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Sprachentwicklungsverzögerung, bitte um Erfahrungen und Tips
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Eva29.03
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BeitragVerfasst am: 18.02.2010, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

hmm, das der Pädaudiologe Logopädie erst mal ablehnt hab ich gestern auch erlebt. Begründung war: Sohnemann hat sich konstant entwickelt in der Sprache. Mit 2 1/4 sagte er 10 "Worte", mit 2 3/4 hab ich ab 300 aufgehört sie aufzuschreiben. Die Aussprache wird seit dem Besuch beim KISS-Arzt besser.

Er sah in einem Buch eine Möwe, sagte daraufhin: "weißer Vogel". Ich erklärte ihm: "Das ist eine Möwe. Die Möwe lebt am Meer und ißt Fische.". Seine Reaktion: "Ohh, Möse Fische essen!". Schallendes Gelächter aus dem Hintergrund, mein Mann... Ich sag langsam und deutlich zu ihm (pädagogisch falsch, ich weiß): "Eine Möwe, Til, das ist eine Möwe!". Er wiederholt noch 3 mal falsch, guckt mir beim sprechen aber auf den Mund und sagt beim 4ten mal ganz klar "Möwe" - das erste mal ein richtiges "w"


Nach dem Erlebnis werd ich mich mal nach Logopädie-Literatur umschauen Smile

_________________
Sohn *04/2007, mit 2 KISS diagn., Sprache entwicklungsverzögert, aber er holt immer mehr auf
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Dore Steinert
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BeitragVerfasst am: 18.02.2010, 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Daniela,

ich kenne aus meiner Familie beides: ein Kind, das aufgrund (fast) chronischer Mittelohrentzündungen schlecht hörte - und das andere war überempfindlich gegen Lärm (mit Ausnahme von eigenem Lärm übrigens), was sich bei uns in ständigen Kopfschmerzen, Nervenzusammenbrüchen im Trotzalter und Schulverweigerung (zu laut) äußerte.

Beim ersten Lesen klingt die Idee mit der Wahrnehmungsstörung nicht abwegig (ich bin allerding Feldenkraislehrerin, keine Ärztin!). Das würde auch erklären, warum der Pädaudiologe nichts findet - dann wären nämlich nicht die Ohren an sich, sondern die Sinnesverarbeitung im Gehirn betroffen.
(Es fällt dann schwerer, einzelne Geräusche zu lokalisieren und zuzuordnen - du sprichst mit deiner Freundin, draußen fährt eine Straßenbahn vorbei, und im Hintergrund läuft die Waschmaschine. Trotzdem kannst du dich auf ihre Worte konzentrieren. Wenn die Sinnzuordnung fehlt und alle Geräusche gleich (tatsächlich) laut wahrgenommen werden, entsteht ein undifferenzierter Geräuschbrei ... )

Der Gehörsinn ist eng mit dem Gleichgewichtssinn verbunden (der liegt unter anderem auch im Ohr). Schaukelt dein Sohn ungern? Wird ihm im Auto übel? Das hätte unter Umständen etwas mit der Reizverarbeitung zu tun.
Bei meiner Cousine haben die Eltern eine echte Schwerhörigkeit übrigens festgestellt, als sie in völlig ruhiger Umgebung mit Schokoladenpapier geknistert haben. Da hätte sie aller Erfahrung nach reagieren müssen Wink
Je genauer du herausfindest, wo die Probleme liegen, desto besser kann ihm geholfen werden.

Was die Einschätzung von dir oder dem Kindergarten angeht - könnte es sein, dass ihr BEIDE Recht habt? Weil Kinder sich in unterschiedlichen Umgebungen unterschiedlich verhalten. Ein KIndergarten ist auf jeden Fall in der Regel wesentlich unruhiger, lauter, unberechenbarer als die häusliche Umgebung - das könnte so belastend sein, dass auch andere Entwicklungsbereiche (Handhaltung) davon betroffen sind.
Wenn es in einen Streit ausartet oder du das Gefühl hast, überhaupt nicht Ernst genommen zu werden, kannst du vielleicht ein Video von dem Verhalten in häuslicher Umgebung machen, damit im Kindergarten ein anderes Bild entsteht. Wahrscheinlich wäre es aber besser, wenn es so weit nicht kommt. Vielleicht könntest sowohl du als auch die Kindergärtnerin beobachten, in welcher Umgebung das Kind sich optimal entwickeln kann? Und dann so viel wie möglich davon - vielleicht gibt es ruhigere Räume oder Zeiten, in denen konzentriert gebastelt werden kann ...

Meine Söhne hören inzwischen übrigens beide ausgezeichnet was sie nicht sollen - und sind so gut wie taub, sobald die Spülmaschine ausgeräumt werden soll. Very Happy

Liebe Grüße, Dore
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toto35
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BeitragVerfasst am: 19.02.2010, 07:50    Titel: Antworten mit Zitat

Dore Steinert hat folgendes geschrieben:
Hallo Daniela,

ich kenne aus meiner Familie beides: ein Kind, das aufgrund (fast) chronischer Mittelohrentzündungen schlecht hörte - und das andere war überempfindlich gegen Lärm (mit Ausnahme von eigenem Lärm übrigens), was sich bei uns in ständigen Kopfschmerzen, Nervenzusammenbrüchen im Trotzalter und Schulverweigerung (zu laut) äußerte.

Beim ersten Lesen klingt die Idee mit der Wahrnehmungsstörung nicht abwegig (ich bin allerding Feldenkraislehrerin, keine Ärztin!). Das würde auch erklären, warum der Pädaudiologe nichts findet - dann wären nämlich nicht die Ohren an sich, sondern die Sinnesverarbeitung im Gehirn betroffen.
(Es fällt dann schwerer, einzelne Geräusche zu lokalisieren und zuzuordnen - du sprichst mit deiner Freundin, draußen fährt eine Straßenbahn vorbei, und im Hintergrund läuft die Waschmaschine. Trotzdem kannst du dich auf ihre Worte konzentrieren. Wenn die Sinnzuordnung fehlt und alle Geräusche gleich (tatsächlich) laut wahrgenommen werden, entsteht ein undifferenzierter Geräuschbrei ... )

Der Gehörsinn ist eng mit dem Gleichgewichtssinn verbunden (der liegt unter anderem auch im Ohr). Schaukelt dein Sohn ungern? Wird ihm im Auto übel? Das hätte unter Umständen etwas mit der Reizverarbeitung zu tun.
Bei meiner Cousine haben die Eltern eine echte Schwerhörigkeit übrigens festgestellt, als sie in völlig ruhiger Umgebung mit Schokoladenpapier geknistert haben. Da hätte sie aller Erfahrung nach reagieren müssen Wink
Je genauer du herausfindest, wo die Probleme liegen, desto besser kann ihm geholfen werden.

Was die Einschätzung von dir oder dem Kindergarten angeht - könnte es sein, dass ihr BEIDE Recht habt? Weil Kinder sich in unterschiedlichen Umgebungen unterschiedlich verhalten. Ein KIndergarten ist auf jeden Fall in der Regel wesentlich unruhiger, lauter, unberechenbarer als die häusliche Umgebung - das könnte so belastend sein, dass auch andere Entwicklungsbereiche (Handhaltung) davon betroffen sind.
Wenn es in einen Streit ausartet oder du das Gefühl hast, überhaupt nicht Ernst genommen zu werden, kannst du vielleicht ein Video von dem Verhalten in häuslicher Umgebung machen, damit im Kindergarten ein anderes Bild entsteht. Wahrscheinlich wäre es aber besser, wenn es so weit nicht kommt. Vielleicht könntest sowohl du als auch die Kindergärtnerin beobachten, in welcher Umgebung das Kind sich optimal entwickeln kann? Und dann so viel wie möglich davon - vielleicht gibt es ruhigere Räume oder Zeiten, in denen konzentriert gebastelt werden kann ...

Meine Söhne hören inzwischen übrigens beide ausgezeichnet was sie nicht sollen - und sind so gut wie taub, sobald die Spülmaschine ausgeräumt werden soll. Very Happy

Liebe Grüße, Dore


Hallo Dore,
das mit dem "Geräuschbrei" hast du super erklärt. Genau das betrifft meinen Sohn, die Ärzte sagen, bei ihm ist ständig "Party im Kopf". Diese Kinder müssen sich enorm drauf konzentrieren, das wesentliche aus diesem Geräuschbrei rauszufiltern (und das bei meinem Sohn, der enorme Konzentrationsprobleme hat Rolling Eyes ). Übrigens ist dieses Problem ganz typisch bei ADHS-Kindern.

_________________
LG
Susanne
____________________________________
Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
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Daniela und Co
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BeitragVerfasst am: 26.02.2010, 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

heute schreibe ich mal mit etwas Wut im Bauch.
Wir waren heute mit unserem Sohn bei einem HNO Arzt, dessen Praxis sich auch auf Stimm- und Sprachstörungen spezialisiert hat.
Ich sagte anfangs nur kurz zu dem DR. das wir da sind weil Frederic so schlecht spricht und die Ohren überprüft werden sollen, wegen den Ergüssen.
Er guckt in die Ohren und sagte: Ja, die sind völlig dicht!! Kein Wunder das der so schlecht spricht, der hört extrem schlecht. BZW er hört es schon aber halt wie mit den Ohren unter Wasser.
Dann fragte der Dr. was bislang gemacht wurde.
Ich erzählte ihm, dass er vom Kinderarzt immer Nasenspray und etwas Pflanzliches bekommen hat.
Das konnte der Dr. nun so überhaupt gar nicht verstehen, er meinte das mit dem Nasenspray sei der reinste Quatsch, damit würde den Kindern nur die Nase kaputt gemacht.

Wir haben nun einen Termin und unser Zwerg bekommt Paukeröhrchen eingesetzt und die Polypen entfernt, in der Narkose soll dann auch ein Hörtest gemacht werden und beim nächsten Termin eine logopädische Untersuchung.

Ein bisschen verunsichert sagte ich dann, dass wir das alles schon hinter uns haben und auch der Hörtest beim Pädaudiologen ergeben hat das unser Sohn ein dem Alter in etwa entsprechendes Hörvermögen hat.
Es war ja nun mal so, dass der Pädaudiologe nur einen angeblich ganz frischen minimalen Erguss rechts festgestellt hat, aber der Kinderarzt drei Tage zuvor auf beiden Ohren einen starken Erguss diagnostiziert hatte. Wieder drei Tage später, wieder beim Kinderarzt immer noch beide Ohren stark betroffen.... Wir haben uns natürlich gefragt „Ja was denn nun? Ergüsse Ja? Nein? Vielleicht? Hm... Der Hörtset war ja (angeblich) auch ganz gut.

Naja, heute bei dem anderen HNO hatte er auf jeden Fall auf beiden Seiten starke Ergüsse, die habe ich sogar auf einen Monitor gesehen und erklärt bekommen.

Der Dr. war richtig sauer auf seine Kollegen und konnte das ganze hin und her absolut nicht verstehen. Das Logopädie zur Zeit noch nicht Sinnvoll sein sollte hat ihn fast vom Stuhl geworfen. Den Hörtest machen wir auf jeden Fall noch einmal.
Wir sollten uns überlegen wo wir den Test wiederholen, er will nicht dass es so aussieht als wolle er sich aufspielen, aber das bescheinigte Ergebnis könne auf gar keinen Fall stimmen.

Haben dann noch so Fragen wie zum KISS Syndrom gestellt und vom Dr. die Antwort bekommen ich solle dem Kind doch bitte nicht zumuten weiter von Arzt zu Arzt zu Arzt zu rennen.
Er ist sich sicher, dass die schlechte Sprache von den Paukenergüssen kommt, die ja immer mal wieder da und wieder weg und wieder da und wieder weg.... waren. Seiner Meinung nach waren die wahrscheinlich nie ganz weg und wenn dann nur extrem kurz.


Einen abgeänderten Bericht habe ich im übrigen vom Kindergarten in der Zwischenzeit erhalten – steht allerdings längst nicht all das drin, was wir im Elterngespräch zu hören bekommen haben. Ach ja außer das Frederic gut hören könne. Wenn man ihn rufe, reagiere er schließlich.

Ich bin fast geneigt am Montag direkt mal zu Fragen wo die Erzieherin Ihr Fachwissen her hat. Ob sie wohl einen Fernkurs in Kindermedizin absolviert hat?
(Nein, werde ich meinem Sohn zu Liebe so nicht machen Razz )

Wenn ich mir vorstelle, dass unser Sohn in etwa so hört, wie ich mit dem Kopf unter Wasser und ich dann an den natürlichen Lärm im Kindergarten denke, wundert es mich nicht das er sich anders verhält wie die anderen Kinder.

Uns so langsam bekomme ich eine Ahnung wie schwer es für die Kinder und Eltern ist, wenn der Nachwuchs eben nicht ins vorgegebene Muster passt.


Viele Grüße

Daniela
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AndreaBlaschke
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BeitragVerfasst am: 01.03.2010, 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo in die Runde!!
vom Osteopathie halt ich persönlich nur vom hörensagen her ne menge - hab bislang keinen termin bekommen können.
unser Cedric hat "nur" ergo, es wird von alles seiten auch Logo befürwortet - nur vom ki arzt nicht. Denke, da muss man sich als Elternteil auch auf die hinterfüsse stellen, oder den Kiarzt übergehen und versuchen das rezept im SPZ zu ergattern.
Unser ist ebenfalls entwicklungsverzögert, sprachdefizit, immer noch windelträger(wir arbeiten daran) und sensomotorisch (?) ganz grausam unterwegs.............
Ich sage dazu:: wechselt wenns sein muss den arzt.

LG andrea
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AnneF
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BeitragVerfasst am: 03.03.2010, 02:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Daniela und Co
hab die anderen BEiträge nur überflogen, will Dir kurz von uns erzählen. Unser Sohn hat mit 3,5 Jahren nicht gut gesprochen und null Kontakt zu anderen aufgenommen. Kindi hat uns früh einbestellt - es gibt Probleme. Wir sind nach Odysse, die nicht mehr wichtig ist in Maulbronn gelandet - erkenntnis- unser Kind benutzt Sprache nicht als Kommunikation - hört deshalb auch nciht auf Sprache.
Er hatte extreme Rückstände im Sprachverständnis - hat aber keienr gemerkt, weil er visuell so fit war, dass er fast immer richtig reagiert hat Shocked
Hören ist gut, aber auch heute ist er bei viel Geräuschkulisse üerfordert und hat noch Defizite- ich hoffe, er bekommt den Platz in der Sprachheilschule.
Von wegen er ist dumm - das denken viele, die ihn nicht kennen , leider können die Gleichaltrigen auch nicht gut mit ihm, aber er hat sich in Siebenmeilenstiefeln entwickelt seit wir wissen, wo das Hauptproblem ist und auf seiner Ebene mit ihm kommunizieren. Er ist nicht bockig- er versteht uns oft nciht!!!
Kämpfe um die richtig Förderung es lohnt sich!

Ich wünsch Dir viel Mut und KRaft!

Gruß
AnneF

_________________
Peter `69+Anne `71 mit Sarah 1/01 ADHS?, Depression? + Samuel 10/03 Sprachentwicklungsverzögerung, autistische Verhaltensweisen, emotionale Störung, Soziale Störung, Körperwahrnehmungsstörung
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Dore Steinert
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BeitragVerfasst am: 03.03.2010, 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

LIebe Daniela.

als erstes kann ich dir nur sagen, dass deine Geschichte für mich eigentlich ganz gut klingt. Ja, das Kind hat Probleme. Ja, abwarten bringt nichts.
Aber es hat eine Mutter, die sich intenisiv kümmert. Der Kindergarten ist aufmerksam, die Kommunikation stimmt noch, und sie können Integration anbieten. Die Sohn ist bei anderen Kindern beliebt. Das sind mal sehr gute Voraussetzungen.

Was die Befunde angeht: möglich, dass Fehler gemacht wurden. Es ist aber auch möglich, dass die Ergüsse tatsächlich kommen und gehen (wenn sie das tun, wäre vielleicht ein Allergietest sinnvoll?) Die Flüssigkeit in den Ohren läuft über den Nasen-Rachenraum ab (da das Trommelfell wasserdicht ist) - wie sieht es denn mit Schnupfen aus?

ICh verstehe völlig, dass man eine klare Antwort und möglichst schnelle Lösung will. Das Dumme ist - vielleicht gibt es sie nicht.
Man kann Masern und ein gebrochenes Bein gleichzeitig haben. Dein Sohn könnte auch ein akustisches Problem UND Wahrnehmungsschwierigkeiten haben, beides gleichzeitig oder nur eines davon.
Grundsätzlich finde ich es gut, dass der Arzt dir rät, erst mal ein Problem anzugehen. Also erst Schulmedizin, dann Osteopathie / Feldenkrais, dann Akupunktur oder Homöopathie etc. ... das ist wohl sicher auch eine Frage der Ideologie. Aber wenn man alles gleichzeitig macht, kann man sich nie sicher sein, was wirklich genutzt hat (es gibt natürlich auch Leute, die alle Fortschritte der nächsten 6 Monate für sich reklamieren - da wäre ich vorsichtig).

Wenn der Arzt tatsächlich die Lösung hat und die Probleme sich nach der OP und Logo deutlich bessern, Gratulation!

Was mich ein wenig bedenklich stimmt, ist der Satz:
ich solle dem Kind doch bitte nicht zumuten weiter von Arzt zu Arzt zu Arzt zu rennen.
Er ist sich sicher, dass die schlechte Sprache von den Paukenergüssen kommt ...

Das erklärt nämlich nicht die Beobachtung des Kindergartens:
Als Beispiel wurde auch genannt, dass er einen Trinkbecher ganz merkwürdig zwischen zwei Händen halten würde und beim Essen würde er sich sein Brot mit der flachen Hand in den Mund schieben.

Hmmm. Wenn die Situation sich nicht wesentlich bessert, kann ich dir nur raten, dein Kind weiterhin - auch in verschiedenen Situationen - sehr genau zu beobachten. Mit Intelligenz hat das alles auf jeden Fall nichts zu tun.
Aber erst mal auf jeden Fall viel Glück bei der OP!
Meldest du dich danach, wie es weitergeht?

Liebe Grüße, Dore
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KirstenJanker
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BeitragVerfasst am: 03.03.2010, 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

huhu daniela!

hier mal was ganz anderes: mein Kind nr.3 ist 3J, 9 monate und spricht 2-3 Wortsätze. Seit 1 Woche erste "Geschichten" und ich habe einen Mordsterz mit kiga, JA, I-Hilfe an der backe, weil ich therapieunwillig bin! Kind hatte 2 jahre massiv Lungenprobleme, war mit 3 Jahren auf Stand Sprache 1,5. Seitdem hohlt er auf und wie und zwar ohne Therapien.....
Ich habe mich mit Kind 1+2 massiv am Therapie/Ärztezirkus beteiligt, bis ich zusammengeklappt bin (und ich sollte noch viel mehr fahren!!). Dann hab ich mal genau geschaut was den kids was gebracht (ich wohne extrem ländlich).
Ergo = null (Quali stark personenabhängig), Logo = Null, FF viel, Hp bißle.
Mit dem kiga hab ich mir 5 Jahre die nerven ruiniert, jetzt darf Männe den letzten geleiten....wegen Wohnort gibt es leider keine Alternativen. Die Eingriffe/Übergriffe in die Privatsphäre sind massiv. ich hab jetzt Anwalt bei Fuß, langt. Meine ach so therapiebedürftigen kinderchen laufen übrigens unauffällig im oberen Klassendrittel 1.+2. klasse mit. Und meine Nummer 3 ist der klügste, der macht seinen Job schon. bedenke, das Verhalten deines Kiga finde ich heftig, (bei uns wird besser seit göga aktiv), gibt Akten, wo heute jeder Furz notiert wird!
Ich darf übrigens morgens nicht mehr mit meinen kids an der Bushaltestelle frühstücken (großer sonniger Spielplatz nebendran) usw. diese Eingriffe in die Privatsphäre sind unsäglich und sehr verletzend (wir frühstücken jetzt halt auf der kutsche oder im heu...).
mfg Kirsten

_________________
Kirsten 68; Adel 69; Leon 10/01 Asthma, hypermobil,HD; Kai 12/02 Staunieren, Entwicklungsverzögerung undef.; Jo 6/06 entwicklungsverzögert Sprache
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christianesaft
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BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Daniela!
Warst Du schon mal an der Uni Münster?
Ich habe dort sofort eine Logopädieverordnung bekommen.
Bei meiner Großen habe ich damals vom KiA auch keine Ergotherapie bekommen.War dann mit ihr beim Allgemeinmediziner. Der hat mir die verordnet.

Christiane

_________________
christiane68,patrick71,anna7/97Legasthenie,frgl.ADHS,Amelie06/05periventrikuläre Leukomalazie
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Daniela und Co
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BeitragVerfasst am: 05.03.2010, 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen zusammen

und danke für eure Antworten.
Bis zur OP sind es ja nur noch ein paar Tage und in der Zwischenzeit wird jetzt einfach mal gar nichts passieren.
Ich habe bisher nicht wieder mit dem Kindergarten gesprochen.

Mein Mann hat der Erzieherin erzählt, dass unser Sohn Paukenröhrchen bekommt und die Ohren zusitzen. Er hatte nicht das Gefühl, dass man ihm das glauben wollte – um es vorsichtig zu sagen.
Wir haben keine Möglichkeit den Kindergarten zu wechseln ... also halten wir uns zurück.

In den letzten Tagen merken wir wieder sehr große Fortschritte im sprachlichen Bereich. Frederic redet jetzt viel in dreiwort- und vierwortsätzen. Nicht unbedingt neue Wörter, aber zusammengebastelt als kurze Sätze.
(Ein lustiges Beispiel, ich gehe seit dieser Woche wieder für ein paar Stunden in der Woche an meinem alten Arbeitsplatz arbeiten und mein Mann hat mich dort nach Feierabend mit den Kindern abgeholt. Mein Chef kam mit ans Auto gelaufen, um die Kinder kennen zu lernen und sagte, dass Mama jetzt wieder nach Hause kommt und er mich nur kurz ausgeliehen hat und das jetzt öfter macht. Frederic guckte ihn an und sagte wie aus der Pistole geschossen „Kanns du nich ausleihen - is Papa´s Mama“ Chef meinte - na, das ist doch aber eure Mama... Und Frederic: „Ja unse Mama - aber gehört Papa wohl“ „Mama nur arbeitet hier“) Shocked Laughing

Was das Verhalten im Kindergarten betrifft, wo er die Trinkbecher komisch halten, oder sein Brot mit der flachen Hand in den Mund schieben würde muss ich sagen, dass wir so ein Verhalten hier Zuhause gar nicht beobachten und schon längst nicht mehr kennen.
Vor kurzen waren wir auf einer Veranstaltung, wo auch viel Kinder waren – insgesamt vom Lärmpegel her und auch sonst deutlich über Kindergartenniveau und er hat sich normal verhalten, wenn auch weniger gesprochen
Im Wartezimmer (für Kinder) von dem HNO hat er lange mit einem anderen Kind an einer Eisenbahn gespielt und sogar kurze Dialoge mit dem Kind geführt.

Ein Video vom Kindergarten, was sein merkwürdiges Verhalten dokumentieren sollte gibt es bis heute noch nicht und in dem abgeänderten schriftlichen Bericht steht auch nichts von alledem.
Eigentlich bin ich sehr Vorsichtig mit solchen Aussagen, aber ich halte es schlichtweg für eine Lüge. Denke man wollte uns Eltern einfach etwas mehr druck machen, damit wir den Antrag auf Integration stellen und so mussten halt ein paar Beispiele erfunden werden. Ich glaube nicht, dass die sich umsonst weigern den original Bericht, den wir ja unterschreiben mussten, auszuhändigen und dann extra einen neuen schreiben.


Ich glaube allerdings schon, dass er sich im Kindergarten anders verhält wie bei uns und auch, dass er gleichaltrigen gegenüber weit zurück liegt.

Ich hoffe und denke, dass wir mit der Op, Frühförderung, Integration und Logo und/oder Ergo ein ganz gutes gesamt Konzept haben und er zügig aufholen kann und wird.
Den Kinderarzt werde ich wechseln, sollte es nach der Op und den neuen Tests immer noch keine Verordnung für Ergo und Logo geben.

Ach, ist das jetzt schon wieder lang geworden. Ich werde nach der Op weiter berichten.

Liebe Grüße
Daniela
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