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BeitragVerfasst am: 01.02.2010, 08:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo miteinander,
vielleicht wird alles auch zu schwarz gesehen. Ich fühle mich weder diskriminiert, noch habe ich das Gefühl, dass meine Tochter aussortiert wird. Ich versuche eher positiv zu denken.
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Verfasst am:     Titel: Anzeige

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saskia und a.
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BeitragVerfasst am: 01.02.2010, 08:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, das ist doch absolute Panikmache und Schwarzmalerei,

wir haben einen Freund der ist Arzt in einem großen Klinikum, der sieht das alles ganz nüchtern und eben betriebswirtschaftlich,

er sagte neulich ,je mehr eigentlich lebensunfähige Säuglinge beatmet reanimiert werde ect dsto mehr sind die Intensivstationen einschließlich teuren Geräte ausgelastet,
je mehr je besser, überlegt mal, wer da alles davon rein finanziell provitiert, Krhs Pflegedienste Rehakliniken Hospize ect

DAS finde ich furchtbar und schrecklich
aber ich glaube sehr viele Betriebswirte und Verwaltungschefs von Kliniken denken so,
Hauptsache verdienen..
und welches Zukunftszenario ist nun schrecklicher?
LG saskia

_________________
saskia (*59) mit Alexander( 5/91 )Asperger Syndrom
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ehemalige Userin
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BeitragVerfasst am: 01.02.2010, 08:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.

Und wie geht es den Müttern u. Vätern, die sich gegen ihr Kind entschieden haben? ... es wird ein Leben lang das Leben bestimmen, ... doch gut für die Allgemeinheit: die Psychotherapie wird nicht so teuer werden wie eine Intensivbetreuung. Confused

... es gibt alle möglichen Forschungsergebnisse: das Gen, das Fettleibigkeit begünstigt und und und ...
Es wird immer etwas gesucht und gefunden ...
... gut für die Eltern, die "ihr" Kind nach best. Kriterien zusammenbasteln und aussortieren möchten. Rolling Eyes

... bestimmt dauert es auch nicht mehr lange, bis ein Gendefekt entdeckt wird, der "Herzlosigkeit" verursacht, ... diesen Menschen würde so ein Denken auch nicht zu nahe gehen, nichts ausmachen, ein Kind abzutreiben.
Doch diesen Gendefekt könnte man ja für dieses Ausrotten gut gebrauchen.

LG, Ines.
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Anna-Katharina
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BeitragVerfasst am: 01.02.2010, 08:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo saskia und a.,
Zitat:
je mehr eigentlich lebensunfähige Säuglinge beatmet reanimiert werde

Was bedeutet in euren Augen Lebensunfähig?
Mein Sohn kam wenn man es so will auch "Lebensunfähig"zur Welt als extrem Frühchen.
Ich mußte schon während der Geburt Entscheiden ob Notkaiserschnitt ja oder nein weil man dachte er würde die Geburt nicht Überleben.
Ja ich habe darauf bestanden das er Reaniemirt wird,hatte zum Glück Unterstüzung die darauf achtete das alles gemacht wurde was mir wicvhtig war da ich mich für Notkaiserschnitt entschied.
Auch danach stand es noch oft sehr Kritisch.
Ich bekam ihn raus mit der Diagnose er würde nie sitzen,stehen laufen ect,können.
Ich mußte selbst um Krankengymnastik Kämpfen.
Aber es hat sich gelohnt!
Trotz harter Jahre kann er heute einigermaßen laufen,und hat sich besser Entwickelt als je jemand dachte!
Klar kostet es viel Geld Klar verdienen die Krankenhäuser daran!
Aber für einem als Eltern zählt dieses Kind und zwar genau dieses egal was es hat!
Ich finde es Teilweise verletzend wie über solche Kinder geredet wird(Auch im Krankenhaus).
Es wurde zum Beispiel ein Kind in der 23 Woche geboren,wo ich durch zufall von einer Schwester mitbekam wie sie zu einer anderen sagte jetzt holen sie wieder so ein Krüpel den wir dann ständig auf Station versorgen müßen.
Egal was unsere Kinder haben,egal wie viel Hilfe sie brauchen für uns Eltern ist genau dieses Kind das Wichtigste,wertvollste auf der Welt!

_________________
Kids:98,2001,2006.+91+98
A-K.21.06-19.11.91(Frühchen.28SSW.890gr.38cm)
L-C.03.03.98 (19.SSW.)
S.1975
M. 1998Extrem Frühchchen(24SSW.730gr.33cm)
D.2001 Nephrotisches Syndrom (Gesund)ADHS
J.2006Epilepsie(Anfallsfrei),Autismus,Erste2Jahre Schlafapnoe.
Bevor du einen Menschen beurteilst,gehe drei Monde in seinen Mokassins.
Indianische Weisheit.
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BeitragVerfasst am: 01.02.2010, 09:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es wurde zum Beispiel ein Kind in der 23 Woche geboren,wo ich durch zufall von einer Schwester mitbekam wie sie zu einer anderen sagte jetzt holen sie wieder so ein Krüpel den wir dann ständig auf Station versorgen müßen.

Crying or Very sad ... also das hat getroffen.
Was gibt es für "Menschen"?
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BeitragVerfasst am: 01.02.2010, 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
. bestimmt dauert es auch nicht mehr lange, bis ein Gendefekt entdeckt wird, der "Herzlosigkeit" verursacht, ... diesen Menschen würde so ein Denken auch nicht zu nahe gehen, nichts ausmachen, ein Kind abzutreiben.

Hallo,
also ich weiß nicht ob die Phantasie und auch die spekulative Sichtweise irgendwie viel zu weit geht.
Ich glaube nicht, dass es soweit kommt, dass ein Arzt ohne Einverständnis der Eltern über Leben und Tod entscheiden wird. Ich meine dass diese Geschichte nicht wirklich etwas mit Realität zu tun hat. In meinen Augen braucht man schon sehr viel Phantasie, um solche Überlegungen anzustellen. Auch wenn die Genforschung vorangetrieben wird.

Damit meine ich, dass Eltern über lebenserhaltende Maßnahmen manchmal in bestimmten Situationen selbst entscheiden können. Und es gibt Eltern, die es schlichtweg ablehnen, lebenserhaltende Maßnahmen in diesen bestimmten Situationen zu treffen. Ansonsten denke ich nicht, dass
ein Arzt "Gott" spielt. Es MUSS alles getan werden. Und ich sehe nicht, dass sich daran in Zukunft etwas ändert. Nicht ohne Einverständnis.
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saskia und a.
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BeitragVerfasst am: 01.02.2010, 09:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich habe nicht geschrieben, dass das meine Meinung ist,
aber
@Ines du schreibst was sind das für Menschen ?
Nun, ich denke ganz normale Menschen ,die auch mal genervt und gefrustet sind von ihrem Job und nur weil sie Dienst am Menschen machen bzw haben, macht das ja keinen Unterschied

Zitat von Anna-Katharina
Egal was unsere Kinder haben,egal wie viel Hilfe sie brauchen, für uns Eltern ist genau dieses Kind das Wichtigste,wertvollste auf der Welt!

Eben ,und darum muß man eben auch mal zulassen, dass andere anderer Meinung sind und eben nicht so viel Egoismus akzeptieren können,
hier ist ein freies Land und gottseidank kann jeder frei entscheiden was er zum angeblichen Wohl seines Kindes verantworten kann und was nicht,

wobei schon die Frage erlaubt sein sollte, dass nun in einem konkreten Fall den unser Freund uns berichtete ,Eltern alles dransetzten um das Kind am Leben zu erhalten damit man nacher einen Schwerstpflegefall hat , ein Kind blind taub beatmet sondiert, ist das ein Leben ?

Es gibt auch wirklich die Problematik eben an dieser Klinik , dass die Herzintensivstation mittlerweile Schwierigkeiten hat, eben für Akutfälle Herzoptermine zu organisieren weil eben so viele schwerstbehinderte Säuglinge auch solche Ops brauchen um
ihr" schweres" Leben eine gewisse Zeit weiter führen zu können, das sind immer sehr schwierige Entscheidungen auch wohl immer mit der Ethikkommision im Hintergrund,

es ist alles sehr komplex und wahrhaftig nicht so einseitig und naiv zu betrachten wie dieses Eingangs"märchen".
LG saskia

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BeitragVerfasst am: 01.02.2010, 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ,
ich wollte auch noch schnell was hinzufügen. Die Überschrift lautet ja, "Abgetrieben". Eine Frau entscheidet selbst. Sollte es warum auch immer Thema sein. Also auch das denke ich wird in Zukunft so bleiben. Dass eine Frau gezwungen wird. Unvorstellbar. Glaube ich nicht.
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finnja
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BeitragVerfasst am: 01.02.2010, 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen alle zusammen!
will auch mal meinen senf dazu geben:
die geschichte ist zwar in der zukunft, aber für so unwahrscheinlich halte ich sie nicht...
in anbetracht der tatsache, wie unsere gegenwart (oder die der niederländer und belgier) aussieht, nützen alle ethikkomissionen nix, wenn so ein murks rauskommt.

der bezug zum dritten reich ist immer da, wenn es um totalitäre überwachung und perfekt organisierte/verwaltete ausmerzung des unerwünschten geht, dagegen ist die eugenetik bzw sozialdarwinismus und befreiung der gesellschaft von "lästigem" leben so alt wie die menschheit selbst...

abtreibung/euthanasie/sterbehilfe wird es immer geben, die frage ist doch, wie legitim wir (als gesellschaft) sie werden lassen... mal im ernst, wenn mein kleiner nicht darunter leiden müsste (weil viele ihn dann erst als behinderten betrachten würden) hätte ich mir schon längst t-shirts drucken lassen mit der aufschrift : ich ziehe lebensunwertes leben groß...

alleine schon die tatsache, dass sich schwangere rechtfertigen müssen, warum sie bestimmte untersuchungen nicht durchführen lassen oder WISSENTLICH behinderte/kranke kinder bekommen spricht für sich....

klar ist es augenscheinlich sehr rational und fürs gemeinwohl besser, wenn selektiert wird, aber wo fängt es an und wo hört es auf, nur jemand der sehr kurz denkt findet keine persönliche betroffenheit und bleibt so rational Embarassed

der medizinische fortschritt ist ähnlich zu betrachten, wie der fortschritt in der waffentechnik, klar gibt es atombomben (und inzwischen sowas wie mikrowellenwaffen, die erhitzen die gegner, vom leichten quälen, dass sie aufgeben, bis zum kochen) aber was machen wir damit?! das gilt für mich auch für die genetik und intensivmedizin....

noch ein kleiner nebenschauplatz in dieser diskussion:
weder meine bilder und ansichten von/über behinderung, erziehung, abtreibung, sterbehilfe/intensivmedizin und/oder glaube/gott/schicksal/mensch hat sich durch die geburt meines sohnes verändert....
mein kind ist nur besonders im sinn von anders, aber das sind wir doch alle, oder?!
es spricht schon für sich, dass viele durch ihr kind über diese themen jetzt anders denken, weil sie plötzlich betroffen sind...
kann man denn der allgemeinheit vorwerfen aus augenscheinlicher unbetroffenheit und zum teil auch großer unwissenheit rationale/bequeme entscheidungen zu treffen?!
oder den spezialisten, dass sie sämtliche möglichkeiten ausschöpfen?
oder den politikern, dass sie für das allgemeinwohl entscheidungen treffen?
ich denke, dass ist alles menschlich und unsere aufgabe besteht darin aufzuklären, denn uns als betroffenen wird dann schon aus politcal correctnes gehör geschenkt (so ist zumindest meine erfahrung mit den menschen in meiner direkten umgebung)
so. das waren ein paar meiner gedanken dazu...

ach ja, evolution kann nur durch genmutation stattfinden....

_________________
Sohn Finn, geb 09/06, sba, ps; laryngomalazie, vur, allgemeine retardierung uvm.
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dagmar neo frea
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BeitragVerfasst am: 01.02.2010, 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

hallo

papa olaf hat geschrieben:


Das Ausgrenzen / Ausmerzen wollen nicht "normalen" Lebens ist ungefähr so alt wie die Menschheit


ich finde hier ganz gut ,den bogen zur ausgrenzung auch zu schlagen,also nicht nur das aktive töten,sozusagen

und ich denke,auch wenn es so alt wie die menschheit sein sollte,gibt es sicher auch die bewahrende seite,seit es die menschheit gibt

kulturen,die eine starke selektion haben,verdummen und veröden und gehen ein Wink

l.g.

_________________
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
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