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Verfasst am: 01.03.2010, 10:34 Titel: Verstopfung mit Abführzäpfchen in den Griff bekommen?
Ich wei mir überhaupt keinen anderen Rat mehr.
Mein Sohn verweigert Movicol und den Sirup. Ich bin ja schon zufrieden, dass er freiwillig drei Mal täglich sein Epilepsiemittel einnimmt.
Er ist 13 und wegen der massiven Verstopfung ist im Darm kein Gespür mehr, er kann also wirklich nichts dafür, wenn alles in die Hose geht. Deshalb hab ich mit ihm ausgehandelt, es gibt jetzt Abführzäpfchen und dann auf den Toilettenstuhl.
Er ist alles andere als begeistert, aber anders geht es einfach nicht mehr. Das wird eine "Behandlung" über 5-6 Monate. Habe gelesen, so lange dauert es, bis sich der Darm wieder auf Normalgröße zurückgebildet hat und wieder erfolgreich gemeldet werden kann "ich muss auf's Klo", also das Gespür dafür wiederkommt.
Hat das jemand schon auf diese Art probiert? Ich bin nun nicht sicher, ob alle paar Tage abführen oder jeden Tag. Normalerweise hat er wirklich nur 1 x pro Woche Stuhlgang, und dann ist es ein Klumpen, einer Bowlingkugel ähnlich, ebenso hart und schwer, nur die Form ist anders...
Drückt mir mal die Daumen, ich bin verzweifelt. Er ist schon 13.... _________________ Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)
Frühgeborene (SSW 25), 1 Zwilling ohne Behinderung, 1 Zwilling mit Epilepsie, CP (Rollikind), Kyphose, Skoliose, Hydrocephalus
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Verfasst am: 02.03.2010, 20:22 Titel:
Hallo Karin,
also das er nur deshalb nicht spürt, dass er auf Klos muss, weil sein Darm stark geweitet ist, muss nicht unbedingt sein.
Mein Sohn hat auch eine extrem geweiteten Darm, kann aber mittlerweile seinen Stuhl halten, nur leider hat sich sein Darm auch nicht mehr zurückgebildet, wobwohl er seit 3 Jahren regelmäßig Movicol nimmt und nicht mehr verstopft war.
Abführmittel machen auf Dauer den Darm träge und bewirken somit eigentlich das Gegenteil. Kannst du ihn nicht überreden zum Movicol, wenn er den Geschmack nicht mag, dann vlt. in mehr als der vorgeschriebenen Menge, das machen wir auch und es wirkt trotzdem.
Hatte er trotz Movicol nur einmal in der Woche Stuhlgang? Das finde ich viel zu wenig, noch dazu, wenn der Stuhl dann so hart ist, das muss ja höllisch weh tun! _________________ Liebe Grüße
Elke
Sohnemann (5.03), Hypospadie, chron. Obstipation, Autismus-Spektrum-Störung
mit großem Bruder und großer Schwester
es gibt doch auch einen Saft den man unter die Getränke mischen kann, ist das ein Lactulosesaft, ich weis den Namen und die Bezeichnung nicht mehr, hoffe das stimmt.
Das haben wir mal bei unserem grossen anwenden müssen als er so verstopft war dass er weinend auf der Toilette sass und presste, sich dann schon nicht mehr getraut hat wegen der Schmerzen und den Stuhl richtiggehend zurückgehalten hat.
Zäpfchen hätte er nie zugelassen, durfte dann keiner mehr dem Popo zu Nahe kommen.
Dann haben wir den Saft unter seine Getränke gemischt und er hat es nicht gemerkt da durfte er dann Saft trinken damit er die evtl. Farbveränderung nicht merkte, und er trank es.
So hat es sich bei ihm dann eingespielt.
Bei Jonas haben wir aus dem Sanihaus einen Ballon geholt wo man Wasser aufziehen kann, lauwarmes Wasser einziehen mit einer Prise Salz, das braucht der Darm und das haben wir ihm dann immer in den Hintern gespritzt.
Half auch gut .
LG SABINE _________________ Jonas mit Phelan Mcdermid Syndrom geb. 03/06
stark hypoton, kein krabbeln, laufen ,keine Sprache.... kann seit 02.04. 2011 frei sitzen
WARTE NICHT AUF GROSSE WUNDER -
SONST VERPASST DU VIELE KLEINE
Hallo, es gibt ja auch ganz normale Dinge, die den Stuhlgang beeinflussen und abführend wirken und die das Kind nicht als Medikament empfindet. So kann man probieren: Diät-Marmelade, Sahne unters Essen mischen(kann man ja fast überall untermischen), Cornflakes, die esssen doch Kinder gern und da mischt man einfach Leinsamenkörner( aus Reformhaus) drunter, Pflaumensaft(Reformhaus).
Bei meinem Kind haben diese Dinge peu a peu eine positive Stuhlkonsistenz erbracht.
Zäpfchen halte ich persönlich für nicht so gut, da unangenehm und hier dann ja "von oben" her auch nur wieder Hartes hinterher schiebt. Lieber die Stuhlkonsistenz von oben beginnend verändern.
Bei meinem Sohn half auch gut, wenn wir ein warmes Kirschkernkissen auf den Bauch gelegt haben. Das schien angenehm zu sein, wirkte wohl auch schmerzlindernd und half!
Gruß
Kerstin _________________ Kerstin (*63) mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf und Epilepsie und Philipp (*93) 28SSW NEK, jetzt Kurzdarmsyndrom,Nierenproblematik
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.
ich persönlich finde die Idee mit den Abführzäpfchen nicht so vorteilhaft.
Zumal es für Deinen Sohn sicherlich ja auch eine enorme Quälerei bedeuten würde...
Vor allem : Bitte bedenke, es würde nur die Symptome, nicht aber die Ursache beheben. Nach dem halben Jahr "Zäpfchen- Abführerei" würdet Ihr also früher oder später wieder vor dem gleichen Problem stehen.
Ich denke, man sollte an den ganzen Umständen etwas ändern.
So, wie Kerstin schon beschreibt, an der Ernährung anfangen. Habt ihr mal Actimel oder Activia (oder anderen Joghurt) probiert? Wirkt auch beides gut abführend und schmeckt auch Kindern.
Hast Du mal eine Bauchmassage mit warmen Bäuchleinöl probiert? Das wirkt extrem entspannend - und oft kommt dann der Stuhl ganz von alleine. Einfach etwas überhalb des Bauchnabels anfangen und kreisförmig dem Darm folgend mit etwas Druck massieren. Dabei mit jeder "Runde" ein Stück weiter nach unten gehen...
Hat Dein Sohn sonst ausreichend Bewegung oder sitzt er ausschliesslich im Rollstuhl? Kann er robben oder sich auf dem Boden kullern - das bringt den Darm auch in Schwung..
Liebe Grüße!
Kathrin _________________ Kathrin (74) und Stefan (75) mit Lina-Sophie (98), Fine-Marie (00) KISS, Nele-Leonie (02) und Jonti-Noris (05/06) Morbus Crohn, ASCA positiv, Gedeihstörung, Minderwuchs, Muskelhypotonie, kombinierte Entwicklungsverzögerung, sensorische Integrationsstörung, Anämie, PEG seit 07/07, Button seit 03/11
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