Ab der 5. Klasse muss Marie ja auch eine andere Schule besuchen und ich denke schon das ich ihren Mutismus erwähnen werde. Hoffentlich ist es bis dahin nicht mehr so ausgeprägt wie jetzt Da können sie sich schon im Vorfeld damit beschäftigen und kommen nicht auf solche Ideen wie das sie die Lehrer persönlich damit verletzen will. Das Problem hatte die Grundschule. Ich habe Infomaterial von der Psychologin und aus dem Internet mit zur Schule genommen und dann wurde es besser.
Manchmal vermittelt sie mir den Eindruck das sie doch so ganz gut voran kommt, auch ohne reden. Warum sollte sie jetzt plötzlich anfangen. Es geht doch auch so.
Ich möchte echt mal in sie reinschauen. Oder einfach verstehen was sie abhält zu reden.
Marie war auch immer zurückhaltend und schüchtern. Wenig Selbstvertrauen und Angst. Sie mochte nie von fremden Personen angefasst werden. Arzt und Friseur waren ein Graus. Das ist inzwischen besser und sie kann es ertragen.
Am Freitag bekommt Marie ihr erstes Zeugnis mit Nachteilsausgleich. Mal sehen wie es geworden ist.
Die Psychologin hat uns erklärt das Marie ein frühkindliches Trauma hat. Am Tag nach ihrer Geburt wurde sie für eine Woche auf die ITS veregt weil sie einen Herzfehler und eine Blutamämie hatte. 50 km weit weg von uns und viele schmerzhafte Untersuchungen. Das alles hat sie in ihrem Unterbewustsein gespeichert und lehnt seit dem jeden fremden Kontakt ab. Das hat wohl den Mutismus ausgelöst.
Das sie nicht redet ist schon schlimm für mich, aber das sie manchmal so komisch reagiert wenn sie sich nicht äußern kann ist eigentlich noch schlimmer. Da lässt sie jemanden nicht mehr aus dem Zimmer oder schiebt ein Kind vom Stuhl nur weil es daran Schuld ist das alle Kinder Zusatzaufgaben bekommen haben. Da denke ich manchmal "gehts noch". Das macht sie doch zu Hause nicht.
Wie ist das eigentlich wenn ADS und Mutismus zusammenkommen. Das ist doch bestimmt total anstrengend. Für euch und für deine Tochter.
Marie hat noch einen jüngeren Bruder. Der ist völlig anders. Der quatscht für 3. Manchmal weis ich nicht was besser ist, Stille - oder Dauerbeschallung
So jetzt muss ich die Quasselstrippe mal zu Bett bringen. Marie schläft schon.
LG Kathrin _________________ Kathrin mit Marie *10/00 selektiver Mutismus und Moritz 10/03 gesund und wild
als ich kann dir sagen ADS uns selektiver Mutismus zusammen ist ganz schön hart. Da ja Désirée nicht hyperaktiv ist sondern die verträumte Variante hat, habe ich manchmal das Gefühl, daß die Medikamente für das ADS den Mutismus noch verstärken. Das extrem Anstrengende ist dann, wenn nachmittags die Wirkung nachläßt und sie alles raus läßt, was sich angestaut hat. Dann dreht sie total ab. Ist schnelle eingeschnappt, brüllt, tobt und knallt die Türen. Dazu kommt dann nocht, daß sie zu Hause totalt viel redet, es wird alles nachgeholt, vom Vormittag. Ihre Schwester ist da auch anders. Das ist eine Quasselstrippe. Aber zu Hause muß ich oft beide bremsen. Sonst würde ich echt Kopfschmerzen bekommen.
Ich könnte mir vorstellen, das der Mutismus bei Désirée aus der frühen Kindheit rührt. Da wir ja damals noch nicht wußten, daß sie ADS hat, haben wir oft viel mit ihr geschimpt. Haben uns über ihr ewige Trödelei aufgeregt. Wenn wir mir ihr Spiele gespielt haben, dann ist sie oft aufgeflippt, wenn es nicht nach ihrer Mütze ging. Dann haben wir natürlich auch wieder geschimpft, so daß wir dann auch nicht mehr mit ihr spielen wollten. Ich vermute mal, daß wir ihr durch unser Fehlverhalten ihr immer wieder vermittelt haben, daß sie nur Fehler macht und sie dann irgendwann aus Angst wieder etwas falsch zu machen, angefangen hat zu schweigen. Auf der anderen Seite sage ich mir, warum spicht sie dann zu Hause? Wo sie ja eigentlich die negativen Erfahreungen gemacht hat?
Vielleicht ist es aber auch derher gekommen, daß die Lehrer am Anfang in der Schule immer zu Désirée gesagt haben, nun pack deine Sachen aus, fang an zu arbeiten, pack wieder ein usw. Vielleicht hat sie deshalb in der Schule nichts gesagt, aus Angst Fehler zu machen. Ich glaube das können wir nicht mehr klären. Wir können nun nur hoffen, daß alles irgendwie in den Griff zu kriegen.
Naja mal sehen, was die Überprüfung bringt. Werde wieder berichten.
LG Tina _________________ Tina mit Désirée-Nadine *10/99 ADS u. selektiver Mutismus und Gina-Marie *08/01
ich habe zwar von eurer Diagnose keine Ahnung, davon aber etwas von Werscherberg. Wir waren jetzt zum 2. mal dort, und snd beides male mit erkennbaren Erfolgen heim gekehrt.
Es gibt dort ein Haus, in dem Kids ohne Eltern therapiert werden. Die machen alle immer einen zufriedenen Eindruck, die werden auch rund um die Uhr betreut und haben ein klasse Freizeitprogramm. Es gibt ja ab dem Alter schon betreute Jugendreisen während der Ferien, und so kann man das letztendlich in Werscherberg auch verkaufen. Da die Kids auch tgl. ein Bewegungsprogramm haben, ist für Unterhaltung dieser Art auch gut gesorgt.
ich habe zwar von eurer Diagnose keine Ahnung, davon aber etwas von Werscherberg. Wir waren jetzt zum 2. mal dort, und snd beides male mit erkennbaren Erfolgen heim gekehrt.
Es gibt dort ein Haus, in dem Kids ohne Eltern therapiert werden. Die machen alle immer einen zufriedenen Eindruck, die werden auch rund um die Uhr betreut und haben ein klasse Freizeitprogramm. Es gibt ja ab dem Alter schon betreute Jugendreisen während der Ferien, und so kann man das letztendlich in Werscherberg auch verkaufen. Da die Kids auch tgl. ein Bewegungsprogramm haben, ist für Unterhaltung dieser Art auch gut gesorgt.
ja, denselben Eindruck hatte ich auch von den Kindern, die ohne Eltern da waren. Die Therapeuten/Erzieher waren seperat für die 24h Betreuung dieser Kinder abgestellt und was wir gesehen haben, war das top. Sowohl von den Therapien als auch von der Betreuung und dem Freizeitprogramm. Die Kinder schienen mir sehr glücklich und zufrieden.
Also ich hätte keine Sorge, mein Kind dort alleine hinzuschicken. _________________ LG
Susanne
____________________________________
Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
Ich bin erstaunt wie viele Kinder mit Mutismus haben. Bislang waren die Kids in den Beiträgen die ich gelesen habe immer sehr klein vom Alter her. Endlich lese ich auch viele beiträge wo die Kids über 10 sind und schon länger damit zu "kämpfen" haben.
Ich bin neu hier. Meine Tochter ist 15 Jahre alt und wir machen seit über 11 Jahren eine Therapie nach der anderen. ( Zwischendurch hatten wir auch mal Pause und wir haben es mit Homöpathi versucht. Hat nichts gebracht. Nur bei meinem Sohn anderes Mittel Hat seit gut 4 Jahren keine Asthma anfälle mehr. Weiss aber nicht mehr was 2 mal bekommen hat.)
Es ist sehr schwierig Therapeuten zu finden die sich WIRKLICH mit diesemThema auskennen. Letztes Jahr haben wir es stationär in einer Klinik versucht. Nach einem Tag hat die Psychologin von ihr verlangt 3 Leute der
Stationzu benennen mit denen sie reden muss. Super und was ist mit erstmal einleben und die Leute kennen lernen? Die beste Freundin ( sind bis zur 3. Klasse als Zwillinge durchgegangen ) Ist für 4 Jahre ( noch zwei ) nach Afrika gezogen. ( Vater arbeitet dort.) Das war natürlich für sie das schlimmste. Die Freundin hat es ohne viel Therapie geschafft.
Die letzte Hoffnung liegt jetzt in der Rehaklinik. Sie will ( laut Verhaltenstherapeutin ) ohne Begleitung dorthin.
LG
Mutisten sind fähig zu sprechen, doch sie können sich nicht überwinden.
unsere Rebecca ist auch mutistisch! Aber im Gegensatz zu vielen anderen hatte sie noch nie Therapien o.ä. gemacht!
Sie hat mit 3 Monaten bereits gefremdelt und hat erst mit 6 Jahren langsam damit begonnen, ein wenig offener zu werden!
Sie hat niemals mit den ´Nachbarn geredet, sie hat die 3 Jahre im Kiga ni mit den Erziehrinnen gsprochen - nur im letzten Halbjahr, da hat sie Antworten gegeben! Kurz und knapp! Sie hatte 3 Freunde dort und nahm von sich aus zu anderen keinen Kontakt auf!
Spielgruppe und Krabbelgruppe das selbe ...
Damals hieß es von den KÄ aber, dass sei okay so, ich soll nicht drängen! So akzeptieren wie sie sei!
Nun, das haben wir auch gemacht. Sie hat ihre Freunde, das sind aber nur 4 Stück und dazu gehören jeweils die Eltern, die mit uns eng befreundet sind!
Freunde hier in der Nachbarschaft hat sie keine.
In der Schule rdet si von sich aus ni mit der Lehrerin, gibt aber Antworten und liest vor. Sie mldet sich auch nun öfters!
Sie geht sollt eigentlich in die Ferienfreizeit mit, das möchte sie abr nicht und ich weiß nicht, ob ich sie dazu "drängen" soll, weil meine Schwägerin als Betreuerin u.a. mit fährt! Sie will nicht ohne uns sein!
Anfang April soll sie nochmal zur Psychologin ins SPZ gehen weil wir si gerne in so eine Gruppen "packen" möchten, wo sie einfach lernt, selbst bewusst zu werden ...
Auch werde ich am Freitag mit ihr zum Sport fahren - ein Freundin von ihr macht seit 2 Wochen dort eine japan. Selbstvrteidigungs - Sportart. vielleicht ist es etwas für sie!?
Hier redet sie mit allen, sie redet auch viel am Nachmittag, aber nicht immer! Sie ist dazu eh die Ruhige - die Kline ist ne Gisela Schlüter - Quasselstrippe!
MineTochter ist 8 und in der 3. Klasse!
LG Svetlana _________________ Liliana - Renée, 01/06, Leberzirrhose durch PFIC III - Syndrom, Muskelhypotonie und taktile und vestibuläre Wahrnehmungsstörungen
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