"entsprechend ihren Fähigkeiten die Regelschule besuchen könnten."
Aber die Regelschule kann nur sehr begrenzt (im Vergeich mit den Förderschulen) unterstützen.
Die Rahmenbedingungen machen es nicht möglich jede Behinderung aufzufangen.
"Die Regelschule nimmt keinerlei Rücksicht und die Befürchtung, dass die Kinder nur mitgezogen werden ist groß."
Ja, das stimmt.
Ohne Zweifel.
Weil es nicht anderes möglich ist.
Ich finde es schade, dass den Eltern unter dem Deckmäntelchen der Integration (oder Inklusion) etwas verkauft wird, was im Grunde nur eine riesige Sparaktion ist.
Fakt ist: In einer normalen Regelschulklasse mit bis zu 31 Kindern kann kein Lehrer der Welt alle entsprechend fördern.
Kleinere Klasse, unterrichten im Team, Fachkräfte, die unterstützen, beraten etc wird es definitivv NICHT geben!
ich bin ja trotz der Entscheidung Ben in die Walddorfförderschule zu geben, weiterhin für Integration (in der freien Schule würde Ben wahrscheinlich als
einzigstes I-Kind in der Klasse von 10 Kindern laufen und dann höchstwahr-
scheinlich mit dem Förderbedarf geistige Entwicklung und 5 Förderstunden
von der eigenen Förderschullehrerin, das würde trotz Schulbegleitung nicht
hinhauen, und die Schule müßte den Antrag stellen Kinder mit Förderbedarf
geistige Entwicklung beim Schulamt stellen, der Schuß würde nach hinten los
gehen für Ben, das riskiere ich nicht). Dann lieber 6 Kinder mehr und dann
Unterricht mit zwei Lehrern+Schulbegleitung. Dann würde es mit der Integration
auch klappen.
Ben wird ja zur Zeit auch sonderpädagogisch überprüft. Wir waren am Mittwoch
in der Grund- und Hauptschule in Winsen. Dort hat die GB-Schule ungefähr
7 Kooperationsklassen (1 GB-Klasse+1 Grund und Hauptschulklasse haben
in einigen Fächer wie Kunst, Werken, Sport etc. zusammen Unterricht).
Dort mußte Ben auch 3 Stunden bleiben wegen der Überprüfung. Alles zu riesig.
Ben hatte mit dieser ganzen Umgebung Probleme. Er war wieder mal voller
Stereotypen und sehr unruhig lt. den Testern. Ich glaube, Kinder wie Ben hätten
dort Probleme, wenn sie eine Kooperationsklasse besuchen. Dann lieber
die kleine überschaubare Waldorfförderschule.
LG
Andrea _________________ Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), AVWS,
LRS, hypoton /Ben 01/04 KISS(KIDD) , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, starke Sprachverzögerung, Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)
auch meine Kleine (jetzt 7 Jahre) war auf der Regelschule mit sonderpädagogischer Betreuung (3 Stunden/Wo./Betreuung ist sehr oft ausgefallen und hat einen langen Zeitraum gar nicht stattgefunden).
Das Amt war erst dagegen, die einzige Sprachheilschule jedoch zu weit weg.
Nach einigem hin und her, haben Sie dann nachgegeben.
Meine Tochter geht sehr gerne in die Regelschule und besucht dort auch die OGS - ebenfalls sehr gerne.
Jetzt heißt es auf einmal Sie darf nicht mehr hingehen da die Förderung in der Schule nicht ausreichend ist.
Ab Sommer muss Sie also auf eine Sprachheilschule wechseln.
Das Schulangebot dahingehend ist in dieser Region mehr als dürftig.
Es gibt zwar ab Sommer eine zweite Sprachheilschule für unseren Kreis, diese (zur Zeit nur für lernbehinderte Kinder) scheint jedoch mehr schlecht als recht zu sein - Erfahrungen anderer Eltern sind z.B. "neue Kinder werden oft in die Mülltonnen gesteckt", "Lernstoff ist ewig weit zurück", "Hausaufgaben - wenn überhaupt - werden immer wiederholt und die Kinder schreiben einfach die alten nochmal ab oder gleich kein Datum drauf".
Wir sind verzweifelt und wissen nicht was wir machen sollen.
Freie Schulwahl gibt es hier auch nicht wirklich. Dazu habe ich den Beitrag "Sprachheilschule/Förderschulen freie Schulwahl?" geschrieben.
Es wäre schön, wenn jemand eine Idee hat, wie wir aus der Sache rauskommen.
Es ist nun einmal nicht leicht sein Recht zu kriegen. Mein Kind ist Autist und ich halte bei Autisten ohne Begleitbehinderungen nichts von einer Förderschule. Autisten sind in Förderschulen von dem Lernstoff unterfordert - überfordert nur von dem Gewusel der anderen Kinder, das ist aber typisch für Autisten und leider werden sie trotzdem oft in die Förderschule abgeschoben.
Ich werde mich durchsetzen, entweder mit Hilfe einer Privatschule oder einer Onlineschule. Mein Kind ist 3,5 Jahre alt, hat jetzt schon ein gutes Gefühl für Zahlen und Buchstaben und ihm steht die geeignete Bildung definitiv gemäß seinem Leistungsvermögen zu.
Leider sind die Deutschen hintern Mond was das betrifft, ich kenne Mütter in Schweden, dort wurde ein Kind in Deutschland als autistisch und nicht schulfähig diagnostiziert und macht gerade in Schweden Abitur.
Also - kämpfen und kämpfen und nochmals kämpfen - und das Beispiel zeigt mal wieder, die Forschung ist bezügich Autismus in den Kinderschuhen, die Ärzte geben ihre Ahnungslosigkeit nur nicht zu.
Wir versuchen gerade den Schulwechsel von einer KB-Klasse mit gb und lb-Kindern, da unser Sohn nachweislich(!!) nicht gb oder lb ist und in der Regelklasse spielend jetzt schon mitkommt....(Probephase)
Und warum das ganze Theater - weil Bildung nicht zentral wie in anderen Ländern geregelt ist, sondern weil jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht
Hat man einmal nen falschen IQ-Test und wechselt dann auch noch das Bundesland, dann gute Nacht armes Deutschland.
Ich krieg nen Hals.
Ich bin sehr erleichtert, dass es den Eltern jetzt leichter gemacht wird ihre Vorstellungen von der künftigen Schule ihres Kindes umsetzen zu können.
Man sollte sein Kind dabei aber wirklich realistisch einschätzen und sich mit
Therapeuten, Erziehern im Kindergarten und Ärzten beraten. Diese sehen das
Kind aus ihrer Perspektive und wenn man alle zusammennimmt und dann entscheidet könnte es funktionieren.
Amelie (BRRS-Syndrom-Verdacht) wird von ihren Erziehern eine Waldorfschule empfohlen während die Ergotherapeutin und ich der MEinung sind, dass eine integrative Schule absolut ok für sie ist, da sie pfiffig ist und vieles kann und lernen will, aber ein Lernen bei freier Zeiteinteilung usw. nix für sie ist. Sie braucht Vorgaben und Ziele und Geduld. Dann kriegt sie vieles hin.
Bei dem Thema und auch bei allem was damit zusammenhängt, dürfte ein guter Teil des Problems zwischen den Schultern der Menschen (im Kopf also) liegen und solange da nicht mehr flexibilität einzieht bleibt es schwierig, egal wie viele Gesetze es gibt.
Trotzdem hoffe ich, dass unsere und Eure Vorstellungen von der Beschulung der Kinder umsetzbar sein werden.
LG
Katrin _________________ Katrin (* '74, HC m. Shunt) mit Carina (*2003) und Amelie (*2005, V. a. Cowden-/BRRS-Syndrom + Corpus-callosum-Agenesie, Makrocephalus, entwicklungsverzögert ca. 6 Monate)
Unser Sohn hat auch BRRS ünd war im erstem Schuljahr auf einer Sonderschule.
Dort hat er schlimmes erlebt und nichts gelernt. Für ihn fing das lernen erst an als
er GU Kind wurde. Auf die Kindergärtnerinnen darf man nicht hören die haben von
diesen Kindern keine Ahnung die wollen gerne und das wars. Du must dir dein eigenes
Bild machen. In England gibt es eine Selbsthilfegruppe die sagen Sonderschule nein
dort gehen alle auf Regelschulen mit Unterstützung. Wem sollen BRRS Kinder da was
abschauen und dafon lernen sie können nur von schlaueren was lernen.
Hans Gerd
Amelie (BRRS-Syndrom-Verdacht) wird von ihren Erziehern eine Waldorfschule empfohlen während die Ergotherapeutin und ich der MEinung sind, dass eine integrative Schule absolut ok für sie ist,
...Waldorfschule IST KEINE Förderschule; es gibt allerdings Förderschulzweige an Waldorfschulen, Förderschulen die auf der Grundlage der Waldorfpädagogik arbeiten etc.
Aber nochmal: Waldorfschulen an sich sind Regelschulen in privater Trägerschaft (also Privatschulen), die auf der Grundlage der sog. Waldorfpädagogik arbeiten.....
Liebe Grüße
Michaela _________________ Tochter *91 Asperger Autistin, Tochter *94
da gerade bei mir das Thema Schule ganz aktuell ist, haben mich die Beiträge sehr interessiert.
Dass man sein Kind auf eine Regelschule geben kann, mag für einige Eltern schön sein, aber man sollte sich immer den Grad der geistigen Behinderung des Kindes vor Augen führen. Einige Kinder schaffen es sicher auf einer Regelschule. Aber ich glaube, dass die meisten Kinder mit geistiger Behinderung schlichtweg überfordert sind mit dem Schulalltag.
Ich war am Anfang auch "blind" und wollte die Monterssori oder die Walldorf Schule für meine Tochter (das ist gar nicht so lange her). Aber weder die eine noch die andere Schule hier nehmen geistig behinderte Kinder. So viel zu den Philosophien der beiden Schulen... Aber das hat mich auch zum Nachdenken gebracht. Jede Grenze führt eben auch zu neuen Ufern. Und zu neuen Erkenntnissen. Nämlich dass ich meine Tochter nie wirklich als geistig Behinderte gesehen habe. Langsam erkenne ich es. Es tut weh und ist schwer aber am Ende des Tages muss man damit leben. Daher geht jetzt die Suche weiter nach einer geeigneten Schule für geistig Behinderte.
Ich hoffe, ich treffe für meine Tochter die richtige Entscheidung, sie ist nämlich das Beste Allerallerbeste, was mir je passiert ist (auch, wenn ich mich oft über sie ägere )
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