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HURRA - jedes Kind hat nun das Recht auf Regelschulbesuch!
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eli
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Beiträge: 5403

BeitragVerfasst am: 29.01.2010, 10:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Susanne, hallo silkeh,

positive Zustimmung hört man sehr selten. In den meisten Fällen ist es doch so, daß besondere Kinder in Regeleinrichtungen wenig Verständnis erfahren. Es kommt auf den Lehrer drauf an und ich finde es toll, daß man besondere Kinder als Bereicherung empfindet. Das hören wir auch immer wieder von Elias Musiklehrerin. Aber sie ist die Ausnahme, weil ich zu viele Beispiele (auch eigene Erfahrungen kenne), wo man diese Kinder als Belastung empfindet. Da die neue gesetzliche Regelung aber für alle Regelschulen gilt, kann ich mir nicht vorstellen, daß es in den meisten Fällen positiv verläuft. Aber ein Versuch, wenn die Eltern das wollen, ist es allemal wert.

LG Petra

_________________
E. (01/04): Panayiotopoulos-Epilepsie, komplizierte Fieberkrämpfe, Teilleistungsstörungen, leichte Ataxie, Dyspraxie, V.a. auditive und visuelle Wahrnehmungsstörung, V.a. Autismus
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IngeH
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BeitragVerfasst am: 29.01.2010, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Alexandra30 hat folgendes geschrieben:
Huhu noma,

Chantal hat einen IQ von 51 und DA bin ich einfach der Meinung,dass die Integration nix bringt!!!

lg
alex


Hallo Alex, das denke ich auch und würde auch meinen Sohn auf einer Regelschule untergehen sehen.

Integration erlebt er viel in Kindergruppen, im Turnverein, in der Kirche usw. Das ist toll und macht ihm Spaß. Auch diese Integration ist wichtig und gibt den Kindern letztendlich mehr, als wenn sie in der Regelschulklasse nur dabei und eben nicht mittendrin sind... um mal einen Werbespot zu zitieren.

Liebe Grüße

_________________
Liebe Grüße von Inge
mein besonderes Kind wurde 05.97 geboren und hat eine beinbetonte Tetraspastik ist ein Läufer aber hat keine Lautsprache, er hat noch 3 ebenso wunderbare jüngere Geschwister, die beiden Jüngsten mit AVWS
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saskia und a.
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BeitragVerfasst am: 29.01.2010, 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ist ja schön wenns klappt,
ich will dich nicht entmutigen@toto aber die riesen Probleme kamen bei uns aufm Gym, was aber auch zu stemmen war, weil wir halt da dann die Diagnose hatten,
In der Grundschule lief es bei uns relativ gut , Alex übersprang sogar ne Klasse und wir waren ja diagnosetechnisch noch völlig ahnungslos Rolling Eyes
ich mußte KÄMPFEN ohne Ende , damit er den Platz an der KB Schule mit HPT bekam
das war sooo extrem, mein Sohn wollte keinen Schulbegleiter und war nur am Weinen und sagte immer :gibt es keine Schule wo man mich einfach mag , so wie ich bin
Sad
Das war ne furchtbare Zeit,

ich bin der Integration eben auch so skeptisch gegenüber ,weil ich in der Grundschule ein
DS Kind in der Klasse meines Sohnes erlebte, das was nur schlimm, und das aller Schlimmste war, dass das Kind dieses Hintenherum ärgern und mobben garnicht kapierte und die Eltern bewußt wegsahen wie auch die Lehrer,

LG saskia

_________________
saskia (*59) mit Alexander( 5/91 )Asperger Syndrom
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Sandra1978
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BeitragVerfasst am: 29.01.2010, 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich finde es richtig das die Eltern jetzt das Recht auf die Wunschbeschulung haben.

Aber nicht jedes Kind ist auf einer normalen Grundschule als I Kind gut aufgehoben.

Ich mache das ja gerade mit unserer Tochter durch.

Von der Entwicklung her würde sie auf der Regelschule auch gut klar kommen aber aufgrund ihres Sprachproblems hätte ich bedenken das sie nicht das Potential ausschöpfen könnte was sie hat.

Was bringen denn 5 Stunden Förderunterricht pro Woche.

Aus dem Grunde möchte ich die Sprachheilschule für sie, da wird einfach intensiver gefördert und sie ist mal ein Kind unter vielen und nicht immer der Sonderling.

Gruß Sandra

_________________
Sarah geb. im Dezember 2003; AVWS; Sprachbehindert; Besucht die Förderschule Sprache
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toto35
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BeitragVerfasst am: 29.01.2010, 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
klar sind wir froh das es - bis jetzt - so gut funktioniert. Und einfach nur froh, daß wir genau diesen Schritt (ich muß sagen, die Fachleute in Werscherberg rieten uns genau diesen Schritt mit der Regelbeschulung zu wagen - das war letztendlich der Stein des Anstoßes) gewagt haben.
Dazu muß man auch sagen, daß eine Alternative bei uns fehlt. Bei uns gehen alle Kinder auf diese Grundschule, so ist das nunmal. Andere Schulen sind kaum vorhanden und wenn, dann nur mit enormen Wegen. Die Kinder würden morgens noch vor halb 7 abgeholt werden und wären abends erst 18 Uhr zu Hause.

Was noch kommen mag - ich weiß es nicht. Momentan bin ich der Meinung "ich weiß es zum Glück nicht". Ich weiß nicht ob es so gut weiterlaufen wird wie bis jetzt. Vielleicht schreibe ich schon in ein paar Monaten hier "hilfe, so geht es nicht mehr weiter". Aber das muß ich erst mal abwarten. Ebenso kann ich heute auch noch nicht dran denken, was nach der Grundschulzeit wird.

Mein Sohn fällt in den Hochbegabtenbereich, was grade bei der Kombination ADHS, keine gute Kombi ist (eher verflixt teuflisch Rolling Eyes ).

_________________
LG
Susanne
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Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
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Andrea1972
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BeitragVerfasst am: 29.01.2010, 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Anna ist nur Körperbehindert...aber sie hat die Schule positiv beeinflusst...O-Ton Schule.

Warum sollte es in Deutschland nicht klappen was es in anderen Ländern schon Jahre gibt???
Es wäre denke ich für ALLE Kinder nur von Vorteil...das soziale miteinander könnte auf diese Art beeinflusst werden.

Ich denke es ist oft auch ein Problem der Eltern nicht der Kinder.

In der Realschule in die Anna geht sind schon länger Kinder die auch GB sind...auch werden dort Schüler aus unserer Sonderschule integriert und inzwischen klappt es wohl sehr gut.Die Rücksichtsnahme ich fantastisch.

Letztes Jahr sah das noch anders aus da gab es noch heftige Probs.

LG Andrea

_________________
Anna-Maria,93 SpinaBifida und HC VP-Shuntversorgt,Rollifahrerin.Cheyenne,9,inzwischen nachgewiesener Gendefekt,Amelogeneses Imperfecta

Bin freundlich..merkt nur keiner...
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toto35
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Beiträge: 7195
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BeitragVerfasst am: 29.01.2010, 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Sandra1978 hat folgendes geschrieben:
Hallo,

ich finde es richtig das die Eltern jetzt das Recht auf die Wunschbeschulung haben.

Aber nicht jedes Kind ist auf einer normalen Grundschule als I Kind gut aufgehoben.

Ich mache das ja gerade mit unserer Tochter durch.

Von der Entwicklung her würde sie auf der Regelschule auch gut klar kommen aber aufgrund ihres Sprachproblems hätte ich bedenken das sie nicht das Potential ausschöpfen könnte was sie hat.

Was bringen denn 5 Stunden Förderunterricht pro Woche.

Aus dem Grunde möchte ich die Sprachheilschule für sie, da wird einfach intensiver gefördert und sie ist mal ein Kind unter vielen und nicht immer der Sonderling.

Gruß Sandra


Hallo Sandra,
da ist mit Sicherheit etwas dran. Aber mein Sohn fühlt sich nicht als Sonderling. Er kennt sich nur so. Er ist voll integriert, hat einen großen Freundeskreis, mit dem komplett er auch in die Schule eingeschult worden ist. Alle sind in einer Klasse. Und er war genau in diesem Freundeskreis immer voll integriert. Warum sollte er sich dann als Sonderling fühlen?

_________________
LG
Susanne
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Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
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Sandra1978
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BeitragVerfasst am: 29.01.2010, 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Susanne,

Sarah ist im Kindergarten auch voll integriert. Aber trotzdem fällt auf das sie anders ist.

Es kommt wahrscheinlich auch immer auf die "Behinderung" an.

Wir haben insofern das Glück das die Grundschule und auch die Sprachheilschule 3 km von uns entfernt sind.

Zeitlich tut sich das nix.

Dann lieber eine Schule mit kleinen Klassen (13 Kinder) und Lehrern die wissen wie Sprachverzögerte Kinder ticken als eine Grundschule wo sie ein Kind unter 26 Kindern wäre und nicht auf das einzelne Kind geguckt wird.

Gruß Sandra

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Sarah geb. im Dezember 2003; AVWS; Sprachbehindert; Besucht die Förderschule Sprache
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angela
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BeitragVerfasst am: 29.01.2010, 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

meine Meinung ist nach wie vor, wenn es für das Kind klappt - gerne. Wink
Andrea1972 hat folgendes geschrieben:
Es wäre denke ich für ALLE Kinder nur von Vorteil...das soziale miteinander könnte auf diese Art beeinflusst werden.
Andrea, ich muß Dir leider widersprechen.
Ich nehm jetzt nur meinen Jüngsten:
-in einer Regelschule (heißt hier über 20 Kinder) wäre es ihm zu laut, er würde darauf mit Aggressionen reagieren. Und das wäre für alle nicht tragbar. Auch haben alle Kinder ein Recht auf friedliches Lernen.
-er würde permanent den Unterricht stören, weil es ihn nicht die Bohne interessiert was da gelehrt wird.
-er wäre eher der Gefahr ausgesetzt einen Anfall zu bekommen, weil seine Auslöser u.a. anrempeln, schubsen, anfassen sind --> Anfälle dauern lang bei ihm, nee - brauch ich nicht wirklich und Franz gleich gar nicht. Und die Glasglocke , also ein Freiraum von einem halben Meter um ihn herum wird niemand schaffen. Wink
-Daraus folgt, selbst Stunden wie Sport wären nur unter Hochspannung leistbar (Bälle fliegen nunmal nicht immer dahin wo sie sollen).

Andererseits könnte er sich doch ne Menge abschauen, er könnte noch mehr soziales Miteinander erleben und sicher gibts da noch mehr.

Schlußendlich, würde ich Vorteile und Nachteile gegeneinander abwägen, eine Regelbeschulung hätte rein gesundheitlich für ihn mehr Schaden als Nutzen.

Das rein rational betrachtet, ohne den Gedanken, wer für die Kosten aufkommen würde, wo doch ein I-Helfer schon an einer gB-Schule hier nicht machbar wäre.

Von daher, bei Kindern wo es paßt - gern. Wink

LG - Angela

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beide Dravet-Syndrom
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eli
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BeitragVerfasst am: 29.01.2010, 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

es stellt sich mir doch eine Frage....trotz Integration, lernt man denn als besonderes Kind auf einer Regelschule gut?

Integration ist ja nochmal was anderes wie effektives Lernen. In größeren Klassen und geringerem Personalschlüssel wird doch von jedem Kind mehr Selbständigkeit vorausgesetzt. Natürlich kann eine besonderes Kind integriert werden. Das hängt nur vom Willen des Pädagogen ab. Aber kann er sich auch ausreichend kümmern?

Ich würde mir stets die Frage stellen, würde mein Kind auf einer speziellen Schule (bei meinem Sohn wird es ein KB-Schule) nicht mehr lernen als auf der Regelschule? Integration kann und darf nicht alles sein, man muß sich auch intensiver um diese Kinder kümmern oder?

Wie läuft das bei Euch mit den integrierten Kindern auf der Regelschule?

LG Petra

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