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Beidhändig? Schreibhand=dominante Hand?
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Dani+Feli
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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 19:24    Titel: Beidhändig? Schreibhand=dominante Hand? Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

was mache ich bei einem "beidhändigen"- wechselnder Handgebrauch,
6 Jährigen Jungen am besten?
Muß sich vor der Schuleinführung eine klare Schreibhand entwickeln?
Oder darf das Kind sich selbst und später entscheiden, wie es schreiben
lernen wird in der 1. Klasse?
Ist die dominante Hand auch eine zukünftige Schreibhand?
Mit welcher Hand wird nun die eingeschränkte Graphomotorik geübt?
Etwa mit beiden Händen?
Er hat motorische und verbale Dyspraxien und ist hypoton.

Ich freue mich auf gute und fachliche Tips, denn auch die Ergotherapeuten
sind etwas ratlos mit der Strichliste was er rechts oder links am meisten
macht. Oder macht er doch mit der nicht dominanten Hand etwas geschickter?
Was sagen die Pädagogen dazu?

LG Dani+Feli
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ilo75
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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wir hatten auch grosse Probleme damit! Zum Glück war Unser in der Vorschule wo man noch ein wenig länger gucken konnte mit welcher Hand er einfach etwas besser schreibt/bastelt.Das war witzigerweise die Rechte-alles andere macht er umgekehrt.
Dennoch ist die Schrift katastrophal-hat aber auch viel mit seiner Grunderkrankung zu tun.Er schreibt jetzt in der Klasse halt in Druckschrift.
Wir haben uns auch sehr schwer getan(auch die Ergotherapeutin) mit welcher Hand er letzendlich schreiben lernen "musste".

LG Ilona

_________________
1 Sohn mit ADS, ehemaliges Frühchen aus der 30SSW,Entwicklungsstörungen leider in allen Bereichen, vor allem in der Wahrnehmung
Asthma aufgrund einer BPD
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Heike**
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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 20:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

laß doch deinen Sohn selber entscheiden mit welcher Hand er schreiben möchte.
Selbst wenn er es erstmal ausprobiert, wird er sich irgendwann für eine Hand entscheiden.

LG Heike

_________________
Unser besonderes Kind wurde 1997 als Frühchen geboren und hat nach einer Hirnblutung eine Cerebrale Mehrfachbehinderung. Er ist Shunt versorgt und spricht nur wenig. Wir haben noch eine große, gesunde Tochter.
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silma70
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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Unser Sohn ist 7 Jahre alt und kommt im August zur Schule. Er wechselt auch noch häufig von links nach rechts und umgedreht. Manchmal denke ich, oh jetzt malt er doch mehr mit rechts und wenn ich dann kurz weg gucke und dann wieder hinschaue, dann ist der Stift auf einmal in der linken Hand und schon sind wir wieder am Anfang.

Ich denke mal, das es mit der Zeit kommen wird und er sich für eine Hand entscheiden wird. Manche schreiben mit rechts und schneiden Brot mit links.

So richtig weiterhelfen konnte ich dir sicher nicht, aber mit Hilfe von Ergo wird es sicher bald gefestigt, hoffe ich bei uns auch.

Viele Grüße
Silke

_________________
Silke(01/71), Michael(12/69), Jan Niklas (25.05.2003, 28 SSW, 1085 g, M. Crouzon-Syndrom mit Sagitalnaht-Synostose, Hydrozephalus malresorptivus-VP-Shunt, ACM Typ I, stark entwicklungsverzögert

Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewt.....ight=sagitalnahtsynostose
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Dani+Feli
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BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 09:23    Titel: Beidhändig? Schreibhand=dominante Hand? Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,
oh ja, ich erkenne meinen Sohn bei Euch wieder.
Nun habe ich entdeckt: Feli schneidet mit beiden Händen gleich gut,
jeweils mit einer Schere für rechts und links.
Der Stift wird rechts zwar besser in den Fingern gehalten, er kann aber
nicht seinen Namen schreiben. Es sind dann nur Kreuze.
Links wird der Stift etwas schlechter gehalten, dafür erhalte ich aber
einen kompletten richtigen Namen geschrieben.
Was bedeutet das für Feli?

Könnte das von aussen eingeübt worden sein (Kiga,Therapie)?
Was bedeutet das für mich?

LG Dani+Feli
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katrin-fish
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BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wir hätten da schon ein Problem, wenn sich die Schreibhand noch nicht rauskristallisiert hat. Müßten dann Füller für rechts und links kaufen. Confused
Denn nach ca. 1-2 Monaten werden die Kinder bei uns mit dem Füller schreiben. Am Anfang noch mit Bleistift. Da ist die Hand ja egal.
Wann beginnen bei euch denn die Kinder mit dem Füller?

Mein Sohn hat sich bereits vor einem Jahr für links entschieden, nachdem er vorher auch ständig die Hand wechselte und mit beiden nicht wirklich gut was zusammenbrachte. Er konnte mit knapp fünf noch nicht mal richtig malen geschweige denn Schere schneiden.
Doch dann platzte der Knoten und in diesem Zuge hat er sich auch für links entschieden. Seitdem hat er auch mit der Konzentration keine Probleme mehr.
Er macht eigentlich alles mit links ausgenommen die Maus. Die liegt rechts (Mama und Papa sind nunmal Rechtshänder) und damit kommt er gut zurecht. Das hat er sich eben so angewöhnt.

_________________
LG
Katrin


Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
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Inselheike
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BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
mein Sohn ist auch "beidhändig", hat Schwierigkeiten bei der Überkreuzung der Mittellinie ( was rechts liegt wird mit der rechten Hand gegrifffen, was links liegt mit der linken).
Er schreibt mit links, bedient die Computermaus mit rechts und wechselt lustig hin und her, wie es passt.
Bei und war es so, daß er sich das links schreiben wohl abgekuckt hat. Sein Tischnachbar hat mit links geschrieben, also hat er sich auch für links entschieden (unbewußt, nehme ich an). Seine Schrift ist für einen Linkshänder lesbar, mehr aber auch nicht.
Der Füller wurde bei uns erst im zweiten Schuljahr eingeführt. Viel früher halte ich persönlich auch für schlecht, da das greifen für die Kinder in der ersten Klasse echt noch zu schwer ist. Außerdem sollten sie erst mal alle Buchstaben mit dem Bleistift schreiben können, bevor sie den "Füller-Führerschein" machten.
LG Heike

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Heike (02/68)mit Lars (06/97), Asperger Autist
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anitaworks
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BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

unser Großer ist Linkshänder, aber er kann mit Rechts die Maus bedienen bzw. ausschneiden.

Den Füller-Führerschein gab es auch erst Mitte der 2. Klasse. Bis dahin sollte sich das Schriftbild gefestigt haben und alle Buchstaben in Druckschrift und Schulausgangsschrift gut eingeprägt haben.

Es gibt aber auch Füller, die für Links und Rechts geeignet sind, bzw. von Schneider Roller-Pen, die mit normalen Patronen bestückt werden können.

Liebe Grüße
Anita

_________________
*1968
*1966 Mann
*1996 Sohn Asperger ICD-10 F84.5 hoher IQ
*1998 Tochter Verdacht auf Asperger, Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter Verdacht auf Asperger, ADS F90.0 G, hoher IQ, starke Brille wegen Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn Verdacht auf Asperger
Hinzufallen ist keine Schande, liegen bleiben aber schon!!
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katrin-fish
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BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Heike,

was ist denn der Füller-Führerschein???
Ich finde nicht, daß ein Füller schwerer zu greifen ist als ein Stift. Die sind doch ergonomisch geformt mit Griffmulden. Sehe da keinen Unterschied.
Aber das scheint ja wirklich überall anders gehandhabt zu werden. Bildungshoheit der Länder sei Dank. Rolling Eyes Genauso ist es ja mit der Einführung der Schreibschrift.
Mein Sohn macht seine graphomotorischen Übungen bereits jetzt mit dem Füller. Er will das so und das klappt prima. Er kommt im Sommer zur Schule.

Aber hier geht es ja nicht um Bildungspolitik sondern um Händigkeit.
Wir haben den Stift auch immer in die Mitte gelegt. Das ist wichtig, damit das Kind nicht in der Seitenwahl beeinflußt wird.
Eine gute Übung zum Überkreuzen der Mittellinie ist die liegende Acht. Dient auch als Konzentrationsübung. Weiterhin habe ich meinen Sohn auch oft Kuchenteig mit dem Holzlöffel anrühren lassen. Dabei auch darauf achten, das in 8-Form gerührt wird. Alle Buchstaben, die eine Schleife haben wie l, g und h zum Beispiel, erfordern das Überkreuzen der Mittellinie.

_________________
LG
Katrin


Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
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Inselheike
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BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Katrin,
einen "Füller-Führerschei" könnnen unsere Kids an der Grundschule machen. Im zweiten Schuljahr werden alle Buchstaben neu mit dem Füller gelernt. Wenn alles gut klappt, bekommen sie von der Lehrerin den Führerschein und sind stolz wie Oskar! Very Happy
Lars geht ja nun schon seit einigen Jahren zur Ergo, und unser Therapeut sagte, es gibt immer wieder Kinder, die sich nicht entscchließen könnnen. Warum sie sich letztendlich für die eine oder andere Hand entscheiden würden konnte er auch nicht sagen. Für ihn war es auch ganz klar das "abkucken".
Ich würde an Deiner Stelle erst einen Füller kaufen, wenn sich Dein Kind entschieden hat. Vielleicht kannst Du ja die Lehrerin/ den Lehrer mit ins Boot holen, daß er/ sie Dir helfen kann? Die haben schließlich ja auch ein paar Jahre Erfahrung, oder?
LG Heike

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Heike (02/68)mit Lars (06/97), Asperger Autist
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