mich würde einmal interessieren, wie die Lehrpläne bzw. Stundenpläne bei Euren Kindern gestrickt sind.
Bei unserem Sohn steht sehr viel Frühstückszeit, sehr viel Pausenzeit und Mittagessen usw auf dem Plan.
Zwischendrin Stunden zum Lernen, wo z.B. gewerkelt gemalt usw wird.
Richtiges schreiben rechnen lesen lernen haben die glaube ich nur ein zwei mal in der Woche eine kurze Einheit.
Es heißt ja, das das ganzheitliche Lernen imVordergrund steht.
Sprich, einkaufen gehen, kommunizieren, im Alltag klar kommen, Tisch decken und dabei Zahlen lernen, usw.
Verstehe ich ja auch, ist ja auch gut so und ich merke gute fortschritte bei unserem Sohn.
Jedoch kommt bei mir in letzter Zeit vermehrt die Frage auf, ob Gereon nicht weiter sein könnte, wenn das Lernen von rechnen lesen schreiben noch mehr praktiziert würde.
Daher interessiert es mich einmal wie das bei Euch so ist.
Gereon besucht eine Ganztagsschule wo der Unterricht bis 15.30 Uhr dauert.
Würde mich über einen regen Austausch sehr freuen.
Hallo Gitte,
ist es eine GB- Schule? Auf der KB- Schule gibt es einen Lehrplan, nach GB, Förder, Grund-und Hauptschule. Bei Förder -Grund-und Hauptschulunterricht, wird ganz normal unterrichtet. Je nach Stärke/ Schwäche befinden sich die Kinder in individuellen Lernkorridoren.
auf einer Gb-Schule ist es immer schwer, das richtige Verhältnis zwischen lebenspraktischem und kulturtechnischem Lernen zu finden.
Prinzipiell gilt jedoch, dass das lebenspraktische Lernen im Vordergrund steht und das kulturtechnische Lernen dieses nur unterstützt bzw. ein Teil dessen ist. Das in den Lese- und Rechenkursen erworbene Können sollte also auch in die anderen Fächer und Lernbereiche integriert werden, soweit es möglich ist.
In welcher Klasse ist denn dein Sohn und wie weit ist er in den Kulturtechniken?
meiner Tochter war 6,5 Jahre an einer GB-Schule und hatte dort einen ähnlichen Tagesablauf wie Gereon. Irgendwie kam immer so ein bißchen das Gefühl rüber wie bei einem Kindergarten für Große . Als Debbie dann nach den 6,5 Jahren auf den Förderschulzweig einer Waldorfschule wechselte, konnte sie weder lesen, noch ansatzweise rechnen oder schreiben. Inzwischen kann sie es und auch in groben Zügen auch die Uhr lesen. Und trotzdem kmmt die Förderung der "Lebenspraktischen Fähigkeiten " nicht zu kurz .
Mist, jetzt sehe ich, das meine Nachricht hier nicht drin ist, hatte heute morgen geschrieben.... und jetzt...kann ich wieder neu anfangen.
Also, erstmal DANKE Michael.
Habe mir die Datei runtergeladen die zu unserer Schule passt. 459 Seiten !!!!
Brauche ich ein wenig (nur ein wenig Zeit für )
Evi,
das hört sich ja toll an mit Debbie.
Also ein Schulwechsel steht für mich z.Zt. an allerletzter Stelle.
Ich möchte versuchen etwas zu bewegen. Vielleicht für alle Kinder dort, aber natürlich zumindest für unseren Sohn!
Ich weiß nicht, wieviel Gereon erlernen kann, aber ich weiß, das er nach 10-15 Minuten die Konzentration verliert und nur durch besondere Maßnahmen motiviert werden kann.
Z.B. schreibe ich mit ihm hier zu Hause Namen von den Wikingern unter Sticker die wir in ein Schreibheft kleben. Das macht ihm Spaß !
Aber auch nur einmal. Beim nächsten Versuch ist die Luft schon wieder raus und braucht viel mehr Energie von mir und natürlich von ihm.
Anmeldedatum: 07.09.2007 Beiträge: 203
Wohnort: Eifel Nähe Monschau
Verfasst am: 12.03.2010, 12:16 Titel:
Hallo
Unsere Erfahrung an einer GB-Schule sind einfach nur schlimm. Angelina geht zwar gerne hin, aber lernen tut sie dort nichts. Wenn sie gegen 16.30 Uhr nach Hause kommt, dann fängt das Lernen an.
Hier bei mir Zuhause hat sie lesen, schreiben und rechnen gelernt. Die Lehrer an ihrer Schule sind absolut beratungsresistent. Sie akzeptieren noch nicht mal mein Material. Damit die Lehrer beschäftigt sind geht Angelina zur Schule und zum lernen kommt sie zu mir.
Ich finde es einfach ein Armutszeugnis für Deutschland das es so etwas gibt.
Ein Schulwechsel kommt nicht in Frage, weil sie unser Dauerpflegekind ist und das Jugendamt definitiv nicht will das Angelina etwas lernt.
Liebe Grüße
Astrid _________________ Michael 1984, Angelina 1993 Down Syndrom Asthma und Neurodermitis, Rebecca 1994 Hochwuchs, Franziska 1996 und Viktoria 1998 fünfeinhalb Wochen zu früh und Grauer Star angeboren
Homepage Lernspiele astrid123.npage.de
hallo Gitte
Bei meinen Sohn an der Förderschule Sprache wird nach Grundschulrichtlinen
unterrichtet. trotdem sehr intensive und induviduelle Förderung.
gruß
vera _________________ alleinerziehend 44 drei jungs 25/15/12
Mein 12jähriger hat eine Choreatiforme Bewegungsstörung mit Myoklonien,Wirbelsäulenverkrümung
Muskelhypotonie,große Koordenationsstörungen
insbesondere schwierigkeiten inder fein und grobmotorik,aufmerksamkeit und arbeitstempo
an unserer KB Schule hier in NRW , die mein Sohn bislang besucht hat, gab es keinen ! Lehrplan. Die KB-Schule in Bayern hat je nach Klasse mit oder ohne gearbeitet. In der Diafö, die mein Sohn dort besucht hat, wurde nach dem Lehrplan der Grundschulen Bayern (aber in 3 statt in 2 Jahren für die beiden ersten KLassen) gearbeitet, auch mit den entsprechenden Büchern.
Hallo,
Links zu Lehrplänen hast du ja schon erhalten. Wie diese Inhalte dann umgesetzt werden, hängt ja immer sehr von den jeweiligen Lehrpersonen ab. Ein Gespräch kannst du ja mal suchen, aber ich unterstelle dem LEhrer/ der LEhrerin nun einfach mal, dass sie sich für jeden Schüler dem individuellen Stand entsprechend Lerninhalte überlegt hat und diese umzusetzen versucht. Vielleicht lassen sich die Kulturtechniken ja vermehrt einbinden, zumal dein Sohn so Interesse daran zeigt?
Da die Klassen sehr heterogen sind an Schulen für Geistigbehinderte sind natürlich auch die Ziele und Methoden für den jeweiligen Schüler unterschiedlich.
@ Astrid: Dass deine Tochter "nichts lernt" in der Schule stimmt so ganz bestimmt nicht. Du kannst Lernen doch nicht nur mit dem Erlernen der Kulturtechniken verbinden. Klar können für manche Schüler die Kulturtechniken SINNVOLL in den Lernzusammenhang eingebunden werden und sie können beim Erlernen unterstützt werden. Aber es gibt noch sooo viele andere Dinge, die man lernt in der Schule. Ein sinnesbeeinträchtigter Schüler lernt vielleicht, weiche und raue Gegenstände wahrzunehmen. Das ist doch dann auch lernen!
@ Renate: Wahrscheinlich meintest du, dass dein Sohn nicht nach dem Regelschullehrplan unterrichtet wurde bisher? Vielleicht nach dem Lehrplan der Förderschule? Aber irgend ein Lehrplan lag gewiss zu Grunde (auch wenn ich aus BW und nicht als NRW bin), und auch in der jetzigen Schule wird in den anderen Klassen, die du ansprichst, wahrscheinlich nach dem LP der Förderschule oder der SChule für Geistigbehinderte unterrichtet. Kann das sein?
Lieber Gruß,
Elena (ich bin nicht nur Tante vom süßen Erik, der ein besonderes Kind ist, sondern auch Sonderpädagogin (Sprach- und Geistigbehindertenpäd.))
@ Astrid: Dass deine Tochter "nichts lernt" in der Schule stimmt so ganz bestimmt nicht. Du kannst Lernen doch nicht nur mit dem Erlernen der Kulturtechniken verbinden. Klar können für manche Schüler die Kulturtechniken SINNVOLL in den Lernzusammenhang eingebunden werden und sie können beim Erlernen unterstützt werden. Aber es gibt noch sooo viele andere Dinge, die man lernt in der Schule. Ein sinnesbeeinträchtigter Schüler lernt vielleicht, weiche und raue Gegenstände wahrzunehmen. Das ist doch dann auch lernen!
Grundsätzlich hast Du mit deiner Aussage recht. Aber wenn eine Schule zur "Verwahranstalt " wird, dann trifft Astrids Aussage schon zu. Außerdem sollte ein Kind doch "im Rahmen seiner Möglichkeiten " gefördert werden. Mein Kind WAR auf der gleichen Schule und hat dort in über 6 Jahren weniger gelernt als in einem Jahr an einer anderen nichtstaatlichen Förderschule.
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben. Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen. Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum posten Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen