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Ronald (Psychotherapeutischer Heilpraktiker ADS/ADHS)
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Hindmarsh
Psychotherapeutischer Heilpraktiker
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BeitragVerfasst am: 04.02.2010, 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Mitdiskutierenden,

ich möchte mich zwischendurch mal ganz herzlich bei Euch ganz herzlich für Eure konstruktiven und engagierten Beiträge bedanken! Ihr helft mir sehr, denn ich formuliere dadurch meine Gedanken als geschriebenen Text. Diese Art der Reflektion hilft mir sehr bei der Entwicklung der Methoden. Also nochmals: Vielen Dank!

@Erica:

Zitat:
Das Klopfen übernahm aber doch die Klientin anstelle des Vaters und des Großvaters, die waren doch nicht dabei, oder?
Wie können die dann wieder glücklich vereint sein, wenn sie davon nichts wissen?
Oder ist das alles nur die Emotion der Klientin und ist abgekoppelt von der Realität zwischen Vater und Großvater?


Ich arbeite nur mit der Klientin. Sie repräsentiert alle Personen, die aufgestellt werden. Letztlich sind deshalb alle Emotionen exakt die Emotionen, welche die Klientin diesen Personen zuschreibt. Was die repräsentierten Personen in Wirklichkeit fühlen oder gefühlt haben ist für meine Arbeit völlig egal. Die Repräsentation der Gefühle Anderer auf der inneren Landkarte der Klientin konstruieren ihre subjektive Wahrnehmung der Realität. Wir können ja nicht die Ereignisse verändern, es geht doch "nur" um die Entmachtung einer Stress erzeugenden subjektiven Bewertung derselben.

Zitat:
Ich meinte, ob es in Bezug auf die Methoden, die Du verwendest (EFT, BEFT, EMDR und Wingwave) Studien oder eine wissenschaftliche Begleitung speziell im Hinblick auf die Behandlung von ADS-Kindern gibt.


Bestimmt haben schon Therapeuten es mit jeder einzelnen der genannten und anderen Methoden versucht, aber vermutlich nicht in dieser Kombination und mit den von mir noch eingebauten Erweiterungen wie das Wir-Klopfen (ohne das würde die energetisch-systemische Aufstellung nicht funktionieren!). Falls Du irgendwelche aussagekräftigen Studien finden solltest, wäre ich Dir sehr dankbar für Hinweise darauf.

Zitat:
Erarbeitest Du das auch vorher mit den Kindern? Also solche Dinge wie Übungen nach Reddemann, etc.?


Ja, den "sicheren Ort" z. B. nannte ich ja schon.

Zitat:
Ich meinte mit meiner Frage, was denn passiert, wenn ihr in der Behandlung auf größere Traumata stoßt, was ja durchaus passierne kann.
Dann fehlt mir das Setting drumherum, wie Anja es von ihrer Therapie beschrieb.
Leitest Du dann zu anderen Therpeuten weiter?


Ja, sicher. Ich achte natürlich darauf, wen ich behandele und wen ich zum Psychiater weiterleite. Einmal hatte ich diesen Fall schon.

Liebe Grüße - Ronald

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Ronald Hindmarsh
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dagmar neo frea
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BeitragVerfasst am: 04.02.2010, 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ronald


du hattest auf seite 2 geschrieben:

1) Das Kind schreibt einen Text ab. Dann gibt es irgendein leises Geräusch von der Straße und es ist sofort abgelenkt.

2) An diesem Punkt ermittle ich die schwächende Emotion, die das Kind aufhorchen und in einen Alarmzustand gehen lässt. Das kann zum Beispiel sein, dass es denkt, es kommt jemand oder dass es etwas wichtiges verpasst oder ...

3) Diese schwächende Emotion wird dann mit BEFT, EFT oder EMDR behandelt (die Kriterien dafür, welche Methode da gerade am besten passt, würden hier den Rahmen sprengen).

Es geht also auch hier nicht um das Lernen und Trainieren von erwünschtem Verhalten sondern um die Entmachtung von schwächenden Emotionen und Beliefs, die das Verhalten steuern. Völlig anderer Ansatz als der therapeutische Mainstream, zugegeben...


du gehst hier bei geräuscheempfindlichkeit von einem alarmzustand aus,einerseits,und fragst dann das kind was es fühlt,warum es aufhorcht,also ich stell mir das jetzt so vor.

die kinder,sagst du,können zumeist auch die dinge benennen

das hat dann aber in dem sinn nix mehr mit unbewußten sachen zu tun,weil es ja benannt wird

und was passiert dann?

jetzt mal angenommen,das kind ist traumatisiert,weil es vom klassenlehrer immer zum sündenbock gemacht wird,wie ist dann deine vorgehensweise?

das was du mit der mutter beschreibst,ist jetzt für mich eigentlich herkömmlich systemisch,bis auf das klopfen Wink

was jetzt das EMDR angeht,ist es ja wirklich eine methode die in ein gesamtes eigebettet ist,und ich sehe es da wie erica,das es ein bestandteil eines großen ganzen ist,die emotionen zu verarbeiten,zu integrieren und positive ansätze gegen überzustellen,ich kenne sowas nur durch verschiedene therapeutische angebote,die mitgreifen.

l.g.

_________________
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

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Bilbo Beutlin
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Hindmarsh
Psychotherapeutischer Heilpraktiker
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BeitragVerfasst am: 04.02.2010, 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dagmar,

Zitat:
du gehst hier bei geräuscheempfindlichkeit von einem alarmzustand aus,einerseits,und fragst dann das kind was es fühlt,warum es aufhorcht,also ich stell mir das jetzt so vor.


Ja, das trifft es schon ganz gut. Ich würde das Kind allerdings nicht fragen, warum es aufhorcht, sondern was passieren würde oder könnte, wenn es nicht aufhorchte. Dann kommt man der schwächenden Emotion näher, die das Kind mit seiner „Ablenkbarkeit“ kompensiert.

Zitat:
jetzt mal angenommen,das kind ist traumatisiert,weil es vom klassenlehrer immer zum sündenbock gemacht wird,wie ist dann deine vorgehensweise?


Sowas ist natürlich doof. Welcher Lehrer wird schon aus Liebe zu seinen Schülern zur Entmachtung seiner schwächenden Emotionen in meine Praxis kommen? Lehrer hole ich lieber mit Seminaren zu Themen wie Lernblockaden-lösen, Anti-Burn-Out und Nonverbalem Klassenraum-Management ab, aber das ist ein anderes Thema...

Ich dem von Dir genannten würde ich mit dem Lehrer telefonieren und ihn darüber aufklären, dass seine unterstelltermaßen in irgendeinem Sinne gut gemeinte Botschaft vom Schüler missverstanden wurde. Meistens werden sie dann zumindestens nachdenklich, nicht selten sogar kooperativ.

Was das Kind betrifft, geht es darum, post-traumatisch entstandene Beliefs über sich selbst zu entmachten. Das Kind könnte beispielsweise aus der Sündenbock-Zuweisung lernen: „Ich bin ein Versager auf der ganzen Linie“. Aber das Kind wird nicht einfach so zu diesem Schluss kommen, weil Belief-Systeme wie Bäume wachsen - immer aufbauend auf das, was schon da ist. Die Bedeutung braucht ein stützendes Vorverständnis als Basis, um wirksam werden zu können. Stützende Beliefs könnten hier z. B. sein (1) „Der Lehrer ist glaubwürdig“, aber durchaus auch (2) „Das denkt mein Papa auch über mich“.

Wenn bei (1) das Lehrertelefonat nichts bringt, kann ich notfalls auf ein paar NLP-Techniken zurückgreifen, um den Schüler gegen traumatisierende Affekte der Lehrkraft zu immunisieren. Ich mache das ungern, weil ich dann lenkend in das System eingreife. Machnchmal bleibt aber keine andere Wahl.

(2) kann ich direkt mit dem Schüler klopfen. Wenn Papa tatsächlich sowas gedacht hätte, wäre das sehr wahrscheinlich schon bei der Behandlung des Vaters aufgefallen und (hoffentlich) entmachtet worden. Das Klopfen sollte also ganz gut und auch nachhaltig funktionieren.

Ach ja: Mein Sohn spricht gerade das Thema Noten an. Die können auch traumatisierend wirken, wenn der Schüler schon vorher "ahnt" (stützender Belief, siehe oben), dass er eine Niete in z. B. Mathematik ist (mein Sohn kann aber gut Mathe Cool ).


Liebe Grüße - Ronald

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Ronald Hindmarsh
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dagmar neo frea
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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 07:47    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ronald

danke für deine antwort und dein fallbeispiel

ich gebe zu das ich ein bisschen schwierigkeiten habe,die verschiedenen ansätze zu entwirren,nach denen du arbeitest.

das systemische scheint in vielen dingen vordergründig zu sein,trotzdem kann man es bei dir nicht wirklich vom energetischen trennen

ich denke ,es ist richtig diverse verhaltensweisen innerhalb von familien zu korregieren,wenn das geht,und bin überzeugt,das das dann auch früchte trägt für die kinder
was ich nicht glaube,ist das man das wegklopfen kann,ich gehe davon aus das das harte arbeit ist,weil die schemata gerne immer wieder um die ecke gucken.

das gleiche denke ich von traumatas
ich glaube nicht daran,das traumas sich wegklopfen lassen,ich bin z.b. nicht davon überzeugt das sie wirklich weggehen,ich glaube das sie lediglich integriert und bearbeitet werden können,das aber der schmerz und die trauer immer wieder mal hochkommen

jetzt ist halt hier die frage über was für traumata wir sprechen,das wird bei dir noch nicht deutlich
auch der zusammenhang trauma und ADHS ist mit noch nicht klar

dazu kommt,das ich nicht davon ausgehe,das geräuscheempfindlichkeit nur auf psychische sachen zurückzuführen ist,ich gehe davon aus,das es personen gibt ,die wirklich vom gehör her anders selektieren und von daher auf ein reizarmes klima angewiesen sind.

soweit erst mal

l.g.

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Nina1978
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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 09:53    Titel: Antworten mit Zitat

dagmar neo frea hat folgendes geschrieben:

auch der zusammenhang trauma und ADHS ist mit noch nicht klar


Hallo!

Ich hab dazu mal ein Beispiel:
Ich denke mir ein Kind, Opfer wiederkehrender innerfamiliärer Gewalt. Dieses Kind wird recht früh nach Eintritt der ersten Gewaltereignisse darauf konditioniert, dass Gewalt bestimmte Vorboten vorausgehen, z.B. Schritte auf der Treppe, ein Auto, das vor dem Haus parkt, laute Stimmen... Wie automatisch wird dieses (komplex traumatisierte) Kind nun auf jedes Geräusch achten, um Gewaltsituationen zu antizipieren und evt. entkommen zu können. Ein reiner Überlebensmechanismus, um nicht machtlos ausgeliefert zu sein.

Wenn jetzt dieses Kind lernt, auf jedes Geräusch immer und immer reagieren zu müssen, indem sein Hirn automatischen checken muss, ob Gefahr droht, dann ist immer ein Teil beschäftigt. Nämlich mit, krass ausgedrückt, Lebensrettung. Auch wenn gar keine Gefahr da ist, sie könnte ja jederzeit kommen. Das Kind ist also permanent in Alarmbereitschaft.

Natürlich geht das auf die Konzentrationsfähigkeit. In diesem Beispiel natürlich überdeutlich, aber wie Ronald gezeigt hat, auch bei weniger offensichtlich traumatisierten Kindern.

Übrigens erwächst aus dem Fallbeispiel oben heutzutage auch gern die Diagnose "Erwachsenen-ADHS"... Denn die Alarmbereitschaft wächst sich kaum mehr von allein aus. Was bleibt, ist ein immer waches Erdmännchen, sozusagen, was nicht mal in Ruhe fressen kann, ohne sich umzugucken, ob jemand kommt, der ihm die Beute wegnehmen will oder noch schlimmer: das Erdmännchen selbst zu Beute machen will...

Liebe Grüße
Ninetta
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elah
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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen!

Herzlich wilkommen Roland!

Erstmal finde ich den Thread sehr interessant.

Allerdings glaube ich nicht an die 100% Wahrheit von Trauma und ADS/ADHs.

Ja es gibt bestimmt Kinder/Menschen die immer mehr sensibilisiert wurden auf Geräusche,auch schon im Mutterleib!

Die negativ konditioniert durch Angstzustände wurden und letztlich sich selbst negativ konditionierten -immer ägstlich /aggressiver hyperaktiver wurden .

Gehirnveränderungen waren die Folgen, das ist Trauma -kann therapiert werden -glaube ich sicher schon!

Gerade durch chronischen Dauerstress ,gibt es tausendundeine Krankheit!

Andererseits gibt es bestimmt Kinder dessen Gehirn sich einfach anders entwickelten ,auch durch familiäre Genetik ,Stoffwechsel usw.

Wegklopfen ,Akupunktur ,Akupressur usw bringt viel -bekommt der Mensch endlich positive Hilfe,positive Heilung ,positive Zuwndung und Verständniss!

Aber er bleibt abhängig vom Gebenden Exclamation

Menschliche Zuwendung heilt ,hat der Heiler dann noch nen guten Ruf wirkt alles sehr verstärkend ,man glaubt ihm aufs Wort .

Deshalb haben manche Ärzte (grad die mit den vielen Titeln) oft mehr
Vertauen und mehr Erfolg bei den Patienten ,weniger Ärztehopping !

Beim "Geistigen Kararte " gibt die Therapeutin den ADHS -ler usw .
selbst !die Möglichkeit ihre Hirnkurven durch Suggression und Körperübungen zu beeinflußen ,hilft sicher vielen Kindern sehr !

Unser Weg hier ,gekoppelt mit Heilpraktikerin und Schulmedizin geht es meinen autistischen Söhnen supergut!

Ich glaube persönlich ,der Mix macht es aus ,es sind anfälligere Gehirne,neurologische Besonderheiten da .
Dann noch irgendwelche Schwierigkeiten bei der Hirnentwicklung und dann gibt es eben auch den Dauerstress ,weil Familien plötzlich voll aus dem
Gleichgewicht kommen ,handlungsunfähig sind.

Kommt die Familie durch diverse Möglichkeiten wieder ins Gleichgewicht ,hat das Kind auch weniger Stress .

Nun können Medis und verschiedene Therapieansätze besser auf das sehr empfindliche Gehirn wirken ,die Hirnströme verändern sich positiver und ausgeglichener

Alles wird besser! Cool

Aber der Mensch mit ADS/ADHS wird ein Leben lang vermutlich stressanfälliger bleiben Confused ,denn sein Gehirn ist veränderd z.b in der Dauerkonzentration ;Frontalhirn usw...

So sehe ich das Wink

Lieben Gruß elah





Neurofeedback kurbelt auch das Gehirn an ,ist auch super zum individuellen ausprobieren -vielen hilft es genial Idea

_________________
Glück, ich sehe dich anders......

Großer Fan von Internetseite "Autismus-Kultur!"
Mutti von autistischen Zwillingen (HFA und Kanner Syndrom)mit angeborener Stoffwechselstörung
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Hindmarsh
Psychotherapeutischer Heilpraktiker
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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

Moin moin Very Happy

von mir ein herzliches Willkommen an die Neueinsteiger!

@Dagmar:

Zitat:
das systemische scheint in vielen dingen vordergründig zu sein,trotzdem kann man es bei dir nicht wirklich vom energetischen trennen


Ich habe das in der energetisch-systemischen Aufstellung sehr eng miteinander verbunden. Genau das ist auch die wichtigste Neuerung gegenüber anderen psychotherapeutischen Methoden.


@Ninetta:

Zitat:
Ich hab dazu mal ein Beispiel:
...


Du beschreibst sehr klar und nachvollziehbar, was ich für einen wichtigen Wirkfaktor bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von ADS/ADHS-Symptomen halte. Ich glaube, kann aber nicht beweisen, dass sich diese Alarmbereitschaft unter bestimmten Umständen immer weiter aufschaukeln kann. Wie ein Gong, der nicht abklingt sondern immer lauter wird, wenn er ständig angestoßen wird. Ab einem bestimmten Punkt ist man dann reif für die Diagnose.

Es wäre sicher vermessen zu behaupten, dies wäre die einzige Art, wie ADS/ADHS-Symptome entstehen können. Es gibt ja auch verschiedene Wege, wie man zu einer erhöhten Schleimproduktion der Nasen-/Rachenschleimhäute („Schnupfen“) kommen kann.

@Elah:

Zitat:
Allerdings glaube ich nicht an die 100% Wahrheit von Trauma und ADS/ADHs.


Auch ich glaube nicht daran, dass ADHS zu 100% auf Traumata zurückgeführt werden kann. Die Meinungen über die "Hauptursachen" gehen, wie bei allen komplexen Themen, weit auseinander. Aber es besteht ein weitgehender Konsens darüber, dass die Ursachen multifaktorieller Natur sind.

Es ist also völlig legitim, wenn ein Mediziner Medikamente verschreibt, er kennt sich gut mit Medikamenten aus. Man muss sich freilich im Klaren sein darüber, dass er damit nur den Wirkfaktor "Dompaminmangel im synaptischen Spalt" ausschalten kann. Für Behandlung des Wirkfaktors "schwächende Emotionen infolge von Traumata" gibt es (andere) Leute, die sich gut mit psychotherapeutischen Methoden auskennen. Wenn man miteinbezieht, dass Dopamin als "Glückshormon" (laut wikipedia) gilt, wird verständlich, warum von beiden Seiten aus Einfluss auf die ADS/ADHS-Symptome genommen werden kann.

Wenn man also Traumata als Wirkfaktor nicht völlig ausschließen möchte, könnte man fragen:

Welchen Anteil haben Traumata bzw. die daraus entstehenden post-traumatischen Beliefs über sich selbst an den ADS/ADHS-Symptomen?

Wieviele Menschen mit ADS/ADHS-Diagnose gibt es denn, die kein nennenswertes Trauma haben? Rolling Eyes Ich überlege gerade, ob überhaupt irgendjemand aus meiner Praxis nicht über Ein-drücke berichtet hätte, die als starke Wirkfaktoren für ADS/ADHS-Symptome taugen würden. Im Moment fällt mir niemand ein, aber vielleicht kennt Ihr ja jemanden?

Kürzlich lief im ZDF infokanal ein Film mit dem Titel „Ständig unter Hochspannung“, in dem drei betroffene ADS/ADHS-Erwachsene interviewt wurden. Wenn ich mir den 15-minütigen Film so anschaue würde ich nicht ausschließen wollen, dass alle drei in ihrer Kindheit ordentlich was wegstecken mussten. Einer der interviewten ADHSler ist übrigens der 1. Vorsitzende der bundesweiten ADHS-Selbsthilfegruppe TOKOL e.V. Jochen Bantz. Allen dreien gilt meine aufrichtige Bewunderung für ihren Mut und ihre Offenheit in dem Film!

Wer selbst nach-sehen will: Hier ein Link auf das Forum zum Film bei TOKOL, da geht’s auch weiter zum online ansehbaren Film beim ZDF:
http://www.tokol.de/forum/index.php/topic,16868.0.html

Liebe Grüße – Ronald

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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo roland,
ich habe hier nun mal ein bisschen quer gelesen.

Von der Methode mit dem Klopfen habe ich keine Ahnung. Aber ich stelle mir diiese Methode so vor, dass sie vielleicht ein Wohlbefinden auslösen. wenn ein ERWACHSENER diese Methode für sich als wohltuende "Therapie " für sich entdeckt, spricht eigentlich nichts dagegegen.

Vielleicht irre ich mich, aber aus meiner Sicht stellst Du ADHS hauptsächlich als Folge eines Traumatas dar. Dem widerspreche ich insofern, dass Dir hier genügend Eltern bestätigen werden, dass dieses Krankheitsbild von Geburt von schwer bis leichtbetroffen vorhanden war.

Anfangs hast Du ein Beispiel von Schl- bzw. Angst zu versagen von einem schlechten Matheschüler gebracht. Dazu sage ich Dir, das wenn man schon weiß, dass man schlecht in einem Fach ist, die logische Konsequenz ein mulmiges Gefühl ist, mit der Mann die Arbeit schreibt. also auch Angst vor einer schlechten Note. Ging mir oft so in Mathe. Laughing Irgendwann findet man sich mit seiner 4 ab.............Das hat nix mit ADHS zu tun. Ich habe keins. D.h. Du Kannst, wenn Du es kannst nur helfen, wenn es ein Kozentrationsproblem ist.....................

So, dann fällt auf, dass Du am Verhalten der Eltern arbeitest. Positive Eltern haben postive Kinder und umgekehrt. Das Verhalten ändert sich meiner Meinung nach nicht durch das Klopfen, sondern durch EINSICHT der Eltern.

Was das Klopfen selbst angeht, hat es für mich spirituele, "heilerische " Züge, die ich für ein Kind nicht befürworten kann.

Ich kenne Kinder, von schwer bis leicht betroffen, gut eingestellt mit Medis , mit guten Freiteitangebote zum Ausgleich , kommen sie wunderbar klar. Sind auch gut in der schule. Wieder andere sind durchschnittlich. Manche kommen auch ohne Medeis aus.
Und dan die um die es eigentlich geht. Kein Ausgleich ,, noch so verständnisvolle Eltern, kein Medikament, nix hilft. Und für diese Gruppe hast Du jetzt ein Allheilmittel?

Kanst Du Geld-Zurück-Garantie geben?

Es wäre schön, wenn Du auch mal auf Kritik bzgl. des klopfens eingehst.
Das scheint mir versuchst Du zu vermeiden.
Ansonsten kann man hier nur sagen:

Leidest Du noch oder klopfst Du schon?
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Erica
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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

sorry, wenn man bei einem Kind Traumata vermutet oder sich herausstellt, dass es traumatisiert ist, finde ich, dass es in die Hände eines Kinder- und Jugendpsychotherapeuten oder Kinderpsychiaters gehört und eine Trauma-Therapie machen sollte.

Zumal eine Behandlung durch Traumatherapeuten über die Krankenkasse finanziert werden kann, da deren Behandlungsmethoden wissenschaftlich abgesichert sind. Die führen auch Überkreuzübungen, EMDR und anderes durch.

Da sehe ich nun nicht den großen Unterschied, zumal viele Therapeuten auch nach systemischen Ansätze arbeiten...

VG
Erica

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Mama von Lena (10 Jahre), Frühchen, benigne occipitale Partialepilepsie/ Panayiotopoulos-Syndrom, nächtl. Bradykardien, Z.n. Schädelbasisfraktur/ SHT/subduralem Hämatom/ Hämatotympanon im April 2006, Herzrhytmusstörungen, räuml.-konstruktive Wahrnehmungsstörung, etc.
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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 18:01    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ninetta


du hast das sehr eindringlich hingeschrieben,da wurde mir ganz elend Sad

mein problem ist hier im thread,das das nicht eingegrenzt wird,also stark traumatisiert,wie du es beschreibst,und dann? welche herrkömmliche form von traumata verschwindet durch klopfen?

ok,system therapie und die anderen standarts ja,aber das energetische hier iritiert mich einfach.


jetzt mal zu ADHS,von dem ich keinen blassen schimmer habe

die zahl von ADHSlern ist in den vergangenen jahren dermaßen angestiegen,aber ich gehe nicht davon aus,das die ganzen kinder jetzt ,also heute zu tage,anders traumatisiert reagieren wie früher

ich befürchte manches ,was als ADHS hingestellt wird,ist ganz normales kinder verhalten,weil bewegung fehlt,weil druck zu stark ist,weil keine freiräume da sind und insgesamt der streß auch für die kinder zu nimmt,letztendlich auch durch die eltern,die selber druck haben durch arbeit und doppelbelastung

anderseits glaube ich an dispositonen,wo kinder einfach sensibler sind als der durchschnitt und dann eindringlicher auf äußere reize reagieren

ein traumatisiertes kind bleibt erstmal ein traumatisiertes kind,egal welche symptome es hat,und ich wiederhole es nochmal,ich glaube nicht das man traumata wegklopfen kann und alles im lot ist,weil die energie wieder fließt.

l.g.

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