Verfasst am: 21.02.2010, 13:23 Titel: Habe kaum noch Kraft
Hallo,
und zwar habe ich durch unser Kind, 4,5 Jahre alt bei dem jetzt die Diagnose frühkindlicher Autismus also Asperger Syndrom gestellt wurde + ADS Rückschlüsse auf das Verhalten meines Mannes ziehen können. Er hat auch schon 2 Therapien hinter sich, die beide nix gebracht haben. Durch die Diagnose haben wir Kontakt mit einem Autismuszentrum, bei dem er auch Ende März die ersten Gespräche hat. Bei ihm ist es auch mit 100 % Sicherheit Asperger. Er verhält sich oft unangemessen was den Umgang und die sozialen Fertigkeiten angeht mit unserem Kind, ich bin ständig am hören, was redet er mit ihr usw. damit unser Kind nicht darunter leidet.
Es wurde nach der Geburt langsam immer schlimmer mit ihm, da umso älter unser Kind wurde umso mehr soziale Kompetenz nötig ist, die er einfach nicht hat. Mich macht schon seine Anwesenheit mit dauerndem Gesichtszucken, Kopfnicken usw. mittlerweile total nervös.
Ich fühle mich irgendwie gefangen, unser Kind kommt erst jetzt im Sommer in den Kiga (etliche vorherige Versuche schlugen fehl), jetzt wissen wir warum, haben jetzt endlich die Diagnose....in einen I-Platz...wobei auch noch so viel zu klären ist. Ich kämpfe momentan auf jeder Seite, mich macht das alles fertig, ich habe keine Freunde mit denen ich sprechen kann, nur meine Eltern, und die machen mir oft Vorwürfe warum ich ihn geheiratet habe usw.
Wenn es einigermaßen läuft, denke ich du musst kämpfen, wenn es mal wieder schlecht läuft und ich höre wie inkompetent er oft mit unserem Kind spricht auch teils unwissentlich niedermachend verbal dann würde ich am liebsten sofort weg.
Mich belastet dieses ständige auf und ab. Meine Eltern gehen wenn unser Kind bei denen da ist, immer auf sie ein, haben auch nicht die Probleme die ich oft ganztägige habe.
Sie hat oft ziemlich starke Wutanfälle, die aus dem nichts kommen, ist gegen mich total distanziert, braucht nur eine Kleinigkeit zu kommen schon kriegt sie total heftige Wutanfälle auch gegen mich wie z. B. Mama ich mache dich tot, ich will dich nicht usw...
Ich hätte mich auch schon längst getrennt, weiss aber nicht wie das unser Kind verkraftet die sehr an ihrem Vater hängt. Außerdem arbeite ich momentan nicht weil sie ja auch noch nicht in den Kiga geht bzw. da 2 Versuche schief liefen, ich wäre auf Hartz 4 angewiesen, wahrscheinlich würden die mich zum Arbeiten zwingen, ich habe da echt keine Kraft mehr.
Wie soll ich das alles meistern?? Was machen???
meine Eltern sehen das alles nicht so schlimm was unser Kind angeht weil sie da ja teils anders ist...und sich gut händeln lässt..
Ich weiss echt nicht was ich machen soll???
oje, das hört sich ja alles wirklich schlimm an Fühl dich mal von mir gedrückt!
Leider kann ich zu dieser Art von "Problemen" nichts sagen,nur, daß du/ihr Hilfe benötigt! Uns das schnell! Hast Du Dich mal an die Lebenshilfe gewandt? Die Leute dort sind wirklich sehr kompetent und hilfsbereit!
Vielleicht können sie Dir Ratschläge und Tipps geben, dich an andere Institutionen vermitteln!?!
Hole Dir definitiv Hilfe!!!
LG
Sonja _________________ Sonja mit Nico (Arthrogryposis multiplex congenita Typ 1b)
Danke dir erstmal fürs Lesen.Ich habe direkt mehrere Probleme :
1. Trennen besser auf Dauer für unser Kind?
2. Therapie mit Mann durchziehen obwohl kaum noch Kraft und er oft unangemessen reagiert in der Erziehung? Und je älter unser Kind wird umso schwierigere Situationen wird es geben in der Pubertät z. b.
3. Wie Trennung ohne Geld, Auto usw. durchführen, ich habe auch noch Tiere die ich nicht mitnehmen kann in eine kleine Wohnung....
Wie zu Therapieterminen kommen, Auto ist meinem Mann...meine Eltern würden zwar ihres leien aber auf Dauer??
4. Habe ich die Kraft das eine oder andere bzw. welche Lösung durchzuziehen?
5. Meine Eltern sind auch keine wirkliche Hilfe, sagen mir dann oft, ich hätte ihn nie geheiratet obwohl das damals noch nicht so sichtbar war und erst mit der Geburt des Kindes und dem Alter des Kindes wie Trotzphase usw. sichtbar wurde.
6. Ich fühle mich am besten wenn er nicht da ist, dann gibts kein Stress kein Streit usw. und das kind hat eine emotionale gleichbleibende "ebene" nenne ich das mal. Er reagiert oft über, ich nenne es mal mimosenhaft, ist total passiv...habe mit ihm gesprochen, er will es auch ändern, nur habe ich die Kraft dazu???
Ich kämpfe da wirklich ziemlich alleine wegen I-Plätzen im Kiga, Kigä selbst, Ämtern usw.
Unser Kind geht zwar zum Kinderpsychologen und Heipädagogen aber die sind nicht für den Rest zuständig sondern nur um Kind auf einen guten Weg zu bringen.
wie würde denn Dein Mann darauf reagieren, wenn Du ihm quasi die Pistole auf die Brust setzt, entweder er ändert sich und arbeitet an sich, oder er darf gehen ?
Ich denke , ihr müsst offen und ehrlich über eure Situation reden, denn es hört sich wirklich schlimm an. Die Vorwürfe Deiner Eltern, Du hättest ihn nicht heiraten sollen, helfen da auch nicht weiter.
Aber er sollte Dich, was die Belange eurer Tochter angeht, schon unterstützen, es ist ja auch sein Kind.
Ich schikc Dir mal ein Kraftpaket
Und eine Trennung sollte wirklich die allerletzte Lösung sein, frage Dich doch mal, ob Du das wirklich willst, vielleicht ist auch einfach nur die Luft raus bei euch ?
l.G.
Bea _________________ Nando 93, Dario 97 nach Unfall 2001 hypoxische Hirnschädigung mit Tetraspastik, Button seit 2001 und verschiedene kleine Baustellen, Nevio 97 und Leya 2005.... und natürlich Bea , Bj. 63
du hast einen Mann geheiratet den du liebtest und der jetzt kränker ist als du dachtest und ihr habt ein Kind das ihr beide liebt und das auch krank ist. Das bedeutet dass Ihr lernen müsst mit den Behinderungen zu leben ! Menschen wie deine Eltern sind da keine gute Hilfe, indem sie dir indirekt vorwerfen alles falsch zu machen (inklusive Hochzeit). Es ist ganz wichtig dass du prüfst ob Gefühle für deinen Mann noch da sind. Und dann darfst du ihn nicht aufgrund seiner Erkrankung für erziehungunfähig halten und ihn beginnen abzuwerten. Du brauchst deinen Partner um die Aufgaben bewältigen zu können, die vor Dir liegen. Gib ihm die Chance neben dir bestehen zu können ! Erst wenn er dir kein Partner sein will solltest du dir über Konsequenzen Gedanken machen.
Investiere in Beziehungen zu Menschen, die dir (Euch) jetzt helfen können. Es ist immer gut Freunde (mit Auto) zu haben oder wie ist es mit Verwandten die deinen Mann kennen und auf ihn positiv einwirken könnten ?
Ich hoffe meine Ausführungen waren jetzt für dich nicht zu konfrontativ.
Liebe Grüße und viel Kraft für die nächsten Zeit.
BineBe
ich sage Dir jetzt in aller Ehrlichkeit etwas und hoffe Du fasst es nicht falsch auf!
Du hast geschrieben:
"Ich hätte mich auch schon längst getrennt, weiss aber nicht wie das unser Kind verkraftet die sehr an ihrem Vater hängt. Außerdem arbeite ich momentan nicht weil sie ja auch noch nicht in den Kiga geht bzw. da 2 Versuche schief liefen, ich wäre auf Hartz 4 angewiesen, wahrscheinlich würden die mich zum Arbeiten zwingen, ich habe da echt keine Kraft mehr."
Ist DAS der Grund warum Du Dich nicht trennst? Das sind keine Gründe? Auf so einer Basis lässt sich NIE eine Beziehung führen. Für Dein Kind und damit Du nicht auf Harz4 bzw arbeiten angewiesen bist mit einem Mann zusammenbleiben ! Sorry sowas kann ich nicht verstehen. Entweder liebe ich jemanden und will deswegen trotz aller schwierigkeiten einen Weg finden und tue das weil ich mit diesem Menschen mein Leben verbringen will und nicht ohne ihn sein möchte. ODER ich liebe diesen Menschen nicht mehr und dann ist es EGAL was dran hängt das beste sich zu trennen. Alles andere ist meiner Meinung nach sich selbst in die Tasche lügen und dann wirst Du nie glücklich sein. (ich weiß wovon ich rede).
Also überlege Dir gut was Du wirklich willst. Und Deinem Kind tust Du KEINEN Gefallen wenn Du mit einem Mann zusammen bleibst mit dem Du unglücklich bist, das spürt Dein Kind nämlich jeden Tag!
Alles Gute und viel Kraft !
Lieben Gruß
Laura _________________ Laura mit Elias (*5/04)- Hüftdysplasie als Baby, motorische Wahrnehmunsstörung, Kiss/Kidd-Syndrom diagn. mit 5 3/4, Entwicklungsstörungen, starke Hornhautverkrümmung, Neurodermitis, V.a. ADHS
mir fällt erst einmal noch einer andere Frage ein: Ist dein Mann sich seiner Probleme bewusst und bereit etwas dagegen zu unternehmen oder nicht. Die sozial/finanziellen Konsequenzen einer Trennung gedanklich durchzuspielen halte ich für völlig legitim, zumal du dich - wenn ich deine Probleme alle so lese - in einer psychischen Extremsituation befindest. Vielleicht ist aber eine Bestandsaufnahme z.B. mit Hilfe der Lebenshilfe hilfreich: Was wäre bei allen nun mal gegebenen Lebensumständen die "Wunschlösung" für dich und was ist davon realisierbar durch dich, durch deinen Mann und das soziale Umfeld. Am allerallerallerwichtigsten ist aber erst einmal, dass du jemanden zum Reden und Abladen findest.
Danke euch allen. Er ist bereit bzw. sagt er will mit allem Willen daran arbeiten, dass er Besserung erhofft.
Wir finden allerdings vor diesem Gesprächstermin im März auch keinen Therapeuten, sonst hätt er schon vorher mit Therapie anfangen können. Ein Therapeut für Asberger zufinden ist echt schwierig und für Erwachsene kaum findbar vor Testbeginn.
Womit ich überhaupt nicht klar komme ist, er hat mir gesagt, wenn er allein wäre hätte er die Lizenz sich selbst umzubringen, das hätte er sich früher mal gesagt (bei Geisteskrankheiten und dafür zählt für ihn Autismus) er nimmt mein Reden eigentlich nicht an dass es das nicht ist und bei Totbringenden Krankheiten wie krebs.
Er meinte zwar noch er würde es wegen seinem Mut wahrscheinlich oder überhaupt nicht machen, aber das hat mich echt schockiert womit ich nicht umgehen kann.
Wir leben nur noch nebeneinander, ich weiss nicht wenn dieser eine Gesprächstermin negativ ausfällt bzw. er nicht auffällt, dann hätte er keine Chance auf Therapie...weil Therapeuten wie gesagt schlecht zu finden sind.
Davor habe ich auch Angst.
Er will sich MÜhe geben, ich habe ihm auch schon bestimmte Sachen wie er mit unserem Kind umgeht erklärt, er scheint die auch nicht mehr machen zu wollen, aber wie gesagt wir leben nur noch nebeneinander her.
Ich weiss weder wie ich das alles mit therapie usw. mit ihm schaffen soll noch ohne ihn bei Auszug und Harz 4. Er hat keine Freunde, keine Familie die hinter ihm steht. Meine Familie würde mir begrenzt schon helfen. Ich habe aber leider auch keine Freunde (obwohl ich ein sehr geselliger Mensch bin)...das heisst es bleiben zum Quatschen immer nur meine Eltern.
Wenn ich da sage ich habe keine Kraft mehr, kommt ein dummer Spruch. Sie sagen dann entweder trennen oder bleiben. Und ich solle mich entscheiden, hören mir zwar zu, aber immer nur am Telefon, wenn ich dann mal kommen möchte und so reden möchte, dann sagen sie wir haben am telefon schon viel gequatscht udn das würde ihnen jetzt reichen.
Ich kann sie ja auch verstehen, aber ich habe auch gesagt mir würde es einfach nur helfen, wenn ich mal meinen Mist loswerde und wenn sein muss auch öfters.
Schön, dass ihr mir zugehört habt.
Ich kriege Vorwürfe gemacht, dass ich 5 Wellensittiche und 2 Kaninchen habe, die ich mir damals bewusst angeschafft habe, sie kommen nicht gernre, weil die Wellis im Wohnzimmer sind und teils schon recht laut sagten sie mir. Und meinen dann wenn der und der aus der Musikgruppe vom Kind mal kommt, dann würden die sich auch ihrne Teil denken usw.
Solche Sachen meine ich halt im Bezug zu meinen Eltern.
Ich stehe also ziemlich alleine da mit Schwierigkeiten bzw. Wutanfällen von unserem Kind (wobei meine Mutter meint sie wäre nicht ausgelastet, daher die Wutanfälle) sie geht halt im Mometn nicht in den Kiga durch die ganzen Probleme und I Platz erst ab August...
Des weiteren muss ich halt viel mit Ämtern telefonieren usw. da kriege ich dann auch Vorwürfe g emacht, dass ich soviel telefoniere usw. ich kann auch nicht alles. Ich habe ihr auch schon zig mal gesagt, dass das ssehr aufwendig ist was ich machen muss mit Beantragungen usw. aber irgendie rede ich gegen Wände. Sie nehmen unser Kind zwar viel wenn ich Termine habe, aber moralisch finde ich kriege ich viele Vorwürfe und fühle mich nachher oft noch schlechter.
Ich gebe wirklich alles...mehr geht einfach nicht..
Das Problem ist auch wir haben 1 I-Platz sicher, ein zweiter Entscheidet sich nächste Woche, und der 3. wäre in einem HPZ, das sich aber erst im März bzw. Anfang April entscheidet da auch noch Gespräche laufen, im HPZ wäre mir natürlich lieber aber ich kann die anderen Kigä bzw. den einen wo der Iplatz sicher ist nicht so lange hinhalten die haben mir gestern schon den Vertrag geschickt. Mein Mann hält sich auch aus allem raus. Versuche ich ihn zu involvieren, ist er wie immer sehr passiv. Ich habe den ganzen Wust alleine zu tragen...
Meine Eltern geben zwar auch Tipps, aber habne verständlicherweise von dem ganzen Mist keine Ahnung...dann werde ich auch mal schnell sauer...
weil ich halt vieles schon weiss und bis in kleinste Kleinigkeiten erklären müsste was mir sehr anstregend ist.
Ob ich meinen Mann noch liebe, weiss ich nicht, ehe neutrale Basis, bin halt froh, wenn er momentan nicht da ist, da dann erst die Probleme viel stärker sind wie unangepasstes Verhalten in der Erziehung usw.
(auch wenns krankheitsbedingt so ist)...
Und ich hätte so gerne Freunde, ich traue mich nicht abends mal was zu machen, weil ich dann nicht weiss wenn unser Kind bockig ist ob er mit ihr klar kommen wird...oder wieder uanngemessen reagiert...so ist es ein ständiges auf und ab und ich kann nicht mehr..
habe morgen einen Psychologen Termin, aber was soll ich da alles in 45 Min. begrenzter Zeit sagen???
naja..danke euch fürs zuhören...
Meine Kinder sind anders betroffen und ich habe zum Glück einen hemann, der gesund ist und mir absolut zur Seite steht!
Aber die Problematik mit der Familie kenne ich auch sehr gut!
Einerseits hört man zu, aber dann wird alles doch schnell relativiert oder man redet sich alles schön! Nett ist auch schonmal der Vorwurf, dass ich immer nur auf der Suche sei weil ich zu viel Kontakt mit anderen "kranken" Kindern habe!
Meine kleinere ist ein I - Kind im Kiga und hat dort gesunde wi gehandicapte Freunde. Zu Hause hat sie NUR gsunde Kinder als Freunde, sie geht dazu auch zum Ballett ... Fakt ist bei ihr: man sieht ihr die Erkrakung noch nicht an!
Mit der Großen ist es dazu nochmal schlimmer: ihr sieht man nunmal tatsächlich NULL an, dennoch hat sie Absencen - Epilepsie, ist mutistisch und dadurch auf ganz anderer Ebene gehandicapt! Und da dar ich mir auch oft genug anhören: Du MUSST mit ihr üben offener zu sein, mehr zu lachen, zu hüpfen und zu springen .... Ich bin ja schon froh, dass sie ÜBERHAUPT mit der Lehrerin mal redet!!!!
Tja, durch die ganzen Telefontae und Briefe und so - da wusel ich mich auch alleine durch! Mein Mann abietet nun mal und ich habe nur eine viertel Stelle! Als Krankenschwester geht man davon auch gern aus, dass ich Ahnung habe!
Tja, habe ich auch von vielen Dingen - aber doch nicht von allem!
LG Svetlana (auch aus Ratingen wie die Usein über mir) ) _________________ Liliana - Renée, 01/06, angeborene Leberzirrhose - Ursache unbekannt Muskelhypotonie und taktile und vestibuläre Wahrnehmungsstörungen
Rebecca - Viktoria, 04/01, Absence - Epilepsie, V.d. auf Hörminderung (noch in Diagnosestellung), selektiver Mutismus
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