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Bea F.
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Anmeldedatum: 04.01.2005
Beiträge: 1158
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 24.03.2010, 01:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Holger,

puuhh, das klingt aber doch ein wenig danach : sie hat es sich so ausgesucht, sprich, sie hat mich verlassen und die Kinder mitgenommen, nun soll sie sehen , wie sie klarkommt . Und Du schaust es Dir an und kritisierst ? Ist ja auch einfach, wenn man dann das Kind nur am Wochenende hat . Entschuldige, ich will Dir nicht zu nahe treten, aber so kommt Dein Text für mich rüber.
Es ist immer schwer, einen Nenner zu finden,wenn man sich getrennt hat.
Natürlich braucht ein besonderes Kind auch die besondere Zuwendung. Das heisst aber doch nicht, dass man das Kind nicht loslassen kann. Mein Sohn besucht auch eine Schule , mit Begleitung des Pflegedienstes. Somit kommt er auch mal ohne mich aus, ist aber dennoch gut betreut. Ich kann ihn auch nicht allein lassen, trotzdem fühle ich mich nicht überfordert. Wie würde es denn Deinem Sohn gehen, wenn er fremduntergebracht wäre und weder Mama noch Papa bei sich hätte ? Du schreibst nur, was Du alles für ihn willst...... denkst Du auch mal an ihn und was er will ? Ich denke, dass diese besonderen Kinder gerade ihre Bezugsperson brauchen.

Und ob Du gerade beim Jugendamt Hilfe bekommen wirst, möchte ich mal in Frage stellen, denn auch die sind oft mit besonderen Kindern überfordert, weil sie da keine Betreuungsplätze oder Personen haben . ZUmindest ist es bei uns so.

Aber warte mal ab, was sie Dir anbieten.



l.G:
Bea

_________________
Nando 93, Dario 97 nach Unfall 2001 hypoxische Hirnschädigung mit Tetraspastik, Button seit 2001 und verschiedene kleine Baustellen, Nevio 97 und Leya 2005.... und natürlich Bea , Bj. 63 Smile
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itsy
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Anmeldedatum: 08.08.2006
Beiträge: 2488

BeitragVerfasst am: 24.03.2010, 07:49    Titel: Antworten mit Zitat

Also irgendwie möchte ich sagen daß ich es traurig finde, es fängt schon wieder an in die Richtung zu laufen, man darf blos keine gegensätzliche Meinung im Forum haben.
Das ist nicht hilfreich.

Lieber Holger,

Ich muss sagen ich habe deinen Tread aufmerksam gelesen, mir sind dazu ein paar Gedanken gekommen.
Erstmal hast du Recht man reflektiert von der Ferne Probleme anders und das ist auch gut so.
Pflegeeltern bekommen hier Supervision.
Frage: haben deine Frau oder du dies auch in Anspruch genommen?

Wie liefen denn die Gespräche ab mit deiner Frau? Wenn du schreibst sie ist gegangen, warum ?
Weil du ihr nicht geholfen hast? Weil sie sich nicht geliebt fühlte? usw....
Welche wirklichen Probleme liegen vor?

Wie ist dein eigener Standpunkt, ist er nur Kind muss ins Heim? Oder gäbe es doch eine Lösung , wenn ihr Euch in der Erziehung näher kommen würdet.?
Hier stellt sich die Frage möchtest du und auch deine Frau die Ehe retten, bzw liebt ihr euch noch?

ICh hoffe du bist nicht böse über die offenen Worte, ich schreib was ich denke.
Wenn du schreibst deine Frau opfert sich bis zu Selbstaufgabe, ich weiss das können Männer nicht verstehen.
Aber ganz ehrlich hier wirst du nur mit Verständnis und Gesprächen weiterkommen, denn Frauen ticken total anders auch psychologisch gesehen. Von daher verstehe ich dich absolut, aber eben auch deine Frau.
Das könntest du aber nur in Angriff nehmen , wenn obige Fragen geklärt wären.

Zu deinem Sohn:
Wenn Hilfsmittel nötig sind, ist es wichtig die nötigen ärztlichen Dinge zu sammeln. D.h. Empfehlungen der Ärzte. Z.b. ein Attest dass es besser wäre wenn er einen Helm tragen würde.
Das für die Entwicklung die Orthesen wichtig wären uswww.
Wenn deine Frau über diese Dinge hinwegsieht ( vielleicht weil sie krampfhaft denkt iihr Kind ist gesund). Erst dann kann dir ein Jugendamt etwas nutzen.

Zu deiner Frau: Sie ist mit dem Prozess der Trauer noch garnicht fertig. ( für mich liest sich das so) D.h. sie hat es noch garnicht verarbeitet. Solange sie das nicht getan hat ,hilft aller Druck nicht.
Hier wäre ein Profi gefragt, der mit ihr spricht , ihre Ängste und Sorgen nimmt.
Für mich sieht das Verweigern der Hilfsmittel wirklich so aus, sie muss erstmal akzeptieren das ihr Kind anders ist und das Sie keine Schuld trägt daran.

Daher Thema Jugendamt, erstmal vorsichtig und langsam.
Den Schritt würde ich erst tun, wenn du zu obigen Punkten eh schon alles geklärt hast, aber reflektiere meine Gedanken einmal ganz ehrlich.

Weiterhin, die Schwester. Wie geht es ihr eigentlich damit? Deine Frau alleine und Schwester- ist für die junge Dame nicht die super Lösung.

Ich hoffe du kommst mit meinen Gedankenanstössen klar.
Setze deine Frau nicht unter Druck, wenn du wirklich etwas ändern möchtest für deinen Sohn , oder vielleicht auch deine Familie retten möchtest.

Wenn alles geklärt ist, kommen sicherlich verschiedene Dinge in Frage.
Heimunterbringung, prof.Pflegeeltern, Pflegedienst wobei ich denke bei der Krankheit wird das schwierig, aber hier kennen sich die anderen viel besser aus.



wünsche dir bzw EUCH alles Liebe.

ines
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finnja
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Beiträge: 210
Wohnort: Calw

BeitragVerfasst am: 24.03.2010, 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

hallo holger
ich setz mal folgendes voraus:
eure ehe ist gescheitert, die beziehung geklärt, ihr seid kein paar mehr aber gemeinsam eltern....
also bringen sämtliche dinge mit liebt ihr euch noch etc ja als ratschläge gar nichts, das thema ist gegessen....
im moment übernimmt deine frau die alltagsbetreuung der kinder und du die wochenenden inkl des organisatorischen (termine, hilfsmittel etc) weil deine frau vieles für nicht notwendig erachtet...
du arbeitest vollzeit und bist der ernährer der familie.
prinzipiell ist es oft für die restfamilie UND das behinderte kind gut, wenn klare verhältnisse geschaft werden, der lösungsvorschlag, die kinder sollen eine woche bei dir und eine woche bei deiner ex wohnen ist noch machbar bei gesunden kindern (aber auch dort schwierig), aber für deinen sohn eher nicht, er braucht einen lebensmittelpunkt.
wenn deine frau euren sohn nicht genug fördert, bzw die ihm zustehende möglichkeiten zur förderung und hilfe versagt, weil es ihr zuviel wird (oder aus anderen gründen) ist das sehr bedenklich und ich verstehe es voll und ganz, dass du (wahrscheinlich inzwischen) sagst, notfalls machst du auch alles ohne sie....
geht denn deine ex-frau dann mit zu den terminen, zB in vogthareuth? oder musst du ihr hinterher erzählen, was besprochen wurde?
eine pflegefamilie kommt für euch eher nicht in frage, weil a) deine frau nie zustimmen würde und b) wozu auch?
eine internatslösung finde ich persönlich nicht die schlechteste, weil der kleine dann aus der schusslinie ist und ruhe einkehren kann.

deine tochter kam hier (im thread) immer zu kurz... wie sieht die denn die situation?
leidet sie unter der situation? kommt sie zu kurz?

ich gehöre zu den rabenmüttern, die nicht sagen, das kind steht an erster stelle... natürlich soll mein sohn glücklich sein, aber in unserer familie gibt es auch noch andere personen, die auch rechte haben!
und aufopfern werd ich mich keinesfalls, bei uns muss sich niemand "opfern", sondern jeder nach seinen möglichkeiten....

lieber holger, ich kann deinen weg sehr gut nachvollziehen, du hast eine echt besch... position, lass dir kein schlechtes gewissen machen (da brauch ich mir wohl auch keine sorgen machen),es wäre schön, wenn du und deine ex eine kommunikationsebene finden würden, das sorgerecht gemeinsam auszuüben, aber, wenn es halt nicht geht, geht es nicht und dann geht das kindeswohl vor...
(in dem fall, wo hilfsmittel und arztbesuche die notwendig sind, versagt werden liegt eine kindeswohlgefährdung vor)

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Sohn Finn, geb 09/06, sba, ps; laryngomalazie, vur, allgemeine retardierung uvm.
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Gisi
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BeitragVerfasst am: 25.03.2010, 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Holger,

mir viel ein Beitrag von Karin ein http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewt.....ic.php?p=1124817#1124817, ich weiß nun nicht wieweit er zu euch paßt, bzw. überhaupt irgendwas paßt. Aber er regt auch zum nachdenken an.

Zur Heimunterbringung kann ich nur sagen, versuche deine Frau einfach mal zu überzeugen euch Heime anzuschauen! Oder habt ihr sowas schonmal gemacht?
Ich finde nur, die Vorstellung ob für oder gegen, werden dadurch etwas konkreter.
Wäre für euch nicht auch das Sozialamt zuständig?

Und noch etwas. Wenn dann wirklich die Überbelastung da ist (sicherlich kündigt die sich an, aber man denkt ja immer...irgendwie gehts schon noch), dann ist Not am Mann. Dann kann man wirklich Probleme bekommen.

@Bea, genau so wie du schreibst, sowas bringt eben die Eltern in die Zwickmühle. Man darf ja quasi sein Kind nicht ins Heim geben!
Sowas macht sich kein Elternteil leicht. Und wenn man die Kinder schon mit so jungen Jahren in eine Einrichtung gibt, dann bestimm nicht auch jux und dollerei.

LG
Gisi

Ps: nun hoffe ich mal, das durch mein Posting nicht wieder das wesentliche untergeht Cool

_________________
Sabine mit Fenja 6/98
und Nina 10/01 frühkindlicher Autismus, seit Juni 2009 in einer Wohngruppe
Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint"!
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saskia und a.
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BeitragVerfasst am: 25.03.2010, 09:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo guten Morgen,

ich habe deine Postings sehr aufmerksam gelesen,
ich kenne mich mit Angelmann Syndrom, nicht aus, also kann ich zu der Behinderung nichts weiter schreiben,

bedenklich finde ich deine Äußerungen bezüglich deiner Ex Frau,
du schreibst

sie hat sich in den 10 Jahren schon äußerlich so verändert dass ich sie im nachhinein nie geheiratet hätte,

weiter schreibst du sinngemäß
sie wollte die Kinder unbedingt, also hat sie nun den Ärger...

usw

Diese Äußerungen ,macht es für mich sehr zweifelhaft dir zu glauben , dass es dir nur
um das Wohl des Kindes, eigentlich ja der Kinder geht,
auch betonst du meines Erachtens zu oft, dass es dir nicht um Rache geht.

Ich meine auch, du sollstes versuchen , zunächst mal einen gemeinsamen Nenner zu finden mit deiner Ex und für Entlastung , wie Pflegefamilie ect zu sorgen,

du schreibst deine Ex verweigert dringliche Hilfsmittel,

ich kenne durch die Nachbarschaftshilfe auch eine Mutter die vom Ex beim Jugendamt sozusagen angezeigt wurde, dass sie Dinge bzw Therapien nicht durchführen ließ, dabei stellte sich dann heraus, dass eben sie das Kind am besten kannte und in dem Fall die zusätzliche Belastung für das Kind nicht auch noch wollte und sie sagte beim Aussprachetermin
wortwörtlich:
ich sehen den Schmerz was diese OP meinem Kind zufügen würde und mit welchem Ziel, die Beh bleibt bestehen und auf lange Sicht ists eh egal für die Situation meines Kindes ob nun die Beine gerader sind oder nicht

wie gesagt, ich kenne mich nicht aus aber vielleicht verweigert deine Ex auch Dinge, bei denen sie einfach denkt, das ist jetzt zuviel für euer Kind.

Ich hoffe für euch einen für alle Seiten praktikablen Weg zu finden

off topic
im übrigen bin ich auch Golferin
welches handicap hast du denn ? Wink
LG saskia

_________________
saskia (*59) mit Alexander( 5/91 )Asperger Syndrom
unsere Vorstellung:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic.php?t=37939
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Ela74
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Wohnort: Wermelskirchen

BeitragVerfasst am: 25.03.2010, 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Holger,

ich fänd jetzt eigentlich ein Posting deiner Frau ganz interessant. Vermutlich sieht sie ja alles ganz anders.

Das mit dem Integrationshelfer wird sich ja mit der Schule leicht durchsetzen lassen, wenn diese es für notwendig halten. Deine Frau hat dadurch ja weder vor noch Nachteile. Spätestens wenn die Schule ihr mitteilt, daß eine Beschulung ansonsten nicht mehr möglich ist, wird sie das ja mit unterschreiben müssen.

Was Verordnungen irgendwelcher Hilfsmittel angeht....das hast Du ja scheinbar schon in die Wege geleitet und das ist ja auch okay, wenn deine Frau die Kraft, das durchzusetzen im Moment nicht hat. Dafür brauchst Du deine Frau aber doch auch garnicht wirklich. Also ich kann mich nicht daran erinnern, daß mich jemals ein Arzt beim Ausstellen einer Verordnung oder ein Sani-Haus danach gefragt hätte, ob der andere Elternteil damit auch einverstanden ist, ebenso wie beim Vorstellen beim Orthopäden oder ähnliches. Es ist ja auch dein Kind, also ist es auch völlig okay, wenn Du solche Termine wahrnimmst...klar mit dem Wissen deiner Frau, damit es nicht zum Streitpunkt wird, aber sie muß ja nicht zwingend dabei sein.

Therapeutische Maßnahmen finden doch sicherlich in der Schule statt? Und was das Tragen des Helms und der Orthesen angeht, spielt sicherlich auch die Schule eine große Rolle, denn da verbringt Euer Sohn die meiste Zeit.

Was das Thema Heim angeht, denke ich aber schon, daß du diese Entscheidung in erster Linie deiner Frau überlassen solltest, die sich eben täglich kümmert. Wird es ihr wirklich zuviel und sie sieht keine andere Alternative, wird sie vermutlich selber auf die Idee kommen.

Irgendwo hast Du geschrieben, dass sie sich auch bereits ans Jugendamt gewendet hat, weil sie bemerkt hat, dass es ohne deine tägliche Anwesenheit und Mithilfe nicht zu schaffen ist.
Das zeigt, doch, dass sie Möglichkeiten sucht und mal ganz ehrlich, es ist doch wohl naheliegend, dass man bei einem Kind in dem Alter erstmal Möglichkeiten sucht, wie man zu Hause weiterhin klar kommt, bevor man an ein Heim denkt!
Eine Ehe aufrecht zu erhalten, weil die Betreuung und Pflege dann einfacher geht ist zumindest auch kein guter Weg....habe ich viel zu lange versucht.
Es klingt ein wenig als wirfst Du ihr das vor und willst auch garnicht wirklcih, daß sie ihren Weg ohne Dich findet mit der Situation klar zu kommen....auf Ihre Weise.
Ich denke dabei solltest Du sie erstmal unterstützen. Ein Gespräch von Euch beiden mit einem neutralen Mitarbeiter des Juendamtes kann aber sicherlich nicht schaden.....mein Eindruck.

Darf ich fragen, seit wann ihr getrennt seid?

LG Ela

_________________
Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11
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Beiträge: 25628
Wohnort: Zuhause

BeitragVerfasst am: 25.03.2010, 09:42    Titel: Antworten mit Zitat

saskia und a. hat folgendes geschrieben:


ich kenne mich mit Angelmann Syndrom, nicht aus, also kann ich zu der Behinderung nichts weiter schreiben,


Sortiere es zu den frühkindlichen Autisten. Dann paßt das schon Wink

_________________
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HolgerF
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Beiträge: 131

BeitragVerfasst am: 25.03.2010, 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, vielen Danke für Eure Post. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mein Beitrag zu so vielen, auch kontroversen Reaktionen führt. Ich habe schlichtweg die Übersicht verloren, wie ich auf die vielen Meinungen schreiben soll. Wäre schon fast ein 24 Stunden Job.

Saskia, ich hab immer noch Hcp 54, aber ich möchte aus Spaß Golf spielen und nicht, weil ich aus falsch verstandenen Leistungsdenken besser werden will.

Ausserdem lernt man immer ungezwungen nette Leute kennen, ohne irgendwelche Verpflichtungen eingehen zu müssen.

Langsam wird mir die Diskussion zu anstrengend, wir sollten mal miteinander persönlci sprechen.

Ich möchte trotzdem wenn auch kurz antworten.

Ja, ich habe mir Heime angeschaut bzw. bin gerade dabei.

Meine Tochter, sie ist ein Jahr älter wie mein Sohn, hat jahrelang zurückstecken müssen, erst mit meiner Loslösung hat sie ein bisschen mehr Selbstvertrauen gewonnen. Und an den Besuchswochenenden hat sie ihren Papa für sich allein. Sie geht übrigens mit golfen, es macht ihr Spaß und sie muss Kontakt zu anderen Leuten aufbauen, das hilft ihr ihre Schüchternheit zu überwinden.

Ja ich finde es auch gefährlich, dass sie in der Situation mit ihrer Mutter alleine ist. Die Aufopferung ihrer Mutter ist nicht unbedingt ein Vorbild für ein Mädchen, aus dieser Zeit sind wir gottseidank raus, oder ??

Nein, ich überlasse die ganze Sache nicht meiner Frau, ich werde ihr helfen, mit Hilfe Dritter den richtigen Weg für Jonas zu finden.

Was jetzt die Äusserungen gegenüber dem Verhalten meiner Frau angeht, antworte ich nicht mehr drauf, weil nicht erfolgversprechend.

Ja ich denke auch, meine Frau hat Schuldgefühle und ihre Trauer noch nicht verarbeitet. Das ändert aber nichts daran, dass etwas getan werden muss.

Ja, meine Frau begleitet Jonas und mich nach Vogtareuth, aber nur um zu sehen, was ich dem Jungen wieder antue. Die Arztgespräche verfolgt sie nicht zu Ende, sie ist zwischendurch rausgegangen.

Nein, wir haben keine Supervision in Anspruch nehmen können, weil keine zustande gekommen ist.

Ja ich hätte eins meiner Kinder zu mir genommen, meine Frau war dagegen. Wenn ich es durchgesetzt hätte, hätten die Kinder insbesondere meine Tochter unter einer Sorgerechtsstreitigkeit gelitten. So hab ich es gelassen.

Nein, mein Sohn kann sich nicht äussern, er kann nicht sprechen. Er fühlt sich auch bei Dritten, sofern sie für ihn da sind und ihn gut behandeln, wohl.

Nein, meine Ehe kann man nicht mehr retten, ich bin froh, dass ich auch räumlich getrennt bin, kein Ärger mehr , keine Streitereien usw.

Ich schliesse die Haustüre und bin glücklich. Die Trennung war die beste Idee, die meine Frau je hatte.

Bis dann
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osannie
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Anmeldedatum: 10.04.2009
Beiträge: 92

BeitragVerfasst am: 25.03.2010, 23:57    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Holger, liebe Mitleser -schreiber,

ich schätze an dir, Holger, dass du es gewagt hast, als Vater deine Gefühle und Bedürfnisse zu schildern.

Die Angriffe sind vorprogrammiert gewesen.
Ich habe mich für alle Reaktionen sehr interessiert, da ich eine sehr ähnliche Situation vor Jahren aus der entgegengesetzten Perspektive wahrnehmen musste. Auch ich habe Holger angegriffen, will aber nach wie vor nun auch mal die anderen Seiten kennenlernen und vielleicht verstehen- zumindest akzeptieren/ zur Kenntnis nehmen- lernen.

Ich bin dankbar für diese Darstellung einer Sichtweise, um den Alltag optimisch, ohne überflüssige Vorwürfe anzugehen.

LG osannie

_________________
erster Sohn geb. 2000 (gesund); zweiter Sohn geb. 2003 (Angelman Syndrom); alleinerziehend
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