Verfasst am: 09.06.2010, 17:12 Titel: Ferien ohne Familie?
Schickt ihr eure behinderten kids auch mal ohne euch in die sommerferien?
Ich war darüber echt mal am überlegen.
bei uns gibt es den verein aktion lachende kinder.
der nimmt behinderte kids mit.
leider kann mausi dieses jahr nicht mit, da sie genau in der zeit ne hüft op hat.
aber würdet ihr eure kids dort alleine hin lassen?
was gibt es alles noch für angebote um sie alleine in urlaub zu lassen?
klar würde ich gerne mit meinen kids fahren, aber da mein mann gärtner ist, hat er seinen urlaub in der winterpause.
und ich möchte die kids auch im sommer gerne in ferien lassen.
nicht nur im winter.
Und ich alleine mit 2 kids, 2 hunden in ferien???
dann brauch ich urlaub..... _________________ Martina (10/03)
Zt.n. Schütteltrauma
-schwere cerebrale Mehrfachbehinderung mit schwerer Bewegungsstörung, fehlende Sprachentwicklung, deutliche mentale Retadierung, ferner symptomatische Epelepsie, Ernährungsstörung, partielle Schluckstörung, Button, Hüftdysplasie.
Stella Fabienne (11/08) *gesund geboren*
unser Sohn war letztes Jahr das erste Mal mit der Lebenshilfe 7 Tage in den Sommerferien weg.
Es hat ihm super gut gefallen. Wir hatten eine Vorbereitung des Treffens und eine Nachbereitung mit Foto´s. Auf denen man dann auch sehr gut erkennen konnte das es allen Kindern gefallen hat.
Unser Sohn fährt dieses Jahr wieder hin. Diesmal für 12 Tage.
Ich kann es sehr empfehlen, man sollte aber von Kind zu Kind (wie auch bei Gesunden) sehen, ob sie/er mit einer Gruppe ohne Eltern verreisen kann.
Bei der Lebenshilfe bei uns gibt es von Ostern bis Herbst Kinderreisen von einem Wochenende bis 12 Tage.Man kann zum Anfang also klein anfangen.
LG Heike _________________ Unser besonderes Kind wurde 12.97 als Frühchen geboren und hat nach einer Hirnblutung eine Cerebrale Mehrfachbehinderung. Er ist Shunt versorgt und spricht nur wenig. Wir haben noch eine große, gesunde Tochter.
Hallo,
mein Sohn war letztes Jahr mit Heikes Sohn auf der gleichen Reise und wird auch wieder mit ihm verreisen im Sommer. Großartige Sache für unsere Rabauken und für uns
Wie Heike schon schrieb anahnd der Fotos haben wir einen guten Eindruck bekommen, was gemacht wurde, wie glücklich die Kinder waren. Es war wirklich kein Abschieben, sondern sie waren wunderbar versorgt und hatten tolle Erlebnisse.
Google einfach mal nach Lebenshilfe Reisen oder Yat Reisen.
Die Preise sind zunächst erschreckend, weil sie sich in 2 Gruppen aufteilen, also der Preis für die Reise, was sie auch für ein gesundes Kind kosten würde und dann die Pflege und Betreuung. Letztere kann man über Verhinderungspflege oder Zusätzliche Betreuungsleistungen von der KK erstattet bekommen. Für die 12 Tage fallen für den letzten Posten bei Pflegestufe 2 immerhin 1080 € an. Da es sich aber um ein anerkanntes niederschwelliges Betreuungsangebot handelt, sind diese Kosten auch voll und ganz von der zusätzlichen Betreuungsleistung erstattbar.
Liebe Grüße _________________ Liebe Grüße von Inge
mein besonderes Kind wurde 05.97 geboren und hat eine beinbetonte Tetraspastik ist ein Läufer aber hat keine Lautsprache, er hat noch 3 ebenso wunderbare jüngere Geschwister, die beiden Jüngsten mit AVWS
Hallo,
meine Tocher nutzt diverse Angebote, seit sie 8 ist - Kurz-Freizeiten (z.B. übers Wochenende) oder auch Freizeiten in den Ferien, und sie hat jedes Mal einen Riesenspaß!
Seit sie 12 ist, geht sie auch hin und wieder für ein Wochenende in eine Kurzzeitpflegeeinrichtung - auch dort gefällt es ihr gut!
Liebe Grüße,
Bea
ich würde gerne, aber erstens wird hier nichts angeboten und zweitens ist JP doch zu speziell als dass ich ihn einfach an Dritte delegieren könnte, die ihn nicht kennen. Mit seiner S. vom FUD würde ich ihn aber jederzeit bei so einer Freizeit mitfahren lassen.
LG
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
ja - ich habe Jonathan auch immer wieder in den Ferien verschickt,
sogar dieses Jahr in den Pfingstferien durfte er mit seiner "alten" Münchner Truppe Richtung Chiemsee wieder fahren,
das organisiert die Diakonie bei uns hier in München.
Letztes Jahr sind sie alle in Italien gewesen.
Mit seiner Wohngruppe fährt er in den Sommerferien für 10 Tage an den Schluchsee in den Schwarzwald,
und mit der Internatsgruppe war er auch schon weg im Schullandheim.
Ich habe angefangen ihn mal 1 Wochenende wegzugeben,
und als ich wusste dass die Diakonie das echt super macht, auch Kinder mit Epilespien mitnimmt und mit Medikamenten etc. nie ein Problem hat weil sie auch eine Krankenschwester mitnehmen war das Vertrauen groß und ich gab ihn dann auch wochenweise mal in den Ferien mit.
Und die Preise waren absolut super gewesen - solch einen Aufwand wie die Lebenshilfe mit den Kosten macht - war bei uns nicht gewesen. Wir zahlten 150 Euro für alles für 8 Tage - und sonst keine Kosten und mussten auch nichts von Verhinderungspflege und zusätzl. Betreuungsleistungen hinzuzahlen.
Wir hatten da einfach auch viel Glück.
Die Lebenshilfe hat mir nichts wirklich adäquates angeboten und die Stadt München wollte ihn nicht mitnehmen, da war er ihnen doch zu behindert gewesen; habe ich vor ein paar Jahren hier auch schonmal beschrieben.
Lieben Gruß - Isolde _________________ „Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“ - Katharina von Siena "Einen Anfang zu machen ist das Geheimnis von weiterkommen" - chin. Weisheit
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Wohnort: OWL in Nordrhein Westfalen
Verfasst am: 09.06.2010, 18:37 Titel:
Hey,
die LH bietet bei uns Tagesausflüge an, die meine gerne nutzen.
Lea war letztes Jahr mit 10 Jahren das erste Mal sieben Tage mit der AsbH unterwegs. Da waren nur HC-Kinder, sie fiel nicht auf und die Betreuer kannten sich aus.
Sie hatte super viel Spaß und fährt dieses Jahr wieder.
LG
Birte _________________ Jan (1/97 - 8/97 - Herzfehler), Lea (05/99, HC mit Entwicklungsverzögerung etc.), Jona (04/01, fit)
wir haben Lorenz zwei Mal für eine Woche in eine Freizeit gegeben - einmal in eine integrative Gruppe am Wörthersee, einmal in die Nähe von Salzburg. Er kann ja nicht erzählen, wie es war, aber ich glaube: Es war beide Male nicht gut.
Beim ersten Mal hatte er eine 19-jährige Betreuerin, die ihre Verantwortung sehr ernst genommen hat - zu ernst vielleicht. Sie ist 24h täglich mit ihm zusammen gewesen, es gab seitens der Gruppe wohl gar keinen Versuch, ihn irgendwie einzubeziehen, obwohl das bei Lorenz eigentlich kein großes Problem ist. Die Betreuerin war nach der einen Woche jedenfalls fix und fertig. Kann ich gut verstehen.
Beim zweiten Mal hatte er einen Profi, Sonderschullehrer von Beruf. Schon nach 24h rief er an und sagte, es sei "ganz schwierig" mit Lorenz und sie wollten am Abend im Team beraten, ob sie ihn nicht nach Hause schicken sollten. Er würde soviel spucken (was mich nicht wundert) und sei gegen andere Kinder aggressiv. Letzteres ist lächerlich; Lorenz ist noch nie aggressiv gewesen und war das gewiss auch in diesem Camp nicht. Sie suchten wohl bloß einen guten Grund, ihn loszuwerden.
Nach der komischen Ankündigung wollte ich Lorenz von mir aus abholen, ohne die Entscheidung des Teams abzuwarten. Ich dachte mir: Wo mein Kind so bösartig missverstanden wird, möchte ich es nicht lassen. Dann rief der Mann am Abend aber wieder an und beschwor mich, Lorenz, doch bitte, bitte dort zu lassen. Es sei alles nicht so schlimm, und man solle es doch mal versuchen.
Wir haben ihn dann dort gelassen. Beim Abholen wirkte er verstört. Der Lehrer guckte mir nicht in die Augen. Seither haben wir es nicht wieder probiert.
Schade, ist keine schöne Geschichte. Aber wir sollten uns hier ja gegenseitig nichts vormachen.
Gruß,
Norbert _________________ Vater von Lorenz, Jg. 1994, frühkindlicher Autismus mit schwerer bis schwerster geistiger Behinderung. Tochter Jg. 88, Studentin
Ich erzähl mal *von der anderen Seite*: ich fahre seit Jahren als Betreuerin in den Schulferien auf Ferienfreizeiten mit behinderten Menschen.
Wir haben meistens sehr viel Spaß, und wir haben Teilnehmer von 7 bis 40 Jahren und von leicht entwicklungsverzögert bis schwerst-mehrfach-behindert (keine Intensivkinder, keine Sondenkinder).
Viele der Teilnehmer kommen seit 10 Jahren immer wieder mit, und die Reaktionen beim Nachtreffen machen mir (und auch den Eltern) sehr sehr deutlich, dass es ihnen gefallen hat und sie positives mit der Freizeit (und den Betreuern) verbinden.
Ich kann überwiegend positives berichten, auch wenn es Ausnahmen gibt (die eine Mutter war von uns nicht begeistert. Ihre Zwillinge (Trisomie 21) aber schon - die kannten verschiedene Ferienangebote - und bestanden darauf, wieder bei UNS mitzufahren *g*)
Wenns die Möglichkeit gibt, mal über ein WE auszuprobieren, würd ich es an deiner Stelle wagen.
Gruß
Martina _________________ Martina (*81), Lehramtsanwärterin Sonderschule (Lernen/Gehörlosenpäd.) mit 1. Staatsexamen, Reizdarm, V.a. Asperger - keine eigenen Kinder aber Betreuung behinderter Kinder/Jugendlicher
wir haben Thorben schon ein paar mal Wochenende in die Kurzeitpflege gegeben.
Unser thorben ist auch sehr speziell und wir hatten anfenglich auch kein gutes Gefühl.
So Abschieben.... halt. Aber wir haben sehr schnell gemerkt das wir nur nicht so schnell einfach loslassen können.
man sollte nur nicht verdenken das ja auch das behinderte kind neue Erfahrungen macht. Wenn man soll will kann man sagen das beide Familienteile auch einmal vom Alltag abschalten müssen.
Auf jeden Fall sind wir alle über unseren Kurzzeitpflegeheim sehr erfreut. _________________ Thorben 10J. Tetraspastik, PEG, Reflux, Epilesie,
Verdauungsstörung,..... Rollstuhlkind, Lachanfälle, sowie ein Herzensbrecher
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