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Neu und Fragen zur verbalen Dyspraxie
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Sophie-mit-Julius
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BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

erihatti hat folgendes geschrieben:
Ich wollte auch fragen, nach EEG. Darf ich fragen wo ihr in Behandlung seid? wer hat die Diagnose der Dyspraxie gestellt?

Erika
Hallo,
ein EEG wurde nicht geschrieben. Die Diagnose hat alleine und nur seine Logopädin gestellt. Im SPZ war die Begründung seiner Sprachschwierigkeiten seine schlechten Ohren.
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MamaAlexa
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BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 10:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sophie,

habt Ihr die Möglichkeit, Euren Sohn in einem anderen SPZ vorzustellen?

Unser Sohn hat eine starke Sprachentwicklungsstörung (auch lt. Logopädin eine Dyspraxie). Luca erlernt die neuen Wörter, in dem man sie ihm in Silben vorspricht. Irgendwann spricht er dann das Wort nach und das war es dann für ihn. Irgendwann nach einigen Wochen fängt er dann von selbst an, die Worte, die er vor Wochen in der Logopädiestunde gelernt hat, zu wiederholen (ich hoffe, man versteht, was ich hier geschrieben habe).

Luca konnte mit 3,5 Jahren nur Mama und Papa sagen. Dann war er 3 Jahre in einem Integrativkindergarten. Dort hat er dann einen Wortschatz von insgesamt 79 Wörtern erlernt. Seit Sommer geht er auf eine K-Schule (nicht, weil er körperbehindert ist, sondern weil diese Schule mit UK arbeitet). Seit er auf dieser Schule ist, hat sich per 31.12.09 sein Wortschatz verdoppelt. Mittlerweile sprcht er 162 Wörter, mal weniger mal besser verständlich).

Luca hat einmal in der Woche Ergotherapie, einmal in der Woche Logopädie. Das passiert alles in der Schule und vorher im Kindergarten. Außerdem fahren wir noch 3-4 mal im Jahr zum Osteopathen. Das hat ihm auch immer geholfen. Aber wenn Luca weiterhin solche Fortschritte macht, brauchen wir den Osteopathen vielleicht irgendwann nicht mehr Wink

Vielleicht habt Ihr wirklich die Möglichkeit, Euren Sohn in einem anderen SPZ vorzustellen, die ihn komplett auf den Kopf stellen.

Viele Grüße
Alexa

_________________
Alexa mit Luca (* 2003); Sprachentwicklungsstörung; ohne Ursache
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IngeH
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BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich habe zwei Kinder mit Sprachstörungen und jetzt auch diagnostizierten AVWS aufgrund von wiederkehrenden Paukenergüssen.

Die Geschichten sind sehr ähnlich.

Es kam auch erst Sprache, dann war sie weg, dann kam sie wieder, teilweise sehr undeutlich und falsch.

Probleme haben beide (5+8) mit den Artikeln, den Präpositionen und mit der Partizipienbildung.

Sie haben auch Schwierigkeiten neue und unbekannte Worte in den Wortschatz aufzunehmen und fremde Worte, wie Eigennamen usw in den Sprachschatz aufzunehmen.

So hieß eine neue Klassenkameradin für meine Tochter immer Rika bis sie dann den Namen Kyra geschrieben sah...

Beide Kinder sind ansonsten fit und altersgerecht entwickelt und haben gue Methoden entwickelt, ihre Schwierigkeiten zu kompensieren.

Bei uns war es wahrscheinlich "nur" die phasenweise Schallleitungsschwerhörigkeit durch die Paukenergüsse, allerdings doch mit langwirkenden Auswirkungen.

Liebe Grüße

_________________
Liebe Grüße von Inge
mein besonderes Kind wurde 05.97 geboren und hat eine beinbetonte Tetraspastik ist ein Läufer aber hat keine Lautsprache, er hat noch 3 ebenso wunderbare jüngere Geschwister, die beiden Jüngsten mit AVWS
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Sophie-mit-Julius
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BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

IngeH hat folgendes geschrieben:
Hallo,
ich habe zwei Kinder mit Sprachstörungen und jetzt auch diagnostizierten AVWS aufgrund von wiederkehrenden Paukenergüssen.

Die Geschichten sind sehr ähnlich.

Es kam auch erst Sprache, dann war sie weg, dann kam sie wieder, teilweise sehr undeutlich und falsch.

Probleme haben beide (5+8) mit den Artikeln, den Präpositionen und mit der Partizipienbildung.

Sie haben auch Schwierigkeiten neue und unbekannte Worte in den Wortschatz aufzunehmen und fremde Worte, wie Eigennamen usw in den Sprachschatz aufzunehmen.

So hieß eine neue Klassenkameradin für meine Tochter immer Rika bis sie dann den Namen Kyra geschrieben sah...

Beide Kinder sind ansonsten fit und altersgerecht entwickelt und haben gue Methoden entwickelt, ihre Schwierigkeiten zu kompensieren.

Bei uns war es wahrscheinlich "nur" die phasenweise Schallleitungsschwerhörigkeit durch die Paukenergüsse, allerdings doch mit langwirkenden Auswirkungen.

Liebe Grüße
Genauso ist es bei uns auch Sad
Es scheint jetzt so auszusehen, dass es vorran geht. Seine Ohren sind ja nun wohl okay. Ist es halt so unvorstellbar, dass ein schlechtes Gehör über Monate so schlimme Auswirkungen haben können. Aber wenn ich mir hier die Geschichten von Euch allen so durchlese, haben wir echt noch "Glück" gehabt.
Im Endefekt ist es ja eigentlich egal, ob "nur" seine Öhrchen die Probleme verursacht haben oder doch eine Sprachstörung dahinter steckt. Er lernt nun zu sprechen, ABER es lässt mir keine Ruhe. Es steckt hinter allem dem halt noch ganz viel Angst.
Untersuchen lassen wollen wir ihn nicht mehr. Es geht vorran und das ist das Wichtigste. Ich muss wohl mit der Unwissenheit leben.
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Sophie-mit-Julius
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BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ach so, was ist denn AVWS? Bin ja noch neu und unwissend Rolling Eyes
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IngeH
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Beiträge: 2606

BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
AVWS - audidive Verarbeitungs und Wahrnehmungsstörung. Also keine Hörstörung im Sinne des eigentlichen peripheren Hörens mit den Ohren, sondern im Gehirn, was vermutlich auf der phasenweisen Schwerhörigkeit beruht.

meine Kinder können beide Stör und Nutzschall nicht differenzieren. DH sie hören alles gleich laut. Normal stellt das Gehirn das Geräusch, auf das man sich konzentriert lauter.

Schlechtes Dichotisches Hören. Wenn verschiedene Worte links und rechts ins Ohr gesprochen werden, soll ein Normalhörender beide Worte erkennen. Meine erkennen bestenfalls eines.

Schlechtes räumliches Hören. Sie müssen den Sprecher sehen, um zu wissen, wohin sie hören sollen.

Schlechte Lautdifferenzierung bei Konsonantenhäufung. kr und gr kann nicht unterschieden werden uä.

Diese differenzierte Untersuchungen bekommt man aber nur in der Pädaudiologie.

Bei meinem Sohn wurden mit 1 Jahr Paukenröhrchen gelegt und danach hatte er ein normales Hörvermögen. Es hat über 12 Monate gedauert, bis überhaupt Sprache kam.
Da mein ältester Sohn aufgrund einer unbekanten Behinderungsursache gar nicht sprechen kann, kannst Du meine Ängste vielleicht erahnen.

Jetzt vor der Einschulung ist er hinsichich der AVWS noch auffällig, aber das merken nur Fachleute. Kindergarten usw hat nie etwas bemerkt und ihn als sprachlich gu und kompetent eingestuft.

Liebe Grüße

Hier noch weiterführende Infos:
http://www.avws.de/

_________________
Liebe Grüße von Inge
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IngeH
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BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 10:42    Titel: Antworten mit Zitat

Achso noch eines... laß nach JEDEM Schnupfen die Ohren vom HNO nachsehen. Paukenergüsse kommen gerne wieder und verzögern die Entwicklung (erneut). Ist nervig, aber ich mußte lernen, daß es besser so ist.

In der Apotheke gibt es Nasenballons zu kaufen. Wahrscheinlich ist Julius noch zu klein dazu, aber die sind später recht hoilfreich, um die Tubenbelüftung zu unterstützen.

Liebe Grüße

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