mich macht sowas schon tief betroffen, noch dazu wo mein großer Sohn in ein katholisches Gymnasium mit Internat geht, allerdings haben sie eine Internatsleiterin, aber trotzdem, die Padres huschen dort auch umher!
Ausschließen kann man sowas sowieso nie 100 %ig, ich hoffe nur, dass er es mir bald genug erzählt, wenn es wirklich passieren sollte!
Ach herrje......sexuelle Übergriffe werden nur durch Männer getätigt,
dann weiterhin gutes Vertrauen.
Ich war auch als Kleinkind in einem katholischen Heim,als man mich
da raus holte,mussten Psychologen es wieder richten.
Die katholischen Erzieherinnen blieben verschont,die Kinder als Lügner
abgstempelt.
Es war die schlimmste Erfahrung meines Lebens,von den Eltern
entrissen,sollte man Liebe und Geborgenheit erfahren.
Wir wurden im Heim nur geschlagen ,gedemütigt,im Keller eingesperrt,
Briefe wurden zensiert.........
Es wurde einem gedroht,wenn man etwas sagen wollte.
Das alle Opfer schweigen,kann ich nur zu gut verstehen
lg Beate
Was mich ärgert ist die Tatsache, dass diese Taten so schnell verjähren. Die Opfer leiden mitunter ihr Leben unter den Folgen und den Tätern droht überhaupt nichts, egal, wieviel die angestellt haben.
Ich bin auch überzeugt, dass das nicht nur ein Problem der katholischen Kirche ist, was man ja jetzt schon in dem einen Fall erfahren hat. Und auch in evangelischen Einrichtungen wird es mutmaßlich solche Fälle gegeben haben. Wie Isolde geschrieben hat, hat das mitunter mit Macht zu tun.
Bei Taten in solchen Positionen gehört meiner Meinung nach eine Null-Toleranz-Strategie her. Die Täter gehören sofort aus Amt und Würde genommen. Egal, ob die jetzt "krank" sind oder nicht. _________________ Bernhard *69, Christiane *70
Dominik *15.10.07 Asphyxie bei Geburt, Entwicklungsverzögerung, Epi
Adoptivschwester *2006
Leon 2005 (+10SSW) Björn 2004 (+15SSW)
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Krankenpfleger bei einem 24h-Kinder-Intensivpflegedienst
Bei Taten in solchen Positionen gehört meiner Meinung nach eine Null-Toleranz-Strategie her. Die Täter gehören sofort aus Amt und Würde genommen. Egal, ob die jetzt "krank" sind oder nicht.
Bitte vergleicht sexuellen Missbrauch nicht mit einer Krankheit.
Denn da platzt mir der Kragen......
Hier gibt es keine Entschuldigung....schon gar nicht bei den katholischen
Institutionen.
Was gibt einer katholischen Novizin das Recht,die Würde und Vertrauen eines Kindes zu missbrauchen.
Dann die Angst mit Gekreuztem Jesu und der Bibel in der Hand
zu verstärken.
So ein Verhalten kenne ich aus dem Evangelium nicht.
Aber hier scheint sich wohl keiner angesprochen,da alle ja
so diese Taten zu entschuldigen wissen.
Wenn einer eurer Kinder betroffen wäre,würdet ihr anders reden
lg Beate
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Wohnort: Österreich
Verfasst am: 06.03.2010, 18:15 Titel:
Hallo Beate,
als erstmal mein Sohn wurde nicht den Eltern entrissen, er hat sich selbst dafür entschieden. Wir wissen dass er dort nicht geschlagen und getreten wird.
Ich weiß auch, dass Übergriffe durch Frauen passieren, wenn diese auch sicher in der Minderheit sind.
Mir geht es auch nicht um katholisch, evangelisch oder sonst was, es geht darum, dass ein Vertrauensverhältnis missbraucht wird, da ist es eigentlich egal, welcher Institution der Täter angehört oder welcher Gesinnung er ist.
Es tut mir sehr Leid, was dir passiert ist, ich weiß, dass solche Wunden nie wieder heilen, aber trotzdem hoffe ich, dass meinem Sohn sowas nicht passiert und ich habe sicher ein wachsames Auge auf ihn und auf die Schule. Trotzdem sehe ich nicht in jeder kirchlicher Institution sofort und überall potenzielle Missbraucher.
Die gibt es überall, leider Gottes nur, wird nirgends wo der Mantel des Schweigens so drübergelegt wie in der Kirche, das finde ich einen Wahnsinn, dass schlimmstenfalls solche Täter veresetzt werden, aber nie rechtlich verurteilt! _________________ Liebe Grüße
Elke
Sohnemann (5.03), Hypospadie, chron. Obstipation, Autismus-Spektrum-Störung
mit großem Bruder und großer Schwester
@Beate: das mit Krankheit war eigentlich ironisch gemeint... weil darauf sich doch alle hinausreden, um eine milde Strafe (wenn überhaupt) zu bekommen... Ich habe früher mit solchen "Kranken" in einer forensischen Klinik gearbeitet und somit einiges mitbekommen.... (zum Glück sind diese Zeiten vorbei)
sorry, dass das falsch angekommen ist. _________________ Bernhard *69, Christiane *70
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Mir geht es auch nicht um katholisch, evangelisch oder sonst was, es geht darum, dass ein Vertrauensverhältnis missbraucht wird, da ist es eigentlich egal, welcher Institution der Täter angehört oder welcher Gesinnung er ist.
!
Wow! guter Satz! Das trifft sehr gut, was ich darüber denke.
Wenn ein Nicht-Gläubiger oder ein katholischer Priester bei einem Ladendiebstahl erwischt würden, wie würde es jeweils in den Medien erwähnt werden?
Mein Sohn ist ebenfalls in einer Einrichtung wochentags, die Ihn auf das Leben in einer Wohngruppe in einer Werkstatt vorereitet.
Keinen seiner Betreuer würde ich irgendetwas negatives zutrauen.
Aber dennoch, gerade weil einige unserer Kinder sich noch schwerer ausdrücken könnnten, als es schon die "normalen" ( bitte verzeiht den Ausdruck ) gesunden Kinder tun könnten....
gerade deswegen werde ich wohl immer beunruhigt sein, solange solche Problematiken exisitieren.
Auch wenn er erwachsen ist .... weil er irgendwie immer Kind sein wird.
( er ist inzwischen 17 und trotz seiner geistigen Behinderung ein recht hübscher Junge, wie manche mir immer wieder bestätigen). Daher ist er auch immer irgendwie gefährdet, da er weniger mit solchen Situationen umgehen könnte, wie ein normal aufgeklärter Jugendlicher, der sich vielleicht - eben vielleicht - besser wehren könnte.
Denke, dass es so einigen hier ähnlich geht, oder?
Egal welcher Träger die Einrichtung ist. _________________ "Das Tolle daran, die einzige zwischen richtig und falsch unterscheidende Art zu sein, ist, daß wir uns immer genau die Regeln ausdenken können, die uns gerade in den Kram passen. - Die letzten ihrer Art, Douglas Adams
Nun ja, bisher war ja noch irgendwie in den Köpfen verankert, dass ein Kind in einer kirchlichen Einrichtung "sicherer" und "geschützter" war, als sonst irgendwo. Das hat sich ja inzwischen als "Vorurteil" herausgestellt. Man hat einfach unterschätzt, dass unter der Ordenkleidung im Prinzip keine andere Menschen stecken als sonst irgendwo. Besonders schlimm ist eben, dass in diese Ordenskleidung ein besonderes Vertrauen gesetzt worden ist. Und dieses Vertrauen beinhaltet auch Pflicht der "Vorgesetzten", dafür zu sorgen, dass dieses Vertrauen auch gewürdigt wird. Aber durch das jahrelange wegschauen und vertuschen wurde dieses Vertrauen der Schutzbefohlenen und der Eltern verletzt. _________________ Bernhard *69, Christiane *70
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Nun ja, bisher war ja noch irgendwie in den Köpfen verankert, dass ein Kind in einer kirchlichen Einrichtung "sicherer" und "geschützter" war, als sonst irgendwo
Hallo Papa Bernhard,
das denke ich nicht. Diese Skandale gibt es ja nun nicht erst seit gestern. Und es ist bekannt, dass die Kirche seither dazu geneigt war, diese schlimmen Dinge zu vertuschen. Dass man nun von Seiten der Kirche, endlich kosequent handeln will und die Dinge offen legt, ist endlich ein Schritt in die richtige Richtung.
Zitat:
Besonders schlimm ist eben, dass in diese Ordenskleidung ein besonderes Vertrauen gesetzt worden ist. Und dieses Vertrauen beinhaltet auch Pflicht der "Vorgesetzten", dafür zu sorgen, dass dieses Vertrauen auch gewürdigt wird.
Sollte so sein . Ja. Aber eine Garantie wirds nicht geben.
Ebenso nicht in sonstigen Schulen und Einrichtungen, die nicht der Kirche angehören.
Anders als oft vermutet, schließen Experten das Eheverbot für Priester als Auslöser für Missbrauchsfälle in der Kirche aus.
Nach seiner Einschätzung hält die Kirche sich sehr sorgsam an den Rat von Experten, wenn es um die Weiterbeschäftigung von Priestern nach Missbrauchsproblemen gehe. Problematisch sei die anschließende Gruppentherapie, bei der Priester sich schwerlich „outen“ könnten.
Missbrauch sei nicht kirchenspezifisch, sondern komme in allen Berufen vor, in denen Erwachsene mit Jugendlichen zu tun hätten, erklärt Chefarzt Manfred Lütz vom Kölner Alexianer Krankenhaus, das Therapiemöglichkeiten für Kirchenmitarbeiter bietet. Die mögliche Gefahr durch einen angehenden Priester lasse sich wissenschaftlich kaum voraussagen.
„Trotzdem können wir sexuellen Missbrauch durch einen unserer Geistlichen auch in Zukunft nicht ganz ausschließen, wir würden aber in solchen Fällen alles versuchen, um das Leiden der Opfer zu mindern.“
im zusammenhang mit den mißbrauchsfällen,kam ein bericht,in dem ein psychologe sehr schön erklärt hat,wie wichtig in solchen fällen (im fall man könnte opfer werden) die erziehung ist.
vorrangig eine erziehung ,die dazu geeignet ist,sich auch sogenannten obrigkeiten zu wiedersetzen und zu hinterfragen,was die obrigkeiten so anstellen.
das gegenteil davon wäre eine erziehung die zum gehorsam und zur funktion abrichtet.
menschen,die immer gewohnt sind zu funktionieren,brav zu sein und zu hören,weils erwartet wird,werden gemeinhin erheblich schneller opfer.
ich denke gerade in kontext kirche kann es duchaus sein,das dieser gehorsam prima opfer produziert.
Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
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Verfasst am: 14.03.2010, 21:18 Titel:
Hallo,
unser Sohn besucht ja ein kath. Internat und wir haben dieses Wochenede mit unserem Sohn gesporchen über das Thema und er weiß, dass er zu uns kommen kann, wenn was ist.
Ich denke doch, ich habe meine Kinder zum kritischen Denken und Hinterfragen erzogen. Ich schätze ihn auch nicht so ein, dass er nicht kommt, wenn er ein Problem hat, das macht er ja sonst auch nicht.
So hoffe ich sehr, dass es ihm gut geht dort, aber nachdenklich macht es doch! _________________ Liebe Grüße
Elke
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