Am nächsten Dienstag hat Sarah die Überprüfung an der Sprachheilschule und ich habe total Angst davor.
Ich weiß das ich spinne aber da der Kindergarten immer wieder Scheiß erzählt von wegen Lernbehinderung weil sie nicht sofort Geschichten und Aufträge wiedergeben kann, schwirrt das Schreckgespenst in meinem Kopf rum.
Was ist wenn sie Sarah auf die Förderschule Lernen geben möchten da wäre sie total unterfordert.
Danke für das zu hören mein Mann macht bei dem Thema total dicht und ich gehe kaputt wenn ich das nicht jemanden mitteilen kann.
Gruß Sandra _________________ Sarah geb. im Dezember 2003; AVWS; Sprachbehindert; Besucht die Förderschule Sprache
Das Gefühl kenne ich auch, vor Testungen von Andre, leider kann man das ja selbst nicht beeinfflussen und Andre hasst Testsituationen.
Gibt es nicht die Möglichkeit der Probebeschulung, dort kann das Kind besser beurteilt werden als bei einer zeitlich begrenzten Testung?
Viel Glück und liebe Grüße
Inka _________________ Andre (14.01.1998) leichte geistige Behinderung, muskuläre Hypotonie, schlechtes Schlaf EEG mit Ospolot eingestellt, V.a. Unspezifisches
Dysmorhiesyndrom, seit 2006 AD(H)S Diagnose
Malina (24.08.2001) bisher normale Entwicklung
Anmeldedatum: 11.09.2007 Beiträge: 210
Wohnort: Landkreis Karlsruhe
Verfasst am: 08.03.2010, 21:03 Titel:
Hallo Sandra,
genau da gleiche Problem haben wir auch. Unser Sohn wird nun auf Medikinet eingestellt,
da er auch ADS (kein "ADHS) hat und Probleme mit der Konzentration und Aufmerksamkeit.
Die Sprache ist sehr undeutlich (leider auch noch inkonsequente Dyslalie) und von Außenstehenden kaum zu verstehen.
Das SPZ (und wir) erhofft sich eine Besserung der Sprachproblematik unter Medis.
Abwarten.
Auch bei uns steht im April die Testung an der Sprachheilschule an und die testende Lehrerin hat 3 !!!! Testtage angesetzt.
Unser Junior hat leider gleich darauf gesagt: "Da geh ich aber nicht hin Mami"....
(Angst vor Testung).
Hatte gehofft, die Testung könne im Kindergarten oder im Beisein einer bekannten Person (Logo o. Heilpädagoge wären bereit dazu) stattfinden . Geht aber auf keinen Fall..........
Habe auch Angst vor dem 14.4. (erster Testtag-oder auch der Letzte ...?!!!)
Gruß heute aus der Nähe von Stuttgart (geschäftl.unterwegs)
Tina
Schade, das dein Mann bei solch wichtigen Dingen (die Zukunft eurer Tochter) so dicht macht.
Dabei wäre es doch sehr wichtig, das ihr das beide zusammen entscheidet.
Ob eure Tochter allerdings auf einer Regel-Grundschule besser aufgehoben wäre,
könnt nur ihr beurteilen.
Meine Nachbars Tochter ist auf einer Sprachheilschule, weil sie auch Probleme mit
Sch-Sp und Lese-Rechtschreibung hat, sie ist dort sehr gut aufgehoben und fühlt
sich dort auch sehr wohl.
Ich wünsche Euch aber, das ihr die richtige Entscheidung trefft und euch geholfen werden kann.
Liebe Grüße Corinna _________________ Alleinerziehend Bj.1980/ Sohn Nico Bj.2000 ADHS v.s Autistische Züge und Wahrnehmungsstörungen wird aber alles gerade Getestet, dazu Spitzfuß /
Tochter Sarah Bj. 2004 mehrfach Körperlich Schwerstbehindert geboren mit einer Omphalozele (offener Bauch), und bis Oktober 08 eine Peg und Tracheostomaträgerin mit Beatmung Nachts und Sauerstoffgabe,
die Regelschule möchten wir ja gar nicht. Wir möchten das sie auf die Sprachheilschule kommt.
Das ist das beste für sie und das sehen auch alle so bis auf der Kindergarten.
Die meinen sie müsste auf die Lernbehinderten Schule. Das ist aber totaler Quatsch.
Dann würde ich auf GU bestehen was aber nicht das optimale ist.
Gruß Sandra
P.S. Was meinen Mann angeht das kann ich irgendwo schon verstehen, er ist von einer Schule zur anderen gereicht worden. _________________ Sarah geb. im Dezember 2003; AVWS; Sprachbehindert; Besucht die Förderschule Sprache
LG
Andrea _________________ Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), AVWS,
LRS, hypoton /Ben 01/04 KISS(KIDD) , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, starke Sprachverzögerung, Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)
Hallo,
bei meinem Sohn wurde - wegen angeblicher Sprachentwicklungsverzögerung - mit 3 Jahren mit der Logo begonnen. Er sprach wirklich sehr undeutlich. Wir wußten, es MUßte was passieren. Dann Logopädisch getestet war er mit 3 Jahren auf dem sprachlichen Stand eines 1,5jährigen Kindes.
Wir begannen also direkt mit Logo, die Sprachentwicklungsverzögerung hat er ganz, ganz schnell aufgeholt in diesen Stunden.
Trotzdem merkte man, das da "noch etwas" nicht stimmte. Trotz aufgeholter Sprachentwicklungsverzögerung sprach er weiterhin undeutlich, unkontrolliert, ohne Planung, viel zu schnell, "stolperte".
Wir wurden weiter zum SPZ geschickt. Dort stellte sich nach vielen, vielen Tests raus, daß er zu diesem Zeitpunkt rein logopädisch top fit war (wir dachten bis dahin, es würde immer noch am logopädischen liegen, denn seine Probleme waren hauptsächlich beim Reden), er aber hochgradiges ADHS hat und ihm genau diese ADHS-Problematik es so schwer beim Sprechen machte.
Also begann der Thearpiemarathon (HP, Logo, Ergo Gruppe und Ergo einzeln - lange 4x in der Woche). Man merkte wie sich die Problematik besserte. Alleine durch diese Kombination.
Die Sprach/Sprechprobleme wurden zwar immer besser, trotzdem merkte man "da war noch ein Problem in diesem Bereich", nicht logopädisch (obwohl jeder daran dachte, die Logopäden hatten ihn aber mehrfach getestet und für 100% logopädisch fit erklärten).
Wir machten diese Kombi an Therapien weiter, stellten ihn auf Medikamente ein und fuhren nach Werscherberg. Genau diese Kombination hat uns geholfen zum richtigen Schritt in die richtige Richtung.
Nun heute, sind wir um einiges Weiter. Wir sind dem Rat aller Ärzte/Therapeuten gefolgt, haben ihn ganz normal auf der Regelgrundschule als Regelgrundschüler eingeschult (obwohl uns als Eltern damit bange war, wir aber hier auch keine Alternative haben) und es läuft bis jetzt sehr gut.
Klar, seine ADHS-Problematik mit den teilweise immer noch problematischen auditiven Nebenproblemen dadurch machen ihm es schwerer in der Regelschule und wir müssen immer etwas mehr machen. Vor allem im Lesen und Schreiben, das war aber zu erwarten aber er macht sich gut. Sehr gut. Auch er kann lesen und schreiben und das sehr gut. Trotz seiner Problematik.
Auch müssen wir mittags öfter etwas nachholen, nicht, weil er es nicht verstanden hat, er versteht alles, sondern einfach deswegen, weil er es morgens durch seine fehlende Konzentration nicht mitbekommen hat. Ganz oft braucht er die visuelle Lernmöglichkeit, und die fehlt in der Schule oft. Aber grade durch seine auditive Problematik braucht er den visuellen Anreiz, dadurch kompensiert er alles.
Aber er kämpft und wir kämpfen gerne mit ihm. Er geht sehr gerne zur Schule, ist voll integriert und seine Lehrerin sagte uns beim Elternsprechtag "ich bin stolz darauf, Ihren Sohn in meiner Klasse zu haben, er ist eine absolute Bereicherung für meine Klasse". Was wollen wir mehr? _________________ LG
Susanne
____________________________________
Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
leider gibt es immer wieder Menschen, die denken, das Kind ist geistig nicht so ganz fit, nur weil es schlechter spricht.
Bei uns ist das zum Glück nur in Teilen der Verwandschaft so. Der Kiga und auch die Therapeuten wissen, was mein Sohn drauf hat.
Aber ich muß selbst zugeben, daß man ihn schnell unterschätzt, wenn man ihn reden hört. Dazu haben wir noch den direkten Vergleich in der Familie. Meine Nichte, normalsprechend, ist drei Monate jünger als er und einige meinen, sie wäre viel besser entwickelt und kognitiv ihm weit voraus. Das stimmt aber gar nicht.
Der Kiga hat doch keinen Einfluß darauf, auf welche Schule deine Tochter geht. Klar können sie ihre Meinung kundtun. Aber ausschlaggebend ist doch wohl die Aussage der Amtsärztin und euer Wille. Wenn sie die Schultauglichkeitsuntersuchung bestanden hat ist doch alles ok. Und wenn das für euch mit der Sprachheilschule in Ordnung ist, ist das doch auch ok.
Thema schlechte Sprache und ADS/ADHS.
Ja, es kann zusammenhängen, muß aber nicht. Bei unserem Sohn wurde ADHS ausgeschlossen. Obwohl er viele Symptome davon zeigte. Mittlerweile ist aber auch das besser geworden und ich hatte immer den Eindruck, je besser er sprechen konnte umso ruhiger und konzentrierter wurde er. Kann aber auch daran liegen, daß er einfach älter geworden ist.
Bei der Schultauglichkeitsuntersuchung wurde zwar die nicht altersgerechte Sprache bemerkt. Aber der Schuldirektor und wir als Eltern sowie auch die Therapeuten bei der Sprachheilreha sehen ihn auf einer Regelschule. Er hat Dysgrammatismus sowie schlechte Erzählfähigkeit. Er wird in der Schule unter besonderer Beobachtung stehen hinsichtlich Sprache, lesen, schreiben. _________________ LG
Katrin
Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
Anmeldedatum: 11.09.2007 Beiträge: 210
Wohnort: Landkreis Karlsruhe
Verfasst am: 09.03.2010, 10:55 Titel:
Hallo,
ja die kids werden immer unterschätzt.
Eine Mutti im Kindi hat mich angesprochen (sie ist selbst Sonderpädagogin an einer Sprachheilschule). Wortlaut:" Wieso darf ein Kind wie Eures einen Regelkindergarten besuchen"???
Ich war tagelang down, zumal es andere Eltern nur denken und nicht aussprechen......
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben. Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen. Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen