Verfasst am: 11.03.2010, 14:27 Titel: Darf man Ganztagsplatz in Heilpäd. KiGa nur halbtags nutzen?
Hallo Ihr Lieben,
unsere Hannah wird im Sommer 3 Jahre alt und wir fangen an, uns mit dem Gedanken KiGa ( ja / nein / wo / wann / wie.... ) auseinanderzusetzen.
Es ist so, daß die Kleine tracheotomiert ist und deshalb vom Pflegedienst in den KiGa begleitet werden würde. Wegen ihrer Entwicklungsverzögerung ( Stand ca. 1,5 Jahre, noch kein freies Laufen, kommuniziert mit Gebärden ), Infektanfälligkeit und schubweise verlaufender Erkrankung ( mit schlechter Prognose ) tun wir uns mit der Entscheidung sehr schwer.
Andererseits wollen wir ihr so lange wie es geht ein möglichst normales Leben und vor allem auch den Kontakt zu anderen Kindern ermöglichen. Auch eventuelle Therapien in einem HPKG wären von Interesse.
Ein I-Platz im Regelkindergarten kommt für uns eher nicht in Frage, sondern eine heilpädagogische Einrichtung. Soweit sind wir immerhin schon.
Was den Zeitpunkt angeht, wäre sie jetzt im Sommer "fällig". Auch wenn wir sie irgendwie noch nicht so gerne hinschicken möchten. Wenn wir sie aber erst ein Jahr später hinschicken wollten und ihre Krankheit sich bis dahin weiter verschlechtert, so würden wir ihr durch unser "Klammern" aber vielleicht auch viele tolle Erfahrung vorenthalten.
Nun ist es so, daß die beiden in Frage kommenden HPKGas Einrichtungen mit Ganztagsbetreuung von 9-15 Uhr sind. Das ist uns so oder so vieeeel zu lange. Auch unsere beiden gesunden Großen haben wir nur von 8-12h im KiGa gehabt - und das reicht unserer Meinung nach völlig aus. Wir kriegen doch nicht unsere Kinder, um sie dann ohne Not den Großteil des Tages von Fremden erziehen zu lassen. Und schon gar nicht unser Nesthäkchen, bei der wir nicht wissen, wie lange wir sie auf dieser Erde begleiten dürfen!
Es scheint aber offiziell nicht zu gehen, den GanztagsKiGa täglich nur bis mittags zu nutzen. Das gäbe Schwierigkeiten mit dem Kostenträger, hieß es und es wäre -wenn überhaupt- nur in Ausnahmefällen an 1-2 Tagen möglich. Wir wollen unsere Kleine aber auf jeden Fall immer mittags abholen.
Kennt jemand vergleichbare Fälle? Wir könnten vielleicht medizinisch argumentieren ( Hannah braucht wegen ihrer Grunderkrankung eine strikte und lange Mittagsruhe, manchmal auch mit Beatmung ). Das ginge zwar auch ambulant im Buggy, aber ob Mrs. Neugier im wuseligen KiGa ausreichend zur Ruhe kommt, wagen wir doch sehr zu bezweifeln!
Nu mal her mit den guten Ratschlägen!
Darauf ist schon gespannt:
Anne _________________ Anne&Thomas (43&47) mit David (9),Judith (8) & HANNAH (4) - Mitochondriopathie ("Morbus Leigh"), Entwicklungsverz., Ataxie, Stammhirnschädigung mit zentr.Koordinationsstörungen beim Sehen,Schlucken,Atmen&Herzfrequenz,daher Button&Tracheostoma, GuK, z.N. nächtl. Beatmung & Betablocker -> es hat sich schon viel regeneriert!!!
da bin ich mal die erste, die vor genau demselben Problem stand... Leider kann ich dir sagen, dass wir es auch nicht lösen konnten. Gegen diese Argumentation kamen wir einfach nicht an. Felix hätte auch so lange im Kiga bleiben müssen und hätte das auch von der Beatmung, der Mittagsruhe und der Kraft her nicht geschafft.
Wir sind schließlich auf die SVE unserer jetzigen Schule gestoßen. Sie gehört zwar zur Schule, liegt aber im Kindergartenbereich der Einrichtung und nahm die Kinder schon ab dem 3ten Lebensjahr. Felix war da schon 4 und sie waren auch voll. Aber wir haben dann mit einem Tag in der Woche angefangen und uns dann rangetastet an die 5 Tage. Er ging dort immer von Mo-Fr von 8-12 Uhr hin.
Nun ist er in der Schule und die ist auch von 8-12. Vielleicht schaust du nochmal in diese Richtung.
Es tut mir sehr leid, dass ich dir da keine bessere Auskunft geben kann. Ich finde das auch sehr schade, dass die Kinder die keinen ganzen Tag schaffen rausfallen und es da keine Regelung gibt.
Felix Freund geht in HPK - ganztags - seit 2 Jahren.... Also ab 12:OOUhr finden dort auch keine Therapien mehr statt, weil die Therapeuten dann nicht mehr da sind... Das ist ja immer das Argument der Ganztagseinrichtungen, dass die Therapien dann besser verteilt für alle angeboten werden können.
Drück euch mal die Daumen
Liebe Grüße
Maren _________________ Maren und Felix (05/02) Mukolipidose Typ II, entwicklungsverzögert, kleinwüchsig, extrem weitsichtig, muskuläre Hypotonie, schwere Lungenbelastung, Tracheostoma, Heimbeatmung, PEG und Mila (09/04) gesund
die Löslösung vom Elternhaus und der Beginn der Kindergartenzeit ist für alle Eltern schwer und insbesondere für die Eltern mit echten Sorgenkindern.
Daher finde ich es prima, dass ihr eurem Schatz diesen wichtigen Schritt und den Kontakt zu gleichaltrigen Kindern ermöglichen möchtet.
Warum vereinbart ihr in den in Frage kommenden Einrichtungen nicht einfach mal ein paar Schnuppertage. Dann könnt ihr euch ein Bild davon machen, wie wohl sich eure Tochter dort fühlt und wie belastbar sie ist.
Ich war sehr überrascht wie gut meine schwer mehrfachbehinderte Tochter (jetzt 7 Jahre) den Kindergartenalltag weggesteckt hat. Sie blieb am Ende von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr in der Einrichtung. In der Eingewöhnungsphase war sie natürlich nicht so lange dort.
Es war schön zu sehen, wie wohl sie sich dort fühlte und wie gut sie gefördert wurde. Wäre sie nur Vormittags in die Einrichtung gegegangen, wäre ihr Tagesablauf viel stressiger gewesen. Auch ich habe die Zeit ohne meine Kinder gut nutzen und geniesen können. Ich erledige lieber alle anfallenden Arbeiten so lange die Kinder woanders gut betreut und gefördert sind und habe dann später auch wirklich Zeit für meine Kinder.
Schaut euch die Einrichtungen doch erst mal an. Sicher wird man euren Wünschen auch entgegenkommen.
unsere Kinder gehen in eine integrative Ganztagseinrichtung, die aber acuh HPG-Kleingruppen hat. Die Plätze sind als Ganztagsplätze ausgelegt (8-14 Uhr). Mit dem Bus sind sie dann ca. 14.30 zuhause.
Unseren macht das nichts aus. Im Gegenteil, sie genießen den Kiga und das gemeinsame Essen dort (ich auch ).
Ich weiß aber von einem Kinder Nachbar HPG-Gruppe, das über ein Jahr lang von der Mutter IMMER vor dem Mittagessen abgeholt wurde. Das war soweit ich weiß, kein Problem. Möglicherweise wurde das nicht hochoffiziell gemacht? ICh weiß es nicht. Den Busdienst konnte dieses Kind dann natürlich nicht in Anspruch nehmen.
Für usneren Großen, der auch nach dem Mittag zu Beginn immer sehr müde war, haben wir vereinbart, dass er nach dem Mittag dort eine Ruhepause hat. Sie haben eine Ecke mit Matratze und Decke für ihn eingerichtet, und oft ist der dann dort auch eingeschlafen. Wäre so etwas eine Möglichkeit?
Das Kind noch ein Jahr zurückzuhalten fände ich nicht so glücklich. Meine Kinder machen im Kiga tolle ERfahrung, die ich ihnen zuhause gar nicht bieten könnte.
Gruß
Ingrid _________________ Ingrid (Jg. 1968) und Arno (Jg. 1968), Emanuel (*08/2003, +03/2011 nach PEG-Anlage) und Elisabeth (*09/2006). Beide Kinder haben eine massive globale Entwicklungsstörung. Kein Laufen/Krabbeln, keine Sprache, Hypotonie, kein selbständiges Essen. Aber Spaß am Leben. Emanuel war seit 07/2010 I-Kind an einer Regelgrundschule.
in unserem HPK konnte man auch Sondervereinbarungen treffen, sodass ein Kind nur tageweise oder nur bis Mittag die Einrichtung besuchte. Dazu waren natürlich Gespräche mit der Einrichtung notwendig sowie eine Nachfrage beim Träger.
Wenn man aber eine gute Begründung seitens der Einrichtung dem Träger vermitteln kann, dürfte es da eigentlich keine Schwierigkeiten geben. Und die habt ihr ja. Vielleicht ist eine Betreuung bis Mittag ja auch nur in den ersten Monaten interessant und ihr könnt dann langsam ausdehnen.
Eine Betreuung nur bis 12 Uhr setzt voraus, dass ein Elternteil (meistens ja die Mütter) nicht mehr arbeitet, sondern sich in Vollzeit um das Kind/die Kinder kümmert. Die meisten Frauen wollen und müssen aber ebenfalls arbeiten (auch angesichts des neuen Unterhaltsrechts) und es gibt so gut wie keine Arbeitsstelle, die nur die Zeit von 9.00 Uhr bis 11.30 Uhr umfasst. Vielen Kindern kommt eine längere Betreuungszeit zudem auch sehr entgegen, weil sich zu Hause nicht entsprechend um sie gekümmert wird oder gekümmert werden kann.
Ich bin sehr froh, dass mein jüngerer Sohn bis mindestens 14.00 Uhr im Kindergarten ist und auch am Nachmittag dort oft Programm angeboten wird. Nicht nur, weil ich selbst arbeite, sondern auch, weil ich ihn aufgrund der Behinderung meines großen Sohnes nicht jeden Nachmittag zu Aktivitäten karren kann. Zudem ist es hier nicht üblich, dass die Kinder vor der Tür spielen und dort sofort andere Kinder zum Spielen treffen. Insofern würde es meinem Kind eher von Nachteil sein, wenn es täglich nur 2-3 Std. im Kiga sein dürfte - da würde es sich auch kräftig beschweren.
LG
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
meine Antonia soll auch im Sommer in den Kindergarten,wir haben einen Platz im IntegrativKindergarten.
Es stimmt das ein Intergrationsplatz für 45 Std vorgesehen ist...
und ich Antonia auch auch nicht 5mal 9Std.die Woche dort abgebe....ich es genau so sehe wie DU dafür habe ich kein Kind um es 9Std. außer Haus zu schicken:Das ist ein Arbeitstag.....für eine 3Jährige!!!
Integrationsplätzte sind aber für diese Std-Zahl angedacht....
Antonia ist auch tracheotomiert aber auch beatmet.
wir haben auch lange überlegt,wer geht mit als I-Kraft in deen Kindergarten. die Leitung /ich wollten erst eine "Vorort"einstellen nur ist diese krank...kann Antonia nicht kommen.also haben wir über dem PD im wöchendlichen Wechsel 2Schwestern die morgens wohl so gegen 7uhr hier zu mir nach hause kommen werden,dann machen wir Antonia noch zusammen restfertig und fahren wohl so gegen 8-8.30uhr in den Kindergarten.(mit dem eigenen PKW)
dort bleibt sie nur SO LANG WIE ICH WILL/MÖCHTE....
und ich werde sie dort so gegen 13-13.30uhr wieder abholen....
PD fährt wieder mit nach hause,noch mal Bändchenversorgung,TAsche richten oder egal noch was und dann hat diese Schwester frei.
die PD_Leitung hat mir nur in etwa mal erzählt(Frage noch genauer nach )
die Zeiten werden wohl gesplitet über KK + Pflegekasse und diese Std. Rechnet auch der PD bei beiden Trägern ab....also für uns ganz easy...
mit dem Kindergarten werden natürlich Zeiten abgesprochen wo es nicht geht z.b. vor oder nach Schlafzeiten abholen oder steht noch Außerplanmäßig mal noch ein Highlight auf dem Programm dann würde Antonia wohl auch bleiben....
also ganz NORMAL
ich wünsche Euch mit Hannah einen guten Start in den Kindergarten,finde deine Einstellung dazu richtig gut....
das ist doch wieder mal eine gute Erfahrung, hier mit seinen Fragen und Problemen nicht alleine dazustehen! Danke für Eure ausführlichen Antworten!
Wir haben jetzt bei beiden in Frage kommenden KiGas einen Hospitationtermin in den Osterferien vereinbart. Und gestern im SPZ hat uns unser Neuropädiater versprochen, Hannah bei Bedarf eine entsprechende ärztliche Stellungnahme auszustellen, daß sie aus gesundheitlichen Gründen nur halbtags in den KiGa darf.
Vielleicht können wir es aber auch auf dem "kleinen Dienstweg" einrichten, Hannah jeden Tag erneut einfach mittags abzuholen, weil es ihr "heute schon wieder" nicht so gut geht??? Denn wenn der Kostenträger es schriftlich hat, daß der Ganztagsplatz nur halbtags genutzt wird, könnten der Einrichtung evtl Geld gestrichen werden und wir deshalb den Platz nicht bekommen? Wer weiß???
Mal sehen, was die Besichtigungen und Gespräche vor Ort so ergeben. Das hört ihr dann übernächste Woche von Eurer
Anne _________________ Anne&Thomas (43&47) mit David (9),Judith (8) & HANNAH (4) - Mitochondriopathie ("Morbus Leigh"), Entwicklungsverz., Ataxie, Stammhirnschädigung mit zentr.Koordinationsstörungen beim Sehen,Schlucken,Atmen&Herzfrequenz,daher Button&Tracheostoma, GuK, z.N. nächtl. Beatmung & Betablocker -> es hat sich schon viel regeneriert!!!
P.S.:
hab gerade Zeit, doch nochmal einzeln auf Eure lieben Beiträge näher einzugehen.
@Maren:
Eine "schulvorbereitende Einrichtung" gibt es -glaube ich- bei uns gar nicht. Das ist wohl sowas wie "Vorschule" oder "Schulkindergarten", nehme ich an?! An einer GB- oder KB-Schule??? Das müßte ich hier mal recherchieren! Interessante Variante!
@Kerstin:
Wenn alles wider Erwarten problemlos läuft, könnten wir es uns durchaus auch vorstellen, Hannah vielleicht mit 4 oder 5 Jahren ( wenn wir sie denn dann noch - so Gott will- bei uns ist ) die volle Betreuungszeit im KiGa zu lassen, wenn es ihr denn gefällt und auch gut tut ( oft gefallen ihr Dinge, die ihr leider nicht gut tun und wir müssen sie manchmal vor sich selbst schützen, da sie ihre Kräfte nicht einschätzen kann und sich dann völlig verausgabt ). Aber diesen Sommer mit knapp 3 Jahren wird sie auf keinen Fall länger als bis zum Mittagessen fremdbetreut werden!
@Ingrid:
Den Busdienst wollen wir aus verschiedenen Gründen eh nicht an Anspruch nehmen. Die beiden KiGas liegen im benachbarten Stadtteil, in dem ich auch ( übrigens bei der Lebenshilfe ) arbeite. Einer von beiden ist übrigens sogar "unser" LH-Kindergarten...
Zum Schlafen braucht Hannah oft eine lange Einschlafphase mit Ruhe und Dunkelheit, sonst meint sie, etwas zu verpassen und kommt einfach nicht zur dringend nötigen Ruhe. Es müßte also ein separater Ruheraum für sie sein mit der Möglichkeit, sie im Tiefschlaf u.U. auch beatmen zu können. Alternativ wäre ein ausgedehnter Spaziergang im Buggy denkbar, aber das geht ja auch nicht bei jedem Wetter oder bei angeschlagener Gesundheit.
@Sabine:
bei uns ist es so, daß ich Vollzeit berufstätig bin und Thomas von Herzen Vollzeitpapa ist, der eh fast täglich für die beiden Großen kocht und auch den Fahrdienst gerne übernehmen würde. Und die weitere Förderung und Erziehung unseres Sahnehäubchens ja sowieso...
@Nicole:
Ja, das hört sich für mich sehr vernünftig an, so wie Du es angehst! Wir würden auch den PD mit in den KiGa schicken und anschließend sollen sie daheim noch Hannahs Mittagspause mit abdecken ( so wie jetzt auch schon ), damit Papa sich um die Großen kümmern kann. Wenn ich dann heimkmme, hat der Tagdienst Feierabend und um 22h kommt dann der Nachtdienst. Das sollte alles über Behandlungspflege abzurechnen sein, denke ich. Werde mit unserer PDL nochmal darüber sprechen. Wir beide können uns dann ja weiter austauschen, wie der neue Lebensabschnitt für unsere Mäuse so verläuft! Euch auch alles Gute bis dahin und dabei!
Liebe Grüße
Anne _________________ Anne&Thomas (43&47) mit David (9),Judith (8) & HANNAH (4) - Mitochondriopathie ("Morbus Leigh"), Entwicklungsverz., Ataxie, Stammhirnschädigung mit zentr.Koordinationsstörungen beim Sehen,Schlucken,Atmen&Herzfrequenz,daher Button&Tracheostoma, GuK, z.N. nächtl. Beatmung & Betablocker -> es hat sich schon viel regeneriert!!!
die Löslösung vom Elternhaus und der Beginn der Kindergartenzeit ist für alle Eltern schwer und insbesondere für die Eltern mit echten Sorgenkindern.
Hallo Kerstin,
dagegen möchte ich mich doch ein bisschen wehren... Nicht das ich mich angegriffen fühle, aber hier handelt es sich wirklich um ein Problem von ganz wenigen Kindern, die aber nach meiner Erfahrung von den HPTs eher ausgeschlossen werden, als das sie dort einen Platz bekommen. Felix war mit 7 Monaten schon bei einer Tagesmutter und blieb dort solange bis er das Tracheostoma bekam. Unser größter Wunsch war es ihn in einen Kiga zu bringen.
Allerdings ist alles seehr anstrengend für ihn. Und Beatmet ist er nun mal unterwegs mit einer nicht beheizten Maschine. D.h die Luft die er einatmet ist nicht genug angewärmt. Deshalb ist es für ihn enorm wichtig nach ein paar Stunden wieder heimzukommen. Es gab in allen Einrichtungen keinen Platz ein Heiztöpfchen für ihn aufzustellen und es wär auch wirklich einfach zu lang für ihn gewesen. Das nur ein bisschen nochmal zur Erklärung warum es wirklich Kinder gibt, denen ein ganzer Tag unterwegs zuviel ist.
Aber trotzdem ist der einzig richtig Ansatz sicherlich das Kennenlernen und das Gespräch. So haben wir Felix SVE auch überzeugt Die HPTs leider nicht
@Anne - ja es ist eine Art Vorschulkindergarten die Schule hat den Schwerpunkt GB. Diese Einrichtung gibt es schon sehr lange und auch eine kleine Aussenklasse mit 6 Kindern, die dem Rummel der großen Schule einfach nicht gewachsen sind. Felix gefällt es dort ausgesprochen gut. Er liebt den Rummel
Liebe Grüße
Maren _________________ Maren und Felix (05/02) Mukolipidose Typ II, entwicklungsverzögert, kleinwüchsig, extrem weitsichtig, muskuläre Hypotonie, schwere Lungenbelastung, Tracheostoma, Heimbeatmung, PEG und Mila (09/04) gesund
also mir fiel die Loslösung von unseren beiden älteren Kindern auch schon schwer, als sie anfingen, in den KiGa zu gehen. Besonders beim Erstgeborenen kostete es uns ( meinem Mann noch mehr als mir ) schon einige Überwindung und Diskussionen, ihn stundenlang in fremde Hände zu geben, nicht zu wissen, was er so treibt und viele Entwicklungsschritte nun nicht mehr live als erste mitzubekommen.
Beide gingen vom ersten Tag an total gerne in ihre Gruppen, es gab auch keine dramitischen Abschiedszenen - im Gegenteil wollten sie mittags oft gerne noch länger bleiben. Es war für beide eine tolle Zeit.
Das wollen wir Hannah auch gerne ermöglichen, obwohl wir eigentlich jede Minute ihres Lebens gerne an ihrer Seite bleiben möchten. Es fällt mir oft schon nicht leicht, zum Dienst zu gehen, anderer Leute Kinder zu unterrichten und zu erziehen, anstatt bei meinem "Sorgenkind" zu bleiben. Vor allem, wenn es ihr mal wieder schlecht geht.
Es war anfangs auch wirklich sehr, sehr schwer, sie stundenweise hier zuhause an den Pflegedienst abzugeben, damit die beiden Großen, unser Haushalt und unser eigenes Leben nicht total verlottern. Es hat sich inzwischen gut eingespielt und ist - wenn ich ehrlich bin - auch eine wirkliche Entlastung. Aber freiwillig ausgesucht haben wir uns das so nicht...
Lange Rede kurzer Sinn:
Also ich finde das Abgeben von (Sorgen-)Kindern jedenfalls überhaupt nicht leicht, aber doch schon gut und nötig für alle Beteiligten. Man lernt eben nie aus.
Anne _________________ Anne&Thomas (43&47) mit David (9),Judith (8) & HANNAH (4) - Mitochondriopathie ("Morbus Leigh"), Entwicklungsverz., Ataxie, Stammhirnschädigung mit zentr.Koordinationsstörungen beim Sehen,Schlucken,Atmen&Herzfrequenz,daher Button&Tracheostoma, GuK, z.N. nächtl. Beatmung & Betablocker -> es hat sich schon viel regeneriert!!!
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