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Wie läuft Schlafentzugs-EEG ab?

 
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JosiMama
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BeitragVerfasst am: 03.11.2005, 21:33    Titel: Wie läuft Schlafentzugs-EEG ab? Antworten mit Zitat

Unsere Maus ist ja auch gerade erst 2 Jahre alt und hat Ende des Monats dieses Schlaf-Entzugs-EEG. Wir fragen uns nun, wie das bei einem kleinen Kind ablaufen soll?? Schafft man es wirklich ein so kleines Kind einfach ne Nacht wach zu halten? (...die schreit doch das ganze KH zusammen...) Gibt es da kleine Aufputschmittel die die Kinder bekommen?

GLG Jessi
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Nellie
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BeitragVerfasst am: 03.11.2005, 23:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jessi,

hier in Jena machen sie es je nach Alter unterschiedlich.. die ganz großen müssen die ganze Nacht aufbleiben, die kleineren werden je nach AlLter nachts zu bestimmten Uhrzeiten geweckt und wachgehalten. Linn hatte zwar noch kein Schlafentzugs-EEG, aber wir waren schon manchmal mit anderen Kindern im Zimmer, die dann geweckt wurden und immer unter dem Spielzimmer, wo sie dann mitten in der Nacht tobten Rolling Eyes

LG
Nellie

_________________
Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus
--> unsere Vorstellung und --> Bilder von uns
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FamGodow
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BeitragVerfasst am: 04.11.2005, 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jessi,
bei unserem Sohn wurde im Sommer (da war er 2 1/4) ein Schlafentzugs-EEG gemacht. Wir wurden um 2 Uhr geweckt und mußten bis zum EEG wach bleiben. Das EEG sollte um 8 h gemacht werden. Gegen 6 hatte Lennart totel den Durchhänger und es war schwer, ihn wach zu halten. Ich bin duschen gegangen (um selber wach zu bleiben Wink ) und habe die Tür zu dem Zimmer, wo Lennart war, aufgelassen. In der Dusche habe ich gesungen und ihn immer wieder etwas zugerufen, damit er nicht einschläft (wir hatten ein Einzelzimmer mit eigenem Bad). Das EEG wurde dann gegen 9 h gemacht und Lennart hat ein leichtes Schlafmittel bekommen, weil er nicht ruhig genug war. Nach Ewigkeiten ist er dann etwas weggeduselt. Aber beim kleinsten Geräusch war er wieder hellwach.
Ich war nachher froh, dass alles vorbei war.....
Aber es soll auch Kinder geben, die sehr gut schlafen dabei!
LG
Britta

_________________
Lennart, * 05.04.2003, ICP unklarer Ursache, Dystonie
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kerstinm
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BeitragVerfasst am: 04.11.2005, 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wir hatten dieses Thema vor kurzen schon einmal gehabt: Handelt es sich bei eurer Tochter um ein Schlaf-Entzugs-EEG oder um ein Schlaf-EEG? Schlaf-Entzugs-EEG sind in diesem frühen Alter eher unüblich. Sie werden zumeist bei älteren Kindern gemacht. Für ein Schlaf-EEG muss das Kind einfach zum Zeitpunkt des EEG schlafen. Hier würde ich mir den "Spaß" mit dem mitten in der Nacht wecken einfach sparen und meinem Kind vor dem EEG eine leichte Sedierung verabreichen lassen. Meine Tochter hatte bestimmt schon 50 Schlaf-EEG zu allen möglichen Tageszeiten. Sie wird leicht sediert, bekommt ihr EEG und schläft dann ihren "Rausch" einfach aus. Sie steckt das problemlos weg und kommt so nicht völlig aus ihren Tagesrythmus.

Grüße

Kerstin
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Roswitha
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BeitragVerfasst am: 04.11.2005, 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

So´n Zufall!

Hatten unser erstes (!) Schlafentzugs-EEG heute morgen. Bei uns wurde das ambulant durchgeführt. Mein Kind ist fast 3 Jahre alt und hatte anfang des Jahres ein normales Wach-EEG, was unauffällig war.
Die Kleine wurde gestern normal gegen 20°°Uhr ins Bett gelegt, ist glücklicherweise schnell eingeschlafen und wir (mein Mann und ich) haben sie um 2°°Uhr in der Nacht geweckt. Am Anfang war das gar nicht lustig, aber bald amüsierten wir uns alle drei mit ausgiebig Baden, Fernsehen, Tanzen, Frühstück im Bett .... Die Fahrt im Auto war am anstrengendsten. Damit meine ich, dass wir die Kleine kaum noch wach halten konnten. Nachdem lautes Singen, Klatschen und Kitzeln, ja sogar kalte Luftzufuhr nichts mehr zu bewirken schienen, haben wir echt schon überlegt anzuhalten und ein paar Minuten mit ihr zu laufen. Zum Glück waren wir nach knapp 30 Minuten am Ziel. Dafür war sie danach hellwach und wir hatten alle Mühe, sie fürs EEG zu beruhigen. Denn dann soll das Kind ja schlafen. Dokumentiert wird der Wachzustand, dann die Einschlaf- und Schlafphase und am Ende das Aufwecken mit Blitzlicht. Nach 45 Minuten (!!!) mit heftiger Abwehr und Geschrei war sie irgendwann eingeschlafen. Der Trick war der Autositz, den wir extra nochmal holen gegangen sind und ihre Musik. Beruhigungsmittel wurden nicht verabreicht, wofür ich sehr dankbar war, weil ich denke, dass das Ergebnis dadurch doch beeinflusst würde (ich kann dies aber nicht mit letzter Sicherheit beurteilen)
Das Schlafentzugs-EEG wurde gemacht, weil sie vor allem in der Sprachentwicklung deutlich auffällig wurde. Die wenigen Worte, die sie anfang des Jahres noch gesprochen hat, sind seit dem Sommer weg und auch das Sprachverständnis ist fast weg. Klinisch zeigte sie bisher noch keine Anfälle (auch keine Absencen) was ich relativ sicher behaupten kann. Mit diesem Schlafentzugs-EEG sollen u.a. die ESES -Epilepsie ausgeschlossen werden, für die u.a. diese pathologische Sprachentwicklung auffällig ist. Übrigens hatte sie im Schlaf tasächlich Anfallsbereitschaft gezeigt. Mehr trau´ich mich nicht zu sagen, da ich mich da weniger auskenne. Die genaue Auswertung folgt aber noch.

Auch wenn meine Ausführungen, etwas langwieriger waren, ich hoffe, sie haben Dir etwas weitergeholfen. Du hast also noch jede Menge Zeit, Dich "Vorzubereiten" Wink . Toi, toi, toi

lieben Gruß Roswitha
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JosiMama
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Beiträge: 357
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BeitragVerfasst am: 04.11.2005, 21:46    Titel: @all Antworten mit Zitat

Vielen Dank für eure ganzen lieben Antworten!
Beantworte gleich mal alle Fragen hier Smile
Ja, es ist definitiv ein Schlaf-Entzugs-EEG --> hatte extra noch mal nachgefragt. Anfangs erzählte die Ärztin, dass sie bis ca 3 Uhr schlafen darf und dann bis morgens 10Uhr wach bleiben muß. Am Telefon klang es aber irgendwie anders - die Nacht wach und morgens dann schlafen.
Bei uns wird es gemacht, um Josi`s Grand Mal Anfälle (bis jetzt 3 Stück) auf die Spur zu kommen. CT, normales EEG waren alle unauffällig. Aber auch unsere Vermutung ist, dass es bei ihr mit Schlaf und Stress eine Verbindung zu den Anfällen gibt. Auf irgendeine Antwort hofft man ja irgendwie.
Da ich aber von Woche zu Woche immer schwangerer werde *g*, hoffe ich doch, dass der Papa frei bekommt und dieses EEG mit Josi durchzieht. Bin ja selber so ne Schlafmotto - da würde ich wohl eher zu tun haben mich wach zu halten.
Zumindest klingen eure Beschreibungen nicht dramatisch und es scheint für die Kleinen schon irgendwie machbar zu sein - da beruhigt schon erstmal zumindest ein klein wenig.

GLG Jessi
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BeitragVerfasst am: 01.07.2006, 17:56    Titel: Wie läuft ein Schlafentzugs-EEG ab? Antworten mit Zitat

Bei Niklas (5 J.) soll demnächst ein Schlafentzugs-EEG gemacht werden.Wie ist da der Ablauf?Ich meine damit wie funktioniert das mit dem Schlafentzug?Muß ich ihn da irgendwie auf Station die ganze Nacht wach halten oder zu Hause?Gibts da Tricks (ich befürchte,daß Niklas spätestens um 21 Uhr einschläft und wenn er schläft,dann schläft er,dann bekommt man ihn nicht mehr wach)?
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Myriam
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BeitragVerfasst am: 01.07.2006, 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marion,

ja, das ist nicht ganz einfach und schön! Die Kinder incl. Mamas werden entweder bis zu einer gewissen Uhrzeit (ca. 00:00 - 2:00 Uhr) wachgehalten (dürft dann auch ins Spielzimmer) und dann am nächsten morgen aufstehen, EEG anlegen. Die andere Variante wäre die, dass man das Kind früher weckt. ABer ich glaube, die 1. Möglichkeit ist die gängigste.

Ich habe selbst keine Erfahrung damit, habe aber von vielen Eltern auf Station davon gehört und es ist echt schwierig. Andererseits muss man sich sagen, wenn es der Diagnostik hilft, muss man da wohl durch.

Viel Erfolg - ich hoffe für euch, dass es vielleicht auch mit einer anderen Art von EEGs geht

Lg Myri

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Maya
(30. Dezember 2003 - 12. April 2006)

Deine Hand - meine Hand,
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auch wenn wir getrennt sind, sind wir für immer eins
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Nellie
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BeitragVerfasst am: 01.07.2006, 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marion,

ich habe den Beitrag mit dem schon bestehenden vereint, um die Infos zu bündeln.

LG und viel Erfolg!
Nellie

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Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus
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