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Darf man Ganztagsplatz in Heilpäd. KiGa nur halbtags nutzen?
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Mandy B.
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BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anne,

Wir standen hier vor dem selben Problem, unsere Kinder sind sich ja auch recht ähnlich, wie du weißt. Wink
Friedrich geht mit PD in den Kindergarten und kann sich immer hinlegen, wenn er es braucht. Das geht eigentlich sehr gut, trotz der lauten Kinder. Allerdings ist er krankheitsbedingt wochen- und monatelang manchmal nicht dort gewesen, was auch in Brandenburg inzwischen ein Problem ist und bürokratischen Aufwand bedeutet, wenn das Kind länger als 28 Tage im Jahr (!) der Kita fernbleibt, egal aus welchem Grund. Evil or Very Mad

Es fällt mir auch sehr schwer Friedrich loszulassen, insbesondere wegen der möglicherweise kurzen gemeinsamen Zeit- aber das ist egoistisch. Ich denke, wir dürfen unseren Kindern das Erlebnis "Kindergarten" prinzipiell nicht vorenthalten, denn wir selbst würden ja auch nicht gänzlich ohne Außenkontakte leben wollen. Wink

LG Mandy

_________________
Friedrich (04/04): unklare neurodegenerative Grunderkrankung mit komb. Atmungskettendefekt/ Mitochondriopathie
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MarenRuth
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BeitragVerfasst am: 14.03.2010, 00:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

das ist ja interessant. So hatte ich das noch gar nicht betrachtet. Wir versuchen Felix in allem mit zu integrieren. So klingt das bei euch ja auch. Wir machen auch ganz viel zu 4t wenn wir zusammen sind, einkaufen Ausflüge uä. Und Felix hat immer enorm deutlich gezeigt, dass er nichts mehr liebt als andere Kinder. Insofern war die Entscheidung, dass er in der Kiga gehen soll wirklich schnell getroffen. Vielleicht ist es mir ja durch die tagesmutterzeit auch leichter gefallen. Da war er noch klein und hatte keine Kanüle. Es hieß zwar, dass er schlimm krank ist, aber eben in diesem Alter nichts weiter gemacht werden könne als ihn zu fördern und mit ihm zu leben. Und so haben wir das gemacht, was wir eigentlich vorhatten. Ich gehe halbtags arbeiten und Felix ist bei der Tagesmutter. in der Zeit hatte ich auch nicht ans kündigen gedacht, weil Felix völlig hingerissen war von seiner Tagesmutter...Da waren andere Kinder und sie haben immer viel unternommen.
Ich muss sagen ich vertraue da auch den Schwestern. Sie haben alle Intensiverfahrung und machen das einfach seit Jahren extrem gut. So fällt es uns auch leicht Felix bei ihnen zu lassen.
Wahrscheinlich ist das auch ein Grund, warum ich ihn da leichter gehen lassen kann, weil eben immer eine für ihn vertraute Person mit dabei ist, obwohl es eben nicht die Mama ist.

nun, derzeit hoffen wir einfach, dass Felix sich nach einer schweren Lungenentzündung wieder soweit erholt, dass er wieder zur Schule kann Crying or Very sad Noch sieht es leider so gar nicht danach aus. Vielleicht nach den Osterferien. Da kann ich deine Zeitnot sehr gut nachempfinden Anne, so ging es uns auch.

Liebe Grüße
Maren

_________________
Maren und Felix (05/02) Mukolipidose Typ II, entwicklungsverzögert, kleinwüchsig, extrem weitsichtig, muskuläre Hypotonie, schwere Lungenbelastung, Tracheostoma, Heimbeatmung, PEG und Mila (09/04) gesund
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karin_b
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BeitragVerfasst am: 14.03.2010, 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anne,

als Lena im Alter von Hannah war, standen wir vor dem gleichen Dilemma. Die SVE ging von 8-15 Uhr und die Zeit konnte auch nicht reduziert werden, weil der Kostenträger nur die Zeit bezahlt, die das Kind auch da ist. Da die Personal- und sonstigen Kosten aber für die HPT weiterlaufen, konnten nur Kinder aufgenommen werden, die dann wirklich die ganze Zeit da waren. Ist ja auch verständlich, denn eine Erzieherin wird nachmittags ja auch nicht für den halben Stundenlohn arbeiten wollen.

Ich wollte am Anfang Lena trotzdem selber hinfahren und früher holen, weil ich mir auch nicht vorstellen konnte, so lange Zeit ohne mein Kind zu sein. Es war der pure Stress und wir haben es nach ein paar Wochen aufgegeben. Zum einen ist es kein Spass, jeden Morgen 1,5 Stunden unterwegs zu sein, um Fahrdienst zu spielen. In der Zeit hat das Kind doch nichts von einem, außer einer fluchenden und vom Verkehr genervten Mama. Außerdem fühlt sich in den Gruppen niemand so richtig für das Kind verantwortlich, solange die Mutter da ist. Man muss es dann noch selber ausziehen, in die Gruppe bringen, verabschieden... bei behinderten Kindern ist das ganz schön zeitaufwendig. Der Vormittag ist dann nur durch die Bringerei eigentlich verdorben.

Aber nicht nur mein Vormittag war der pure Stress, auch für Lena war es nicht gut. Die Gruppen sind ja auf behinderte Kinder eingestellt und ermöglichen Rückzugsräume und Ausruhphasen. Sie haben aber ihre Zeit auch stark strukturiert und wenn man ein Kind immer früher herausreißt, verpasst es viel von dem Gruppengeschehen und findet dann oft nicht den richtigen Anschluss. Ihm fehlt einfach ein Teil der gemeinsamen Erfahrungen. Es weiß am nächsten Morgen z.B. nicht, was am Nachmittag passiert ist.

Weiterhin sind die Kinder sowieso oft nicht da wegen Krankheit, Arztbesuchen, Therapien usw. Wenn sie dann von vorneherein nur 4 Stunden in den Kiga gehen, sind sie dann kaum dort und finden auch deswegen dann schwerer in das Gruppengeschehen hinein.

Dann gibt es auch noch die Geschwister. Lena brauchte ja immer viel Aufmerksamkeit und Hilfe. Meine beiden waren im Alter ja auch dicht beieinander und die Große musste sowieso viel zurückstecken. Schon nach kurzer Zeit hat es sich da als segesnreich erwiesen, dass nach ihrem Kiga- und später nach ihrem Schulschluss immer noch eine Stunde blieb, in der sie ihre Mama exklusiv für sich hatte, alles erzählen konnte und ich nur für sie da sein konnte. Danach ist sie sowieso spielen gegangen und brauchte mich nicht mehr. Wenn Lena dann nach Hause kam, hatte ich wiederum meine Zeit ganz für sie. Letztendlich war das dann die beste Lösung: Ich hatte meine Vormittage für mich, meine Große hatte ihre Zeit mit mir über mittag und die Kleine war sowieso oft genug mit mir zusammen. Daher sehe ich die lange Kiga-Zeit eigentlich als willkommene Hilfe, um die Belastungen, die eine Familie hat, sinnvoll abzumildern.

Allerdings war mir das Einstiegsalter von drei Jahren für Lena viel zu früh. Ich wollte sie auch noch gar nicht weggeben und fühlte mich von der Kiga-Leitung da stark unter Druck gesetzt. Die machten zu der Zeit gerade eine neue Gruppe auf und drohten, dass Lena zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht keinen Platz mehr bekommen würde. Ich glaube, es wäre für uns besser gewesen, wenn sie noch ein Jahr länger bei mir zu Hause geblieben wäre. Wenn Hannah jetzt gerade erst auf dem Stand von 1,5 Jahren ist, würde ich mal sagen, dass der Kiga und die anderen Kinder für sie auch noch nicht so immens wichtig ist. In dem Fall kann ich mir vorstellen, dass es einfacher ist, sie noch ein halbes Jahr zu Hause zu lassen, als sich den Stress mit der Fahrerei für die kurzen Kiga-Tage anzutun. Vielleicht gibt es bei Euch Spielgruppen, in denen die Kinder für 2 Vor- oder Nachmittage hingehen können? Das hatten wir bei Lena so gemacht. Sie hatte auch durch die Freundinnen meiner Großen und die gemeinsamen Spielplatzbesuche Kontakt zu anderen Kindern.

_________________
Liebe Grüße
Karin mit Tochter (16, Leigh-Syndrom, Komplex-1-Defekt, dystone Bewegungsstörung)
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Anne&Hannah
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BeitragVerfasst am: 15.03.2010, 00:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Karin,

einmal wieder Danke für einen Einblick in Deinen reichen Erfahrungsschatz!

Die Fahrerei wäre bei uns kaum ein Problem, denn die beiden in Frage kommenden KiGas sind nur wenige km entfernt ( bei viel Verkehr ca 15 min pro Weg ). Und durch den PD hat Thomas zum Glück ja auch genug Zeit für die beiden Großen, wenn sie aus der Schule kommen.

Hannah war auch in einer Krabbelgruppe und beim Kinderturnen, aber da sind wir letztes Jahr irgendwann nicht mehr hingegangen. Wir waren ja so oft im KH und dann ist die Entwicklungsschere zwischen Hannah und den anderen Kindern der Gruppen doch immer mehr auseinandergegangen. Alle außer Hannah konnten schließlich laufen und sprechen und spielten ganz andere Spiele als unsere Kleine...

Hab auch schon darüber nachgedacht, Hannah einfach erneut in einer Krabbelgruppe anzumelden, die ihrem Entwicklungsalter entspricht. Da würden Angebot und Kumpels wieder besser passen. Vielleicht auch ne "Musikwichtel-Gruppe" oder so - Musik findet sie einfach nur Klasse!

Aber: die Vormittage sind fast voll: 1xKG, 2X Frühförderung ( vielleicht auf 1x reduzieren?! ). Mittwochs ist immer Markttag, ein geliebtes Ritual von Papa und Hannah - bliebe nur noch der Freitag... Muß mal recherchieren, ob es auch nachmittags Krabbelgruppen gibt - dann könnte ich nämlich auch mal mit hin.

Ja, hier gibt es auch kostenlose Spielgruppen für Dreijährige ( 3x3h pro Woche ) - ich hatte auch schon daran gedacht, ob das vielleicht eine sinnvolle Alternative für Hannah wäre. Inwieweit behinderte / chronisch kranke Kinder da problemlos ( mit PD-Begleitung ) integriert werden können, wäre mal ne Anfrage wert. Eine solche Spielgruppe wäre sogar direkt bei uns "um die Ecke". Unsere Nachbarin leitet sie, deren 7jährige Tochter ( Davids Klassenkameradin ) fast täglich bei uns ist. Sie ist übrigens Hannahs erste richtige "Freundin" - beide lieben sich und können schon richtig schön zusammen spielen. Heut haben sie zusammen auf dem Küchenfußboden mit Puppengeschirr "gekocht". Seit gestern benutzt Hannah für dieses Mädchen sogar eine eigene Namensgebärde! Es gibt aber 2 Gründe, die gegen diese eigentlich ideale Lösung sprechen: Hunde und Raucher im Haus, zwar nicht während der Spielgruppe, aber beides "liegt nun mal in der Luft" und wäre für Hannah sicher nicht gut...

Wenn Petrus endlich mal auf den Kalender guckt und den Frühling aus der Mottenkiste holt, werden wir die Spielplatz-Saison wieder eröffnen. Da ergeben sich für Hannah sicher auch neue Erfahrungen und Kontakte.

Darauf freut sich schon:
Anne

_________________
Anne&Thomas (43&47) mit David (9),Judith (8) & HANNAH (4) - Mitochondriopathie ("Morbus Leigh"), Entwicklungsverz., Ataxie, Stammhirnschädigung mit zentr.Koordinationsstörungen beim Sehen,Schlucken,Atmen&Herzfrequenz,daher Button&Tracheostoma, GuK, z.N. nächtl. Beatmung & Betablocker -> es hat sich schon viel regeneriert!!!
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Andrea1
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BeitragVerfasst am: 28.03.2010, 09:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anne&Hannah,
auch ich überlege schon lange wie wo wann er in den Kiga soll. Derzeit geht er zweimal in der Woche für 2 Std. in die Maxi Gruppe. Die überlegung war ober er jetzt mit drei in den KiGa soll. Die Heilpädagogin hat uns davon abgeraten, weil sie glaubt, dass er dass noch nicht schafft. Aber selbst für nächstes Jahr müssen wir uns spätestens im herbst darum kümmern. Der KP-Kiga der mir gefallen argumentiert leider genauso. Entweder ganz oder gar nicht. Ich finde es auch nicht gut, ihn den ganzen Tag außer Haus zu geben bis 14.00 Uhr denke ich wäre es ja noch i. o. aber bis 16.00 Uhr und dann noch der Fahrtweg , dann kommt er vielleicht gegen 17.00 Uhr heim. Dann habe ich ihn ja nur noch am Wochenende. Das ist mir zu wenig. Ich werde mir noch eine SVE ansehen und für beide einen Probetag vereinbaren. Danach sehe ich hoffentlich klarer.

_________________
Julian geb. 18.01.07; 28/0 SSW 1090g. Ventrikelseptumdefekt, Atemnotsyndrom,Pneumothorax rechts, BPD,Lungenhypoplasie, Tracheostoma, derzeit CPAP beatmet, Krampfanfälle, Leistenbruch, Lungenbiopsie,Gedeistörung,deshalb PEG,Nov. 09 Reflux-op, seit April 09 ohne Beatmung mit Sauerstoff, Aug 10 Tracheostomaverschluß
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Liesa
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BeitragVerfasst am: 28.03.2010, 11:11    Titel: Antworten mit Zitat

Also mein Kind war in einem integrativen Kika 15 Kinder 5 integrative , die haben von sich aus gesagt nur bis 12.30 Uhr sonst wird es Kind zu viel. LG Liesa
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Aus manchen Lebenslagen, kann mann sich nur mit ein wenig Tollheit retten .
Mensch , wo bist du ?
http://www.youtube.com/watch?v=fnCmXTBtMfk
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