Verfasst am: 30.04.2010, 22:50 Titel: Talker-Grundprinzip verstanden, wie können wir weitermachen?
hallo zusammen!
wir üben seit 1 1/2 jahren mit justin mit dem talker und er hat das prinzip jetz verstanden. er drückt geziehlt die bilder was er haben möcht.
wie können wir jetz weiter machen? er sricht ja nicht aber er hat ein sehr gutes sprachverstäntmis, so das er mich sehr gut versteht und ich verstehe seine gestiken was er möchte.
leider weiß seine logop. nicht so recht wie wir weiter machen sollen und ich auch nicht.
das er hunger oder durst hat zeigt er nicht aber setzt sich gkeich an tisch wen ich das essen mache oder ein glas eingieße.
ok wen er seine lieblingskekse oder kuchen sieht kommt er an und zeig drauf das er ein will und wen wir katoffeln schälen sortirt er sie in den topf und bleib dan so lange in der küche bis er sie auf den teller hat.
lach ist dan nicht mehr weg zu krigen aus der küche.
ich würde mich über hinweise freuen wie wir weiter machen können
liebe grüße axel _________________ Symptomatische fokale Epilepsie mit dialeptischen u atonen Anfällen sowie linksseitig klonischen u tonisch-klonischen Anfällen, Spastische Hemiparese lings nach pränatalen Mediainfarkt rechs, Entwicklungverzögerung mit Betonung des sprachlichen Bereiches, Mikrozephalie,Autist
Hi Axel
Der nächste Schritt wäre,die Interaktion.
Z.B....für Trinken,kommt als Symbol ein Glas.
Das Glas müsstet ihr mit einer nächsten Unterfunktion belegen,
also eine neue Oberfläche mit Glas braun für Kakao Glas orange für Saft.
Also er soll damit differentierter seinen Wusch benennen.
Ein anderes Beispiel:
Für Essen,das Symbol :ein Teller
Teller eröffnet neue Oberfläche:
ein belegtes Brötchen.......ein Stück Obst.
Es gibt noch andere Interaktionen:
2 Tasten ....eine zeigt ein Cassettenrecorder(hinterlegt mit 2 seiner Lieblingslieder)
Wenn er den Cassettenrecorder antippt,öffnen sich 2 neue Felder,er muss sich zwischen 2 Liedern entscheiden.
Anderes Feld zeigt Rehabuggy(hinterlegt mit Spielplatz und Therapeuten)
Wenn er auf Rehabuggy tippt,öffnen sich 2 neue Felder,kannst du auch eine Ansage machen,
wir gehen nicht auf den Spielplatz ...sondern zur Therapeutin.
So gehen wir vor,Step by Step......
Ist schon recht eigenartig,dass deine Logopädin keinen Plan hat.
Da wo Du den Talker bezogen hast,gibt es auch eine Beratung.
Die sind genau in diesem Fall gefragt.
Vielleicht konnte ich Dir ein paar Tips geben.
LG Beate
zuerst mal eine Frage: Wie alt ist dein Sohn?
Ab jetzt kannst du fast schon alleine Arbeiten! Na ok, das ist vielleicht übertrieben gesagt, aber schon ein Anfang. Wichtig ist, sich klar zu machen, was man will. Möchte man, dass sein Kind einem nur Bedürfnisse aufzählt, oder sich mit einem "unterhalten" kann? Zweiteres finde ich persönlich wesentlich wichtiger, erst recht, weil häufig für Bedürfnisse ganz andere Wege da sind.
Hier kommt die Frage nach dem Alter ins Spiel! Überlege, was sprechende Kinder im gleichen Alter sagen würden. Warum sollte dass nicht auch dein Sohn sagen wollen? Wichtig für die Erarbeitung einer weiterführenden Talkerstruktur ist die Auseinandersetzung mit dem Thema "Kern- und Randvokabular". Das Kernvokabular sind die 100 am häufigst genutzten Wörter (Ich, Du, und, mit, usw). Das Randvokabular ist Situationsbezogen (Weihnachtsbaum, Osterhase, Salami, Gauda). Beides ist notwendig, doch was ganz häufig noch "falsch" gemacht wird, ist dass das Randvokabular überwiegt. Man kann Sätze ohne Randvokabular bilden, aber nicht ohne Kernvokabular.
Sicherlich habt ihr auch bei euch in der Nähe eine fähige Kommunikationsberatung, die bei der neuen Struktur helfen kann. Was leider nicht immer stimmt ist dass man da wo man den Talker bezogen hat, auch Hilfe bekommt. Es gibt leider auch Firmen, die zwar das Zeug verkaufen und auch die Bedienung derselben kennen, aber von Struktur keine Ahnung haben.
Ich würde dir unseren Workshop im Juni empfehlen, denn dieses Jahr haben wir Talkerstrukturen als Thema (mit ISAAC-Referentin Marie Just), is aber in Hamburg.
Ciao Chris _________________ Kommunikationsassistent von Marla (Bj. 01 - Rett-Syndrom) an einer Kooperativen Grundschule. AKUK-Mitglied. http://www.akuk-online.de , Freiberuflicher Betreuer behinderter Kinder von 2 - 12 Jahren (verschiedene Krankheitsbilder), Tobii-Produkt-Trainer, angehender Kommunikations-Pädagoge
Chris, ähnlich wollte ich auch gerade schreiben.... Warst wohl auch schon auf der PRD-Fortbildung _________________ HEP ,Heilpädagogin und angehende Kommunikationspädagogin (Fachmensch für UK)
Das Kernvokabular lässt sich ganz spielerisch erarbeiten! Zuerst muss Justin es zwar"ausweindig" lernen, das funktioniert ganz gut durch "modelling" (immer wieder direkt zeigen, also d u tippst es ein- bis er es nachahmen kann....)
Erst mit wenigen Worten aus dem Kernvokabular beginnen.
Diese dann in möglichst vielen verschiedenen Situationen einsetzen-z.B. die Wörter "mehr, genug, auch,nicht" beim Backen, beim Basteln, beim Essen usw....
Welchen Talker hat er denn?
Gruß Caroline _________________ HEP ,Heilpädagogin und angehende Kommunikationspädagogin (Fachmensch für UK)
nein, auf einer PRD-Fortbildung war ich nicht, aber auf der ISAAC-Fachtagung letztes Jahr und dann bin ich schließlich AKUK-ler und dort haben wir eben dieses Thema derzeit auch ganz groß. Ich bin auch im Elternkreis Unterstützte Kommunikation (gehört zum Landesverband für Körper und mehrfach Behinderte - Schleswig-Holstein) und dort hat Angela Hallbauer darüber referiert. Nächstes Jahr (vorraussichtlich in Kassel) haben wir dann Stefanie Sachse zu diesem Thema auf dem AKUK-Workshop.
Was mir aber noch einfällt, was dir, Axel, sicherlich auch noch helfen würde ist die sog. Kölner Mappe. Ich finde leider derzeit keinen Link darauf, am besten suchste selbst mal danach.
Dann gibt es noch eine sehr interessante Liste (http://www.vantatenhove.com/files/ColorWordBoard.pdf), die ich leider auch nur in Englisch gefunden habe, wenn du willst, kann ich dir diese aber auch in Deutsch mailen. Hier noch das Handout der Isaac-Fachtagung von Stefanie Sachse, ist sicherlich auch sehr Hilfreich: http://www.vonloeper.de/isaac-tagun.....hse%20KRVok%20ISAAC09.pdf
Ciao Chris _________________ Kommunikationsassistent von Marla (Bj. 01 - Rett-Syndrom) an einer Kooperativen Grundschule. AKUK-Mitglied. http://www.akuk-online.de , Freiberuflicher Betreuer behinderter Kinder von 2 - 12 Jahren (verschiedene Krankheitsbilder), Tobii-Produkt-Trainer, angehender Kommunikations-Pädagoge
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