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Umzug nach Graz - neue Kontakte?
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patinchen
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BeitragVerfasst am: 28.02.2010, 14:40    Titel: Umzug nach Graz - neue Kontakte? Antworten mit Zitat

Hallo,

nun ist es fix: zum August d.J. werden wir mit unserer Familie von Deutschland nach Graz übersiedeln.

Ein wenig Respekt habe ich schon davor - neue Schule, neuer Kiga für die Kids und werde ich schnell eine neue berufl. Aufgabe finden (ich arbeite derzeit als Heilpädagogin in einem ATZ)?

Vor allem wünsche ich mir natürlich nette neue Kontakte zu Menschen aus der Region, so daß wir uns schnell heimisch fühlen werden.

Vielleicht ergibt sich ja schon im Vorfeld etwas, ich bin gespannt....

Liebe Grüße
Ute

@ Elke und BirgitW: es hat lange gedauert aber Graz ist einfach zu reizvoll.... Very Happy
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NorbertMN
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010, 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ute,

eine gute Entscheidung! Wir wohnen seit 1992 hier in Graz und kommen beide aus Deutschland - ich aus Kleve, meine Frau aus Bielefeld. Münster liegt ziemlich genau dazwischen.

Lorenz ist 1994 hier geboren. Wir kennen uns also mit Behinderung und Graz gut aus. Wenn du irgendwas wissen willst: Wir kennen uns aus. Meine Frau arbeitet bei einem Behindertenverband und weiß so ziemlich alles. Und wenn du dich mal in deiner nordrhein-westfälischen Muttersprache unterhalten willst: Wir stehen zur Verfügung.

Was die Einstellung von Behörden und Schulen, aber auch die der Menschen auf der Straße zu Behinderten angeht, ist Österreich einfach besser: großzügiger, weniger verkrampft, nicht so medizinisch, dafür aber menschlicher. Das kann ich sagen, weil ich auch für die Schattenseiten dieses schönes Landes durchaus einen Blick habe...

Beste Grüße und herzlich willkommen,

Norbert, auch im Namen von Ulla, Carla und Lorenz

_________________
Vater von Lorenz, Jg. 1994, frühkindlicher Autismus mit schwerer bis schwerster geistiger Behinderung. Tochter Jg. 88, Studentin
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TanjaPipal
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BeitragVerfasst am: 03.03.2010, 04:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ute!

ich meld mich auch mal. Wir sind zwar eine gute Autostunde von Graz wohnhaft - aber medizinisch viel in Graz betreut.
Unser Sohn hatte eine Gehirnblutung. Ist in Graz hervorragend operiert worden. Und auch die Sehschule in der Kinderklinik finde ich spitze! Du hast zwei gute Kinderreha-Kliniken in der Nähe. Und es wohnen sympathische Leute in der Steiermark.
Und du hast recht: Graz ist eine schöne Stadt. Viel Grün.
Ihr werdet euch dort sicher wohlfühlen!

Alles Liebe
Tanja

_________________
Mama Tanja (1978) und Papa Michael (1972) mit Sohn NIKLAS (02/2007)
schwere Hämophilie B, rechtsbetonte spastische Tetraparese, zentrale Facialisparese links, seit Nov. 2010 PEG/Button, cerebrale Sehstörung, Symptomatisch-fokale Epilepsie nach Gehirnblutung

Unser Blog: http://niklaskainz.blogspot.com/
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Nicomum
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BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ute,

na fein, dann wünsche ich dir alles Gute für den Umzug und viele nette Kontakte und gute Ärzte und Therapeuten Very Happy !

Kann dich schon verstehen, wenn ich aussuchen müsste, würde ich mich wahrscheinlich auch für Graz entscheiden. Linz ist je nach Lage ziemlich stinkig von der Industrie Confused !

Wenn du Fragen zu allgemeinen Themen hast, kann ich dir vlt. auch helfen!

_________________
Liebe Grüße
Elke

Sohnemann (5.03), Hypospadie, chron. Obstipation, Autismus-Spektrum-Störung
mit großem Bruder und großer Schwester
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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ute,

wie ich mitbekomme, sind die Leute in Graz sehr engagiert. - Es gibt gleich in der Nähe das REHA-Zentrum für schwerst-mehrfachbehinderte Kinder: Straßengel-Judendorf. (Allerdings nicht für uns, weil ich 2 Kinder habe.) - Dann gibt es Kainbach, ein Zentrum für Erwachsene mit besonderen Bedürfnissen, das Blindeninstitut... und einiges mehr... ich habe ein Jahr in Graz verbracht und kann auch sagen, dass hier Patriotismus noch mehr zu Hause ist...

Viel Erfolg in Graz!
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patinchen
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BeitragVerfasst am: 05.03.2010, 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die netten Antworten und guten Wünsche! Very Happy

Ja, ich hoffe natürlich auch darauf, nette Ärzte anzutreffen (wie gerne würde ich unsere jetzige KiÄ mitnehmen).
In erster Linie benötigen wir einen fitten Allergologen/LungenFA da die Kids ihr Asthma beim Umzug wohl mit einpacken werden Sad Und einen Kieferorthopäden ( wg. Zahnsprange).
Falls dazu jemand eine Idee hat..... gerne auch via PN.
Im Moment kämpfe ich mich gerade durch den Formularkram: KK - kompliziert, da die Kids ja noch in D leben, der Vater aber in Ö versichert sein muß. Und dann noch der Antrag auf Fam.Beihilfe - welches Land da zuständig ist, weiß ich auch noch nicht so richtig.
Schön, daß wir in einem vereinten Europa leben... Rolling Eyes

Immerhin haben wir nun eine - hoffentlich passende - Schule für unseren Großen gefunden.
L. ist nun in diversen Kindergärten angemeldet, ich habe ja noch keine Ahnung, wo genau wir wohnen werden.....

@ Norbert: Ich komme gern auf dein Angebot zurück denn das (nordrhein-)westfälische wird mir sicher fehlen. Hoffentlich kriege ich in Graz keinen "Sprachenschock" Very Happy
Und ich würde natürlich auch gerne Näheres über die Behindertenarbeit in Graz erfahren.

Liebe Grüße an alle,

Ute
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NorbertMN
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BeitragVerfasst am: 06.03.2010, 08:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ute,

für "Familienbeihilfe", also das deutsche "Kindergeld", ist der Wohnsitzstaat der Familie zuständig. Wir hatten den umgekehrten Fall: ich habe ein halbes Jahr in Berlin gearbeitet, Frau und Kinder lebten in Österreich. Für das deutsche Finanzamt war ich damit sogar ledig und wurde nach Steuerklasse I eingestuft. Österreich ist im umgekehrten Fall, glaube ich, nicht so rigoros und lässt immerhin Steuervorteile zu. Wenn ihr da Probleme haben solltet, kenne ich in Graz eine gute Steuerberaterin, die sich mit solchen grenzüberschreitenden Problemen auskennt.

Der "Sprachenschock" dürfte ausbleiben. Wir haben eigentlich (fast) alle Leute von Anfang an problemlos verstanden. Erstens ist der Dialekt sowieso nicht so stark ausgeprägt, zweitens bemühen sich hier (anders als zB in Wien) die meisten um Hochdeutsch, wenn sie mit uns "Deitschn" werden.

Was das Asthma angeht, gibt es nördlich von Graz eine spezialisierte Landesklinik mit Ambulanz. Da ist lungenheilkundlich einiges an Sachverstand versammelt.

Schönen Gruß,
Norbert

Liebe Grüße,
Norbert

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Vater von Lorenz, Jg. 1994, frühkindlicher Autismus mit schwerer bis schwerster geistiger Behinderung. Tochter Jg. 88, Studentin
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patinchen
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BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 01:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Norbert (und natürlich auch alle Anderen),

gibt es in Österreich auch sog. Chronikerprogramme der GKK?

Hier in D ist unser Ältester in dem DMP für Asthmatiker und kriegt daher problemlos auch sehr hochpreisige notwendige Medikamente verordnet. Asthmaschulungen, Allergikerbettwäsche, Hyposensibilisierung oder Kuren sind dabei auch kein Problem...

Vielleicht gibt es das ja auch in Österreich, das würde seine Behandlung insgesamt etwas einfacher machen.

Liebe Grüße,
Ute
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BirgitW
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BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ute,

wenn ich mich recht erinnere, ist doch bei euch auch die Uni "schuld", dass ihr nach Oesterreich umzieht, oder? Dann werdet ihr BVA versichert sein, und nicht GKK.
Der Nachteil: Erwachsene bezahlen Behandlungsbeitraege, Kinder allerdings nicht. Der Vorteil sollte sein, dass es der BVA noch etwas besser geht finanziell, und dass sie - glauch ich - auch leichter mal was bewilligt.

Liebe Gruesse,
Birgit

_________________
Mama von Gabriel (*2002, Sauerstoffmangel waehrend der Geburt; allgemeine Entwicklungsverzoegerung; komplexe Wahrnehmungsstoerung: Magensonde zw. 15 Monaten und 2,5 Jahren; derzeit non-verbal, aber verwendet Gebaerden) und Julian (*2004, gesund) und Florian (*gerade noch 2008 ;o) und ein gesundes, ganz liebes und braves Baby)
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NorbertMN
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BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ute,

ein Disease-Management-Programm hat die GKK Steiermark leider nur für Diabetiker, nicht für Asthmatiker.

Die Kasse empfiehlt, gleich zu einem niedergelassenen Facharzt für Lungenheilkunde zu gehen; die Wartezeiten seien nicht lang.

Aus unserer Erfahrung kann ich dir sagen: Das mit den "Sonderwünschen" kann schwierig werden. Sie sind meistens "chefarztpflichtig". Ein "Chefarzt" ist in Österreich das, was in Deutschland ein "Vertrauensarzt" war und entspricht in etwa dem Medizinischen Dienst. Sie sind lange nicht so scharf wie der MD, aber das Verfahren ist lästig und bürokratisch.

Alles hängt hier sehr davon ab, wie man auftritt. Freundlich, aber auch bestimmt und kompetent. Uns, die wir an feste Vorschriften gewöhnt sind, fällt der richtige Ton nicht immer leicht.

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