Verfasst am: 21.03.2010, 21:17 Titel: Sauerstoffversorgung für Fahrt in die Klinik
Hallo!
Das ist mein erster Beitrag hier im Forum. Eigentlich wollt ich uns erst im Vorstellungsforum vorstellen, aber leider kam ich noch nicht dazu. Kommt aber noch, versprochen, Sig ebenso.
Zu meiner Frage: Wir haben zu Hause einen O²-Flüssigtank und einen Stroller, welcher gut einen Tag hält.
In zwei Wochen hat Noah OP-Termin in der Uniklinik Mannheim. Für die Hinfahrt würde der Strolle problemlos reichen, allerdings enteert er sich mit der Zeit von selbst, so dass er zwei Wochen später zur Heimfahrt auf jeden Fall leer ist. Bekommen wir von der Kasse dafü Druckluftflaschen oder muss ich den Großen Tank mitführen? Das wäre insofern blöd, da ich lieber mit dem Zug fahren möchte, weil Autofahren mit Noah problematisch ist.
Hab ich dann trotzdem Anspruch auf einmal Sauerstoffversorgung im Urlaub?
das solltest Du vorab mit eurem Sanitätshaus abklären. Ich habe schon gelesen, dass einige eine Sauerstoffversorgung am Urlaubsort bekommen, denn man kann ja schlecht den großen Tank mitnehmen. Wäre denn nicht ein Krankentransport besser ? Die haben doch Sauerstoff an Bord und in der Klinik ja sowieso.
Welche OP wird denn gemacht ? Wenn Du sagst, Autofahren ist problematisch, wäre der Transport im Zug dann einfacher und sicherer ? Ich meine, Du weisst ja nicht ,wie der Zustand Deines Sohnes nach der OP sein wird....
l.G:
Bea _________________ Nando 93, Dario 97 nach Unfall 2001 hypoxische Hirnschädigung mit Tetraspastik, Button seit 2001 und verschiedene kleine Baustellen, Nevio 97 und Leya 2005.... und natürlich Bea , Bj. 63
Also die Urlaubsversorgung würde ich für ein KH-Aufenthalt nicht "opfern" da gibt es bei den meisten Anbietern bzw. KK ja nur eine im Jahr und wenn man dann evtl. noch mal in Urlaub fahren will, muß man dann die Versorgung dort selbst bezahlen.
Keine Ahnung wie mobil dein Kind im KH sein soll / kann, die meisten KH´s haben ja nur Anschlüsse in der Wand, das bedeutet, daß man praktisch im Zimmer eingesperrt ist, wenn man 24h O2 braucht. Daher nehmen viele dann doch den Tank mit und füllen sich dann den Stroller bei Bedarf.
Ich würde beim KH anrufen und fragen, wie die O2-Versorgung dort aussieht, auch wie der Flow ist, ob der Druckminderer die richtige Einstellungen zuläßt. Mit dem Thema mußte ich mich noch nicht beschäftigen, wir waren seitdem Nico O2 hat zum Glück noch nicht im KH.
Und dann würde ich bei der KK nachfragen, wie sie sich den Transport vorstellen. Vielleicht könnt ihr auch ein Reisekonzentrator ausgeliehen bekommen, die sind zwar recht laut, aber so wärt ihr im KH mobil und die Heimreise wäre auch gesichert.
Schade, daß ihr nicht "umgekehrt" reisen müßt, in Augsburg hätte ich dir 2 Stationen nennen können, wo du den Stroller für die Heimreise hättest füllen können. In Manheim habe ich keine gefunden.
wir haben für Fahrten immer Druckluftflaschen dabei.
Muss Eurer Arzt rezeptieren und Du reichst sie dann beim Sanihaus ein.
Sehe es aber auch wie Bea, frag doch mal nach eine KT nach, müsste
Euch doch vielleicht zustehen.
LG Corinna _________________ Alleinerziehend Bj.1980/ Sohn Nico Bj.2000 ADHS v.s Autistische Züge und Wahrnehmungsstörungen wird aber alles gerade Getestet, dazu Spitzfuß /
Tochter Sarah Bj. 2004 mehrfach Körperlich Schwerstbehindert geboren mit einer Omphalozele (offener Bauch), und bis Oktober 08 eine Peg und Tracheostomaträgerin mit Beatmung Nachts und Sauerstoffgabe,
Hallo NoahMama,
wir wohnen auch in der Nähe von Augsburg. Bin schon mal auf deine Vorstellung gespannt.
Wir werden von Vivisol versorgt und wenn wir in einer anderen Klinik sind, bestellen wir in diese Klinik unseren Tank und nehmen unsere Stroller mit.
Als wir mit unserem Klinikaufenthalt fertig waren haben wir Vivisol wieder angerufen und dann haben sie ihn wieder abgeholt. Zuerst haben sie auch gesagt, dass sei unsere Urlaubsversorgung. Als dann ein zweiter KH-Aufenthalt anstand haben sie dass wieder rückgängig gemacht. Ich hoffe es bleibt so. Wenn du noch fragen hast, dann schicke mir doch eine PN. _________________ Julian geb. 18.01.07; 28/0 SSW 1090g. Ventrikelseptumdefekt, Atemnotsyndrom,Pneumothorax rechts, BPD,Lungenhypoplasie, Tracheostoma, derzeit CPAP beatmet, Krampfanfälle, Leistenbruch, Lungenbiopsie,Gedeistörung,deshalb PEG,Nov. 09 Reflux-op, seit April 09 ohne Beatmung mit Sauerstoff, Aug 10 Tracheostomaverschluß
ich würde fragen, ob ihr Druckgasflaschen haben könnt. Mit einer 2-Liter-Flasche kommt ihr ewig hin und im Krankenhaus habt ihr ja Sauerstoffversorgung.
Ein Krankentransport wäre sicher auch eine gute Alternative. Im Zug fängt man sich ja im Winter auch schnell mal einen Infekt ein und das kann man vor bzw. nach einer OP nicht wirklich gebrauchen.
lasse dir vom Arzt deines Kindes für die Hin- und Rückfahrt einen Krankentransport verorndnen, wenn du das möchtest. Eine Begleitperson kann im Wagen mitfahren. Alles was benötigt wird, kann zuvor abgesprochen werden.
Hier der rechtliche Hintergrund (bei Fahrten zu stationären Aufenthalten in eine Klinik, muß die KK zuvor nicht zwingend genehmigen):
Ich weiß nun leider noch nicht, wie ich mir dein Kind vorstellen kann Die Hinweise oben sind natürlich alle vollkommen richtig, aber mit Bürokratie verbunden. Lediglich zu Ingas Hinweis eine Anmerkung: unsere KK würde keinesfalls eine Doppelversorgung bezahlen (O2 im Krankenhaus im Rahmen des Aufenthaltes und zusätzlich den Flüssigsauerstoff). Wir haben einen eigenen Druckminderer und beantragen entweder per Rezept eine oder 2 Druckgasflaschen oder bekommen eine von der Station (ganz unkompliziert) und bringen die beim nächsten Mal wieder mit. Das geht natürlich nur bei unserem Heimatkrankenhaus.
Noch ein Hinweis: wie lange eine 2l Flasche reicht, hängt vom Verbrauch ab. Bei uns hält das nicht "ewig"- wie Christine schrieb.
LG Mandy
P.S. Unser Versorger Vivisol erlaubt neben unserer Urlaubsversorgung auch eine Rehaversorgung.
Im KH haben wir das nicht bekommen und u.U. sogar Probleme gehabt (vom KH aus), dort Sauerstoffflaschen zu bekommen, um mobil zu sein. _________________ Friedrich (04/04): unklare neurodegenerative Grunderkrankung mit komb. Atmungskettendefekt/ Mitochondriopathie
Bei uns hält das nicht "ewig"- wie Christine schrieb.
Wenn es nur um An- und Abreise geht, so sollte die Flasche schon reichen. Wenn man sie in der Zwischenzeit verschließt, dann verflüchtigt sich der Sauerstoff ja auch nicht so wie im Stroller. Wenn man es als durchgängige Versorgung braucht, dann ist es natürlich nicht ewig.
Zitat:
unsere KK würde keinesfalls eine Doppelversorgung bezahlen (O2 im Krankenhaus im Rahmen des Aufenthaltes und zusätzlich den Flüssigsauerstoff)
Ist Sauerstoff denn nicht im Tagessatz enthalten. Bei unserem letzten KH-Aufenthalt wurde automatisch die krankenhauseigene Sauerstoffversorgung genutzt. Bei ungeplanten KH-Aufenthalten kann ich mich schließlich auch nicht vorab um Sauerstoff kümmern.
Du kannst nicht pauschal sagen, ob so eine Flasche reicht, denn das hängt vom Verbrauch ab und wie lange die Fahrt dauert. Ich bin von einem durchgängig sauerstoffpflichtigen Kind ausgegangen.
Deinen zweiten Absatz verstehe ich nicht richtig. Ich meinte, dass die KK keinen Tank hinstellt, weil im KH doch Sauerstoff vorhanden ist.
LG Mandy _________________ Friedrich (04/04): unklare neurodegenerative Grunderkrankung mit komb. Atmungskettendefekt/ Mitochondriopathie
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