Verfasst am: 26.03.2010, 23:07 Titel: Ist das schon eine Sprachstörung?
Hallo zusammen.
Meine Nichte ist jetzt 6 und wird im Oktober schon 7 und soll dieses Jahr zur Schule gehen.
Wenn Sie bei Verwandten oder Bekannten ist, die sie regelmäßig sieht, dann kann sie ganz normal sprechen, wobei ihr Satzbau meistens zu wünschen übrig läst und sie jeden Satz mit "Weißt du" anfängt. Sie weiß meisten nicht wie sie einen Satz anfangen soll. Dann muss sie drei viermal anfangen, bis sie sich richtig ausgedrückt hat.
Ganz schlimm wird es aber, wenn Menschen im Raum sind, die sie lange nicht gesehen hat oder nicht kennt. Das ist soar bei Kindern so. Dann spricht sie überhaupt nicht mehr. Noch nicht mal mit ihren Eltern. Ist das normal? Kann bzw sollte man da was machen? Auch im Hinblick auf die Schule?
Achja, wenn sie Wörter bis gegangen oder gekauft, also Wörte die mit ge anfangen spricht dann sagt sie dedangen oder dedauft! Sie kann aber das G aussprechen.
Vielen Dank schon mal für eure Antworten
das kommt mir seeeehr bekannt vor von meiner Tochter (5,5 Jahre). Sie fängt fast jeden Satz mit "Na Du" an... Dieses "na du" hat gar keine Bedeutung. Zum Beispiel "na du weißt schönes Wetter heute"... so ähnlich. Unser Logopädin sagte grade die Woche, dass sie das "na du" nicht rausbekommt und es sich wirklich hartnäckig seit Jahren hält...
Auch das G kommt mir bekannt vor. Bei meiner Tochter sind es aber noch mehr Buchstaben. Sie kann z.B. kein K sprechen. Ein Kuchen ist ein Tuchen, eine Katze ist eine Tatze usw..
Ich denke schon, dass es zur Abteilung "Sprachstörung" gehört. Geht das Mädchen denn zur Logo??
Viele Grüße
Steffi _________________ Tochter (07/2004), AVWS
Tochter (08/2005), Autismus-Spektrum-Störung (F84.1), ADHS (F90.0), Neurofibromatose Typ 1 -NF1- (Q85.0)
Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.
das Nicht-Sprechen, wenn sich fremde bzw. unbekannte Menschen im gleichen Raum aufhalten, könnte in die Kategorie "Mutismus" passen : Meist sprechen die selektiv oder elektiv mutistischen Kinder mit den Eltern und Geschwistern, in anderen definierbaren Situationen (mit Fremden, im Kindergarten oder in der Schule etc.) sprechen sie jedoch nicht. http://de.wikipedia.org/wiki/Mutismus
Was die Aussprache der einzelnen Buchstaben anbetrifft, so ist es schon ein Unterschied bei der Mundmotorik, ob man nur z.B. das "g" alleine ausspricht, oder in einer Lautverbindung. Ist denn bei den Vorsorge-Us oder der Einschulungsuntersuchung nie die Rede von Sprachentwicklungsstörungen gewesen ?
Zum nicht-reden: Ich habe eine Cousine die mit niemandem ausser ihren Eltern (und ein paar wenigen Freundinnen, ab udn zu mit ihrem Bruder und manchmal mit der Oma) spricht, sie hat selektiven Mutismus aber ihre Eltern ignorieren es und sagen, sie ist einfach schuechtern. Sie ist 13 Jahre alt und redet im Fluesterton mit ihren Freundinnen wohl und wenn wir da sind (Menschen die sie kennt, oft Monatelang jeden Tag sieht) redet sie leise oder fluestert mit ihrer Mutter und diese sagt dann laut was Sophie will. Mich macht es immer sehr traurig sie zu sehen, denn ich denke das ist therapierbar, und vor allem haetten sie es frueher in Angriff genommen so waere Sophie heute sehr viel sozialer und nicht so oft frustriert udn veraengstigt.
Man muss aber eben unterscheiden, ist die Kleine nur schuechtern (manchem Menschen sind eben so vor allem Kinder im Vorschulalter) und redet sobald sie jemanden etwas kennt dann auch, oder redet sie eben absolut nicht.
Zu den Buchstaben (d statt g): da wuerde ich bei einer 6jaehrigen auf alle Faelle einen Logopaeden aufsuchen, der kann ihr helfen zu verstehen wo die Zunge sein sollte (d und g verwechseln ist sehr sehr normal in Kleinkindern weil das G ein schwieriger Prozess ist weil die Zunge eben hinten am Gaumen hoch muss aber vorne wieder runter und es da schwerer zu kontrollieren ist). Das "Weisst du" wuerde ich noch fast als normal einschaetzen (sie will etwas sagen, weiss nciht wie man anfangen soll, passiert und Erwachsenen ja auch manchmal... mein Bruder hat ewig eh ehhhhhhh ehhhhhh am Anfang gesagt um so seine Gedanken ncoh ordnen zu koennen bevor er sprach), aber wenn sie eh zum Logopaeden geht wegen dem G und D kann man es ja ansprechen.
Liebe Gruesse, CJ _________________ C.J., humangenetische Beraterin (MGenCoun) mit zweitem Master in foetaler Medizin und praenataler Genetik.
Be who you are and say what you feel for those who mind don't matter and those who matter don't mind! (Dr. Seuss)
Hallo zusammen,
bei dei Einschulungsuntersuchung wurde den Eltern gesagt, das sie doch mal zur Ergo gehen soll.Wegen dem nicht sprechen bei Fremden Personen. Da gehen sie aber nicht hin.Und zur Logo erst recht nicht. Die Eltern haben dafür "keine Zeit". Die kleine ist unter der Woche bei den Omas und wenn sie Glück hat, dann darf sie auch mal in den KiGa. Und am Wochenende schläft sie auch bei den Omas! Und die fordern das Kind auch nicht wirklich. Kann ich da irgendwas machen? Ich habe schon überlegt sie, sie einfach mal mit ins SPZ zu nehmen und sie unsere Physio vorzustellen und die mal um Rat zufragen. Haben ein bißchen Angst um das Kind.
LG
Kathrin
Hallo,
das was du beschreibst hört sich nach elektivem Mutismus an. Die Beschreibung
dazu wurde ja schon geliefert. Bei den Lauten die nicht gesprochen werden g/ k .
Du schreibst nur von g , was ist mit k? Sagt sich auch "tomm mal her" ? Wenn
die Laute der dritten Artikulationszone nicht gesprochen werden, dann werden
sie in der Regel ersetzt durch ähnlich klingende Laute wie t und d.
Es geht hier nicht um die einfache Bildung des Ziellautes, die Differenzierung
der beiden Laute [ g ] wird zu [ d ] und [ k ] wird zu [ t ] ist hier ganz entscheidend.
Wenn ich nicht genau heraushöre ob ein g oder ein d gesprochen wird, dann
kann ich es auch nicht selber sprechen und unterscheiden.
Hier ist der Gang zum Logopäden unumgänglich!!!
Wenn Laute nicht differenziert und demnach nicht gebildet werden, dann
sind die nächsten Probleme vorprogrammiert: Schriftspracherwerb in der Schule!
Auch wenn die Eltern keine Zeit habe und das Kind fast ausschließlich bei den
Großeltern aufwächst, müssen die in die Pflicht genommen werden.
Die Großeltern haben Fürsorgepflicht.
Ganz ehrlich, das ist kein Pappenstiel!
SD _________________ Fr. Dödtmann, Logopädin in stationärer Intensivreha für besondere Kids, UK- Fachberaterin
abgesehen davon, dass es dringend nötig ist, bin ich mir auch sicher, dass deiner nichte logopädische sehr gut tun würde. sie merkt ja offenbar selbst schon, dass sie irgendwie "anders" (=nicht altersentsprechend) spricht und ist dadurch verunsichert (---> el. mutismus). mit einfühlsamer logopädischer therapie könnte man diesen teufelskreis durchbrechen und ihr (sprachliches) selbstbewusstsein aufbauen... arme kleine maus...
lg
simi _________________ simi mit ihren wuselmäusen
T.Y. *20.02.2007
A.F. *27.04.2009
Ist denn bei den Vorsorge-Us oder der Einschulungsuntersuchung nie die Rede von Sprachentwicklungsstörungen gewesen ?
Vom dem Arzt wo sie hingeht, habe ich kein gutes Bild. Da hat sie eine Lugenentzündung mit drei Jahren und der Arzt macht gar nichts.Und ob die Eltern zu den Us gehen, wage ich zu bezweifeln. Letztes Jahr hatte sie eine Einstichstelle und darum hat sich ein rotes Kreis gebildet der dann auch immer größer wurde. Die Eltern sind erst nach zwei Wochen zum Arzt, aber auch erst unter drängen der Oma. Die Mutter wäre gar nicht zum Arzt gegangen. Es hat sich dann rausgestellt, das es eine Borelliose ist.
Zitat:
Du schreibst nur von g , was ist mit k? Sagt sich auch "tomm mal her" ?
Bei k bin ich mir nicht ganz sicher, aber sie hat noch andere Buchstaben die sie nicht richtig ausspricht. Was mir auch aufgefallen ist, das sie beim Essen nicht den Mund zu macht. Ich weiß, nicht, ob das auch zu einer Sprachstörung gehört, aber es ist doch schon sehr ausgeprägt bei ihr.
Zitat:
Die Großeltern haben Fürsorgepflicht.
Ganz ehrlich, das ist kein Pappenstiel!
Habe ich denn eine Chance, wenn ich dem Jugednamt erzähle oder wie kann die Großeltern in die Pflicht nehmen. Die haben nämlich kein Rückrad und können und wollen sich nicht gegen die Eltern durchsetzen.
LG
Kathrin, die langsam am verzweifeln ist
Ich vermische meine Frage mal hier mit dem thread, ohne extra einen eigenen aufzumachen. Wenn es den Thread auseinander reissen sollte, @ Mods, bitte verschieben.
Das aussprechen der Buchstaben G und K ist bei Joel auch nicht vorhanden. genau wie oben beschrieben. Joel ist gut 3.5 Jahre alt. Ab wann kommen denn diese Laute?
Nach einer ersten Sprachstandserhebung in der FF ergaben die Tests einen Sprach-Entwicklungsstand eines 5,5-6 Jahre alten Kindes. Wegen dem G und dem K machen wir uns allerdings noch Sorgen.
Ab wann kommen denn diese Buchstaben? Das sch und Doppel s spricht er hingegen einwandfrei.
LG, Chris _________________ LG, Chris
Christian mit Joel Fabrice. 31.08.2006 -Fokale unilaterale Polymikrogyrie-
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