also, ich geh mit ner leichten Erkältung schon arbeiten, halt mit Mundschutz. Wenn ich tatsächlich jedes Mal zu Hause bliebe, und alle anderen auch, würde wahrscheinlich die Hälfte aller Dienste ausfallen. Aber wenn ich richtig krank bin, ich Fieber hab, mich nicht mehr konzentrieren kann, oder wenn mir der Rotz aus allen Löchern läuft und Hygiene einfach nicht mehr machbar ist, bleib ich definitiv zu Hause. Zwar mit schlechtem Gewissen, weil ich weiß, dass die Besetzung eh knapp ist, aber ich find's halt anders auch unverantwortlich.
Und eine PDL, die ihre kranken Leute ausdrücklich zum Arbeiten schickt, find ich unmöglich. Aber leider ist das eher die Regel als die Ausnahme. Bei dem PD, wo ich früher war, mußte ich mal das Kind, das ich eigentlich gepflegt habe, in die Klinik verlegen, und hätte danach nach Frankfurt fahren sollen, um dort ab dem nächsten Tag zu arbeiten. Während der verlegung des Kindes hab ich mir allerdings das Knie verletzt und mußte mich krank melden. Die PDL sagte wörtlich: "Ihnen ist aber schon klar, dass das jetzt saudoof aussieht, oder?" Naja, und wenn man sowas mal vor den Latz geknallt gekriegt hat, geht man nächstesmal vielleicht lieber doch arbeiten und beißt halt die Zähne zusammen... Aber richtig ist es definitiv nicht...
Liebe Grüße!!! _________________ Liebe Grüße, Verena (*07/78), mit Töchterchen "Joey" (*06/06), tiefgreifende Entw.-störung, beide V.a. Autismusspektrumstörung, und Krümelchen Joshua im Bauch, ET 29.11.10
Kinderkrankenschwester in der amb. Intensiv-Kinderkrankenpflege
Also ich bin bei Mini-Infekten auch schon arbeiten gegangen. Weil auch sonst definitiv niemand gekommen wäre. Ich habe dann mit Mundschutz etc. gearbeitet. Ansonsten muss eben eine Krankmeldung her oder man tauscht den Dienst weg.
Mit Rückenschmerzen bin ich übrigens auch schon ein paar mal zur Arbeit gegangen, weil ich niemanden mehr gefunden habe, der für mich gekommen wäre...
@Verena: Du hast Dir während der Verlegung, also während der Arbeitszeit, das Knie verletzt? Dann ist es eindeutig ein Arbeitsunfall.... mit allen Konsequenzen! _________________ Bernhard *69, Christiane *70
Dominik *15.10.07 perinatale Asphyxie, globale Entwicklungsverzögerung, organisch sonst gesund
Adoptivschwester *2006
Leon 2005 (+10SSW) Björn 2004 (+15SSW)
Unsere Galerie
Krankenpfleger bei einem 24h-Kinder-Intensivpflegedienst
Ich gehe auch arbeiten wenn es noch zu vertreten ist also Erkältung etc.
Aber man muss irgendwo die Grenze setzen wo man die Verantwortung gegenüber dem Kind und seiner eigenen Gesundheit nicht mehr tragen kann. Wenn was passiert weil ich krank zur Arbeit gegangen bin und mich nicht richtig konzentrieren konnte dann bin ICH nämlich die schuldige - Sorry ohne mich!
Es ist ne schwierige Situation. Ich bin auch erkältet grad und habe Nachtdienst, geht noch weil ich nachts nicht groß ans Kind muss da er durchschläft.
@Verena: Du hast Dir während der Verlegung, also während der Arbeitszeit, das Knie verletzt? Dann ist es eindeutig ein Arbeitsunfall.... mit allen Konsequenzen!
Hallo!!!
Das sah ich auch so. Es war zwar nicht direkt während der Verlegung, aber auf meinem Heimweg, so dass es eigentlich eindeutig ein Wegeunfall war. Leider hat die PDL das nicht interessiert (war ihr ja egal, was ich hatte...), und die Berufsgenossenschaft hat nachträglich ein Schreiben geschickt, dass der Vorfall NICHT als Arbeits- oder Wegeunfall zu werten sei, da es sich um eine "Unachtsamkeit meinerseits" gehandelt habe. Fand ich damals auch sehr seltsam. Ich meine, wahrscheinlich sind die meisten Arbeitsunfälle mehr oder weniger auf Unachtsamkeit zurückzuführen, was aber ja eigentlich an der Zuständigkeit nichts ändert. Letztlich war es mir dann aber den Papierkrieg nicht wert. Ich hatte keine schwere Verletzung und war nach ein paar Tagen mit Ice-Pack und Diclo wieder fit, weshalb es mir egal war, ob nun die BG oder die Krankenkasse Kostenträger war.
Damals hat mich halt vor allem die dumme Bemerkung der PDL genervt. Heute würde ich mir das nicht mehr so zu Herzen nehmen, ganz einfach weil ich weiß, dass der PD mich dringender braucht als ich ihn. Ich wäre nicht unbedingt auf das Geld angewiesen, sondern verdiene mir halt mehr aus Freude an der Arbeit was dazu. Da kann ich alles etwas lockerer sehen als damals, als ich auf die Stelle angewiesen war.
Das ist für mich auch irgendwie der große Unterschied: Dass die Arbeit nicht mehr den ersten Platz in meinem Sein einnimmt. Ich gebe gerne zu, dass ich eine Vollzeitstelle nicht mehr würde haben wollen, vor allem nicht in einem Pflegedienst, solange ich nicht definitiv drauf angewiesen wäre. So kann ich mich auch mal ärgern, habe aber dann auch wieder genug Freiraum für andere Sachen, und kann so auch schnell wieder abschalten.
Liebe Grüße!!! _________________ Liebe Grüße, Verena (*07/78), mit Töchterchen "Joey" (*06/06), tiefgreifende Entw.-störung, beide V.a. Autismusspektrumstörung, und Krümelchen Joshua im Bauch, ET 29.11.10
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Hi!
Das mit den Arbeitsunfällen kenne ich, ich hatte einen Bandscheibenvorfall dadurch bekommen dass ich 3 Stunden am Stück - ohne mich bewegen zu dürfen in gebeugter Haltung einen ziemlich schweren komatösen Patienten in seitenlage halten musste während der Arzt vergeblich versuchte eine Lumbalpunktion zu machen. Anschließend konnte ich mich nicht mehr bewegen. Die Berufsgenossenschaft hat es auch nicht als Arbeitsunfall anerkannt - ich wäre doch selber schuld gewesen, dass ich das mit mir hab machen lassen. aber was will man machen - ich war Schüler. Es stand Aussage Arzt gegen Aussage Stift und ich habe noch heute (5 Jahre später) Probleme damit und durfte die gesamte Behandlung aus eigener Tasche bezahlen.
Ja, die Berufsgenossenschaft versucht sich zu drücken, wo sie nur kann. Wichtig ist nur, dass man nach so einem Ereignis gleich zu einem D-Arzt geht, dass die Sache aktenkundig ist.
@Verena: war der "Wegeunfall" auf dem Weg von der Verlegung zu Deiner Einsatzstelle oder auf dem Weg nach Hause? Im ersten Fall ist es kein Wegunfall, weil Du ja noch in der Arbeit warst. Und letztlich ist es für die Regulierung egal, ob der Unfall während der Arbeit passiert ist, oder auf dem Arbeitsweg. Die Berufsgenossenschaft ist so oder so dafür zuständig! Dafür zahlt der AG ja auch genug Beitrag! _________________ Bernhard *69, Christiane *70
Dominik *15.10.07 perinatale Asphyxie, globale Entwicklungsverzögerung, organisch sonst gesund
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Ich habe das Kind im Frühdienst versorgt und dann an den Transport in die Klilik übergeben. Der Unfall passierte auf dem Weg von der Wohnung des Kindes zu meinem Auto, also eigentlich ein klassischer Wegeunfall. Und ich war auch gleich beim D-Arzt, der war auch zweifelsfrei der Meinung, das sei Sache der BG.
Wie gesagt, wenn ich eine größere Verletzung gehabt hätte, wäre ich sicher auch in eine Diskussion mit der BG eingestiegen, aber da es für mich eigentlich keine Konsequenz hatte, hab ich halt davon abgesehen.
Liebe Grüße!!! _________________ Liebe Grüße, Verena (*07/78), mit Töchterchen "Joey" (*06/06), tiefgreifende Entw.-störung, beide V.a. Autismusspektrumstörung, und Krümelchen Joshua im Bauch, ET 29.11.10
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Toi Toi Toi ist mir auf Arbeit noch nichts passiert (vor allem in meinem alten Job, der war zeitweise richtig gefährlich... Hochsicherheitspychiatrie)... _________________ Bernhard *69, Christiane *70
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Hallo
ja eine kleine Erkältung ist vertretbar...aber sie war mehr wie nur erkältet...hat auch eine woche Krankenschein bekommen....ob sie am Samstag fit ist um zum Dienst zu kommen ist noch ungewiß...
ich hoffe doch aber schon...wüßte net wer sonst arbeiten kommen soll...die andre Vollzeit die tagdienst macht, macht gerade den 7. Dienst hintereinander!!! Und das bei ner 12-Schicht....
lieben Gruß
Nina _________________ Mama Nina (´83), Tochter Chantalle (´99) und Sonnenschein Evelin, geb. 11/06, SSW 33, extreme Muskelhypotonie, Tracheostoma-beatmet, Gastrotube, V.a. CCM + versch. Baustellen
"Wir wissen nicht was das Leben dir bringt, aber wir werden dir helfen das vieles gelingt!" http://evelinsiska.oyla22.de
Es ist ein furchtbares Dilemma, zu gewissen Jahreszeiten genug gesundes Personal zu haben. Vor allem bei der 1:1 Betreuung muss ja ausgefallenes Personal auch 1:1 ersetzt werden (in der stationären Pflege hat man da etwas mehr Spielraum). Töchterchen ist halt im Kindergarten und bringt von da so manchen Infekt mit... _________________ Bernhard *69, Christiane *70
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