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Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche
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BeitragVerfasst am: 01.03.2010, 13:04    Titel: Re: Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche Antworten mit Zitat

Mirianna1 hat folgendes geschrieben:
Hallo,

http://www.sueddeutsche.de/,ra8m1/p.....panorama/178/502413/text/

Wann wird endlich das Zölibat abgeschafft?
Hier sehe ich den Ursprung alles Übels.

LG
Mirianna



Wink
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Isolde
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BeitragVerfasst am: 01.03.2010, 13:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gaby,

tja - das sind eben die unterschiedlichen Sichtweisen,

Wink Wink Wink Wink

und das ist doch auch gut so;

falls Du es für mich nochmals hochgeholt hast Laughing Laughing Rolling Eyes Wink

Schönen Gruß - Isolde

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RenateT
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BeitragVerfasst am: 01.03.2010, 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen

ich bin nicht gerade ein Fan von Hans Küng, aber in dem Link einige Seiten zurück hat er meiner Meinung nach genau die richtigen Bibelstellen zum Thema "Zöllibat" zitiert.

Was ich hier noch lese sind Worte wie :die Kirche ist unzeitgemâss, weltfremd, nicht fortschrittlich....
Da stellt sich die Frage:"was ist den Zweck und Ziel von Kirche"?

Zum Thema Sexualität möchte ich folgendes sagen:

Gott ist der Schöpfer des Menschen und der Schöpfer von Sexualtät. Sexualität wird in der Bibel nicht degradiert zum blossen Zeugungsakt, sondern zwei Menschen werden leiblich, seelisch, geistlich EINS. Eine Einheit! Und wenn es keine Freude machen dürfte, hätte Gott es wohl anders gemacht Very Happy
Fortschrittlich, unzeitgemäss usw....na ja, was die Bibel zum Thema sagt, ist eigentlich sehr aktuell. Und die Bibel ist nunmal das Fundament jeder christlichen Kirche.
Nehmen wir mal an, dass die gesamte Menschheit sich nach den Regeln richten würde, die Gott zum Theam Sex gegeben hat, dann hâtten wir:
-keine Tenagerschwangerschaften
-keine Geschlechtskrankheiten
-keine Vergewaltigungen
-keine Abtreibungen
-keine übersexte Reklame an allen Ecken und Enden, in jedem Reklamespot, in den filmen, usw
-keine Pornosüchtigen
-kein Porno auf dem Internet
-keine Pedophilie
-weniger Ehescheidungen
-und was ich noch alles vergessen hab.
Das Leiden vieler vieler Menschen heutzutage bestünde gar nicht.
Ist das so unzeitgemâss und so altmodisch oder vielleicht eher gesund, heilend, schützend?

Was das "halbglauben" angeht: Mânner, die sich Priester nennen und sich an Kindern vergreifen,sind in Gottes Augen noch nicht mal halbgläubig.

Schönen Tag

Renate

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BeitragVerfasst am: 01.03.2010, 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Was das "halbglauben" angeht: Mânner, die sich Priester nennen und sich an Kindern vergreifen,sind in Gottes Augen noch nicht mal halbgläubig

Hallo Renate,
das allerdings. Ich hatte das auch eher im Bezug auf eine Freundin, gemeint. Wink

Was Deine anderen Argumnte angeht, hast Du zwar Recht. Aber es sind ja nun die negativen Seiten, die Du aufgezählt hast. Es ist eben normal, dass Teenies ihre Sexualittät leben, oder dass man in wilder Ehe zusammenlebt oder auch eben einfach nur eine Partnerschaft hat. So brav, wie es die Kirche eigentlich verlangt, ist das alles nicht und Menschen wollen eben nicht weltfremd leben. Wenn Du das nun richtig überlegst, was glaubst du, wie viele Menschen sich außerehelich nach der Kirche richten? Für wen ist die Kirche bestimmt? Für diese Mehrzahl der Menschen oder? Da stimmt doch dann was nicht.

Du musst auch noch überlegen, inzwischen lassen sich sogar evangelische Geistliche scheiden. Die kirchlichen Gesetze passen doch auch dort in den eigenen Reihen nicht. Wozu dann überhaupt?

Das Zölibat ist ein Zwang, ebenso eigentlich für jeden/jede Gläubigen/Gläübige, der/ die nicht verheiratet ist und die Kirche genau nimmt, ist es ebenso ein Zwang auf Sexualität zu verzichten. Das passt einfach nicht in unsere Zeit. Über diese Zeiten sind wir doch längst hinweg oder nicht?
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RenateT
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BeitragVerfasst am: 01.03.2010, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gaby

Ja, du hast recht. Menschen wollen so nicht leben, jedenfalls die meisten nicht. Und das hat seine Folgen.

Das Zölibat ist ein Zwang, den die Bibel von einem "Hirten" nicht fordert. Jeder darf laut Bibel für sich selber sehen, ob er heiraten will oder ob er ledig bleiben will und kann.

Für wen ist die Kirche bestimmt? Nicht für die Mehrzahl, eben nicht!!!! Das hatten wir schon mal woanders, nicht wahr!
Eklesia ist das Wort, das im griechischen Grundtext des Neuen Testamentes für Kirche gebraucht wird und bedeutet ek=aus/heraus, kaleo=gerufen. Diejenigen, die zur Eklesia, also Kirche oder Gemeinde gehören, sind die, die sich aus der Welt herausgerufen wissen. Herausgerufene!!!! Eine Gemeinschaft von Gläubigen, die freiwillig und voller Überzeugung Gott folgen will. Die Bibel nennt die Gemeinde, also eklesia, auch die "Braut Christi", sinnbildlich, Menschen, die Nachfolger von Christus sind. Oder "Leib Christi" auch wieder sinnbildlich,mit Christus als "Haupt".

Was habe ich denn in so einer Gemeinschaft verloren, wenn ich nicht glaube? Der einzige Zweck eines Kirchenbesuches ist dann doch nur, dass ich was von Gott höre, dass ich in Kontakt komme mit Gottes Wort, dass ich als suchender Mensch Gott finde. und wie kann das geschehen, wenn die Kirche sich an die Welt anpasst, Gottes Wort verdreht, seine Massstäbe zur Seite legt...?
Und was habe ich als Nachfolger von Jesus denn davon, wenn in der Kirche gar nicht Jesus verkündigt wird? Wenn es da genauso zugeht wie im Fussballclub?

LG Renate

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BeitragVerfasst am: 01.03.2010, 14:24    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Und was habe ich als Nachfolger von Jesus denn davon, wenn in der Kirche gar nicht Jesus verkündigt wird?

Hallo Renate,
also Fußballclub wohl eher nicht. Es geht ja nun nicht um den Gottesdienst. Es geht um die Regeln. Wenn Du nun sagst, das Zölibat hat mit der Bibel nix zu tun, dann zeigt das doch schon wieder, dass die Kirche macht, was sie will. Wink
Zitat:
Nicht für die Mehrzahl, eben nicht!!!!

Eigentlich vielleicht nicht. Der Staat bestimmt...................... Mr. Green Wink

Das liegt aber an der Kirche und ihrer altertümlichen Einstellung. Wink
Das hat ja nun nicht alles mit Gott oder Jesus zu tun. Die Pille gabs bei Jesus noch nicht. Wink


Jetzt noch etwas anderes. Man kann doch ein Kind überhaupt nicht nach solch strengen Regeln erziehen. Wie stellt sich die Kirche das vor? Ein Kind hätte doch einen schlechtes Gewissen , sobald es zum Teenie wird und die Regeln bricht? Also ich habe da Schwierigkeiten, ein selbstbusster gesunder Mensch und Kirche 100%. Das geht glaube ich nicht.


http://www.spiegel.de/politik/deuts.....and/0,1518,680693,00.html


Selbst unter den Gläubigen hält weniger als die Hälfte die eigene religiöse Institution für ehrlich und lebensnah.


Die Kirche ignoriert die Erfahrungen der Menschen in ihrem alltäglichen Leben. Gebetet wird für Familien, aber nicht für Alleinerziehende und Singles", kritisierte Weisner.
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Isolde
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BeitragVerfasst am: 01.03.2010, 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe Gaby,

habe das hier gelesen - und stimme Renate da auch zu 100% zu. Ich kann es nicht so toll formulieren wie Renate das kann.

Jetzt möchte ich aber doch mal Dir die Frage stellen?
Wie stellst Du Dir DIE Kirche vor?
Was erwartest Du von DER Kirche wie sie sein soll,
für Dich und für die Menschen überhaupt.

Das würde mich nun doch einmal interessieren. Sorry dass ich da so direkt frage.

Lieben Gruß - Isolde

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BeitragVerfasst am: 01.03.2010, 16:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gaby

Und danke, Isolde.

Gaby, du hast es über die Regeln der Kirche und dass du sie wohl nie wirst halten können. So versteh ich dich.

Meinst du Regeln der Kirche oder Gebote Gottes?

Wie ich schon sagte, kommt das Wort Kirche von Eklesia, also "Herausgerufene". Ein Herausgerufener muss von irgendwem gerufen werden. Und das ist Gott. Gott ruft den Menschen, jeden einzelnen persönlich. Wenn Gott anfängt zu rufen, merke ich, dass manches in meinem Leben nicht stimmt, dass ich eben Gottes Gebote nicht befolge und es auch nicht kann und sogar auch nicht will. Erst wenn ich wirklich erkenne, dass das Sünde ist und dass es die Sünde ist, die mich von Gott trennt, und dass ich Vergebung brauche, kann ich den Ruf Gottes beantworten und seine ausgestreckte Hand greifen und ein "Herausgerufener" werden. Und dann steht Gott neben mir und hilft mir mit Seinem Geist, um -mit Fallen und Aufstehen- ein Leben als Christ zu führen. Und dann will ich seine Gebote befolgen, es macht mich traurig, raubt mir den Frieden, wenn ich bewust gegen ihn eingegangen bin und dann darf ich das auch wieder bekennen und davon befreit werden und Frieden finden.
Und dann will ich einfach auch bei anderen Menschen sein, die auch "herausgerufene" sind und will ich gerade durch den Gottesdienst Gott besser kennenlernen, tiefere Gemeinschaft mit ihm bekommen, ermutigt werden, ermahnt, korrigiert, durch Gottes Wort und die Predigt.

Was die Kinder betrifft: es ist unsere Aufgabe als Eltern, unseren Kindern den Glauben vorzuleben und zu lehren. Aber ob sie diesen Glauben auch für sich persönlich annehmen, ist ganz allein ihre Sache. Da hilft kein Zwang, und das ist auch gut so. Glaube kann und darf man nicht erzwingen, aber man kann ihn auch nicht erben. Es ist immer eine persönliche Sache zwischen Gott und dem Menschen.

LG Renate

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BeitragVerfasst am: 01.03.2010, 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Isolde, hallo Renate,
ich möchte doch überhaupt nicht über die Kirche diskutieren.
Was hat denn nun das Thema Kirche an sich, mit dem thema, dass die Kirche außerehelichen Sex schlichtweg verbietet zu tun. wi wärs wenn Ihr darauf eingeht. Isolde, auch wenn pfarrer da nun nicht ganz so weltfremd sind. Die Kirche sagt NO. Und halbe Kirche geht nicht oder? Also wenn man sich dazu bekenen will, dann muss man auch darüber reden.
Ebenso verbietet die kath. Kirche ihren Pristern Frauen. Und Scheidung gibt es in der Kirche auch nicht. Klar ist es so, dass es einzelne Pfarrer weltlich vermitteln. Aber die Kirche hat ganz KLARE REGELN.
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Isolde
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BeitragVerfasst am: 01.03.2010, 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Gaby V. hat folgendes geschrieben:
Z.B.: Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Isolde, was sagst Du zu dieser Regel der Kirche?


Gaby,

Du willst nicht über die Kirche reden,

aber über was schreibst Du denn die ganze Zeit?

Zölitbat ist Kirche - ob Du es nun glauben willst woder nicht.

Und Dein Zitat von oben - völlig richtig. Da stehe ich so dahinter, als Selbstbetroffene, und was nun? Ich darf nicht mehr heiraten, kirchlich, also habe ich für mein Handeln Konsequenzen zu ziehen.

Das ist doch nicht anders als beim Staat - vergehe ich mich da an einer Sache die sträflich ist, habe ich die Konsequenzen zu ziehen.

Und was heißt - die Kirche VERBIETET den Zölibat und die Kirche VERBIETET den Pfarrern die Frauen.

Nochmals - in der katholischen Kirche gibt es die 7 Sakramente die so ihren Sinn haben,
und da gibt es eben nur die Entscheidung ENTWEDER heiraten mit allen Konsequenzen des Auf und Ab ODER ich werde Priester / Nonne mit allen Konsequenzen die es hat.

Warum ist es so schwer zu akzeptieren dass die Kirche nunmal ihre Gesetze hat - dafür ist es doch die Kirche und sonst nix. Keiner zwingt einem in dieser Kirche zu bleiben - auch das hat natürlich Konsequenzen wie all mein Tun und Handeln egal in welchen Lebensbereichen Konsequenzen hat.

Und wenn ich meine, ich müsste unverhütet alle Tage mit einem anderen Mann Sex haben (ohne Liebe), dann hat das eben auch Konsequenzen - entweder Krankheiten, schwanger werden oder aber dass ich es glatt verlerne, was Liebe wirklich ist und was es heißt zum anderen zu stehen und mit diesem Mann den ich WIRKLICH liebe meine Sexualität auszuleben.

Es ist doch nur mein eigenes schlechtes Gewissen das ich mir dadurch bereite oder nicht.
Mir sagt heute keiner mehr - DAS IST VERKEHRT - das weiß inzwischen jeder selber.

Und mein Kind (okay bei Jonathan wird es dieses Thema nicht so geben) - dem kann ich auch nur sagen, es sollte dieses und jenes vielleicht einfach überdenken. Ich kann nur drauf hinweisen welche Konseuquenzen es haben könnte - ich kann ihm nichts verbieten und würde es ihm auch nicht verbieten.

Und wenn ich nur nach dem "da oben" schaue - also in den Vatikan, dann verpasse ich tatsächlich einwenig das Leben in meiner Gemeinde die mir den Rücken stärkt in einer etwas anderen Haltung die in dieser Welt nicht "IN" ist - gut, dann bin ich eben in bestimmten Dingen "OUT" - aber auch damit muss ich alleine leben, sonst niemand.

Ein Mann muss kein Priester werden - er muss auch nicht Priester werden mit 25 Jahren wo er eigentlich noch nicht genau weiß, was er wirklich will. Mein Bruder ist viel später Pfarrer geworden - sog. Spätberufener und war vorher auf dem Finanzamt verbeamtet. Er hat das aufgegeben und sich bewusst für sein Priestersein entschieden. Somit verpasst er nichts mehr weil er sich lange dafür Zeit gelassen hat und vorher sicher alle Möglichkeit der Welt gehabt hatte, anderes auszuprobieren. Ob er es getan hat kann ich nicht sagen - ich war damals 9 und habe daher keine Ahnung.

Kirche - ist eben das alles,
die da oben - und der Pfarrer von nebenan.
Das kannst Du nicht trennen - aber der Pfarrer von nebenan ist menschlicher und näher an der Basis dran - was viele "von da oben" eben nicht sind, weil sie im Vatikan sitzen.

Somit kann nur im Laufe der nächsten vielen Generationen sich erst etwas verändern, wenn die Priester von heute ihre Stufen nach oben gehen und dann aus einem ganz anderen Blickwinkel die Dinge betrachten und beurteilen könnnen.

Lieben Gruß - Isolde

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