warum dreht sich die Disk. im Kreis? Angela und ich haben nur dargelegt, dass Förderschulen und Schwebi-Klassen nicht per se schlecht sind, wie einige hier uns glauben lassen wollen. Zudem bin ich der Meinung, dass unsere Regelschulen auf schwer behinderte Kinder auf lange Sicht nicht eingestellt sein werden. Um Regelschulen für schwer behinderte Schüler überhaupt zugänglich zu machen, müsste man alle Schulen komplett entkernen und wieder neu aufbauen. Da müssten sich schon einige Milliardäre finden, die den Abriss und Wiederaufbau von Regelschulen finanzieren, um sie für behinderte Schüler passend zu machen.
LG
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
ich wollte mich mal wieder melden. IN Niedersachsen haben ja die Ferien geendet und so bin cih nun seit einer Woche Mutter eines SCHULKINDES. Wow.
Unser Sohn ist ja nun als Integrationskind an einer Regelgrundschule eingeschult worden. BIsher läuft alles langsman an, fühlt sich aber gut an.
Wir haben ja seelbständig eine Integrationshilfe gesucht udn gefunden. Es ist eine Heilpädagogin mit 18 Jahren Berufserfahrung. Da schätzen wir uns sehr glücklich. Emanuel hat auch eine EInzelbtreuung, obwohl in der Klasse noch ein weiteres MFB-KInd ist. AUch sie hat eine Einzelbtreuung.
Die Klassenlehrerin und der Förderlehrer arbeiten sich derzeit in ihre Aufgaben ein. Da ist sicherlich noch viel Entwicklungsspielraum - um es mal positiv zu sagen. Beide haben keine praktischen ERfahrungen sowohl mit I-Klassen als auch im Bereich GE. Aber der gute Wille ist da. AUch der Wille zur Zusammenarbeit mit unseren Therapeuten, mit der Integraionskraft. Das finde ich super.
Wahrscheinlich wird es sogar möglich sein, ein Teil der Therapien in der Schule durchzuführen. Das wäre natürlich optimal.
Begeistert bin ich von der Offenheit und dem liebevollen Umgang der anderen Kinder mit Emanuel. Auch von den anderen Eltern habe ich bisher nur positive Rückmeldungen erhalten. Dadurch das die Klasse ja deutilch kleiner ist als die anderen und auch in vielen Stunden doppelt besetzt mit Lehrerin und Förderlehrer profitieren letztlich alle Kinder. Und mfür mich ist es einfach schön, auch den Kontakt zu den anderen ELtern zu haben.
Wir sind froh, diesen Weg gegangen zu sein, auch wenn er sicherlich mühsam ist (in einem anderen Thread schrieb ich ja über den Ärger mit Sozialamt und Finanzierung etc.).
ich will hier auch keine neue Diskussion lostreten, wollte einfach nur berichten wie es bei uns so aussieht.
Grüße
Ingrid _________________ Ingrid (Jg. 1968) und Arno (Jg. 1968), Emanuel (*08/2003, +03/2011 nach PEG-Anlage) und Elisabeth (*09/2006). Beide Kinder haben eine massive globale Entwicklungsstörung. Kein Laufen/Krabbeln, keine Sprache, Hypotonie, kein selbständiges Essen. Aber Spaß am Leben. Emanuel war seit 07/2010 I-Kind an einer Regelgrundschule.
nachdem ich Das Band mit Schulbeiträgen und dabei Beiträge von mind. 3 REHAkids-Usern gelesen habe, bin ich wirklich überrannt worden von der Idee der inklusiven Beschulung für unsere Tochter. Seit gestern suche ich nach Informationen und bin irgendwie total angefixt von der Idee.
AnnaLs Beitrag hat daran vermutlich ihren größten Anteil. Danke dafür! Insbesondere für
Zu unserer Situation:
Linn ist 6,5 Jahre alt, schwerst mehrfachbehindert, therapieresistente Epilepsie, fast keine Zielmotorik, kein Greifen, kein Sitzen, kaum Fixieren, dazu Intensivkind mit Luftröhrenschnitt, Sonde und Beatmung nachts.
Sie ist dieses Jahr noch von der Schule zurückgestellt. Sie wird auf jeden Fall vom Pflegedienst begleitet werden müssen und braucht daher keinen rundumdieUhr-I-Helfer.
Sie geht seit 4 Jahren in eine wunderbare I-KiTa, wo Integration oder meinetwegen Inklusion gelebt wird. Sie ist Teil der Gruppe, des ganzen KiGas, hat dort Anteil an vielen Gruppenaktivitäten nach ihrem Bedarf und auch einen Ruheraum mit Pflegebett für Pflege, Pause usw. Sie hat eine 1:1-Betreuung und somit immer jemanden an ihrer Seite. Die Kinder lieben sie und sie liebt die Kinder. Immer wenn wir kommen, wird sie stürmisch begrüßt. Dazu muss niemand auffordern. Das machen die Kinder von selbst. Die Puppen werden auch mal abgesaugt, die Kinder dürfen helfen, Linns Essen zu sondieren, usw.
Soll das alles nächstes Jahr vorbei sein?
Hier in der Stadt ist das Thema Inklusion schon ein bekanntes und vorangetriebenes Thema. Die Förderschulen sollen aufgelöst werden und umgewandelt werden. Die einzige Schule (GB), in die Linn hier gehen kann, ist nicht nach unsrem Geschmack. Gerade sind 2 uns bekannte Kinder eingeschult worden und was man zumindest aus einer Klasse hört, ist unglaublich. Keine Wertschätzung für mehrfachbehinderte Kinder, praktisch keine Förderung, weil keiner glaubt, dass sie was können, Kommentare, für die man jemanden anzeigen kann wegen Diskriminierung. Es gibt kein Therapiebad oder tolle Räume für Mehrfachbehinderte. Einen Snoezelenraum gibt es, aber damit konnte Linn noch nie besonders viel anfangen.
Durch die Artikel in Das Band habe ich nun Kontakt aufgenommen mit dem Schulamt und bin gespannt, ob es für mehrfachbehinderte Kinder hier schon die Chance gibt.
Mir ist bewusst, dass wir vermutlich die ersten sein werden. Aber irgendjemand muss anfangen und da es hier auch keine wunderbare Förderschule als Alternative gibt, ist die Hürde für uns nicht so groß.
LG
Nellie _________________ Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus --> unsere Vorstellung und --> Bilder von uns
ich finde eure Überlegungen zur inklusiven Beschulung von Linn total gut.
Es wird nicht leicht sein eine wohnortnahe Grundschule zu finden, die baulich geeignet ist und die es sich vorstellen kann Linn in ihre Schulgemeinschaft aufzunehmen. Wenn dies jedoch der Fall sein sollte, dann wäre es sicher ein Gewinn für beide Seiten.
Wir wurden auch vor 1,5 Jahren von der zuständigen Rektorin gefragt, ob wir Katharina gemeinsam mit ihren Drillingsschwestern an der dörflichen Grundschule als I-Kind einschulen lassen wollten. Wir haben uns dagegen entschieden.
Für Katharina war es trotz der Internatsunterbringung bisher die richtige Entscheidung. Sie profitiert unglaublich von der intensiven und hochprofessionellen Förderung an ihrer Förderschule.
Für die dörfliche Grundschule sehe ich es eher als Verlust. Wenn ich gemeinsam mit Katharina auf dem Schulhof auftauche, wird sie sofort von allen Kindern umringt und ich werde mit tausend Fragen bestürmt. Die Kinder wollen alles wissen und setzen sich sehr intensiv mit Katharinas Behinderung auseinander. Oft versuchen sie sich dann selbst einmal blind zu orientieren. Die meisten Kinder hatten bisher nur wenig Kontakt zu behinderten Kindern. Es fehlt ihnen ein Stück Lebenswirklichkeit.
Entscheidend für die Schulwahl ist wirklich nicht der Grad der Behinderung, sondern das Wohlergehen des jeweiligen Kindes. Ihr werdet bei einem Besuch sicher sehr schnell merken, ob an einer Schule Linn willkommen ist und ob dort die Bedingungen (bauliche Gegebenheiten, Lärmpegel, Ruheräume, etc.) gut sind.
Das Band? Ist das ein Buch? Wenn ja, wo kann man es erwerben? Ich bin immer sehr interessiert an Schuilderungen von integrativer Beschulung auch schwerer behinderter Kinder.
Wir sind ja sehr froh, uns für die Integration entschieden zu haben und ich hätte gern noch mehr Beispiele, wo dies gut geklappt hat. Über unseren Kindergarten habe ich viele KOntakte zu Eltern, die auch Kinder mit "größeren Baustellen" haben und häufig sehr zögerlich bei dem Thema Integration sind. Von offizieller Seite wird hier halt tendenziell eher in Richtung Förderschule beraten (KInderzentrum etc.), so dass ein w enig "die Traute" fehlt.
Euch wünsche ich gutes Gelingen. Geht es an und entscheidet dann, was das Beste für eure Maus ist.
Gruß
Ingrid _________________ Ingrid (Jg. 1968) und Arno (Jg. 1968), Emanuel (*08/2003, +03/2011 nach PEG-Anlage) und Elisabeth (*09/2006). Beide Kinder haben eine massive globale Entwicklungsstörung. Kein Laufen/Krabbeln, keine Sprache, Hypotonie, kein selbständiges Essen. Aber Spaß am Leben. Emanuel war seit 07/2010 I-Kind an einer Regelgrundschule.
ich finde Deine Idee auch klasse. Mir ging es genau so. Wir waren hier im Kreis auch die ersten, die eine integrative Beschulung durchgeboxt haben. Wobei ich dazu sagen muss, dass Max geistig fit ist uns "nur" im Rolli sitzt. Selbst das war hier ein Problem (die Schule musste umgebaut werden) das mich einige Nerven und schlaflose Nächte gekostet hat. Von Diskussionen und Überzeugungsarbeit mal abgesehen. Aber es hat sich absolut gelohnt. Max ist nun in der 3. Klasse und fühlt sich pudelwohl in seiner Schule.
@Kerstin: Wir werden es auch nicht auf Biegen und Brechen durchsetzen, sondern nur machen, wenn es uns das richtige erscheint. Es gibt tatsächlich eine fußläufig erreichbare Schule, die zumindest schon mal baulich und vom offenen Konzept in Frage kommt. Das erste Gespräch im Schulamt mit einer Beraterin für GU war sehr sehr gut.
@Ingrid: Das ist eine Zeitschrift vom Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte (BVKM), die wir bekommen, weil wir Mitglied sind. Man kann es aber auch im Abo bestellen. http://www.bvkm.de/0-10/zeitschriften,dasband.html
@Alex: Ich finde es schade, dass Ihr darum noch kämpfen musstet! Geistig fitte körperbehinderte Kinder müssen meiner Meinung nach immer in normalen Schulen beschult werden können und zwar ganz regulär ohne irgendeinen Kampf. Schön, dass es Euch gelungen ist und es Max gut gefällt.
LG
Nellie _________________ Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus --> unsere Vorstellung und --> Bilder von uns
wir haben uns für unsere Tochter für die KB-Schule entschieden. Als integrative Schule wäre die größte Grundschule von NRW zuständig gewesen, 40 Klassen. Meine Tochter wäre ein Kind von 25 Kindern in der Klasse gewesen. Lärm, Unruhe verträgt sie nicht. Ihr hätten pro Woche 4,25 Stunden sonderpädagogische Förderung zugestanden. Und was wäre in den restlichen 18 Stunden passiert? Ich bin kein unbedingter Befürworter einer 1:1-Betreuung. Was soll eine solche Betreuung in einer integrativen Klasse. Eine Person kümmert sich ständig um das Kind, das doch eigentlich integriert werden soll. Das widerspricht sich. Ausnahme ist sicher die Pflegeperson bei schwerstmehrfach behinderten Kindern.
Es klingt vielleicht hart, aber ich denke, dass schwerbehinderte Kinder leichter integriert werden können als recht fitte Kinder, die deutlich langsamer lernen, deutlich verzögert sind, viel mehr Betreuung brauchen, aber mit der entsprechenden Betreuung Lesen, Schreiben und Rechnen lernen können. Diese Kinder sind es, die richtig viel Arbeit machen. Aber wenn ich meine Tochter in eine Regelschule eingeschult hätte, wäre sie von Anfang an vom Tempo, von der Lautstärke, von der Menschenmasse überfordert gewesen. An der Förderschule geht man auf sie ein, sie bekommt Aufgaben, die sie weiterbringen und nicht nur beschäftigen.
Ich kenne als Grundschullehrerin die Bedingungen in unseren Grundschulen. Die Klassen sind viel zu groß für Integration, die Lehrerausstattung zu schlecht. Die Unterrichtsmaterialien sind nur für "normale" Kinder gemacht (und auch da fallen viele Kinder durch das Rost), es gibt zu wenig Räume, keine Möglichkeit zum Wickeln, keine Therapien, keine Therapeuten.
Natürlich ist es ein Traum, wenn alle Kinder gemeinsam zur Schule gehen könnten. Aber das kostet viel Geld. Geld, das es nicht gibt und Geld, das auch von den Politikern nicht ausgegeben werden wird. Wenn heute die Politiker das Inklusionsfähnchen hochhalten, dann unterstelle ich, dass sie das tun in der Hoffnung, Gelder einzusparen und diese Sparmaßnahme auch noch als Fortschritt verkaufen zu können.
Ja, ich bin für Inklusion. Aber nur, wenn der Rahmen dafür stimmt. In Köln gibt es keine städtischen heilpädagogischen Kindergärten mehr. Nur noch die integrativen Kindertagesstätten. Es mag gute darunter geben, in vielen I-Kitas werden die behinderten Kinder mehr verwahrt als gefördert. Wir haben das vier Jahre lang erleben müssen und deshalb habe ich mein Kind nicht in eine entsprechende "Verwahranstalt Schule" gesteckt. Sie erlebt jetzt, dass sie körperlich mit den meisten ihrer Klassenkameraden nicht mithalten kann (und das, obwohl sie sicher ein sehr fittes KB-Kind ist), aber sie erlebt auch, dass sie trotz ihrer großen Sprachproblemen gerade im sprachlichen Bereich Dinge kann, die für andere noch mühsam sind. Dieses Erfolgserlebnis hätte sie in der normalen Grundschule nicht.
Annas Sohn ist (glaube ich) auf der Peter Petersen Schule in Köln. Diese Schule macht wirklich tolle Integration. Sie ist in der ganzen Stadt bzw. Region bekannt und sie müssen ganz viele Kinder ablehnen. Aber solche Schulen gibt es zu selten. Vielleicht können die schwerst-mehrfach behinderten Kinder die Bahnbrecher für die Inklusion sein. Von ihnen erwartet niemand, dass sie Lesen und Schreiben lernen. Das nimmt den Druck auf die Grundschullehrer und baut (hoffentlich) Hürden für die Zukunft ab. Es wäre schön, wenn dann auch irgendwann die - ich sag es mal salopp - teilweise behinderten Kinder in die normalen Grundschulen eingeschult werden könnten.
Schon heute sehe ich keine Notwendigkeit für LB-Schulen. Lernbehinderte Kinder können bzw. müssen in jeder Grundschule gefördert werden. Das ist Arbeit für die Lehrer, weil sie viel differenzieren müssen, aber ist garantiert machbar. Ebenso kann ein geistig fittes Rollikind integriert werden, wenn die baulichen Voraussetzungen gegeben sind.
Zum Schluss: wir sprechen hier immer nur über die Grundschulen. Was passiert nach vier oder fünf Jahren mit den behinderten Kindern? Wohin gehen sie dann? Wird darüber heute schon nachgedacht?
ich sehe auf jeden Fall auch (noch) Grenzen der Möglichkeiten, alle zu integrieren. Wie es jemals funktionieren soll, jemanden zu integrieren, der nicht mehr als 5 Personen und nur den ganzen Tage Ruhe ertragen kann, ist mir unvorstellbar.
Ich denke, man muss viel von den Gegebenheiten vor Ort abhängig machen. Bei uns ist es schon weiter als anderswo. Ich weiß nicht, wann es hier noch Sonderkindergärten mal gab. Hier sind es eh nur Integrativkindergärten, in die die Kinder alle gehen. Da gibt es 2-3, die auch die schwer behinderten Kinder sehr gut fördern und andere, die die anderen eher nehmen können. Da muss sich auch noch was bewegen, wenn es wirklich überall sein soll.
Linns 1:1-Betreuung ist bei Weitem nicht nur eine Pflegeperson. Sie ist natürlich vor allem für die Förderung zuständig, macht diese aber doch nicht unabhängig vom Rest des Kindergartens. Um integriert zu sein, braucht Linn diese Hilfe. Sonst steht sie nur daneben. Daher sehe ich da keinen Widerspruch.
Den Punkt mit den Erfolgserlebnissen sehe ich für Deine Tochter auch als wichtig an. ICh denke, da müsste man sehr dran arbeiten, dass es auch für sie möglich wäre.
Wir denken durchaus auch weiter als bis zur 4. Klasse. Hier entstehen gerade Gemeinschaftsschulen, die bis zum Schulabschluss durchgehen und unsere ausgeguckte Schule hat eine weiterführende Schule mit auf dem Gelände. Da könnte man einfach mitwachsen.
LG
Nellie _________________ Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus --> unsere Vorstellung und --> Bilder von uns
ja, dann seid ihr schon weiter. Gemeinschaftsschulen gibt es hier noch kaum, die Hauptschule stirbt aus, gilt inzwischen als Restschule. Gesamtschulen sind riesengroß.
1:1-Betreuung für deine Tochter ist sicher sinnvoll. Für ein Kind wie meine Tochter wäre sie garantiert Unsinn. Meine Tochter würde sich nur auf die eigene Betreuung konzentrieren und auch darauf verlassen, dass sie ihren "eigenen" Lehrer hat. Schön, dass es bei euch mit den integrativen Kindergärten klappt. Hier erlebt man sehr oft genau das Gegenteil.
Ich möchte an dieser Stelle aber auch mal die Grundschullehrer in Schutz nehmen. Wir sind nicht für die Beschulung von behinderten Kindern ausgebildet. Auch Grundschullehrer sind nur Menschen und haben wohl genauso oft wie andere Menschen auch Berührungsängste im Umgang mit behinderten Kindern. Vor einigen Jahren hätte ich mir auch nicht zugetraut, integrativ zu arbeiten. Dank meiner Tochter ist nun mein Ziel, wenn ich im nächsten Jahr wieder anfange zu arbeiten, an eine integrative Schule zu gehen. Noch besser wäre es, eine "normale" Grundschule in eine integrative Schule umzuwandeln zu können. Mal sehen, wo es eine freie Stelle für mich gibt.
Und auf der anderen Seite gibt es viele Lehrer, die ein "schwieriges" Kind wegen Verhaltensauffälligkeiten oder Lernbehinderung möglichst schnell zur Förderschule loswerden wollen. Das ist sicher auch der falsche Weg. Warum werden heute schon so viele Kinder bei der Schulanmeldung von den Grundschulen zur Förderschule weitergeschickt?
Letztes Jahr im Sommer fragte mich die Schulleiterin von unserer Dorfschule (inzwischen sind wir zum Glück umgezogen): "Wollen sie ihre Tochter etwa bei uns hier an der Schule anmelden????" Wir wurden damit schon vor der Schulanmeldung wieder weggeschickt.
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben. Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen. Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum posten Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen