausgangsschrift, die ist sowas von schwierig für Kinder, nicht nicht so fit mit der Fein- und Graphomotorik sind. Ich hab hier regelmäßig zu Hause bei den Hausaufgaben riesen Wutattacken durch meinen Sohnemann.
@ Toto 35,
welche von den 3 Ausgangsschriften lernt Ihr denn?
bei uns, auf der Regel-Grundschule, wurde das 1. Jahr Druckschrift und 2. Jahr 1. Halbjahr Schreibschrift gelernt.
Erst nach Ostern, als alles richtig saß, gab es den Füllerführerschein. Vorher wurde an einem Pass mit 5 verschiedenen Stiften (Bleier, Filzer, Füller, Ink-Roller und Kuli) geprobt.
Auch kosten mittlerweile Linkshänder Füller dasselbe wie "normale", jedenfalls von Lamy und Schneider.
Liebe Grüße
Anita _________________ *1968
*1966 Mann
*1996 Sohn Asperger ICD-10 F84.5 hoher IQ
*1998 Tochter Verdacht auf Asperger, Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter Verdacht auf Asperger, ADS F90.0 G, hoher IQ, starke Brille wegen Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn Verdacht auf Asperger Hinzufallen ist keine Schande, liegen bleiben aber schon!!
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