Verfasst am: 13.06.2010, 21:35 Titel: Zurück aus Werscherberg mit neuer Verdachtsdiagnose
Hallo,
nach 2,5 Wochen bin ich zurück aus Werscherberg. Nun ist Papa mit Kjell noch 1,5 Wochn dort.
Zuerst kurz zu uns: Kjell ist fast 5 Jahre alt und hat wg Polypen und Paukenergüssen in der wichtigen Sprachentwicklungsphasse von 1 bis 2 Jahren vermutlich kaum gehört. Nach der OP hat er dann langsam angefangen zu sprechen mit etwas über 2 1/4. Nach langen Kampf hat er dann Anfang letzten Jahres auch Logopädie bekommen bis heute.
Diagnosen: universelle inkonsequente Dyslalie, Hypersalivation, hypoton im Mundbereich.
Dann gings los zur Kur am 26.05. Vorweg: Es ist einfach super dort: Schöne Landschaft, reichhaltg Essen:-), super Personal dort.
Tja und nach 2 Wochen wurde mir nun mitgeteilt, dass Kjell neben Wahrnehmungsstörungen im taktilen/kinästethischen Bereich mit hoher Wahrscheinlichkeit Dyspraxie hat, sowohl im verbalen als auch im Motorischen Bereich, was durch sein sehr wildes Verhalten nicht so auffällt ( wer wild ist fällt nun mal oft hin, schmeisst was um etc.)
Bis jetzt hat nie jmd. was gesagt, dass Kjell im Wahrnehmungsbereich und auch in der Feinmotorik probleme hat. Da ist so eine ganzheitliche Kur schon echt super, da die dort Zeit haben, die Kinder komplett durchzuchecken.
Ich bin froh, das wir das gemacht haben. Aber es ist sehr anstrengend für Kjell dort. Gut, dass er es in 1,5 Wochen dann auch geschafft hat. danach gehts 2 Wochen nach Dänemark und ab Sommer in den Sprachheilkindergarten.
Lg
Tanja mit T. ( 7) und Kjell ( fast 5), V.a. Dyspraxie
hört sich an wie bei meiner Tochter mit der Sprachentwicklung. Wir hatten auch oft MOE und mit den Polypen zu tun. Die wurden dann allerdings mit 2,5 Jahren entfernt, leider konnte sie die Sprache die "verpasst" war nicht so schnell aufholen. Jetzt nach 3 Jahren Logo ist es aber schon richtig gut geworden. Wir wollten auch gerne mal nach Werscherberg, haben aber diese Klinik nicht genehmigt bekommen _________________ Wenn dich jemand auslacht, dann lächle zurück. Oft hat der der dich auslacht, ein Lächeln bitter nötig...
V. (10/04) FraX-Sonnenschein
F. (01/10) bislang gesund
mein Sohn hatte das gleiche Problem mit Polypen und Paukenergüssen, hatte allerdings erst mit 3 1/4 Jahren die entsprechende OP. Das ist jetzt etwas mehr als drei Jahre her. Er hat seitdem Logo, hatte auch zwei Jahre Frühförderung weil er in der taktilen Wahrnehmung Probleme hatte und auch generell leicht entwicklungsverzögert war. Nach der OP begann er langsam mit dem sprechen. Aber er hatte praktisch keinen Wortschatz und wir mußten viel Geduld haben.
Bei sprachverzögerten Kindern geht häufig eine motorische Verzögerung einher. Auch mein Sohn hatte Probleme mit der Feinmotorik, auch mit dem Gleichgewicht.
Gerade die Sache mit dem Gleichgewicht ist niemand aufgefallen. Erst bei der Sprachreha in Thalheim wurden wir darauf aufmerksam gemacht. Mein Sohn ist sehr lebhaft und immer in Bewegung und immer wird alles ganz schnell gemacht.
Ich kann nur sagen, er hat alles aufgeholt und kommt nun diesen Sommer zur Schule. Wir waren zweimal zur Sprachreha in Thalheim. Dort geht ein Durchgang sechs Wochen und es war ein durchschlagender Erfolg. Das ganzheitliche Therapiekonzept ist echt super. _________________ LG
Katrin
Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
Hallo Tanja,
wir waren auch in Werscherberg - letztes Jahr im Januar und für uns war es DER durchschlagende Erfolg dort. Hätte vor Werscherberg noch niemand an die Regelgrundschule gedacht, haben die top Therapeuten es dort geschafft, meinen Sohn absolut schulreif zu machen und wir sind deren Empfehlungen dort gefolgt und haben ihn dann letztes Jahr nach den Sommerferien in der Regelgrundschule als ganz normales Regelgrundschulkind eingeschult.
Nun ist das 1. Schuljahr fast vorbei, und was soll ich sagen, es war genau die richtige Entscheidung. Es läuft sehr, sehr gut und ich bin glücklich darüber, den dringendem Rat der Therapeuten in Werscherberg gefolgt zu sein und ihn dort einzuschulen. Sie hatten absolut recht mit ihren Aussagen.
Was mich in Werscherberg so begeistert hat, ist, das sie dort die Kinder innerhalb kürzester Zeit komplett durchschauen. Ich staune heute noch wie schnell das denen dort gelingt. Und das sie wirklich alles dort überblicken. Mir z.b. haben sie viele Dinge gesagt und gezeigt, die mein Sohn besonders gut kann, denn das übersieht man gerne bei den ganzen Problematiken, die unsere Kinder haben.
Ich habe nach Werscherberg meinen Sohn mit ganz anderen Augen gesehen und tue das heute noch.
Zu dem neuen Verdachtsmoment: In Werscherberg wurde ich das 1. Mal darauf aufmerksam gemacht, daß ich meinen Sohn dringenst auf das KISS-Syndrom untersuchen lassen soll. Ohne das ich was gesagt habe dazu. Vorher bin ich hier 7 Jahre gegen die Wand gelaufen "nein, ihr Kind hat dies auf keinen Fall!". Und dabei haben sich seit dem frühsten Säuglingsalter soviele Dinge dahingehend gezeigt .
Wir haben meinen Sohn dann übrigens daraufhin bzg. des evtl. KISS-Syndroms vorgestellt - und ja, er hat es - wenn ich dran denke wieviel Zeit wir verloren haben durch das lange Zögern. Aber am Ende bin ich natürlich super froh, das mich die Therapeuten in Werscherberg daraufhin aufmerksam gemacht haben.
Werscherberg war für uns klasse, ich würde gerne wieder hin, bin aber natürlich sehr froh, daß wir andererseits nicht mehr hin müssen, da mein Sohn so gut in dieser Problematik aufgeholt hat und jetzt altersgemäß da ist. _________________ LG
Susanne
____________________________________
Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
bisher sind alle davon ausgegangen, dass er aufgrund der Polypn und Paukenergüsse so schlecht spricht. Die Hypotonie im Mundbereich komt definitiv davon, ebenso die verhinderte Nasenatmung ( ach ja, er hat schon wieder Polypen, die müssen nochmal operiert werden).
Nur, dass sich sprachlich nicht wirklich was verbessert seit einiger zeit ist schon auffällig. er kann isoliert bis auf r und ch alle Laute sprechen, nur nicht auf silbenebene oder gar in der Spontansprache. Er hat einen enormen Wortschaft, aber man versteht ihn halt nicht. Er vertauscht Silben, hängt Buchstaben dran oder lässt welche weg etc.
Z.B. Diendondeiner ( Schienbeinschoner)
Pepel statt Pepe
dön statt schön etc.
Manche Worte kann er aber auch richtig sagen, aber erst meist nach laanger Übung und viel Wiederholung.
Insgesamt versteht man ihn sehr schwer und wenn man den Zusammenhang um was es geht nicht kennt, dann so gut wie gar nicht.
Das alles lässt die Therrapeuten nun Dyspraxie vermuten, im Laufe der Woche sollen die Test abgeschlossen sein. Er selbst denkt übrigens, dass er richtig spricht, erkennt jeden Fehler den ich mache, wenn ich spreche wie er.
@Susanne: ja von dem ganzheitlichen bin ich auch total begeistert, die stellen so viel fest, war auch bei den anderen Kindern im Haus so.
Bis jetzt hat uns der Logopäde und auch der Sprachheilbeaftrage der Stadt immer gesagt, mit Werscherberg und Sprachheilkiga klappt das nächstes jahr mit der Regelschule. In Werscherberg hat man uns aber schon gesagt, dass das eher unwahrscheinlich ist. Na mal sehen, egal wie es kommt, hauptsache Kjell fühlt sich wohl. Ich war als Kind selbst auf der Sprachheilschule und fands dort gut.
Man vermutet übrigens, dass ich das gleiche hate ( damals gabs dafür nur keinen Namen, ich war einfach nur zu faul zum Sprechen??)
ich wollte mal ein bisschen erzählen, wie es nach der Kur so weitergangen ist.
Viel hat sich getan.
Kjell hat von Werscherberg folgende Diagnosen mitgebracht.: expressive Sprachstörung mit dyspraktischen Anteilen, Wahrnehmungsstörungen im taktilen und kinästhetischen Bereich, Gleichgewichtsstörungen, Störungen im Fein- und graphomotorischen Bereich und noch ein paar andere kleine Sachen.
Mittlerweile geht er seit 1 Monat in den Sprachheilkindergartn und er ist ein komplett anderes Kind. Zumindest was den Kindergarten angeht:-)) er geht total gerne hin, fängt schon beim Aussteigen aus dem Bus an zu erzählen, was er gemacht hat ( vorher kam da nie was), hat neue Freunde gefunden, bastelt und malt jetzt viel.
Sprachlich hat sich zwar noch nichts getan, aber ich denke das kommt. Wichtig ist, dass er sich dort wohl fühlt und die Therapieangebote dort gerne mitmacht.
Auch zu hause macht er die spielerischen Angebote gerne mit, vor allem alles was mit Wasser, Farbe und Rasierschaum zu tun hat:_))
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