so eine neue Freiheit ist sicher gut. Ich frage jetzt mal anders:
Gibt es hier Eltern, deren Kinder nicht die gewünschte Förderschule besuchen
durften?
Wir haben ja eine fast gleiche Waldorfförderschule im Süden von Hamburg. Ist
wesentlich näher als unsere zuständige (35 km von unserem Zuhause weg).
Die ist nämlich nur knappe 20 Kilometer. Problem ist, da dürfen nur Hamburger
zur Schule gehen. Das war vor ein paar Jahren mal anders.
Das zum Thema Elternrecht bei freier Schulwahl
LG
Andrea _________________ Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), AVWS,
LRS, hypoton /Ben 01/04 KISS(KIDD) , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, starke Sprachverzögerung, Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)
Verfasst am: 17.02.2010, 17:32 Titel: Welche Schule?
Hallo,
wir haben auch dieses Jahr das "Schulproblem". Kai hat ICP mit Tetraspastik, kann nicht sprechen, nicht laufen, so gut wie gar nicht seine Arme bzw. Hände kontrollieren. Wir haben Ende November ein sonderpädagogisches Gutachten erstellen lassen mit der Hoffnung das lernnbehindert raus kommt. Ich denke die Gutachterinnen (1 von der GB,2 von der KB) waren nicht unparteiisch. Kai hat einen Talker den er mit Kopfsteuerung bedient, er kann damit gut umgehen. Jedenfalls kam geistig behindert raus. Die Prüfung sollte 2 Vormittage dauern, aber die Damen haben es an einem Vorm. geschafft. Wir haben die Förderkommission beantragt, schon alleine weil die Erzieherinnen in der Kita und Kai seine Therapeuten sagten, das er in eine Integrativklasse gehen soll. Wir haben einen Antrag auf Integration gestellt, auch eine Schule gefunden, aber ob das richtig ist, weiß ich nicht. Mir wär eigentlich eine KB-Schule lieber gewesen. Bin mal gespannt was die Schulbehörde schreibt.
Andre durfte auch nicht ins Körperbehinderten Schulinternat, weil er G-Status hat und es dem Kreis Nordfriesland zu teuer wurde. Allgemein sind sie hier oben mit der Eingliederungshilfe sehr geizig. Meine Tochter zum Beispiel hat wahrscheinlich Legasthenie und die Förderung müssen wir komplett selber bezahlen.
Liebe Grüße
Inka Pust _________________ Andre (14.01.1998) leichte geistige Behinderung, muskuläre Hypotonie, schlechtes Schlaf EEG mit Ospolot eingestellt, V.a. Unspezifisches
Dysmorhiesyndrom, seit 2006 AD(H)S Diagnose
Malina (24.08.2001) bisher normale Entwicklung
letzten Endes gibt es nicht DIE perfekte Schule für alle Kinder - ob sie nun gesund sind oder nicht.
Vor genau drei Jahren standen wir vor der Frage: Einschulung, aber wo? für unsere Zwillinge. Wir haben uns viele Gedanken gemacht, hatten viele schlaflose Nächte, und letzten Endes haben wir für beide Kinder einen Antrag auf integrative Beschulung gestellt. Wir haben uns von vorne herein mit den Eltern zweier anderer behinderter Kinder zusammen getan, da wir dadurch die maximale Zahl an Förderschullehrerstunden bekommen (fünf Stunden pro Woche und Kind mit "G"-Status). Natürlich gab es dabei auch Risiken: Wir alle haben nach und nach mit dem Gedanken an Schulrückstellung gespielt (haben sie aber alle wieder fallen gelassen), außerdem war bei der Überprüfung des sonderpädagogischen Förderbedarfs nicht klar, ob alle Kinder den "G"-Status bekommen. Bei meinen Zwillingen kam z.B. heraus, dass sie zwischen den beiden Förderstatussen (heißt das so?) "L" und "G" standen. Beim Förderstatus "L" hätte die Schule nur zwei Stunden pro Kind an Zusatzlehrerstunden bekommen, nur beim Förderstatus "G" gab es fünf Stunden wöchentlich. Wir haben die Lehrer dann gebeten, als Empfehlung den Förderstatus "G" auszusprechen - mit dem Risiko, dass sie, wenn die integrative Beschulung nicht genehmigt worden wäre, in eine andere Förderschule gekommen wären.
Ich weiß nicht, wie wir uns entschieden hätten, wenn wir eine wirklich tolle Förderschule vor Ort gehabt hätten, aber das war leider nicht der Fall. Sowohl die Schule für Lernbehinderte als auch die für geistig Behinderte haben uns absolut nicht zugesagt (auch nach Gesprächen mit Eltern, die Kinder auf diesen Schulen hatten).
Für mich ist es das Wichtigste an der Konvention, dass die Rechte der Eltern gestärkt werden. Damals lagen außer unseren vier Anträgen auf integrative Beschulung noch drei weitere vor, die aber wegen eines "Versehens" der für alle drei Kinder zuständigen Grundschule nicht weiter geleitet wurden. Somit lagen diese Anträge erst drei Monate vor der Einschulung vor. Zwei der Kinder sind danach wieder abgesprungen, und das verbliebene Kind stand ohne eine Schule dort. Keine Schule macht gern eine Einzelintegration, weil dann eben ein Großteil der Unterrichtsstunden durch die "normale" Lehrkraft abgedeckt werden müssen. Und so wurde der Mutter dieses Kindes mitgeteilt, dass es nun doch auf die Förderschule gehen müsste. Die Mutter war damit überhaupt nicht einverstanden und hat sich selbst eine Grundschule in einem Nachbarlandkreis gesucht, die schon seit mehreren Jahren I-Klassen hat, und dort war in einer I-Klasse noch ein Platz frei. Der Junge hat jetzt zwar einen längeren Schulweg, kann aber ingetrativ beschult werden. Wenn aber diese Klasse keinen Platz mehr gehabt und keine andere Schule einer Einzelintegration zugestimmt hätte, hätte dieser Junge vermutlich gegen den Willen der Eltern auf eine Förderschule gehen müssen.
Und letzten Endes ist es derzeit immer noch so, dass Eltern, die ihre Kinder integrativ beschulen wollen, einen langen Atem und gute Nerven brauchen. Wir wussten vor den Sommerferien noch nicht, ob unsere Kinder danach in unserer Grundschule eingeschult werden konnten, weil die Entscheidung der Landesschulbehörde noch ausstand. Und ohne hartnäckiges Nachhaken, ständiges Informieren etc. wären wir mit Sicherheit nicht so weit gekommen. Das heißt, dass Familien, in denen die Eltern wenig Deutsch sprechen oder Konflikte mit Behörden scheuen, wahrscheinlich den Weg des geringsten Widerstandes gehen und ihr Kind in der Förderschule anmelden.
Und wenn einem der tägliche Schulweg zu lang ist, schickt man sein Kind eben in die Tagesbildungsstätte der Lebenshilfe, die bei uns ausschließlich von schwerst mehrfachbehinderten Kindern besucht wird - passiert hier öfters, und dort werden einige Kinder definitiv unterfordert. Mareikes frühere Erzieherin aus dem HPK, der auch zur Lebenshilfe gehört, erzählte mir kürzlich, dass ein Junge, der aus dem Regelkindergarten in den HPK gekommen war, eigentlich viel Potenzial hatte und nach Meinung der Erzieherinnen nach entsprechender Förderung zumindest die Förderschule L besuchen konnte. Die sehr einfach gestrickten Eltern gerieten dann in die Fänge der Leiterin der Tagesbildungsstätte im gleichen Haus (mit der ich mich übrigens zweimal richtig angelegt hatte und die danach nie versucht hat, meine Kinder für ihre Einrichtung zu gewinnen), und so wurde der Junge im vergangenen Sommer dort eingeschult. Ergebnis: Er stört komplett, ist völlig unterfordert und todunglücklich. Die Erzieherinnen hatten noch versucht, die Eltern zu einer anderen Entscheidung zu bewegen, aber vergebens. Und das finde ich dann einfach schade.
Wenn es Anlaufstellen gäbe, an die sich solche Eltern wenden könnten und die objektiv informieren würden, ohne Eltern zu einer bestimmten Einrichtung zu drängen, gäbe es meiner Meinung nach weniger Fehlentscheidungen. Denn ich kann als Eltern nur dann eine Entscheidung treffen, hinter der ich wirklich stehe, wenn ich ausreichend über alle Möglichkeiten und ihre Vor- und Nachteile informiert bin.
Nur damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich bin für Integration, am besten auch für Inklusion. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Förderschulen eine sehr wichtige Arbeit leisten und eben für Kinder vorgehalten werden müssen, die in einer I-Klasse nicht richtig aufgehoben wären. Und mir ist auch klar, dass es davon eine Menge gibt.
LG
Frauke _________________ Frauke mit Zwillis Mareike und Torben, beides Frühchen der 26. SSW, geboren am 26.07.2001
Beide mit Hirnblutungen, HC, Shuntversorgung, beide entwicklungsverzögert und absolut tolle Kinder!!!
Hallo
Finde es gut wenn es dann auch in der Praxis umgesetzt wird.intregation an Regelschule.Beschäftige mich sowieso gerade mit dem Thema.
Denn mein Sohn 10 Muß nächstes Jahr die Schule wechseln,wegen Ablauf der Grundschulzeit.Zurzeit besucht er eine Förderschule Sprache.
Aufgrund einer bewegungsstörung die Ihm stark Beeinträchtigt bei ERledigung von schriftlichen arbeiten,soll der Förderbedarf umgestellt werden auf Körperbehinderung.Da er aber ansonsten gut in der Schule ist
kann er die Realschule besuchen.Die Schule plädiert für eine REalschule für Körperbehinderte,ich für eine Regelrealschule die im Rahmen eines IntrigationsProjekt KInder mit sonderschulischen Förderbedarf aufnimmt.
Um die Körperbehinderten Realschule zu besuchen müßte er in ein Internat,denn es gibt nur eine SChule in ganz NRW.Die Regelschule ist bei uns im Ort,und er könnte zu Hause wohnen.drum Intregation fördern gruß vera
ich möchte euch mal schnell was von meiner täglichen Arbeit berichten. Ich selbst bin Kommunikationsassistent (wird normal über die Eingliederungshilfe bezahlt, in meinem Fall aber über das persönliche Budget). Ich arbeite in einer kooperativen Grundschule, die mit einer K-Schule kooperiert. Ich komme ursprünglich aus Bayern, da kannte ich das System so noch gar nicht, was mich auch hier hoch lockte. Für die Kinder, die wir in der Klasse haben ist diese Beschulung ideal, denn es sind nur 7 Kinder, die aber Kooperativ mit 20 weiteren arbeiten. Jeder kann individuell gefördert werden. Mir war es wichtig, nicht in eine G-Schule zu gehen, aufgrund der sehr schlechten Erfahrungen im Vorfeld. Ich war bevor ich nach Lüneburg bin Integrationshelfer an einer G-Schule in Bayern. Das war einfach die Hölle. Ich habe eine Autistin begleitet und in der Schule war nur spielen, singen und basteln angesagt, nichts von Rechnen, Schreiben, Lesen! Daneben wurde mein Spezialgebiet (UK) gar nicht genutzt mit den Worten "Meine Anfängliche Euphorie ist auch schon wieder vorbei" - Zitat ende! Gut, das ist schon ein echt schlimmes Beispiel gewesen. Jetzt hat Marla aber Rett und das zählt zumindest offiziell als schwere Mehrfachbehinderung und ist somit meistens Automatisch ein Kandidat für ne G-Schule. Mit viel Glück und fähigen Leuten und nicht zuletzt dank unserer jetzigen Lehrerin, die sich das zutraute mit den Worten "Warum nicht?". Wenn ich mir jetzt anschaue, das Marla absolut im Klassenschnitt ist (im Rechnen sogar eine der besten), sie lesen kann, schreiben kann usw. Gleichzeitig betreue ich ein Kind, dass in die G-Schule geht, gleichzeitig mit Marla eingeschult und bis heute noch nicht eine Rechnung gelöst hat, geschweige denn gelesen hat. Ich begrüße die freie Wahl der Schule sehr, auch wenn das sicherlich Probleme mit sich bringen wird. So einfach ist es halt leider dann nicht wie es klingt. Eine Schule, in der behinderte Kinder beschult werden sollen, müssen dafür einfach auch geeignet sein. Es bringt ja nichts, wenn das Kind im Rolli sitzt und der Aufzug fehlt und es gibt noch mehr solche "Kleinigkeiten". In 1,5 Jahren steht der Wechsel an und wir (die Eltern und ich) überlegen schon lange, was wir danach angehen. Das wird schwer, weil viele Gebäude schon gar nicht möglich sind.
Übrigens, weil ich es vorher irgendwo gelesen habe, von wegen IQ und so:
Wenn man nach IQ gehen würde, wäre Marla evtl nicht da wo sie ist. Unabhängig mal davon, dass sie ja nicht doof ich, im Gegenteil, der Test dazu ist einfach blöd. Jemand der nicht sprechen kann, fällt schon fast durch, hat man dann eine schlechte Handmotorik (wie eben bei Rett) und kann so schlecht auswählen, wird es noch schwerer so einen Test zu machen. Danach würde ich also nicht gehen.
Ciao Chris _________________ Kommunikationsassistent von Marla (Bj. 01 - Rett-Syndrom) an einer Kooperativen Grundschule. AKUK-Mitglied. http://www.akuk-online.de , Freiberuflicher Betreuer behinderter Kinder von 2 - 12 Jahren (verschiedene Krankheitsbilder), Tobii-Produkt-Trainer, angehender Kommunikations-Pädagoge
hallo, ich finde es sehr fortschrittlich für deutschland, wenn jedes kind freie schulwahl hat, egal ob besonders oder nicht. natürlich muss man dann um gelder für integrationshelfer u.s.w. kämpfen, aber es funktioniert. bei anderen dingen muss man auch dafür kämpfen. dass unsere besonderen kinder als exoten in grundschulen gelten ist eine frage der einstellung von allen lehrern und eltern. wir sind vorbild und kinder lernen von uns. wenn grundschulen ein besonderes kind ablehnen, dann wird das schon seine gründe haben und bei dieser einstellung ist es eh nicht die richtige schule. unsere tochter war ein jahr in einer miserablen förderschule und die lehrer behandelten die kinder alle wie exoten, es war katastrophal. nun geht unsere tochter (10) seit 3 jahren auf eine ganz normale waldorfschule, integriert in eine klasse mit 20 gesunden kindern und integrationshelfer nur für sie. die lehrerin ist super und die kinder gehen toll mit ihr um. unsere tochter kann weder sprechen, noch allein laufen, ist aber trotzdem sehr intelligent (den IQ haben wir noch nie testen lassen, wozu auch??? der test ist wirklich für besondere kinder nicht geeignet, ich spreche aus erfahrung, da ich eine ergotherapiepraxis für kinder und jugendliche habe). also schaut individuell auf euer kind, seht nicht alles so pessimistisch, kein anderer kann sagen, dass und das ist gut für euer kind...die meinung der eltern zählt und wenn diese sich entschieden haben, dann muss man eben dafür kämpfen (wir haben 1 jahr gebraucht, bis wir einen integrationshelfer bekommen haben - selbst bestimmt und über das PB).
viel kraft und glück, melle. _________________ Merlina / 12 Jahre / partielle Trisomie 2 p / besucht 6. Klasse der Waldorfschule als Integrativkind /Ergotherapiepraxis für Kinder und Jugendliche www.kringelbunt.de www.merlina-ra-zoe.de
Grußwort der Schirmherrin, Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth, Präsidentin des Deutschen Bundestages a. D.
Kinder gibt es immer weniger in Deutschland. Und gleichzeitig ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die keinen Schulabschluß erreichen, viel zu hoch.
Das beginnt mit einer frühen Zuweisung von nicht schulreifen Kindern in Sonderschulen, setzt sich fort bei den Selektionsprozessen für die weiterführenden Schulen und endet mit der unzureichenden Ausbildungsfähigkeit nach neun oder zehn Schuljahren. Das Urteil der PISA-Studie lautet: Deutschland beginnt zu spät mit der Lernförderung und selektiert zu früh.
Erfolgreiche Bildungssysteme wie in Finnland oder Kanada praktizieren individuelle Lernförderung, Lernen in Kleingruppen und Lernen in Großgruppen. Sie kümmern sich um die Entdeckung brach liegender Begabungen bei einheimischen sowie Migrantenkindern, holen gezielt nach, was in der Familie vernachlässigt wurde. Gearbeitet wird mit den Eltern, mit Akteuren der Jugendhilfe, mit Künstlern aus den Bereichen Musik und Theater, sowie mit Sportlern, um die geistigen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten zu fördern.
Starke Schüler sind in einer Gruppe mit lernschwächeren Schülern, das stärkt beide.
Hinzu kommen die individuellen Lernprogramme. Der Prozeß wird systematisch betrachtet, diagnostiziert, und jedes Kind erhält eine Rückmeldung, wo es im Lernprozess steht, was es bereits kann und wo es der besonderen Förderung bedarf.
Kinder brauchen Leistungsanforderungen, Förderung und Anerkennung. Frühe Ausgrenzung führt in vielen Fällen zu einer andauernden Ausgrenzung: nicht nur von Bildung und Arbeit, sondern auch von der Gesellschaft. Kinder brauchen Zugehörigkeit, Geborgenheit und ein positives, sie weiterbringendes Lernklima.
Prof. Dr. Rita Süssmuth
bei uns in der gesamten region gibt es gerade mal 5 integrationsklassen und das dann noch auf verschiedene städte verteilt ,obwohl auf der landkreisseite dahingehend von ausreichend vorhanden projekten,möglichkeiten und sogar CO-Op klassen die rede ist
Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
Verfasst am: 05.03.2010, 21:57 Titel: integrative Schule
Hallo
Mich intresiert das Thema inzwischen sehr. Wir leben in Bayern und hier gehen die Uhren etwas langsammer. Das heißt, integrative Beschulung ist eher etwas exotisches. Der normale Gang ist zuerst eine SVE ( Schul vorbeteitende Einrichtung) und danach die Förderschule. Ich würde es toll finden, wenn behinderte Kinder, entsprechend ihren Fähigkeiten die Regelschule besuchen könnten. Die Praxis ist jedoch anders. Die Regelschule nimmt keinerlei Rücksicht und die Befürchtung, dass die Kinder nur mitgezogen werden ist groß. Unser Paul ist im Januar fünf Jahre geworden, hat NF1 mit Tachestoma und Beatmungsmachiene in der Nacht. Er ist Entwicklungsverzögert, holt aber inzwischen etwas auf. Vor kurzem ist er getestet worden, das Ergebnis haben wir noch nicht. Momentan geht er zwei Nachmittage mit Begleitung des Pflegedienstes in den Regelkindergarten. Es ist keine Integrative Betreung und manchmal weis ich nicht, was besser ist. Die Körperbehindertenschule ist 40 km von uns , in Kemten. Das würde bedeuten, dass er mindestens mit dem Bus eine Std unterwegs wäre und das zwei mal am Tag. Wie ihr seht ist alles nicht ganz einfach und wie wir uns entscheiden wissen wir noch nicht.
Liebe Grüße Veronika
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