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Ronald (Psychotherapeutischer Heilpraktiker ADS/ADHS)
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majonie
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BeitragVerfasst am: 03.02.2010, 22:50    Titel: Antworten mit Zitat

huhu ronald, hast du mich vergessen oder bewusst nicht geantwortet?
(kann ja sein das meine fragen einfach ZU doof sind Embarassed )

_________________
Liebe Grüße, Michaela

"Ja, ich lebe in meiner eigenen Welt. Das ist okay, da bin ich wer!"
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Hindmarsh
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BeitragVerfasst am: 03.02.2010, 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Majonie,

ich befürchtete schon, ich hätte Dich mit meiner Antwort verprellt. Schön, dass dies offenbar nicht so ist Very Happy

Zu Deinen Fragen:

In der Regel klopft der Klient bei sich selbst. Ich begleite nur den Heilungsprozess des Klienten indem ich den Gesamtablauf leite, bei den Sätzen helfe und "vorklopfe". Nur wenn der Klient es so möchte, klopfe ich bei ihm.

Ob die Behandlung nur eines Elternteils die Symptomatik des Kindes verbessert, hängt sicher auch vom Fall ab. Was ich aber regelmäßig berichtet bekomme ist, dass beim behandelten Elternteil der subjektive Leidensdruck geringer wird. Das wirkt natürlich zurück.

Einmal habe ich eine Klientin wegen komlexer Prüfungsängste und Selbstsabotagetendenzen mit einer energetisch-systemischen Aufstellung behandelt. Dann war sie 4 Tage beruflich unterwegs, anschließend 2 Tage zuhause bei ihren beiden Kindern. Dann wieder in der Praxis berichtete sie über folgende "Nebenwirkung": Ihr 6-jähriger Sohn hatte am Morgen zu ihr gesagt: "Mama, so lieb wie in den letzten beiden Tagen warst Du die letzten beiden Jahre nicht zu mir". Mir standen vor Rührung echt die Tränen in den Augen...

EFT- und wingwave-Coaches und -Therapeuten vor Ort
... natürlich ohne jede Gewähr für garnichts ... Exclamation
http://www.eft-dach.org (EFT)
http://www.dgepm.de (auch EFT)
http://wingwave.de (das ist die EMDR-Coaching-Variante)

Die Kosten variieren stark, müsstest Du jeweils erfragen.

Liebe Grüße - Ronald

_________________
Ronald Hindmarsh
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majonie
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BeitragVerfasst am: 03.02.2010, 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

danke dir, ich werde sicher noch weiter nervig sein Embarassed

nein, du hast mich kein bisschen verprellt- !

ich denke nur nach.....

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Liebe Grüße, Michaela

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Erica
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BeitragVerfasst am: 03.02.2010, 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ronald,

was ich noch nicht verstehe, ist Deine Sicht von ADS.
Worin liegt nun der Grund, wenn ein Kind ADS hat?
Angeboren? Ein Stoffwechselproblem?
Oder ein Beziehungs-/Kommunikationsproblem innerhalb der Familie?
Oder eine Folge von "kleinen" Traumata"?

Wenn die Traumata eine Folge des ADS-Verhaltens des Kinder sind, dann behandelst Du die Folgen, aber nicht die Ursache, oder?
Also ein Art Verhaltenstherapie?

Gibt es eigentlich Studien oder sonstige wissenschaftliche Erkenntnisse, dass es auch tatsächlich greift?
Wird Deine neuen Therapiemethode wissenschaftlich begleitet?

Und letztendlich...ich persönlich finde es nicht gut, wenn jemand EMDR anwendet, der die dazugehörige Ausbildung nicht gemacht hat.
Aber das ist meine persönliche Meinung dazu.

VG
Erica

_________________
Mama von Lena (10 Jahre), Frühchen, benigne occipitale Partialepilepsie/ Panayiotopoulos-Syndrom, nächtl. Bradykardien, Z.n. Schädelbasisfraktur/ SHT/subduralem Hämatom/ Hämatotympanon im April 2006, Herzrhytmusstörungen, räuml.-konstruktive Wahrnehmungsstörung, etc.
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Erica
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BeitragVerfasst am: 03.02.2010, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ronald,

Hindmarsh hat folgendes geschrieben:
Was Du schreibst, Erica, trifft sicher auf Traumata der Klasse Flugzeugabsturz, Erdbeben und Tsunami zu. Ich habe schon hunderte von Traumata in der Praxis bearbeitet. Ja, es gab schon Tränen, manchmal auch Zittern (berechtigterweise!), aber abgekippt ist bisher niemand.


nein, was ich schrieb und darstellte, hat nicht nur mit der von Dir genannten Größenordnung zu tun, das sind extreme Katastrophen, die größtenteils auch jahrelange Therapie erfordern und sich nicht auflösen lassen.
Was ich beschrieb, trifft auch für viele "mittlere" Traumata zu.
Oder "kleine" Traumata, die wiederholt über eine langen Zeitraum passierten.

Die wenigsten Patienten in Traumatherapien haben einen Flugzeugabsturz oder Tsunami hinter sich...

Wie gehst Du denn damit um, wenn Du in der Behandlung merkst, dass da doch größere Belastungen durch ein Trauma sind, die nicht schnell aufzulösen sind?
Wie schlimm die möglicherweise erlebten Traumata eines ADS-Kindes sind, weißt Du vorher ja nicht...

VG
Erica

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dagmar neo frea
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BeitragVerfasst am: 04.02.2010, 07:58    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ronald

danke erstmal für deine antwort am fallbeispiel
anja hatte das auch irgendwie verständlicher formuliert als ich

so wie du es schilderst geht es darum,die strukturen,die zu störungen führen,aufzulösen
bei dir mit hilfe der von dir genannten ansätze

voraus würde dann ja,so wie es erica auch beschreibt,die analyse gehen,dazu hattest du glaube ich auch noch nix geschrieben,bis auf das ADHS multifaktorelle ursachen hat-haben kann,die meinung teile ich.

mit dem weltfrieden ist ja so eine sache,wenn wir jetzt den buddismus nehmen,hat gandi sicherlich einiges bewirkt,aber wie die geschichte uns zeigt,war das nicht einfach,zum teil blutig und letztendlich gibt es den konflikt zwischen den rivalisierenden religionen immer noch

aber erstmal auch die wichtigere frage ,wie analysierst du die vorliegenden traumas,bzw. das trauma

so wie ich es kenne,ist das durchaus erstmal eine sache,die garnicht so eindeutig ist.

l.g.

_________________
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
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Hindmarsh
Psychotherapeutischer Heilpraktiker
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BeitragVerfasst am: 04.02.2010, 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Erica,

Zitat:
was ich noch nicht verstehe, ist Deine Sicht von ADS.
Worin liegt nun der Grund, wenn ein Kind ADS hat?
Angeboren? Ein Stoffwechselproblem?
Oder ein Beziehungs-/Kommunikationsproblem innerhalb der Familie?
Oder eine Folge von "kleinen" Traumata"?

Wenn die Traumata eine Folge des ADS-Verhaltens des Kinder sind, dann behandelst Du die Folgen, aber nicht die Ursache, oder?


Ich habe eine systemisch-prozessurale Sichtweise von ADS. Das bedeutet, dass es keine "Ur-sachen" im engeren Sinne gibt, sondern vielmehr ein System von "Wechsel-wirkungen". Deshalb sind auch alle Emotionen "berechtigt" (siehe meinen letzten Beitrag).

Die Auflösung von Systemen schwächender Emotionen brauchte eine Erfindung: das Wir-Klopfen Idea . Am Anfang der Entwicklung der energetisch-systemischen Aufstellungen entdeckte ich, dass ein Klientin ihre schwächende Emotion durch Klopfen nicht auflösen konnte. Ich fragte sie, mit wem die Emotion zusammenhängen würde. Sie sagte, das käme vom Vater. Ich ließ sie also aus der Position ihres Vaters klopfen, ohne Erfolg. Sie sagte dann, das käme vom Großvater. Also ließ ich sie aus der Position des Großvaters klopfen, ebenfalls ohne Erfolg.

Ich befürchtete schon, dass wir uns jetzt bis zum Urmenschen durchklopfen müssen, der den ersten Stein geworfen hat. In dieser Not-Situation wurde das Wir-Klopfen erfunden. Aus der Position des Vaters wurde der Großvater visualisiert, und der Satz "Wir sind traurig, und wir sind OK" geklopft. Damit war die schwächende Emotion aufgelöst und nicht nur das: Vater und Großvater fühlten sich befreit und in Liebe vereint.

Zur Ausgangsfrage: Es kann absolut sein, dass genetische oder organische Faktoren Teil des Systems sind. Darauf werden ja alle Familienmitglieder plus weiteres Umfeld irgendwie reagieren. Aus diesem Grund ist die Problematik der Geschwisterkinder eines der großen Themen in diesem Forum.

Zitat:
Also ein Art Verhaltenstherapie?


Nein, denn das Verhalten ist systemisch gesehen immer "berechtigt". Es geht sozusagen um die "emotionale Geschäftsgrundlage des Verhaltens aller Beteiligten".

Zitat:
Gibt es eigentlich Studien oder sonstige wissenschaftliche Erkenntnisse, dass es auch tatsächlich greift?
Wird Deine neuen Therapiemethode wissenschaftlich begleitet?


Zu EFT gibt es viele Studien. Ich hab eben mal "EFT Studien" ge-googelt und einiges gefunden, zum Beispiel: Eine Studie umfasste 5000 Patienten mit Angststörungen und lief über fünfeinhalb Jahre. Verglichen wurden Verhaltenstherapie (ggf. Medikamentenunterstützung) und Energiepsychologische Behandlungsmethoden (gemeint sind hier EFT und ähnliche Klopfakkupressurmethoden). Die Energietherapie war effektiver als die Verhaltenstherapie bei gleichzeitig geringerer Behandlungsdauer:

VHT+ ggf. Medis: Leichte Besserung 63%, Komplette Symptomfreiheit 51%
EFT & Co.: Leichte Besserung 90%, Komplette Symptomfreiheit 76%

Dies bringt mich auf die Idee, eine "Studienseite" auf meiner Homepage zu erstellen...

Zur energetisch-systemischen Aufstellung gibt es bislang nur Erfahrungen. Für dieses Jahr ist erst mal ein Workshop für Heilpraktiker und Therapeuten angedacht, um das Verfahren publik zu machen und eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen. Ich werde in diesem Jahr sicher auch ein paar Fallbeispiele veröffentlichen.

Zitat:
Wie gehst Du denn damit um, wenn Du in der Behandlung merkst, dass da doch größere Belastungen durch ein Trauma sind, die nicht schnell aufzulösen sind?


Bei größeren Belastungen: Augen auf, Blickkontakt, Hand halten, klopfen, notfalls "sicherer Ort" bzw. Meta-Position.

Nicht schnell auflösbar: Ich versuche, die konfligierenden Beliefs zu formulieren und klopfen zu lassen. Wenn EFT nicht wirkt, liegt es meist daran, dass die Auflösung durch konfligierende Beliefs blockiert werden. Das war auch in dem Wir-Klopfen-Beispiel das Problem. Zielzustand ist der freie Fluss der Energie.

Liebe Grüße - Ronald

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Erica
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BeitragVerfasst am: 04.02.2010, 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ronald,

sorry, noch ein paar Verständnisfragen:

Hindmarsh hat folgendes geschrieben:
Aus der Position des Vaters wurde der Großvater visualisiert, und der Satz "Wir sind traurig, und wir sind OK" geklopft. Damit war die schwächende Emotion aufgelöst und nicht nur das: Vater und Großvater fühlten sich befreit und in Liebe vereint.


Das Klopfen übernahm aber doch die Klientin anstelle des Vaters und des Großvaters, die waren doch nicht dabei, oder?
Wie können die dann wieder glücklich vereint sein, wenn sie davon nichts wissen?
Oder ist das alles nur die Emotion der Klientin und ist abgekoppelt von der Realität zwischen Vater und Großvater?


Zitat:
Zu EFT gibt es viele Studien. Ich hab eben mal "EFT Studien" ge-googelt und einiges gefunden, zum Beispiel: Eine Studie umfasste 5000 Patienten mit Angststörungen und lief über fünfeinhalb Jahre.


Sorry, da habe ich mich unklar ausgedrückt.
Ich meinte, ob es in Bezug auf die Methoden, die Du verwendest (EFT, BEFT, EMDR und Wingwave) Studien oder eine wissenschaftliche Begleitung speziell im Hinblick auf die Behandlung von ADS-Kindern gibt.

ADS und Angststörungen sind ja zwei völlig verschiedene Paar Schuhe...

Zitat:
Bei größeren Belastungen: Augen auf, Blickkontakt, Hand halten, klopfen, notfalls "sicherer Ort" bzw. Meta-Position.


Erarbeitest Du das auch vorher mit den Kindern? Also solche Dinge wie Übungen nach Reddemann, etc.?

Zitat:
Nicht schnell auflösbar: Ich versuche, die konfligierenden Beliefs zu formulieren und klopfen zu lassen. Wenn EFT nicht wirkt, liegt es meist daran, dass die Auflösung durch konfligierende Beliefs blockiert werden.


Ich meinte mit meiner Frage, was denn passiert, wenn ihr in der Behandlung auf größere Traumata stoßt, was ja durchaus passierne kann.
Dann fehlt mir das Setting drumherum, wie Anja es von ihrer Therapie beschrieb.
Leitest Du dann zu anderen Therpeuten weiter?

Zitat:
Zielzustand ist der freie Fluss der Energie.


Shocked

VG
Erica

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dagmar neo frea
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BeitragVerfasst am: 04.02.2010, 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ronald

meine frage wäre noch mal wie du die beliefs bei den kindern rausfindest,das ist vielleicht besser ausgedrückt.

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BeitragVerfasst am: 04.02.2010, 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dagmar,

Zitat:
aber erstmal auch die wichtigere frage ,wie analysierst du die vorliegenden traumas,bzw. das trauma
so wie ich es kenne,ist das durchaus erstmal eine sache,die garnicht so eindeutig ist.


In der ersten Sitzung habe ich alle Anwesende (idealerweise Mutter, Vater und Kind) über meine Vorgehensweise und die Methoden aufgeklärt. Insbesondere auch darüber, dass sie zu keinem Zeitpunkt gezwungen sind, ihre Emotionen mir gegenüber zu benennen (in diesem Fall kann ich nonverbal prozessorientiert mit EFT arbeiten). Die Eltern und das Kind können sich auf diese Weise sicher fühlen und sind in aller Regel bereit, sich mit ihren Emotionen einzubringen.

Die "Analyse" passiert in der ersten Einzelsitzung und läuft ungefähr so ab (am Beispiel der Mutter):

1) Ich lasse die Mutter ihre Wahrnehmungen und Gefühle schildern, unter anderem, in welcher Weise sie sich - bei aller Liebe - durch ihren hyperaktiven Sohn geschwächt fühlt. Dann lasse ich sie über ihre Erfahrungen aus ihrer eigenen Kindheit berichten, wobei ich auf Parallelen zur gegenwärtigen Situation achte. Dabei notiere ich mir ca. 10 Sätze bzw. Stich-Worte (Worte, die ihr weh tun). Ich lasse mich von meiner Intuition und Erfahrung leiten, wo ich nachfrage, denn oft ist es für eine leidgeplagte Mutter gar nicht so leicht, zu den Kern-Emotionen zu finden, die sie am meisten bewegt.

2) Ich trage ihr die notierten Passagen noch einmal vor und nehme ihre emotionale Intensität dabei wahr. Dann schmeißen wir all unsere Gedanken dazu zusammen und destillieren daraus zwei möglichst passende und knackige, manchmal doppelbödige Kernsätze in Form von Wünschen an Mutter und Vater der Klientin heraus, etwa: "Mama, ich möchte nicht in Sorge leben" und "Papa: Ich möchte mich gesehen fühlen".

3) Ich frage noch einmal die Relevanz dieser Sätze in Bezug auf das Kind ab. Oft wird erst jetzt die Kernstruktur und auch die Macht der Psychodynamik in der Beziehung so richtig spürbar.

4) Dann vereinbare ich mit der Mutter einen halbwegs zeitnahen Termin für die erste energetisch-systemische Aufstellung, in der einer dieser Sätze den Ausgangspunkt bildet.

Manchmal tut sich bereits einiges bei der Mutter in der Zeit bis zur Aufstellung, da sie die Kommunikation mit ihrem Sohn anders wahrnimmt und dadurch bereits auf andere Weise empathisch sein kann als bisher. Erfahrungsgemäß bewirken aber erst die Aufstellungen die entscheidende Entlastung der Mutter und machen so den Weg frei für eine nachhaltig erfolgreiche Behandlung des Kindes.

Zitat:
meine frage wäre noch mal wie du die beliefs bei den kindern rausfindest,das ist vielleicht besser ausgedrückt.


Bei den Kindern mache ich gewöhnlich keine Aufstellung sondern integriere Analyse und Behandlung. Ich gehe über die Symptome vor, etwa so wie auf Seite 2 dieses Threads unter "Konzentrationsfähigkeit" beschrieben. Nur wenn sich eine schwächende Emotion nicht wegklopfen lässt, beziehe ich die Gefühle Anderer in Form von abgewandelten Sätzen mit ein. Da tauchen übrigens nicht immer nur die Eltern auf: Wir hatten auch schon Großeltern, Geschwister, Nachbarn oder Lehrer, die beim Kind schwächende Emotionen auslösen.

Meine Faustformel für die Stärke eines schwächenden Einflusses ist in erster, grober Näherung:

Schwächung des Kindes durch Person X = Liebe bzw. Empathie des Kindes für X * Intensität der schwächenden Emotion bei X

Ihr glaubt nicht, was die Kids da teilweise bei Anderen wahrnehmen und oft sogar klar benennen können! Ich bin schon des öfteren fast vom Stuhl gefallen...

Liebe Grüße - Ronald

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