Verfasst am: 29.01.2010, 11:40 Titel: Fragen zur Sprachheilschule
Hallo,
wann wurde bei Euch festgestellt, dass Euer Kind auf eine Sprachheilschule geht??
Meine große (5,5 Jahre) ist nächstes Jahr Schulpflichtig. Dieses Jahr Kann-Kind, nächstes Jahr wird sie dann gehen.
Sie spricht oft noch "verkehrherum". Sie stellt das Verb nach hinten z.B. Ich Dinderdade gehe (K=D) statt "ich gehe in den Kindergarten". Es hat sich schon viel getan, es kommt aber noch sehr oft durch.
Außerdem braucht sie seeehr lange um sich Sachen auswendig zu behalten. Lieder, Zeilen etc. z.B. haben wir an Nikolaus ein 4 Zeiliges Gedicht gelernt. Wir haben wirklich 3 Wochen täglich geübt, dass sie es an Nikolaus vortragen konnte (sie wollte das auch so). Im Sept. findet eine Überprüfung der Audi.Wahrnehmung beim Pädaudiologen statt.
Wir gehen schon seit 2 Jahren zur Logo, machen jetzt Audiva zu Hause, geht 2 Rezepte zur Ergo zur Sprachunterstützugn (ist aber in 2 Sitzungen vorbei)... Wir üben zu Hause viel, spielen viele Habaspiele usw usw usw.. Wir tun wirklich sehr viel würde ich sagen. Sie macht auch gute Fortschritte, aber ob es für die Regelschule reicht, wissen wir nicht.
Die Pädaudiologin sagte letzte Woche, dass es eher unwahrsch. ist, dass sie es noch aufholt bis nächstes Jahr, die Logopädin war gestern ähnl. Meinung. Es wäre noch ein großer Schub drin, aber man kann es eben nicht sagen.
Mit der Sprachheilschule habe ich schon Tel. Wir sollen im Mai zum Gespräch kommen. Die Anmeldung für die hießige Schule kommen wohl im März/April diesen Jahres für nächstes Jahr. Wow ich wußte gar nicht, dass die sooooo früh kommen!
Mich macht dieses hin u. her und nicht zu wissen was nächstes Jahr im Sommer ist, einfach fertig. Wenn sie hier auf die Regelschule geht, müssten wir einenAntrag stellen, dass sie in die andere Regelschule geht, in der nähe ihres Kigas, wo sie alle Kinder kennt. Vom Einzugsgebiet gehört sie hier um die Ecke in die Schule, wo sie kein Kind kennt (haben 2 Grundschulen am Ort). Oder eben gar nicht hier im Ort und Sprachheilschule 20km entfernt.
Mir fällt grade nochwas ein. Bei meiner großen hängt es ja an dem "verdrehten" Satz und dann sind noch viele Buchstaben, die sie nicht aussprechen kann K=D usw.. Die Logopädin will jetzt erstmal den Satzbau in Ordnung bringen. Aber für die Regelschule muss die doch auch alle Buchstaben richtig sprechen können, oder?
Wann wußtet ihr denn, wo Eure Kinder hingehen???
Viele Grüße
Steffi _________________ Tochter (07/2004), AVWS
Tochter (08/2005), Autismus-Spektrum-Störung (F84.1), ADHS (F90.0), Neurofibromatose Typ 1 -NF1- (Q85.0)
Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.
Unsere Maus ist im August in die Regelklasse eingeschult worden. Im Mai vorher wurde sie eine ganze Woche mit anderen Sprachheilkinder in der Schule getestet, ob sie in die Sprachheilklasse kommt. Da sie aber geistig und motorisch viel weiter war als die anderen Kinder, war es ziemlich schnell klar, daß sie in die Regelklasse gehen wird. Bei uns ist es die gleiche Grundschule mit zusätzlichen Sprachheilklassen.
Jana hat seit dem 3. Lebensjahr Logo, auch jetzt noch. Bei der Einschulung war sie 6,8 Jahre. Ich kann nur sagen, daß sie von 5 - 6 Jahre einen riesigen Schub gemacht hat. Ihre Aussprache war extrem unverständlich. Mit 4 Jahren konnte sie höchstens 3-Wort-Sätze sprechen. Und dann war das Verb nicht an der richtigen Stelle bzw. falsch konjungiert. Grammatikfehler macht sie immer noch teilweise.
Zur Zeit üben wir das "ch" wie in z.B. Licht. Und das Z kann sie auch noch nicht so gut.
Ich kann dich gut verstehen. Die Ungewissheit und die Angst, sich für die richtige Schule entschieden zu haben, bereiten einen echt schlaflose Nächte. Vor allem möchte das Kind auch wissen, wo es hinkommt. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber bei uns kamen dann auch so Fragen wie - hast du denn auch eine Freundin, mit der du zur Schule kommst - und das tut schon weh, wenn dein Kind dich fragend anguckt und keine Antwort geben kann.
Also, deine Maus muß nicht unbedingt alle Buchstaben können. Es kommt auf das Gesamtpaket an. Was kann sie sprechen, wie ist ihr Wortschatz und vor allem traut sie sich in der Gruppe zu sprechen. Manchmal können die Klassenkameraden Jana noch immer nicht verstehen, aber sie ist akzeptiert und was ganz wichtig ist, Jana hat überhaupt keine Hemmungen beim Sprechen. Sie redet fleißig weiter und lässt sich gar nicht stören.
noch vor einem reichlichen Jahr dachten wir, entweder muß unser Sohn zur Sprachheilschule oder er wird ein Jahr zurückgestellt. Er begann erst mit über drei Jahren zu sprechen und mußte sich dann alles mühsam aneignen. Das Problem waren die Rachenmandeln und von daher schlechtes Gehör.
Er lernt deutsch wie eine Fremdsprache, im Prinzip lernt er alles auswendig.
Vor einem Jahr konnte er auch noch nicht alle Laute und -verbindungen. Die Grammatik war eine Katastrophe.
Aber nach zweimaliger Sprachheilreha und weiterhin natürlich Logopädie (seit er drei ist) kann unser Sohn nun in diesem Sommer auf eine ganz normale Grundschule gehen. Er hat zwar immer noch mit der Grammatik zu kämpfen, aber er hat keine Sprechscheu und er kommt ja auch mit seinen Freunden aus dem Kiga in die Schule. Von daher gibt es auch kein Problem. Die Einschulungsuntersuchung hat er bestanden und auch der Schuldirektor sieht jetzt nicht wirklich ein Problem.
Er hat übrigens nach seinem fünften Geburtstag einige ganz erhebliche Entwicklungssprünge gemacht, sprachlich, motorisch und konzentrationsmäßig.
Du siehst also, es ist schon möglich, einen sehr großen Rückstand noch aufzuholen. Ihr habt ja noch anderthalb Jahre Zeit bis zur Einschulung. _________________ LG
Katrin
Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
Hallo,
Marija geht seit letztem Jahr in die Sprachheilschule...Wir wussten es definitiv nachdem sie die Einschulungsuntersuchung für die Grundschule hatte.Bis dahin haben wir uns alles offengehalten.War natürlich auch nicht so toll für Marija selber da sie erst spät erfahren hatte auf welche Schule sie kommt...Davor hatten wir ja auch beim Pädaudiologen die Diagnose auditive Wahrnehmungsstörung bekommen.Das steht euch ja noch bevor Marija war in einem integrativem Kiga als Förderkind und bekam dort Logo und Ergo bzw.Psychomotorik.Erst kurz bevor die Kiga Zeit zu Ende war lernte sie das "K"und das "G" richtig auszusprechen.Grammatisch hat sie sich auch gut gemacht der Wortschatz ist auch grösser geworden allerdings in der Schule nicht im Kiga.
Bedenken solltest du ,falls sie auf die Regelschule kommen soll das es sicherlich von Vorteil wäre-gerade bei Kindern mit AVWS-das es kleine Klassen sind damit sie auch beim Unterricht alles mitbekommen....Denn je höher die Schüleranzahl desto höher die Geräuschkulisse. Wir hätten ja auch einen Platz in einer Integrativen Grundschule bekommen können haben uns aber letztendlich dagegen entschieden weil die Klassengrösse bzw.Stammgruppe an die 28 kinder haben da wär sie untergegangen und hätte vom Unterricht vielleicht ein Bruchteil mitbekommen Ach so in Marijas Klasse sind nur 12 Kinder
Die Entscheidung für die passende Schule ist schwer keine Frage hab es auch jetzt schon 2 mal hinter mir Mein Vorschlag wäre:Versuche doch mal zu hospitieren in den in Frage kommenden Schulen das war für mich sehr Aufschlussreich sie hat aber auch noch etwas Zeit um aufzuholen.
für diese sehr wichtige Entscheidung wünsche ich euch alles Gute _________________ Liebe Grüsse Josipa
Josipa 01/76 Tea 07/00 frühkindliche Autistin,Epilepsie, Marija 07/03 auditive Wahrnehmungsstörung,Aufmerksamkeitsstörung
Baby inside ET 03/12
Hallo,
Mein Sohn geht das 2te Jahr auf eine Sprachheilschule,haben uns sehr schwer getan mit der Schulhauswahl, haben dann in der Sprachheilschule hospitiert und waren begeistert.
Wir haben uns im Januar dazu entschieden ihn auf die Sprachheilschule zu geben, im Juni hatten wir dann auch vom Schulamt das ok.
Die Entscheidung welche Schule die beste ist,ist sehr schwer.Auf der einen Seite, gehen alle seine KiGa-Freunde auf die Regelschule,er kennt kein einziges Kind.
Aber, in der Sprachheilklasse sind wenig Kinder, die Lehrer sind geschult und die Kinder können jederzeit in die Regelschule übergehen, da sie nach den Grundschullehrplan unterrichten.
Bei uns ist es auch so, dass Vivienne nächstes Jahr eingeschult wird, sie wird dann im Oktober 7. Bei uns ist relativ klar das es eine Sprachheilschule wird, wir haben uns also schon damit angefreundet. Sollte es überraschenderweise doch Regelschule werden wäre das natürlich auch ok.
Nur hatten wir am Freitag unsere jährliche Untersuchung im SPZ und sie hat sich von ihrer "besten " Seite gezeigt, verweigert, gebockt, kaum gesprochen... Hier kam auch wieder ADHS auf den Tisch, unsere Ärztin meinte auch, wenn sie diese Verweigerungshaltung beibehält, dann sieht sie große Probleme auf uns zukommen _________________ Wenn dich jemand auslacht, dann lächle zurück. Oft hat der der dich auslacht, ein Lächeln bitter nötig...
V. (10/04) FraX-Sonnenschein
F. (01/10) bislang gesund
Hallo,
auch unser Kind geht in die Schwerpunktschule Sprache. Auch wir haben uns schwer getan mit der Entscheidung.
Allerdings gibt es bei uns noch ein super System. Die Kinder können ein Jahr lang in die Vorschulklasse gehen. Die geht ein Jahr lang und ist ganztags.
Im Prinzip wie eine Schulklasse, aber viel zum Thema Logo natürlich.
Danach kann es auch oft passieren, dass die Kinder ins 1.Schuljahr in die Regelschule kommen. Dann haben sie dort auch einen kleinen Vorsprung. Vielleicht gibt es sowas in eurer Nähe.
Aber Schwerpunktschule ist natürlich auch klasse´. 11 Schüler und 2 Lehrer. Was will man mehr?
Ich hoffe, Ihr entscheidet Euch so, wie es richtig scheint. Man zweifelt nachher immer dran. _________________ J*06 und J*03 Hydrothorax,Hypertrophes FG 32.SSW,Hydrops Fetalis,Hypotonie,Anämie,Pleuraerguss,Chylothorax,Pulmonalstenose,ASD II,Pneumothorax,Pneumonien,BPD,Lungenempysem,V.a. pulmonales Lymphangiektasie,V.a.Noonan,interstitielles Lungenödem,Schwerhörigkeit mit HG und Sehschwäche
ich hätte ja selbst kein Problem mit Sprachheilschule, zumal es jedes Jahr möglich ist, auf eine Regelschule zu wechseln.
Allerdings ist die nächste Schule ca. 60km weg von uns und das will ich meinem Sohn nicht zumuten. Ich will nicht, daß er täglich solange im Bus sitzen muß.
Zum Glück hat er so gut aufgeholt, daß er nun doch auf eine Regelschule gehen kann. _________________ LG
Katrin
Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
Wenn sich der Verdacht auf Probleme in der audiditiven Wahrnehmung bestätigt,würde ich aus eigener Erfahrung eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Hören in Erwägung ziehen, wenn es sowas bei Euch in akzeptabler Entfernung gibt.
Eine normale Grundschule (vielleicht noch mit großen Klassen ) würde ich dann nicht empfehlen.Unser Versuch zumindest ist nach zwei Jahren gescheitert und dabei war die Klassenstärke sogar klein (14-15 Kinder).
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