die neuen Lehrer von Luca haben in diesem Schuljahr angefangen, mit dem Programm Multitext zu arbeiten.
Da Luca damit sehr gut zurecht kommt und er somit aktiver am Unterricht teilnehmen kann, haben die Lehrer angeregt, dass wir das Programm auch zu Hause nutzen sollten.
Wir haben es vor ein paar Wochen bei der KK beantragt, einschließlich der Einweisung vor Ort hier zu Hause. Dem Antrag haben wir ein Empfehlungsschreiben der Schule beigelegt. In diesem Schreiben wurde u.A. erwähnt, dass Luca bereits erfolgreich mit diesem Programm arbeitet und es ausführlich erprobt sei.
Heute bekamen wir nun die Bewilligung der Software - sehr erfreulich
Allerdings und jetzt bin ich absolut ratlos: Die Installation und Einweisung wurde nicht genehmigt.
Begründung:
Aus den eingereichten Unterlagen wäre zu entnehmen, dass die Software bereits zusammen mit Luca ausführlich erprobt sei. Zudem würde zugesichert, dass die Einführung von Luca durch eine sonderpädagogische Lehrkraft erfolgen würde. Eine sinnvolle Nutzung sei somit gesichert.
Die Leistungspflicht der KK beschränke sich ausschließlich auf die zu versorgende Person. Somit fiele die Schulung für uns als Eltern in den eigenverantwortlichen u. eigenwirtschaftlichen Bereicht
Und nun?? Das Programm ist laut den Lehrern wohl so umfangreich.
Die Lehrerin meint, wir sollen auf jeden Fall Widerspruch einlegen. Ich weiß überhaupt nicht was und wie ich das Schreiben soll.
Kann mir vielleicht hier jemand helfen??
LG
Sabine _________________ Sabine mit Luca, geb.06.05.1998 - Spastische Tetraparese - Ehem. Frühchen 25.SSW (535g, 30 cm) - begeisterter E-Rollifahrer und Talker-Benutzer
"die Installation muß zuhause erfolgen, denn andernfalls kann das Hilfsmittel nicht genutzt werden. Es ist nicht davon auszugehen, daß die Eltern das System installieren können, da hierzu Umfangreiche EDV-Kenntnisse erforderlich sind. Das System kann zuhause nicht genutzt werden, wenn die Eltern nicht eingewiesen sind".
in dieser Art und Weise würde ich an deiner statt den Widerspruch formulieren. Zudem würde ich hinsichtlich der Formulierung auch die Lehrer um Rat Fragen, da sie das System sehr gut kennen.
Das ist ja schon mal super formuliert. Werde ich auch so übernehmen.
Wie gesagt, mit einer Lehrerin habe ich schon gesprochen. Sie wird sich noch mit einer Fachkollegin in Verbindung setzen um zu hören, was man wie am besten jetzt macht. Bei uns haben nur heute gerade die Ferien angefangen und ich hoffe sie meldet sich trotzdem.
Ich überlege, ob ich Montag erst mal bei der KK anrufe und versuche mit der Sachbearbeiterin zu sprechen, indem ich ihr das, was du oben geschrieben hast schon mal sage.
LG
Sabine _________________ Sabine mit Luca, geb.06.05.1998 - Spastische Tetraparese - Ehem. Frühchen 25.SSW (535g, 30 cm) - begeisterter E-Rollifahrer und Talker-Benutzer
wenn ich mich richtig erinnere, hat unsere Krankenkasse die Schulung auch nicht übernommen, weil die Einführung in der Schule stattfand. Wir haben es damals allerdings darauf beruhen lassen. Wenn die Krankenkasse sich weigert, die Schulung zu bezahlen, könnt Ihr die Kosten bei der Eingliederungshilfe geltend machen, da das Programm und die Schulung nötig sind, damit Luca sinnvoll am Unterricht teilnehmen kann. Ihr müsst dazu nur die Ablehnung der Krankenkasse vorlegen, dann ist die Eingliederungshilfe in der Pflicht. _________________ Liebe Grüße
Karin mit Tochter (16, Leigh-Syndrom, Komplex-1-Defekt, dystone Bewegungsstörung)
Ich habe jetzt erst noch mal ein Schreiben an die KK geschickt, in dem ich die Situation nochmals ausführlich geschildert habe. Warte nun die Antwort ab
Sollten wir dann wieder keinen Erfolg haben, was ich vermute , werde ich dann den Weg über die Eingliederungshilfe versuchen.
Ich hab ganz einfach die Befürchtung, dass Luca das Programm tatsächlich nicht so intensiv nutzen kann wie es vielleicht möglich ist, wenn wir uns da selber durchwurschteln müssen.
Aber notfalls sind ja hier noch die "Multitext-Nutzer" die mir helfen können mich durch das Programm zu arbeiten
LG
Sabine _________________ Sabine mit Luca, geb.06.05.1998 - Spastische Tetraparese - Ehem. Frühchen 25.SSW (535g, 30 cm) - begeisterter E-Rollifahrer und Talker-Benutzer
das Schreibprogramm und die Funktionen zum Einscannen von Arbeitsblättern sind eigentlich innerhalb von ein paar Minuten gelernt. Schwierig finde ich die ganzen Mathe- und Geometriefunktionen. Da lohnt sich die Einweisung bestimmt. Aber das Handbuch ist eigentlich ganz anschaulich. Es stimmt aber, dass die Kinder besser damit arbeiten können, wenn die Eltern sich damit auskennen. An unserer Schule ist der Einsatz von Multitext bei den meisten Kindern daran gescheitert, dass sie zu Hause keine HIilfestellung bekamen und die Lehrer auch keine rechte Lust hatten, sich in das Programm einzuarbeiten, bzw. es zu nutzen. Bei uns herrscht die Einstellung, dass die Kinder, die das Programm benutzen, dazu die Erlaubnis erhalten, aber keinerlei Erklärungen oder Hilfestellungen gegeben werden. Den wissenschaftlichen Taschenrechner z.B. musste ich Lena selbst erklären. Zum Glück ist der Herr Hindelang unglaublich hilfsbereit und antwortet auf Fragen innerhalb von wenigen Stunden. Wir haben z.B. die Funktionen des Taschenrechners und die Bearbeitung von PDF-Vorlagen über Fernkurs geklärt.
Das schöne an Multitext ist wirklich, dass man sämtliche Vorlagen und Arbeitsblätter z.B. der Jahrgangsstufentests aus dem Internet herunterladen und dann bearbeiten kann. Mittlerweile ist Lena so fit mit dem Computer, dass sie bei den Schulaufgaben oft die Assistenten ganz wegschickt. Luca hat ja auch einen Talker. Multitext gibt es auch mit Sprachausgabe, so dass die Kinder dann im Unterricht ihre Antworten gleich durch das Programm vorlesen lassen können. Wenn Luca irgendwann einmal Fremdsprachen lernt, kann man auch als Zusatzprogramm englische oder französische Aussprache dazunehmen. Ich binein begeisterter Fan von dem Programm, weil es so einfach und vielseitig ist. _________________ Liebe Grüße
Karin mit Tochter (16, Leigh-Syndrom, Komplex-1-Defekt, dystone Bewegungsstörung)
so..... heute kam dann die Antwort der KK auf mein Schreiben.
Wir beabsichtigen ihren Antrag abzulehen.................
Begründung: In der Produktbeschreibung der Software heißt es, dass die Bedienung besonders leicht zu erlernen ist. Die inhaltlichen Schwerpunkte für häusliche Übungen müssten somit für Sie im Rahmen der normal üblichen Eltern-Lehrer-Gesprächen festzusetzen sein.
Na toll...... und jetzt
Die weisen darauf hin, dass ich im Rahmen einer Anhörung Gelegenheit habe mich zu äußern. Aber ich würde mich doch jetzt sowieso nur wiederholen, was ich in dem Schreiben schon erwähnt habe.
Alles doof - was mach ich denn jetzt
LG
Sabine _________________ Sabine mit Luca, geb.06.05.1998 - Spastische Tetraparese - Ehem. Frühchen 25.SSW (535g, 30 cm) - begeisterter E-Rollifahrer und Talker-Benutzer
Du könntest z.B. darauf hinweisen, dass ein Teil der Funktionalität des Programmes ist, dass die Arbeitsblätter und Bücher, die in der Schule benutzt werden, eingescannt und so aufbereitet werden müssen, dass Dein Kind sie dann am PC ausfüllen kann. Wenn Ihr das nicht machen könnt, weil Ihr nicht wißt wie es geht, nutzt das Programm Luca recht wenig.
Ich würde die Ablehnung nehmen und die Rechnung an die Eingliederungshilfe weiterreichen. Mit genau der Begründung, dass Luca das Programm eben nicht nutzen kann, wenn Ihr im die Vorlagen nicht aufbereitet. Lena könnte das auch nicht.
Ansonsten fallen mir folgende Möglichkeiten ein:
1. Die Schule bitten, dass ein Lehrer für die Eltern die Einführung macht
2. Sich mit dem Handbuch selber durchwursteln (Wer Word kann, kann m.E. auch Multitext)
3. In den sauren Apfel beissen und die Schulung selber zahlen. _________________ Liebe Grüße
Karin mit Tochter (16, Leigh-Syndrom, Komplex-1-Defekt, dystone Bewegungsstörung)
1. Die Schule bitten, dass ein Lehrer für die Eltern die Einführung macht
2. Sich mit dem Handbuch selber durchwursteln (Wer Word kann, kann m.E. auch Multitext)
3. In den sauren Apfel beissen und die Schulung selber zahlen.
Hallo,
genau darauf wartet die KK. Wenn eine Einweisung von einem Lehrer stattfindet oder die Eltern selbst die Schulung bezahlen, werden die KK das bei den nächsten Patienten genauso ablehnen.
Als wir für Luca den Talker beantragt hatten, wollte die KK die Leihgebühr für die Probephase nicht bezahlen. Ich habe dann von der Fa. Rehavista einen Anwalt genannt bekommen. Den habe ich angerufen. Es war schon alles so weit geregelt, dass die Anwältin vor Gericht gegangen wäre. Dann hat es sich die KK aber anders überlegt und zahlt jetzt auch die Leihgebühr.
@ Sabine: Wenn du willst, kann ich Dir den Anwalt per PN nennen. Der befindet sich in Lünen, bearbeitet aber Fälle in ganz Deutschland.
Gruß
Alexa _________________ Alexa mit Luca (* 2003); Sprachentwicklungsstörung; ohne Ursache
Du könntest z.B. darauf hinweisen, dass ein Teil der Funktionalität des Programmes ist, dass die Arbeitsblätter und Bücher, die in der Schule benutzt werden, eingescannt und so aufbereitet werden müssen, dass Dein Kind sie dann am PC ausfüllen kann. Wenn Ihr das nicht machen könnt, weil Ihr nicht wißt wie es geht, nutzt das Programm Luca recht wenig.
Ich versuche jetzt nochmals eine Stellungnahme zu schreiben. Obwohl ich das ja alles schon in meinem ersten Schreiben erwähnt habe, werde ich noch mal darauf hinweisen, dass Luca das Programm nicht richtig nutzen kann, wenn wir den Ablauf nicht kennen.
Zitat:
@ Sabine: Wenn du willst, kann ich Dir den Anwalt per PN nennen. Der befindet sich in Lünen, bearbeitet aber Fälle in ganz Deutschland.
@Alex: Werde eventuell auf dein Angebot zurück kommen. Ich denke nur, dass sich dies dann alles soweit in die Länge ziehen wird und Luca braucht das Programm jetzt und nicht erst in ein paar Jahren.
Obwohl, wenn ich es mir recht überlege: Es kann ja nicht schaden, wenn man die Adresse eines guten Anwalts hat Wenn auch vielleicht nicht für diesen Fall Wäre also sehr lieb von dir, wenn du mir eine PN schickst.
LG
Sabine _________________ Sabine mit Luca, geb.06.05.1998 - Spastische Tetraparese - Ehem. Frühchen 25.SSW (535g, 30 cm) - begeisterter E-Rollifahrer und Talker-Benutzer
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