Verfasst am: 23.02.2010, 15:09 Titel: Mit bald 3 Jahren fast nur Geräusche - wer kennt das?
Hallo ihr Lieben!
Ich hoffe, dass jemand meine Beschreibungen kennt und mir weiter helfen kann. Als erstes muss ich sagen, dass ich natürlich schon mehrmals meinen Kinderarzt auf die bestehenden Probleme aufmerksam gemacht habe, aber alles nur damit abgetan wurde, dass sich eben jedes Kind anders entwickelt. Das kann ich so nicht mehr hinnehmen.
Mein Sohn ist jetzt 2 Jahre und 9 Monate. Er konnte ewig nicht krabbeln, dazu wurde gesagt, naja manche Kinder laufen sofort. War nicht so. Er krabbelte dann doch noch und fing erst mit guten 18 Monaten das Laufen an. Im Moment ist er meines Erachtens von seiner Motorik her noch einiges den Kindern in seinem Alter hinterher, z.B. Ball werfen, Klettern, hüpfen. Das besonders schwerwiegende ersichtliche Problem ist aber vorallem das Sprechen. Er kann nur ein paar wenige Worte (ca 15) und verständigt sich sonst komplett nur mit der Imitation von Geräuschen z.B. Schmatzen für Essen, mit der Zunge schnalzen für Trinken, brrr für Auto. Mhhh für Kuh. ÄÄ für Messer, ahhh für Zähneputzen. Ansich eine für ihn "logische" sprache, denn beim Zähneputzen muss man ja nunmal aaahh machen. Aber ich sehe sehr große Probleme auf uns zukommen. Da die meisten Kinder mangels Kommunikation nicht viel mit ihm anfangen können/möchten. Zudem verstehen auch nur wir seine "Sprache". Bei Fremden macht sich schnell Unverständnis und bei ihm Frustration breit. Wem kommt das bekannt vor? Was soll ich noch tun? Das kann doch nicht mehr normal sein. Verstehen kann er alles. Hören kann er soweit ich das beurteilen kann auch sehr gut. Und er teilt sich gerne und den ganzen Tag mit.
meine Maus fing erst mit dreieinhalb an zusprechen. Sie konnte bis dahin nur folgende Wörter Mama, Papa, Nein und Ei(sollte Eis heißen). Wir machten uns schon sorgen, aber der Kinderarzt meinte immer nur jedes Kind braucht seine Zeit. Dann haben wir uns in eine Klinik einweisen lassen um feststellen zulassen was ihr denn fehlt. Sie hatte es immer sehr schwer sich mitzuteilen. Die Diagnose war für uns alle sehr traurig. Schwer geistig Behindert, keine Wahrnehmungfähigkeit und noch vieles mehr.
Sie ist jetzt älter als vier und bringt einen Wortschatz von ca.10Wörter
Wir geben nicht auf, sie ist doch unsere Maus auch wenn sie mir die letzte Kraft raubt.
bin kein Experte aber für mich hört sich das nach einen sog. Late-Talker an. Da meine Maus auch mit 3 Jahren nicht spricht (bedingt durch die EPI), bin ich mit den Logopäden unseres SPZ s im Gespräch. D.h. das soll noch kommen. Bei der Anmeldung wurde ich aber eindringlich nach ihren Sprachfähigkeiten befragt. Da fiel der Begriff. Vielleicht ist das ein Weg für euch. Versuch doch mal einen Termin bei einer logopadischen Beratung in eurem SPZ zu bekommen. Dein Kinderarzt weiss welches das ist und schreibt dir auch eine Überweisung. Ich nehme an, einen Hörtest habt ihr schon gemacht.
Alles Gute
Lisa _________________ Botho (1962), Lisa (1965), Freya (2007)
Sie ist stark entwicklungsverzögert und hat Pseudo Lennox. Sonst ist sie ein liebes, fröhliches Kind, das uns viel Freude macht.
Wenn der KiA meint das alles noch kommt...Das Problem kenne ich.
Nina wird im Mai 4 und hat jetzt einen Wortschatz von ca. 90 Wörter und gebärdet.
Hast Du schon mal gedacht zum HNO zu gehen? Wenn Dir der KiA schon nicht entgegen kommt dann bestimmt ein HNO.
Er könnte überprüfen ob dein Kind was mit den Ohren hat(Polypen z.B) und einen Hörtest machen. Wenn Du glück hast dann bekommst Du Logopädie fürs Kind.
Bein den "Late-Talkern" ist es aber doch meistens so, dass sie gar nicht sprechen und dann auf einmal damit anfangen, oder? Bei meinem Sohn habe ich das Gefühl, dass er es einfach nicht kann und auf seine eigene Sprache ausweicht. Er probiert es noch nicht mal und wehrt sich mit Händen und Füßen. Also so sachen wie: sag mal dies oder probier mal jenes ist ergebnislos. Und meistens ist es doch so, dass die Kinder die später sprechen motorisch oft schon weiter sind. Aber auch da hat er seine Defizite. Habe gerade bei einer Logopädin angerufen. Sie will zurück rufen. Bin gespannt...
was Du erzählst klingt wie bei meiner Tochter. Sie hat sogar erst mit 2 J. laufen gelernt. Uns ist es früh aufgefallen., so dass wir schon mit 2,5 Jahren Logopädie und Ergo bekommen hat. Einiges hat sie aufgeholt, aber auf jeden Fall arbeitet ihr Sprechwerkzeug verlangsamt und sie spricht wie ein Schlaganfallpatient. Seit einiger Zeit wissen wir auch dass sie geistig behindert ist.
Ich glaube Du solltest Dich schnellstens mit einem SPZ in Verbindung setzen, damit es die Fördermaßnahmen bekommt und falls er bald in den Kindergarten kommen soll muss ja auch geklärt werden welcher da möglich ist.
LG
Bea _________________ Bea, Mayer-Rokitanski-Küster-Hauser Syndrom, Posttraumatische Belastungsstörung und chronischer Schmerzpatient, GdB 60%, EM-Rentnerin und Markus mit Hannah geb. 11/03, entwicklungsretadiert, Dyspraxie, auditive Wahrnehmungsstörung und grenzwertiger Hochwuchs, geistig behindert, GdB 80% H,B, G. PS 2. Lena Marie geb. 3/07, gesund. Adoptivkinder.
Hallo,
mein Neffe konnte bis er drei außer Mama nicht ein einziges Wort sprechen, auch er hat sich mir Lauten verständigt, hatte aber ein gutes passives Sprachverständnis und konnte sehr gut zeigen, was er wollte.
Nach logopädischer Behandlung beginnend mit ca. 3,5 Jahren fing er dann gaaaanz langsam an, also auch nichts von wegen von heut auf morgen oder so.
Mitlerweile geht er in die erste Klasse einer Regelgrundschule (ist 7) u. kommt gut mit. Er ist immer noch kein großer Redner und schwer zu verstehen (er kann zB immer noch kein "sch"), aber er kommt klar und ist weder lern- noch geistig behindert. Vom sprachlichen Niveau ist er ungefähr wie ein 4 bis 5-Jähriger würde ich sagen. Außer Logopädie hat er keine Förderung bekommen, leider, ich denke, dann wäre er heute noch besser davor.
Gelaufen ist er im übrigens auch erst mit 17 Monaten...
Vielleicht macht es Dir Mut, es muss nicht immer gleich was ganz schlimmes dahinter stecken...
LG,
AnKa _________________ AnKa mit Tochterkind 10/02 u. Minimonk 11/05 mit Syndaktylien, extremen Knick-Senkfüßen, hyperreagiblem Nervensystem u. aut. Verhaltensmustern - seit Jan. '11 glückliches Regelschulkind!
ich denke es wäre wichtig das über einen HNO abklären zu lassen. Auch schwerhörige Kinder entwickeln Sprache, aber meist ihre eigene Sprache. Bei Tim hatten wir erst mit 5!!! die Diagnose hochgradig Schwerhörig an Taubheit grenzend. Er hatte einen relativ großen Wortschatz aus seinen eigenen Kreationen, daher ist nicht wirklich aufgefallen. Einen Termin bei einem HNO bekommst zur Not auch ohne Überweisung. Von dort kannst du an einen Pädaudiologen weitergeleitet werden. Ansonsten kann ich nur raten es über ein SPZ abklären zu lassen.
LG
Sandy _________________ Mama (72) schwerhörig,depr. Anpassungsstörung
T. (98) hochgradig schwerhörig u. Gleichgewichtstörungen
K. (01) ICP, Epilepsie, geist. Beh., Microcephalus, Behinderung entstanden durch Geburtsfehler,
Aber sooooooo happy und nicht unterzukriegen....
Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic50737.html
Auch ich möchte Dir zu einer Pädaudiologie und einem SPZ-Besuch raten. Das tut nicht weh und hilft möglicherweise enorm weiter!
Mach einen Termin aus - die sind meist erst in einigen Monaten zu bekommen !
Kurz vor dem Termin teile Deinem KiA Deine Entscheidung dort hinzugehen mit und bitte ihn um eine Überweisung, die kostet ihn "eigentlich" nichts und sollte unproblematisch zu bekommen sein, ansonsten mußt Du drauf bestehen
Egal, was der Grund für die späte Entwicklung ist, sie fällt (Dir) auf und sollte "beachtet" werden. Logo, Ergo, aber auch Frühförderung und KG sind mögliche Therapien und die Frage des Kindergartens steht bei Euch ja auch unmittelbar an - es könnte nämlich sinnvoll sein, über einen Sprachheil-Kiga nachzudenken Das alles sollte als Argumentationshilfe beim KiA helfen.
Meine Schwester war aber auch so eine gaaaanz späte. Sprach mit 3 nur 7,5 Worte (Ja, Nein, Bitte, Danke, Mama, Papa, Mann (vor denen hatte sie Angst) und Uuua - das war ich ). Sie wurde deshalb damals (vor 33 Jahren) auch von den KiGas abgelehnt Kam erst mit 4 in einen, der 17km entfernt war...
Sie quatscht inzwischen so viel wie ich, ist hochbegabt und Dr. der Psychologie...
Aber sie hat noch immer eine Schluck- und leichte Sprechstörung
Also - auch ihr hätte eine frühe und gezielte Förderung sehr gut getan!
Viel Erfolg und laß Dich nicht unterkriegen oder weiter vertrösten!
Grüßle
Ursula _________________ Ursula(71 - Kinderkrankenschw.), Gerhard(73), 3 Pflegekinder Tim(2001) und Kevin(2003) leibliche Brüder und mit hohem Bedarf an Aufmerksamkeit, Jessy(11/2002)- ICP, Tetraspastik, muskuläre Dystonie, kaum Kopf-/Rumpf-Kontrolle, sehbeh., PEG-versorgt, bds. luxierte Hüften, starke Skoliose -> Liegekind und unser Goldschatz!!!
Vielen Dank schonmal für die vielen Feedbacks. Die Logopädin hat sich inzwischen gemeldet und mir dringendst geraten ihn dort nochmal vorzustellen. Dazu braucht sie aber auf jeden Fall die Verordnung. Habe sowieso schon den Kinderarzt gewechselt, nachdem er nun auch bei meiner kleinen Tochter (damals 3 Wochen) mehr oder weniger für eine schwere Blutvergiftung verantwortlich war Naja anderes Thema. Bei dem neuen Arzt bekommt man allerdings nicht so schnell Termine. Hatte aber sowieso schon für Mo einen ausgemacht. Hoffe er verschreibt es ohne Probleme. Zudem hat sie auch gemeint, dass die Motorik im direkten Zusammenhang zur Sprache steht und wohl auch da ein Förderung nötig sein kann.
Wegen HNO. Also er hört auch auf Anweisungen, wenn ich z.B in einem anderen Raum bin. Aber auch das werde ich am Montag mal ansprechen. Man weiß ja nie.. Ich werde euch auf dem laufenden halten!
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben. Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen. Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen