Hallo Renate, ich habe 40 Jahre lang die Bibel gelesen und studiert und bin Bibel-ungläubig geworden, denn ich kann mich nur Dagmar und Dirk anschließen:
Ein Gott, der im AT Machtmissbrauch betreibt, der rächende Gott gegenüber den von ihm selbst mangelhaft geschaffenen Geschöpfen ist - der dann in Form seines Sohnes als Mordopfer stirbt und das noch dafür, dass ich nicht in der Hölle brate, weil ich so mangelhaft bin, dass ich selber mich nicht retten kann, der ist für mich ein grausam harter "Vater".
Gott Vater hält seine Geschöpfe, wenn die Bibel stimmen würde, mit Angst, Machtspielchen, Abwertung und Pseudoerlösungen, mit Scham und Panik klein. Und das soll ich noch als Liebe begreifen?
In wie vielen Familien und Arbeitsstellen und Schulen und überall kommen derartige Psychospielchen vor. Und dann soll ich Trost und Hilfe bei einem Gott"Vater" suchen, der es genauso macht. NEIN!
Da verstehe ich Dirk, der davon wirklich erschüttert worden ist.
Man muss sich ja nur mal vorstellen, dass man beim Abendbrot Brot und Wein stellvertretend für Jesu Blut und Körper, den er für uns geopfert hat, isst als Dank und Bitte für Sündenvergebung.
Ein archaischer fast-kannibalischer Akt! Man soll Geborgenheit, Liebe und Trost verspüren, während man auf einen Mann starrt, der an ein Kreuz genagelt ist.
Ich habe seit langem in Gebets-Meditationen und spirituellen Einkehr-Stunden mit Jesus um diese Bibel gerungen und fühle mich von ihm zu diesen meinen Gedanken sowie zu Reiki und Yoga und Esoterik teilweise sogar als heutige Alternativen, das Prinzip Jesus zu leben, geführt.
Ich halte die Bibel immer noch für eins der größten Legenden und Sagen unseres Abendlandes, aber ich denke, dem heutigen Jesus-Anhänger erschließt sich Jesus anders besser.
Renate _________________ Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pupertät
The whole meaning of prayer is that we may know God. Oswald Chambers
Ja, das stimmt. Das macht aber ja auch nichts. Und so kann ich nur nochmal zum Thema des Threads sagen: Bei der immer weiter abnehmenden Zahl der klassischen Christen ist es gefährlich, religiöse Texte als Trost zu verschicken, ohne zuvor zu wissen, wie der Adressat denkt.
Die Christen schwinden, aber nicht die Gläubigen, wie ich immer wieder erfahre, wenn ich bei Yoga-, Reiki- oder Buddhismusthemen unterwegs bin.
Aber auf ihren persönlichen Gott vertrauen tun sie. Das ist aber dann oft ein "göttliches Prinzip", das sich darin ausdrückt, diese Erde zu schützen und zu pflegen nach bestem Wissen und Gewissen. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.
Bei der immer weiter abnehmenden Zahl der klassischen Christen ist es gefährlich, religiöse Texte als Trost zu verschicken, ohne zuvor zu wissen, wie der Adressat denkt.
Liebe Grüße! Marianne
Warum?
Renate _________________ Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pupertät
The whole meaning of prayer is that we may know God. Oswald Chambers
Weil es nur noch so wenig Konsens dazu gibt, dass diese Texte tröstend sind und sich die Adressaten, besonders, wenn sie in einer schweren Lebenssituation sind, dadurch nicht getröstet, sondern geärgert fühlen können. Das sieht man ja auch an den Reaktionen hier im Thread.
Aber natürlich muss das letztendlich jeder für sich wissen. _________________ Janosch (06/00), leichte geistige Behinderung mit dezenten autistischen Zügen, Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind
Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast du es hinter dir! (Dr. Eckart von Hirschhausen)
Marianne, das erklärt noch immer nicht das Wort "gefährlich". ¨
Für mich kam der Liedertext von Hermann genau am richtigen Moment und dafür bin ich dankbar. Und ich denke, dass ich auch zu denen gehöre, die in einer schweren Lebenssituation sind.
Wenn mich ein Thread nicht betrifft oder nicht interessiert oder ich nichts damit anfangen kann, dann lese ich den auch nicht. So einfach ist es.
Hier noch ein Wort zum Kreuzestod Jesu:
"Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft, " 1 Kor 1,18
Der Jesus, dem ich nachfolge, der will retten. Der ist freiwillig gestorben, für uns alle. Aus Liebe! Und er sagt:
"Ich bin der WEG, die WAHRHEIT, und das LEBEN. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich."
Wenn du so ein Problem hast mit dieser Sache, ist es dann wohl der Jesus, der für die Menschheit am Kreuz gestorben ist, an den du glaubst und mit dem du regelmâssig "Kontakt" hast, oder ist es ein anderer "Jesus"?
Lieben Gruss
Renate _________________ Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pupertät
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Hallo Renate, ich meinte gefährlich im Sinne von unbedacht und unvorsichtig.
Dieses Zitat aus dem Korintherbrief ist richtig drohend ist, ist ja auch Menschenwort und enthält wieder den Tod aus Liebe, weil wir gerettet werden müssen. Wozu soll ein guter und allmächtiger Gott so etwas für seine Geschöpfe inszinieren?
Ich meine auch, dass Jesus gestorben ist für seine Ansichten und Ansprüche, wie es auf unserer Welt geschieht mit Andersdenkenden, das hat er riskiert für seine Lehre wie viele andere vor und nach ihm. Damit stellt er sich in einer gewalttätigen Welt neben uns und zeigt uns, dass er einer von uns ist und uns einen möglichen Weg der Werte weist. Als göttlicher Bruder, nicht als Retter, denn wir sind schon Gottes eigene Geschöpfe.
Diesem Jesus kann ich mich anvertrauen, denn er ist wie wir, nur auf einem göttlichen Entwicklungsstand, den ich gar nicht erfassen kann, aber auch nicht muss. Aus irgend einem mir unerfindlichen Grund gehören hier zu uns und zum Erdenleben Gewalt und schlimmste Verbrechen und Naturkatastrophen. Selbst die Tierwelt funktioniert nach dem Motto: Fressen oder gefressen werden.
Wenn Gott und Jesus wirklich dagegen wären, gäbe es dies nicht. Dieses Rätsel wird sich mir später erschließen, benennen und voller Leid kritisieren darf ich es aber vor Jesus heute schon. Er ist unser Bruder. Sind er und Gott wirklich gewaltfrei? Ich weiß es nicht.
Ich meine auch, dass Jesus uns als Trost mit seiner Auferstehung gezeigt hat, dass der Tod nicht das Ende von diesem Erdenleben ist, das ist für mich eine Liebestat.
Aber dieses "Lamm Gottes", das halte ich für Menschendenke. Das hat ein Gott nicht nötig und auch nicht seine Geschöpfe.
Wer das aber sehr wohl nötig hatte, das sind Menschen, die Gewalt legitimieren wollten und Machtmissbrauch, die in Kriege zogen im Namen Gottes. Darum bin ich überzeugt, dass Jesus in vielen Punkten ganz anders war, als in der Bibel geschildert.
Meine Ansichten hier sind nicht in Stein gemeißelt, sie verändern sich immer weiter.
Und natürlich bin ich in diesem Thread genau richtig, denn ich bin ja Christin, glaube, dass Jesus für seine Überzeugungen am Kreuz gestorben ist, dass er ein Rebell Gottes war, aber ich glaube nicht, dass dieser Tod verherrlicht werden sollte. Wir sind freie Geschöpfe Gottes und nicht unter der Knute von Menschenopfern oder Götteropfern.
Liebe Grüsse! Marianne
Ich denke nun, ich habe meine wichtigsten Punkte dazu nun geschrieben. Ich bin Christin, aktiv in unseren Gemeinden und mit meiner Bibelkritik dort und auch außerkirchlich nicht allein. _________________ Janosch (06/00), leichte geistige Behinderung mit dezenten autistischen Zügen, Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind
Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast du es hinter dir! (Dr. Eckart von Hirschhausen)
Ich denke nun, ich habe meine wichtigsten Punkte dazu nun geschrieben.
Prima, dann lassen wir's dabei.
Schönes WE
Renate _________________ Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pupertät
The whole meaning of prayer is that we may know God. Oswald Chambers
Zur Bibel..
man muß sich doch in Erinnerung rufen zu welcher Zeit und unter welchen Umständen und von welchen Menschen die Bibel geschrieben wurde. Im Laufe der Zeit haben dann viele Geistliche Ihre eigene Interpretation untergemischt und unters Volk gebracht. Die früheren Geistlichen haben die Religion schon immer (egal ob christlich, moslimisch usw.) zur Unterdrückung des Volkes benutzt. Dies war damals auch notwendig denn nur damit konnte man die teilweise doch sehr kriegerischen Völker einigermaßen "unter Kontrolle" halten. Dass natürlich dann oftmals übertrieben wurde liegt in der Sache (Wer Macht hat wird diese selbstverständlich irgendwann mißbrauchen!) Wir müssen garnicht so weit schauen um diesen Machtmißbrauch zu sehen, unsere Politiker benutzen "ihre Macht" ja auch gegen das eigene Volk.
Dass in der Bibel vieles "Gleichnissen ähnlich" geschrieben ist bedeutet nichts anderes als dass es in Worte gefasst wurde welche von der damaligen Bevölkerung verstanden wurde nichts anderes. Dass unser heutiges Verständnis über Gut und Böse und den Folgen unseres Tuns anders ist, liegt ja nahe da wir in einer ganz anderen Zeit leben, aufgeklärter sind, unabhängiger sind usw.
Wenn ein Posting hier sagt, dass es sich ....wenn man die Bibel dazu heranzieht...bei Gott um einen sehr harten Vater gehandelt hätte so ist dies wiederum auf die Darstellung der damaligen Zeit bezüglich eines Vaters zu sehen. Die Väter damaliger Zeit haben sicher mit harter Kandare ihren Familienclan geführt, also wurde dann auch Gott, als "unser Vater" die selben Eigenschaften angedichtet weil man ja dieses Bild des Vaters nur so gekannt hat.
Man mag doch nur den Gott der Muslime anschauen und sich daran erinnern dass sogar heute noch muslimische Familienpatriarchen kein Problem darin sehen unfolgsame Töchter von ihren Söhnen umbringen zu lassen, wir sehen dies doch fast täglich in den Nachrichten. Sind diese Väter "gute" Väter? Ich denke mal nicht! Aber gerade diese Väter berufen sich auf ihre Religion, ihren Gott. Bedeutet dies nun dass dieser Gott ein schlechter Gott ist, ein harter Vater? Ich denke eher dass dieser Gott von seinen eigenen "Vertretern" sprich Geistlichen und den anderen Anhängern dazu benutzt wird eigene Ansichten zu rechtfertigen unter dem Deckmantel des Glaubens.
Was ich damit sagen will ist dass man im Bezug auf die Bibel und die Ausführungen dort dies immer in der Zeit sehen muß in welcher sie geschrieben wurde, so ganz einfach in unsere heutige Zeit zu übertragen ist die Bibel einfach nicht und sollte so auch nicht übersetzt werden.
Ich bin streng katholisch erzogen aber seit langem KEIN Kirchgänger mehr gerade weil ich die Manipulationen der Kirchen als solche ablehne, dies bedeutet aber nicht dass ich nicht an Gott glaube. ICH GLAUBE AN GOTT, lasse mich aber nicht von weltlichen Kirchenvertretern manipulieren und unterdrücken. Wie ich meinen Gott sehe und was ich in meinem Gott sehe ist meine eigene Sache!
Der Grundgedanke ist doch dass es irgend etwas gibt dass größer und mächtiger ist als alles was man sich vorstellen kann, etwas das alles erklärt, was wir uns nicht erklären können, eine "Anlaufstelle" wo man immer willkommen und geborgen ist, wo man sich Kraft holen kann, seine Zuversicht, seine Hoffnung und seinen Glauben an eine bessere Welt.
In diesem Sinne
ja, ich glaube an Gott, und
ja, er hat mir schon oft geholfen und
ja, ich bete zu ihm, und
ja, ich habe schon oft mit ihm geschimpft und gehadert, genau so wie ich dies mit meinem "leiblichen" Vater auch tun würde.
Liebe Grüsse
Renate K.N. _________________ Tochter 71, herzkrank, Sohn 75, ADHS, Enkelin 94, gesund, Enkelin 03, auditative Wahrnehmungsstörung, Enkel 08, Frühchen 34. SSW, Fehlstellung am kleinen Finger beider Hände, andere "Fehlerchen" haben sich jetzt zu unserer Freude als nicht besorgniserregend herausgestellt
Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft
renate,renate
aber mal von vorne
der anwalt ,den ich hier zitiert habe,ist ziehmlich berühmt und belesen,er hat sich unter anderem mit den nürnberger prozessen beschäftigt und ist einfach jurist durch und durch
er ist weder hochmütig noch arogant,sondern hat sich einfach zur rechtslage geäußert
ich kann solchen juristen ehrlich gesagt 30 stunden zuhören ohne zu ermüden und finde es hoch interessant,und was er ganz gewiß nicht ist-dogmatisch
das mit der torheit ist doch auch eine drohung und ,mal abgesehen von schöpfer oder geschöpf,wir leben in einer demokratie,in der jeder seine meinung sagen kann
ob wir deswegen verloren gehen
ansonsten finde ich manchmal torheit klasse und entspannend und hab nix gegen querdenker,was allerdings die torheit vom kreuz oder worten von jesus betrifft,kann das jeder verschieden auslegen
ich sag mal so
zitat in meinen worten
alles was ihr den(armen,traurigen,bedürftigen,behinderten.........)getan habt,habt ihr mir getan
Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
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