Unsere ganze "Geschichte" hat sich nun etwas weiterentwickelt.
... sie wird evtl. ebenfalls auf eine autistische "Störung" untersucht ... die Fragebögen wurden abgeschickt, wenn Auffälligkeiten vorhanden sind, bekommen wir einen Rückruf.
Nun heißt es warten ...
Zitat:
... was euch als Eltern aufällt wenn die kleine spricht?
Sie ist nun 3 Jahre und 2 Monate alt ... vergleiche ich sie mit Gleichaltrigen, sind schon Unterschiede zu erkennen.
Sie spricht - auch für uns Eltern - sehr undeutlich, lässt Buchstaben weg, spricht z.Bsp. statt Windel: Winkel ... solche Fehler spreche ich richtig nach: "Ja, das ist eine Windel." ... ich kritisiere also nicht, sondern wiederhole das Wort o. den Satz richtig und deutlich.
Da unser Sohn ja auch Sprachprobleme hatte, sind wir da schon etwas geübt. ... doch irgendwie geht das bei ihr nicht so richtig voran.
Meist spricht sie in 3-Wort-Sätzen, manche Sätze sind auch länger, doch das sind nicht viele und auch jedesmal die gleichen ... meist von ihrem Bruder übernommen.
Auf Fragen gibt sie Antworten, die nicht zur Frage passen, ... beim Wimmelbuch-Betrachten lässt sie sich auch auf nichts Neues ein ... rasselt "ihre" Wörter und Sätze runter, das war's.
Mai wird ein Sprachentwicklungstest bei der Kinderärztin gemacht, um das ganze noch einmal genauer zu überprüfen, also wie sie sich seit der U7a weiterentwickelt hat.
Von der evtl. Autismusdiagnostik weiß die Ärztin nichts.
Was nun noch dazu kam: Sie spricht weniger, wenn sie etwas will z.Bsp. ... sie stellt sich vor das Regal und macht "Öh, öh ..." oder "Cham." wenn sie etwas essen möchte.
Aktuell reagieren wir darauf nicht, wissen nicht, ob sie das mit Absicht macht ...
Sie macht das auch beim Einkaufen an der Kasse ... gibt dann diese "Stöhngeräusche" von sich, wenn sie sich nicht schnell genug ausdrücken kann ... so hab ich das Gefühl.
Hallo Ines,
ich habe dir gestern schon mit Sabine E. geschrieben aber habe vergessen zu schreiben das das der account meiner mutter ist.(entschuldigung für die verwirrung)
Das was du geschrieben hast was dir als Mutter auffällt ist eine Aussprachestörung und eine Rückverlagerung von /d/ zu /k/.
Mit den Ausweichungen, wenn sie was möchte kann sein das sie die Wörter in dem Moment nicht abrufen kann.
Mit den 3 Wortsätzen ist es so, dass sie sehr wahrscheinlich auch eine Sprachentwicklungsverzögerung hat mit Artikiulationsanteilen (Artikulationsanteile durch das /d/ und /k/ was sie vertauscht).
Was ich dir aber auch sagen kann, ist das du dich genau richtig verhältst, da du wenn deine kleine statt Windel Winkel sagt, dass du ihr ein korrektives Feedback gibst in dem du sagst:,, Ja eine Windel".
Das ist das beste was du in dem Moment machen kannst, da sie dann hört das es bei dir anders klingt als bei ihr und dies probieren kann zu übernehmen.
Falls Du unzufrieden mit der Pädaudiologin bist und jetzt total verunsichert sein solltest, dann kann ich Dir nur empfehlen, noch einen zweiten Pädaudiologen aufzusuchen. Wir waren auch bei 2 verschiedenen, weil ich vom ersten nicht überzeugt gewesen bin. Danach fühlten wir uns sicherer.
Falsch gemacht hast Du natürlich gar nichts. Und ein Kind mit 2,5 Jahren in den Kiga zu schicken, machen auch nicht alle. Und außerdem hast Du nicht die Garantie, daß die Sprache besser wird. Der normale Kiga hat auch bei unserer Tochter keine Verbesserung gebracht. Erst mit dem Sprachheilkiga gab es Fortschritte.
Vertraue auf Dein Gefühl und laß lieber einmal mehr bei Deinem Kind nachschauen. Ruck zuck kommt die Schule, schneller als man sich es vorstellen kann. Meine Tochter ist mittlerweile in der 1. Klasse.
so wie du deine Tochter beschreibst , denke ich auch das sie eher ein Problem mit dem Sprachverständnis hat.
Insbesondere als du die Testung beim Pädaudiologen beschrieben hast. Natürlich klappen dann viele Sachen nicht richtig, da deine Tochter eigentlich gar nicht weiß was sie tun soll.
Stereotypes wiederholen von Wörtern, Sätzen und dergleichen passt auch in dieses Störungsbild. Vieles wirkt dann auch sehr autistisch, was eigentlich nicht verwunderlich ist, da Autisten ja annähernd das gleiche Sprachproblem haben.
Allerdings ist die soziale Interaktion eine andere, mir geht es mit meinem jüngeren Sohn bis heute so. Inzwischen spricht er zwar sehr gut, aber seine Wortwahl/Themenwahl ist recht ungewöhnlich .
Im SPZ wurden wir ja immer wieder darauf angesprochen, dass er doch autistisch wirkt, aber für eine echte Diagnose seitens SPZ nicht deutlich genug.
Besser wir würden es nochmals in der KJP abklären lassen.
Nach 10-jährigem Ärzte und Diagnosemarathon ( bei einer durchweg positiven Entwicklung ) hatte ich darauf aber keine Lust mehr.
Denn vom Sozialverhalten passt es einfach nicht. Fabian macht sich ständig Gedanken , wie es anderen wohl geht und was ein guter Freund macht oder nicht macht ( da müsste schon dieser Bereich sein Spezialgebiet sein ).
Und als Erzieherin stimme ich dir zu mit 3,5 Jahren ist eigentlich das beste Kiga-Alter. Zur Zeit werden von der Politik aber sogar die Krippen schon so gepuscht, dass man immer öfter lesen kann :
Die wahrscheinlichkeit das Abi zu schaffen ist bei Krippenkinder xy% höher, als bei Kindern , die zu Hause bleiben bis sie 3 Jahre sind .
Solche Aussagen finde ich fürchterlich , es ist okay, dass es Krippen gibt und manches Kind ist dort sicher besser aufgehoben als zuhause, aber hier wird nun auch wieder pauschalisiert und Mütter werden in eine best. Richtung gedrängt.
Wie ist denn deine Tochter von der motorischen Entwicklung ?
Ich war letzte Woche auf einer sehr interessanten Fortbildung, dort wurde als Bsp. für einen mittelschweren Bewegungsablauf , das Einschenken von Wasser aus einer Flasche in ein Glas und anschließend daraus trinken angeführt.
Um diesen Bewegungsablauf zu automatisieren muss er ca. 50.000 x gemacht werden, damit er sitzt.
Und woran kann man erkennen , ob jemand den Bewegungsablauf sicher beherrscht ?
Wenn er einschenken , das Glas heben kann und neben bei noch SPRECHEN kann.
So lange ein Kind die Bewegungsmuster nicht automatisiert hat, wird es hirnphysiologisch gesehen nicht beide Dinge gleichzeitig tun können.
Übrigens konnte mein Sohn laufen , aber nicht sprechen und das eine sehr lange Zeit. Er kann nämlich Bewegungsabläufe viel langsamer automatisieren als normale Kinder - wen verwundert dann eigentlich eine Sprachverzögerung.
Und Psychomotorik hat ihm sprachlich mehr gebracht - als der Logopäde.
So wie du schreibst, glaube ich , dass du dein Kind sehr gut kennst und selber besser einschätzen kannst als die Ärzte. Darum würde ich dir raten auf dein Bauchgefühl zu hören was Therapien etc. betrifft. Du spürst selber wohl am besten was deine Tochter braucht und was ihr gut tut.
Ich wünsche dir eine Ärztin, die dich ernst nimmt und auf dich hört und mit dir zusammen überlegt was für deine Tochter Sinn macht.
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