Verfasst am: 09.03.2010, 09:07 Titel: Nadine mit Benjamin (Aperger)
Hallo!
ich lese schon eine ganze Zeit mit und möchte nun die Gelegenheit nutzen um uns auch mal vorzustellen !
Wir sind eine kleine Familie mit zwei Kindern Benjamin 9 Jahre mit Asperger und Lisa- Marie 7 Jahre, mein Mann ist 34 und ich bin 31 Jahre alt.
Wir haben die Diagnose vor gut einem Jahr erhalten und seit dem ist alles im Umbruch! Leider haben wir von der Psychaterin so gut wie keine Info´s erhalten und müssen uns nun alles selber suchen ! Deshalb hoffen wir im Forum auf regen Kontakt und Erfahrungsaustausch mit auch betroffenen Eltern.
Benjamin geht mittlerweile auf die Förderschule aber auch dort gibt es immer wieder Probleme, weil er sich verweigert! Trotz einer Lehrerin die sich sehr um ihn bemüht und einer Kleinklasse!
Wir haben uns nun auf anraten der betreuenden Psychologin eine andere Schule angeschaut, aber leider können die Benjamin nicht so fördern wie er es benötigt, da er für die Schule zu leicht betroffen ist.
Die haben uns aber dann ans Herz gelegt uns in Liebenau vorzustellen bei der Asperger-Ambulanz, damit wir endlich eine richtige Begleitung bekommen! Nun hoffen wir auf diesen Termin und darauf das es aufwärts geht! Wir als Familie sind mittlerweile am Tiefpunkt angelangt und meine Kräfte sind am Ende! Auch weil ich ja noch ein Kind habe und es mich sehr traurig macht, dass ich ihr gar nicht mehr gerecht werden kann.
So nun habe ich genug von uns geschrieben und hoffe sehr auf Kontakt zu betroffenen!
herzlich willkommen hier im Forum!!! Ich denke, hier wirst Du sicher die Informationen finden, die Du brauchst, und vielleicht sogar noch viel mehr...
Ich habe auch eine kleine Autistin hier, obwohl sie nicht eindeutig diagnostiziert werden konnte. Ich denke, Asperger kommt ihrer Problematik noch am nächsten.
Dass Ihr mit Euren Kräften langsam an die Grenzen stoßt, kann ich gut verstehen. Bei uns gibt es auch immer wieder Phasen, wo ich heulen könnte, oder mit dem Kopf gegen die Wand schlagen, oder beides...
Manchmal hilft es schon, wenn man sich hhier ein bisschen einliest und feststellt, dass man mit seinen Sorgen nicht ganz so alleine auf der Welt ist, wie es sich manchmal anfühlt...
Ich wünsche Dir viel Spass und Erfolg hier bei REHAkids!!!
Liebe Grüße!!! _________________ Liebe Grüße, Verena (*07/78), mit Joana (*06/06), 35.SSW, tiefgreifende Entw.-störung, V.a. ASS, FI, und Joshua (*11/10), Hypopl. d. re. unt. Extremität + Oligodaktylie, statomot. Ret., und Frank (*02/84), der beste Ehemann der Welt!!!
Kinderkrankenschwester in der amb. Intensiv-Kinderkrankenpflege
die heulphasen und das nicht verstanden und akzeptiert werden kenn ich nur zu gut. die verachtenden blicke von menschen die den hintergrund nicht wissen, weil sie meinen, es ist ein erziehungsproblem. und am schlimmsten ist es , wenn es aus der eigenen familie kommt....
unsere kleine wird bald drei und hat den atypischen Autismus mit eßstörung.
...und zur zeit stecke ich auch in einem tiefen schwarzen loch.
aber ich muß die kraft für meine beiden sonnen haben. meine gro´ße wird bald fünf und sie bekommt schon viel mit, manchmal zu viel.
also, genug gejammert...jetzt gehts erst mal weiter
wäre schön, wieder was von dir zu hören
alles liebe _________________ ....und wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt von irgendwo ein lichtlein her!
vielen lieben Dank für die netten Worte! Das baut auf, wenn es anderen auch nicht so dolle geht! Ja das stimmt bei uns heißt es auch immer das ist alles eine Sache der Erziehung! Wenn ich das schon höre
alles liebe an alle _________________ Kinder:
Benjamin 01.11.2000 Asperger-Syndrom
Lisa-Marie 31.12.2002 gesund
willkommen im Forum.
Wir haben auch eine 6-jährige Tochter mit Diagnose AutismusAsperger Syndrom.
Meine Tochter hat auch eine Essstörung und deshalb ist sie immer schon leichenblass und klapperdürr.
Egal, was wir auch machen, sie nimmt nicht zu.
Noch ist ihr Gewicht in gewissem Rahmen.
Ich habe gelesen, daß du 2 Kinder hast, ein gesundes und eins mit Asperger, ich bin sehr neugierig, wie geht das ??
Meine Tochter macht in schwierigen Situationen einfach zu, deshalb hat sie noch ein Jahr Zeit für den Schulanfang.
Geistig minderbemittelt ist sie nicht, sie lernt seit ihrem 3. Lebensjahr Kinderbücher auswendig und "liest" sie mir vor.
Laut ihrem Kindergarten ist sie ein wissbegieriges und sehr fröhliches Mädchen.
Mir geht es zur Zeit auch nicht so gut, bin ziemlich gestresst wegen meiner Tochter, da sie wahrscheinlich wieder einen Entwicklungsschub durchmacht, oder einfach mal wieder keine Laune hat.
Das hat nichts mit falscher Erziehung zu tun, wie uns manche Eltern ( "schlauen Köpfe") weismachen wollen.
Es ist sehr anstrengend, man braucht viel Kraft, ein solches Kind zu erziehen, auch wenn es andere Eltern nicht glauben wollen.
Aber so ist es.
unsere laila ist ebnfalls immer sehr blass mit tiefen blauen augenrändern, da sie auch noch eine extreme schlafstörung hat.
laila bekommt fribini. eine hochkalorische milch auf rezept. kann ich nur empfehlen. so bekommen die kinder wenigstens kalorien und wichtige nähr- und ballaststoffe.
ja, manchmal müßte auch mein mann (hoffentlich liest er das jetzt nicht) sehen, was ich an manchen tagen leisen muß und hoffentlich gut leiste, mit einem gesunden und einem behinderten kind und meinem job und auch meinem leben. _________________ ....und wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt von irgendwo ein lichtlein her!
herzlich willkommen bei REHAkids
Hier wirst Du sicherlich wertvolle Unterstützung, Tipps und Anregungen bekommen und Dich austauschen können.
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass bei meiner Tochter die Schulbegleitung das Beste war/ist was uns und ihr widerfahren ist. Sie war nach 4,5 Jahren Regelschule, in der sie gemobbt und ausgegrenzt wurde völlig am Ende, verweigerte den Schulbesuch und wir waren zunächst dankbar, dass sie eine Förderschule mit kleinen Klassen (Schule für Erziehungshilfe) besuchen konnte. Damals hatten wir allerdings KEINE Diagnose. In der Förderschule besserte sich ihre Situation nicht, es kam zu Übergriffen und Ausgrenzung; erst als eine neue Lehrkraft die Klasse übernahm, wurde es besser.
Mit knapp 15J erhielt sie nach einem sehr intensiven Diagnostikverfahren die Diagnose AspergerAutismus. Mit dieser Diagnose ging es dann endlich in der Schule bergauf. Obwohl meine Tochter immer noch dieselbe war, wurde ihr Verhalten, ihre Gestik, ihre Ausdrucksweise, ihre Unbedarftheit etc. nicht mehr ins Lächerliche gezogen ("sie stellt sich an"....."wenn sie doch genauer auf dies oder jenes achten würde, dann....."..."sie muss doch aus der Erfahrung lernen".....und vieles mehr, das alles hörte von Seiten der Fachlehrer auf!!!)
.Sie besucht seit Beendigung der Hauptschule, die sie mit einem ausgezeichneten Hauptschulabschluss abschloss, eine Berufsfachschule, allerdings mit Schulbegleitung. Ohne Schulbegleitung würde es (noch) nicht gehen.
Retrospektiv kann man sagen, dass sie inhaltlich/kognitiv in der Förderschule unterfordert war....und sozial überfordert!
Ihr machen viele Dinge noch zu schaffen, sie ist nicht sehr belastbar, aber sie ist bemüht an sich zu arbeiten. Schulisch läuft es recht gut - mit Höhen und Tiefen, aber (noch) sehr guten Noten.
Wir haben erlebt, dass wir für die Rechte unserer Tochter regelrecht "kämpfen" mussten und immer noch müssen. Es war kein Leichtes, für sie eine Schulbegleitung genehmigt zu bekommen. Dank der fachkundigen Unterstützung des Fachberaters für autistische Kinder und Jugendliche, zu der wir Kontakt vor 2 Jahren aufnahmen, hatten wir eine fachkundige Person, die unsere Tochter auch beim Jugendamt und gegenüber der neuen Schule vertrat und uns, die Schulbegleitung und meine Tochter berät.
Zitat:
Benjamin geht mittlerweile auf die Förderschule aber auch dort gibt es immer wieder Probleme, weil er sich verweigert! Trotz einer Lehrerin die sich sehr um ihn bemüht und einer Kleinklasse!
Wir haben uns nun auf anraten der betreuenden Psychologin eine andere Schule angeschaut, aber leider können die Benjamin nicht so fördern wie er es benötigt, da er für die Schule zu leicht betroffen ist.
...wende Dich ans Schulamt, frage nach dem Fachberater für autistische Kinder und Jugendliche!!!
Zum Thema Schulen in Baden-Württemberg (und AspergerAutismus) sende ich Dir diese Links; hier findst Du auch vielleicht etwas über Fachberater für autistische Kinder und Jugendliche!
Die haben uns aber dann ans Herz gelegt uns in Liebenau vorzustellen bei der Asperger-Ambulanz, damit wir endlich eine richtige Begleitung bekommen! Nun hoffen wir auf diesen Termin und darauf das es aufwärts geht!
....die Ambulanz wird Dir keine Begleitung stellen!! Sie werden Dich/Euch beraten. Ich kann Dir nur raten, die Unterlagen vom Psychiater mitzubringen, der Dein Sohn diagnostiziert hat, also den Arztbrief MIT der Diagnose; und ich würde KONKRET um ein Gutachten bitten, in der die Diagnose mit ICD 10-Schlüssel und somit die Voraussetzungen vorliegen, dass der § 35a SGB VIII, angewendet werden muss; hierin sollte z.B. auch der Bedarf von z.B. 28 Stunden Schulbegleitung (als Beispiel) benannt werden. Mit diesem Gutachten kannst Du dann beim Jugendamt einen Antrag suf Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII stellen, bzw. wenn ihr eine Regelbeschulung wollt, konkret auf eine Schulbegleitung.
Ich weiß nur, dass die Jugendämter der Landkreise / Städte, die Hilfen, wie z.B. Schulbegleitung sehr unterschiedlich umsetzen und die Quantität (z.B. der Schulbegleiter-Stunden) begrenzen ....(so gibt es Jugendämter, die behaupten, dass nur maximal 10 Stunden pro Woche genehmigt werden....das ist aber grottenfalsch, denn die Anzahl der Stunden richtet sich nach dem Bedarf und nach sonst garnichts).
Auch Autisten haben Rechte, für die man aber einstehen muss....das habe ich im Laufe der letzten 3,5 Jahren gelernt.
Hier im Forum habe ich sehr wertvolle Anregungen und Tipps bekommen.....und bin echt froh darüber, dass ich dieses Forum gefunden habe!!
Wenn Du Fragen und Anliegen hast - nur her damit, hier gibts eine Menge nette, erfahrene Menschen, an denen Du Dich wenden kannst
Sei lieb gegrüßt
Michaela _________________ Tochter *91 Asperger Autistin, Tochter *94
Hallo Nadine,
es ist überall dasselbe, der Alltag mit den Asperger Kindern verschlingt schon jede energie. Die Geschwisterkinder stehen immer in der zweiten Reihe. Bei uns ist es ähnlich. Der Große 13 Jahre hat ein Asperger Syndrom, wir haben eine Schulbegleitung auch erst sei diesem Jahr, da wir nach einigem hin und her auch die Diagnose erst seit letztem Jahr haben. Den Hinweis auf Asperger hatten wir schon vor einigen Jahren bekommne, damals habe ich mich im Internet schlau gemacht, habe aber wenig gefunden und es war alles nicht so ähnlich wie unser Chris. Heute ist das anders. Der Zwiete hat ebenfalls wie auch der erste ein ADHS. eigentlich hat er bislang keine Schwierigkeiten in der Schule gemacht, aber mit zunehmndem Stress mit Christian wurde das anders (das ist meine Theorie). Jetzt wird er auf zusätzlichen Förderbedarf getestet, in dem Institut, in dem Christian auch gefördert wird, mal sehen, was dabei rauskommt.
Das Schwiereigste ist es mit der eingenen Ungeduld und der teilweise noch größeren Ungeduld der Umgebung fertig zu werden.
Und natürlich mit der Ignoranz und/oder der Hilflosigkeit insbesondere der Schulen.
Was unserer Kinder betrifft, sind wir eben sehr verletzlich, aber das scheint manchmal keinen zu interessieren....
Hier bist du jedenfalls nicht alleine, es gibt immer neue Ideen und ein gutes Gefühl, nicht allein zu sein.
Das ist das wichtigste, du bist nicht allein
Gruß Gaby _________________ Erfreuen wir uns doch an unseren Unterschieden!
2 tolle Jungs, ADHS'ler, einer Asperger
Beide machen Judo, kann ich nur empfehlen,
danke für die netten Antworten, das baut wirklich auf. Auch waren viele hilfreiche Tipps dabei !
Am meisten Sorgen mache ich mir wirklich um meine Kleine, weil die immer zu kurz kommt. Und ihren Unmut auch deutlich ausdrückt! Nun haben wir das Angebot erhalten, dass Benni nach der Schule in eine Heilpädagogische Tagesstätte gehen kann, wenn das Juamt bezahlt! Das wäre eine wirkliche Entlastung für die ganze Familie! Und für Benni toll, weil er unter Anleitung Kontakt zu anderen Kindern aufnehmen kann! Außerdem bieten die viel zusätzliche Förderung!
Über unsere Schule kann ich nur gutes sagen! Ich war damals sehr froh, dass sie Benni aufgenommen haben! Und alle geben sich wirklich große Mühe! Wir haben das Glück, dass die Förderschule sehr klein ist und jeder Lehrer und Lehrerin die Eigenheiten der Kinder kennen. Aber ob die Schule auf längere Sicht die richtige für Benni ist? Das wollen wir nun zusammen mit der Autismus-Ambulanz herausfinden! Und dann werden wir weitersehen.....
Nochmals vielen, lieben Dank
Nadine _________________ Kinder:
Benjamin 01.11.2000 Asperger-Syndrom
Lisa-Marie 31.12.2002 gesund
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