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marion mo
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BeitragVerfasst am: 09.06.2010, 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

IngeH hat folgendes geschrieben:

Die Preise sind zunächst erschreckend, weil sie sich in 2 Gruppen aufteilen, also der Preis für die Reise, was sie auch für ein gesundes Kind kosten würde und dann die Pflege und Betreuung. Letztere kann man über Verhinderungspflege oder Zusätzliche Betreuungsleistungen von der KK erstattet bekommen. Für die 12 Tage fallen für den letzten Posten bei Pflegestufe 2 immerhin 1080 € an. Da es sich aber um ein anerkanntes niederschwelliges Betreuungsangebot handelt, sind diese Kosten auch voll und ganz von der zusätzlichen Betreuungsleistung erstattbar.

Liebe Grüße


Bei uns geht das bei der LH nur für Reisen unter einer Woche Rolling Eyes danach gilt es nicht mehr als niederschwelliges Angebot ...

_________________
Wenn ihr mich sucht,sucht mich in euren Herzen.Habe ich dort eine Bleibe gefunden,werde ich immer bei euch sein.
(Rainer Maria Rilke)
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Bianca1983
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BeitragVerfasst am: 09.06.2010, 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

also das gefühl sie abzuschieben habe ich nicht, da andere kids in ihrem alter ja auch auf freizeit fahren.

sie war auch schon 5 tage mit ihrer kiga gruppe im urlaub.
aber da kennen die erzieherinnen halt die kids.

Martina ist ein sondenkind seid 3 wochen.
klar schicke ich sie jetzt noch nicht alleine weg, aber mache mir halt gedanken darum.

ob sie ein intensiv kind ist, glaube ich nicht.
denke es hat andere kids cshlimmer getroffen.

sie schläft nachts fast immer durch und isst auch sehr gut wenn sie gefüttert wird.
nur die flüssigkeit muss sondiert werden.

ich weiß ja nicht, bis wo die grenze liegt, wie behindert "darf" ein kind denn nur sein, dass es auch mit genommen wird?

klingt jetzt doof, sorry, aber behindert sein ist doch ein weit fechender begriff.

Bei aktion lachende kinder fahren auf 12 kids nur 4 Erzieher mit.
das finde ich zu wenig, da beim schwimmen ja auch jemand alleine tina nehmen muss, da sie sich ja kaum bewegt, geschweige denn alleine schwimmt.

_________________
Martina (10/03)
Zt.n. Schütteltrauma
-schwere cerebrale Mehrfachbehinderung mit schwerer Bewegungsstörung, fehlende Sprachentwicklung, deutliche mentale Retadierung, ferner symptomatische Epelepsie, Ernährungsstörung, partielle Schluckstörung, Button, Hüftdysplasie.
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MartinaSoPäd
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BeitragVerfasst am: 09.06.2010, 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bianca!

wie "behindert" ein Kind sein darf, hängt von der Organisation ab. Bei uns fahren nur ungelernte Kräfte mit (wobei viele Sonderpädagogik studieren oder Heilerzieher werden - aber nichts mit Pflege eigentlich). Daher würden wir zum Beispiel niemanden mitnehmen, der kathetrisiert werden muss. Sondierkinder hatten wir auch noch nie, wobei ich mir vorstellen kann, dass mit entsprechender Einarbeitung und normalerweise keinen Problemen beim Sondieren das prinzipiell durchaus möglich wäre. Dagegen würde ich mich weigern, mit einem Kind mit Trachealkanüle und/oder Beatmung zu fahren. Das wär mir einfach zu heavy, ohne KS!

Wir haben regelmäßig einen Diabetiker dabei - das Spritzen wird gut eingearbeitet und klappt dann auch gut - wir kontrollieren nur den Blutzuckerwert häufiger als die Familie.

Sonderaktionen wie Schwimmen werden je nach Gruppenzusammensetzung eben nicht als Gesamtgruppe gemacht, sondern den einen Tag fahren die einen Kinder, an nem anderen andere. Aber Ausflüge wie Indoorspielplatz oder Spielplatz, da kann man als Betreuer gut mal mehrere Kids im Auge behalten (Einzelbetreuungskandidaten sind bekannt und werden entsprechend betreut - logo!).

Und je nach Gruppenzusammensetzung kann 12 Kids und 4 Betreuer echt entspannt sein, aber genausogut kann auf ner Fahrt auch mal 7 Betreuer - 10 Kids nötig sein, sonst müsste man um 7 aufstehen, damit um 10 alle am Frühstückstisch sitzen, und um 12:00 das Essen fertig wäre, weil z.B. ALLE gefüttert werden müssen.


Gruß

Martina

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Martina (*81), Lehramtsanwärterin Sonderschule (Lernen/Gehörlosenpäd.) mit 1. Staatsexamen, Reizdarm, V.a. Asperger - keine eigenen Kinder aber Betreuung behinderter Kinder/Jugendlicher
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Heike**
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BeitragVerfasst am: 09.06.2010, 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wollte noch mal etwas zu Inge´s und meinem Bericht ergänzen.
Wie Inge schon schrieb, sieht der Preis auf den ersten Blick hoch aus.
Wir haben jetzt bei PS 2 einen Eigenanteil von 360,-- € für 12 Tage.
Da sind dann auch alle Eintrittsgelder mit drin.

Betreuung ist so geregelt, dass bei PS 0 + 1 auf 1 Betreuer 3 Kinder kommen,
PS 2 = 2 Kinder pro Betreuer + PS 3 eine 1:1 Betreuung.

LG Heike

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Unser besonderes Kind wurde 12.97 als Frühchen geboren und hat nach einer Hirnblutung eine Cerebrale Mehrfachbehinderung. Er ist Shunt versorgt und spricht nur wenig. Wir haben noch eine große, gesunde Tochter.
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Tine.H
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BeitragVerfasst am: 09.06.2010, 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Ich bin auch Betreuerin bei der LH und begleite seit drei Jahren Kinderfreizeiten von einem Wochenende bis 1 Woche (in der Regel). Wir haben immer einenm recht guten Betreuungsschlüssel (neulich warens acht Kinder sechs Betreuer), wobei die Kids teilweise vom Verhalten auch recht schwierig sind. Das man nach der Freizeit als Mitarbeiter ko ist hat nix zu sagen. Das bin ich immer! Ist ja auch klar- man schaut auch nachts öfters mal nach den Kids und schläft einfach nicht so fest wie sonst, außerdem werden die Kinder in der Regel sehr früh wach. Die meisten Kinder sind recht fit, aber viele mit kompliziertem Verhalten.... Es fahren aber auch (einzelne) Rollikinder oder schwer Epilepsiekranke Kinder mit oder Kinder die regelmäßig Medis nehmen oder Katheter haben. Ich studiere Heilpädagogik und arbeite seit Jahren auch mit schwerbehinderten Kindern. Viele Mitarbeiter komen aber nicht aus dem Bereich. Das ist manchmal ein Nachteil. Weil diese Leute manchmal (!!!) einfach nicht das nötige (Fach-)Wissen haben grad wenns um Dinge wie z.B. Autismus geht. Es gibt zwar Schulungen aber die Infos halten sich da auch in Grenzen. Das ist auch meine Kritik an der LH. Nur guter Wille reicht manchmal nicht. Die allermeisten Mitarbeiter machen alerdings nen super Job, auf den meisten Freizeiten wird auch selber gekocht (mit den Kids zusammen) und das Programm wird auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kids abgestimmt. Viele zufriedene Eltern schicken ihre Kinder seit Jahren mit. Allerdings ist es auch so, dass gerade Eltern von mehrfachbehinderten Kindern mit hohem Pflegeaufwand froh sind, wenn ein Mitarbeiter das Kind auf mehreren Freizeiten betreuen kann und sich derjenige auch das Kind kennt und sich mit der Behinderung und der Pflege auskennt. Aber da achtet die LH auch generell drauf.
LG
Tine
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Anan
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BeitragVerfasst am: 10.06.2010, 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

noch einmal eine Erfahrung von mir als Begleitperson bei Freizeiten.

Ich habe, genau wie Sabine das schon als wünschenswerte Kombination für Jan-Paul beschrieb, das Kind, das ich als FED-Kraft begleite, bei seinen ersten beiden Freizeitmaßnahmen begleitet. Die Freizeiten wurden von der Schule angeboten und hatten für jeden Teilnehmer sowieso eine 1:1-Betreuung. In der Nacht mussten immer zwei Betreuungspersonen Nachtwache halten und alle halbe Stunde nach allen sehen.

Ich glaube, für das Kind, das ich begleitet habe, war das eine gute Entscheidung, da wir uns schon länger kannten und ich in alle pflegerischen und kommunikationstechnischen Eigenheiten eingeweiht war. Zuvor war es allerdings ohne eine bekannte Begleitperson versuchsweise mal bei einer Freizeit gewesen und musste von dort bereits nach wenigen Tagen abgeholt werden. Die waren mit der Pflege überfordert gewesen (beispielsweise hatte das Kind nicht ausreichend getrunken) und das Kind konnte noch nicht ausreichend auf seine Bedürfnisse aufmerksam machen.
Inzwischen kann das Kind auch gut alleine (aber immer noch mit 1:1-Betreuung) auf Freizeiten gehen.

Alle Betreuer waren ungelernte Kräfte, einige Zivis/FSJler von der Schule, die ja in den Sommerferien auch noch beschäftigt werden sollen/wollen. Viele Menschen, die irgendwas im sonderpädagogischen Bereich lernen oder studieren oder zumindest schon viel praktische Erfahrung aus dieser Ecke mitbringen. Von der Schule werden auch Kinder/Jugendliche mit hohem bis sehr hohem pflegerischen Bedarf auf die Freizeiten mitgenommen. Die Orte sind prinzipiell in der Umgebung der Schule - also nicht weiter weg als eine bis zwei Stunden Fahrzeit. Es gibt eine Extrafreizeitmaßnahme, die direkt in den Räumen der Schule angesiedelt ist.

Aus meinen Erfahrungen als Begleitperson heraus würde ich also empfehlen, am Anfang eine bekannte Person mitzuschicken, die die Bedürfnisse des Kindes gut einschätzen kann. Und dann wäre es vielleicht ganz geschickt, wenn der Ort der Freizeit nicht gleich ewig weit weg wäre, so dass man zur Not einen Besuch organisieren oder eben das Kind abholen kann.

So weit und einen Gruß von
Anan.

Und ja: Es ist normal, nach einer solchen Freizeit völlig fertig zu sein. Wobei man das auch nach einer jeden anderen Freizeit ist. Das ist einfach anstrengend.

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MartinaSoPäd
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BeitragVerfasst am: 10.06.2010, 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

ja, bei uns wird auch immer etwa die Hälfte der Betreuer nach der Freizeit erstmal krank. Bei meinem Vollzeitjob wird drauf geachtet, dass Mitarbeiter, die auf ner Freizeit waren, danach mindestens 3 Tage frei haben - weil die einfach fertig sind Wink

Zusätzlich zu den Gründen von Tine find ich immer sehr deutlich, dass wir *alles irgendwie machbare möglich machen* - dafür hat man für eine, zwei oder drei Wochen Kraft, aber dann is auch einfach Ende (Mit Nichtläufern stundenlang am Strand mit Füßen im Wasser spazieren gehen zum Beispiel, oder Fußball spielen, Rollstuhlfahrer aus dem Rolli auf Schaukeln und Rutschen heben - das packt man Käftemäßg einfach nicht dauerhaft. Aber für ne Freizeit isses okay - und es macht den Kids soviel Spaß!).

Das finde ich DEN großen Vorteil von *Fachfremden*. Die sind noch nicht *Betriebsblind* oder *Betriebsmüde* sondern haben Lust und Elan und gehen gerne mal an ihre Kraft- und Energiereserven, um was Besonderes zu schaffen. Demnach finde ich eine Betreuermischung aus Leuten, die "was können" und nen Überblick haben über so wichtige Dinge wie Medikamentenplan, Abführen, Duschen, Trink- und Essmenge, Lagerung und Fachfremden ideal. Manch ein Fachmensch sagt bei abgedrehten Aktionen (z.B. spontan in den Snowdome zu fahren...) dass "das nie im Leben geht". Aber es klappt dann doch - und zwar super Smile

Bei mir gehts bald wieder los und ich freu mich auf drei Wochen *mal was anderes* Smile

Martina

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Martina (*81), Lehramtsanwärterin Sonderschule (Lernen/Gehörlosenpäd.) mit 1. Staatsexamen, Reizdarm, V.a. Asperger - keine eigenen Kinder aber Betreuung behinderter Kinder/Jugendlicher
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Heike**
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BeitragVerfasst am: 10.06.2010, 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich möchte hier auch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Begleitpersonen loswerden, die unseren Kindern diese unvergeßlichen Tage bereiten.
Und uns Eltern eine Auszeit zum Erholen.

Vielen Dank Heike

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IngeH
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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 09:23    Titel: Antworten mit Zitat

marion mo hat folgendes geschrieben:
IngeH hat folgendes geschrieben:

Die Preise sind zunächst erschreckend, weil sie sich in 2 Gruppen aufteilen, also der Preis für die Reise, was sie auch für ein gesundes Kind kosten würde und dann die Pflege und Betreuung. Letztere kann man über Verhinderungspflege oder Zusätzliche Betreuungsleistungen von der KK erstattet bekommen. Für die 12 Tage fallen für den letzten Posten bei Pflegestufe 2 immerhin 1080 € an. Da es sich aber um ein anerkanntes niederschwelliges Betreuungsangebot handelt, sind diese Kosten auch voll und ganz von der zusätzlichen Betreuungsleistung erstattbar.

Liebe Grüße


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Hallo,
unsere 12 Tage LH Reise ist jetzt wieder als solche anerkannt worden und ich habe innerhalb von 5 Tagen die Kosten über die zusätzlichen Betreuungsleistungen erstattet bekommen.

Auch bei anderen Kindern ist es als niederschwelliges Angebot anerkannt worden und die Leiterin der Lebenshilfe Tours in Bremen hatte auch noch nie über eine 7 Tages Grenze für niederschwellige Angebote gehört.

Liebe Grüße

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Liebe Grüße von Inge
mein besonderes Kind wurde 05.97 geboren und hat eine beinbetonte Tetraspastik ist ein Läufer aber hat keine Lautsprache, er hat noch 3 ebenso wunderbare jüngere Geschwister, die beiden Jüngsten mit AVWS
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