Verfasst am: 07.02.2010, 14:19 Titel: Pflegedienst deckt nicht alle Dienste ab
Hallo alle, wir sind neu hier und ich hab auch gleich ein Anliegen wo ich euren Rat brauche.
Unsere Tochter ist schwer Krank und Vollzeitbeatmet und bekommt von der Krankenkasse 19 Stunden Behandlungspflege bezahlt, die restlichen 5 Stunden mach ich selbst. Unser Pflegedienst hat uns zum Ende Februar gekündigt, (ordentliche Kündigung ohne weitere Begründung).
Seit dieser Kündigung kommt es mehrmals die Woche vor das der PD uns keine Schwestern schickt, diesmal 3 Tage hintereinander und abgesagt wird oft erst 1-2 Stunden vorher. Heute ist schon der zweite Tag in Folge wo man uns keine Schwester geschickt hat und wissen das morgen auch schon das niemand kommt für die Tagschicht.
Wir haben einen Vertrag über 19Stunden und bisher hat es auch geklappt aber seit der Kündigung vor einigen Tagen kommen regelmäßig Absagen, so das wir in den letzten 14 Tagen bereits fast 40 Stunden (5 Schichten) Pflegedienst Ausfall hatten . Als Begründung wird nur mitgeteilt das kein Personal da wäre um die Zeiten abzudecken, und es nicht ihre Aufgabe wäre die pflege in den Ausfallzeiten sicherzustellen. Wir sollen uns eben selbst drum kümmern.
Man wollte uns sogar eine Tag/Nacht/Tag Schicht aufeinanderfolgend absagen wo wir uns dann 29 Stunden alleine um unsere Tochter hätten kümmern müssen was wir durch Androhung einer Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung gerade noch verhindern konnten.
Wir sind aus gesundhetlichen Gründen nicht in der Lage die Menge an Pflege selbst zu übernehmen weshalb wir ja auch den Pflegedienst in Anspruch nehmen.
Die Frage ist können wir uns irgendwie gegen dieses Permanent Sitzenlassen wehren? Natürlich können wir es nicht beweisen aber die vermutung das dies Absichtlich passiert liegt nahe.
Kündigung wegen Vertragsbruch wäre eine Möglichkeit aber das ist ja eh hinfällig.
Der Neue PD kann leider noch nicht sofort einspringen, weshalb wir wirklich in eine Notsituation kommen wenn man uns wieder keine Schwester schickt.
Man sagte uns wenn wir die Pflege nicht selbst sicherstellen können musste ein Krankenhaus einspringen aber die sind voll belegt und lehnen die Aufnahme ab wenn keine Med. Notwendigkeit bestehe.
Kinderhospitze etc. gibt es bei uns nicht wo sie mal 1-2 Tage nehmen könnten und Verhinderungspflege steht uns noch nicht zu da keine 6 Mon. Pflegestufe besteht wie man uns sagte. Und selbst bezahlen ist sicher kaum machbar.
Möchte auch nicht zu sehr ins Detail gehen, da wir vermuten das der PD mitliest und uns evtl. wegen nichteinhaltung von Schweigeverpflichtung angreifen könnte wenn man uns oder ihn erkennt.
habt ihr villeicht einen Tip was wir machen können wenn wir wieder niemanden bekommen? Meine Frau und ich stoßen so langsam an unsere Grenzen des machbaren.
LG
Wolfgang
Anmeldedatum: 24.08.2008 Beiträge: 9349
Wohnort: OWL in Nordrhein Westfalen
Verfasst am: 07.02.2010, 14:28 Titel:
Hallo Wolfgang,
Ihr müsst nicht 6 Monate Pflegestufe haben, sondern 6 Monate gepflegt haben. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Da die PFlegesituation ja bestimmt schon länger besteht, würde ich a) gucken, was im Gutachten steht; b) mit der KK reden, ob Euch aufgrund der Situation die VHP jetzt schon zusteht.
Zum eigentlichen Thema kann ich leider nicht weiterhelfen.
Alles Gute
Birte _________________ Jan (1/97 - 8/97 - Herzfehler), Lea (05/99, HC mit Entwicklungsverzögerung etc.), Jona (04/01, fit)
Hallo Birte, leider macht das in dem Fall keinen Unterschied wir selbst sind offiziell erst seit 3 Monaten in die Pflege mit integriert. Davor hatten wir 24h Pflege.
Die Krankenkasse sagt uns wir können sie in ein Hospiz etc. bringen das Problem ist nur wir haben kein geeignetes in der Nähe. Das sagte uns die Dame von der KK.
Anne _________________ DUM SPIRO SPERO
(solange ich atme, habe ich Hoffnung) CICERO
Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits,Makrocephalie, Gaumenspalt u. e. mehr
Tochter A. 01/96, in der Grundschulzeit Absencen
ebenfalls "nur" etwa 120 Kilometer enfernt ist die Arche Regenbogen in Mähringen/Kusterdingen. So weit ich weiß, nehmen die auch Kinder für kurzzeitige Aufenthalte auf und machen auch Übergangspflege für den Übergang zwischen Krankenhaus und Intensivpflege zuhause.
Gruß,
Anan. _________________ Anan, seit vielen Jahren als FED-Kraft in immer derselben Familie tätig...
Danke für die Tips ist aber zimmlich weit weg...!
Mal schauen was wir noch finden, ist ja nur für dne Notfall ab März sind wir die ja los und haben einen neuen.
Danke.
Weiß niemand ob wir Ansprüche wegen dem Ausfall stellen können?
Hallo Wolfgang,
ihr müsst doch sicher die Dienste für die Abrechnung gegenzeichnen, oder?
Da würde ich alle Dienste , die nicht geleistet wurden aber draufstehen streichen. Zusätzlich würde ich der Krankenkasse jeden nicht geleisteten Dienst schriftlich melden.
Ich kenne mich leider nicht damit aus aber müsste es in so einem Fall nicht eine Möglichkeit einer fristlosen Kündigung geben und die Krankenkasse euch helfen einen Ersatz zu finden, falls euer neuer Dienst nicht so schnell einspringen könnte?
Hallo Wolfgang 78,
ihr habt doch sicher die Kundenmappe in der aus dem aktuellen Leistungsnachweis die Ausfallzeiten hervorgehen.( Die Pflegekräfte tragen dort mit Unterschrift ihren Dienst ein)
Die Intensivpflegedienste haben einen Versorgungsauftrag den sie erfüllen müssen. Auch bei hohem personellem Krankenstand muss der Dienst abgedeckt sein.
Ich rate zu einer Anzeige beim MDK und bei der Pflegekasse,dann wird euer noch Pflegedienst überprüft. Kennt ihr andere Kunden des Pflegedienstes denen es genauso geht?
Nun ein Vorschlag, der euch wahrscheinlich erschrickt:
Im schlimmsten Fall habe ich schon gehört,dass in so einem Fall das Kind zum Schlafen abends in die Kd- Klinik auf Intensivstation gebracht werden musste, denn Eltern können nicht 24 Std. die Betreuung übernehmen, das geht 1x im Notfall aber nicht ständig.
Nun haben wir ein richtiges Problem,
gestern kam die fristlose Kündigung des PD.
Seite heute morgen 6.30 haben wir keinerleih Unterstützung mehr, und müssen nun für 3 Wochen schauen wie wir täglich 24h Pflege selbst übernehmen.
Wir haben mittlerweile eine Rechtsanwältin eingeschalten.
Wir haben eigentlich keinerleih rechtliche Möglichkeit den PD zur Wiederaufnahme der Pflegetätigkeit zu zwingen.
Lediglich Strafrechtlich wegen unterlassener Hilfeleistung und Schadensersatz wegen Vertragsbruch wäre möglich. Aber das wir gerade vom Anwalt geprüft.
Wir sind echt am verzweifeln ich hab seit 3 Tagen nicht geschlafen ud fühl mich als wäre ich eben vom Bus überollt worden.
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