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RenateT
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BeitragVerfasst am: 15.01.2010, 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Namensschwester

würde es dir viel ausmachen, um das hier mal zu lesen?

http://www.faszination-bibel.de/artikel.asp?id=93#Ist der Bibeltext abgeändert worden

"Besitzen wir heute eigentlich noch denselben Bibeltext, wie er ursprünglich aufgeschrieben worden ist? Haben die unzähligen Abschreiber den ursprünglichen Wortlaut im Lauf der Zeit nicht entstellt und verfälscht?

Die Frage, ob die Bibel Gottes Wort sei, wäre doch in gewissem Sinn überflüssig, wenn wir heute gar nicht mehr im Besitz der ursprünglich abgefassten Mitteilungen wären.

Das Thema der Genauigkeit der Textüberlieferung der Bibel muss für das Alte und das Neue Testament gesondert behandelt werden, weil die Überlieferungsgeschichte jeweils recht unterschiedlich aussieht.

Zum Neuen Testament (NT)
Die 27 Schriften des NT wurden zwischen 30 und ca. 95 n.Chr. in griechischer Sprache verfasst.

Heute sind rund 5'400 griechische Handschriften des NT bekannt(4). Dies ist eine überwältigende Zahl! Bei den griechischen und lateinischen Klassikern (Plato, Cicero, und Cäsar etc.), muss man nämlich froh sein, wenn man für ein bestimmtes Werk etwa ein Dutzend Manuskripte hat(5).

Zu diesen ca. 5'400 Handschriften des NT kommt jedoch noch die beachtliche Zahl von etwa 9'000 Manuskripten der alten Übersetzungen (z.B. ins Lateinische, Syrische, Koptische, Armenische, Georgische etc.) hinzu(6). - Schließlich sollten auch noch die Zehntausende von Bibelzitaten in den Schriften der sogenannten Apostolischen Väter und Kirchenväter erwähnt werden(7).

Die ältesten Handschriften reichen für große Teile des Neuen Testaments bis auf einige Jahre an die Originalschriften heran. Geradezu spektakulär ist in diesem Zusammenhang z.B. die Papyrus-Handschrift «P52», die erstmals 1935 publiziert worden war. Dieses kleine Fragment umfasst Teile von Johannes 18,31-33.37 und 38. Man datiert es auf ca. 100 - 125 n.Chr.(8). Damit rückt dieser Textzeuge ganz dicht an die wahrscheinliche Entstehungszeit des Johannes-Evangeliums um 90 - 95 n.Chr. heran. Diese Handschrift liefert eine entscheidende Bestätigung für die großartige Qualität unseres bisherigen Bibeltextes.

Ferner möchte ich noch auf die Papyrus-Handschrift «P46» hinweisen. Gemäß der 1988 gründlich ausgeführten Datierungsarbeit des koreanischen Gelehrten Young Kyu Kim stammt dieses Manuskript, das fast alle Paulusbriefe enthält, aus der Zeit zwischen 75 - 100 n.Chr.(9). Aufgrund einer oberflächlichen Untersuchung wurde dieser Text bisher auf ca. 200 n.Chr. angesetzt. Die Ergebnisse von Kim sind von gewissen Gelehrten angezweifelt worden. Dies ist verständlich: Diese Datierung zerstört eine ganze Reihe von bibelkritischen Thesen. Es ist bis heute aber niemandem gelungen, diese Datierung zu widerlegen. Es liegt nach wie vor nicht einmal ein gründlich durchgeführter Versuch einer Widerlegung vor. Wer sich mit dieser Bibelhandschrift näher befasst und sie mit den späteren Handschriften vergleicht, sieht, dass das NT im Lauf der Zeit nicht verfälscht worden ist. Wir können mit Bestimmtheit sagen, dass wir Menschen des 20. Jahrhunderts das gleiche NT besitzen, wie die Christen im 1. Jahrhundert!

Der zeitliche Abstand zwischen dem Originaltext und den ältesten Handschriften beträgt bei den griechischen und lateinischen Klassikern im Normalfall etwa 750 - 1'600 Jahre. Wenn solche Texte dennoch als vertrauenswürdig betrachtet werden, wie viel mehr gilt das für das NT!

Alle oben genannten Textquellen werden im «Westdeutschen Institut für Textforschung des Neuen Testaments» wissenschaftlich untersucht und miteinander verglichen. Diese Forschungsstätte ist der Universität Münster angeschlossen. Mit detektivischer Akribie versucht man dort Abschreibfehler aufzudecken, damit der ursprüngliche Text jedem interessierten Leser in Form moderner Grundtextausgaben zugänglich gemacht werden kann(10). Der Benutzer kann damit rechnen, dass der ursprüngliche Wortlaut des NT entweder im Textteil oder zumindest im Fußnotenapparat dieser Bibelausgaben zu finden ist.

Wir kommen nun zu folgendem Fazit: Die Überlieferung des Neuen Testamentes ist ein Phänomen, das unter der klassischen Literatur ohne Parallele dasteht. Wir haben heute noch denselben neutestamentlichen Bibeltext wie zur Zeit als er abgefasst worden ist.

Die moderne Textforschung bestätigt auf eindrückliche Weise die Worte Jesu in Lukas 21,33: «Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.»"

dieser lange Abschnitt kommt von obigem link

Renate

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Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pupertät

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RenateKN
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BeitragVerfasst am: 15.01.2010, 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Renate,
ja das ist es doch was ich meinte, die Bibel hat immer noch die selben Worte ...aber...sie wurden jeweils immer verschieden ausgelegt bzw. "hineingedeutet" von den "sogenannten Gottesvertreter, wie Päpsten usw..
Mein Statement bezieht sich eigentlich darauf, dass man die Bibel nicht "Wort für Wort" auf unsere heutige Zeit anwenden kann. Das was ja in dem anderen Posting so kritisiert wurde...nämlich dass Gott in der Bibel ein "gewalttätiger, manipulativer und harter Vater" sei ist auf die damalige Zeit zu beziehen in welcher die Väter nunmal Vergehen in ihrem Familienclan dementsprechend geahndet hatten.
Mein Verständnis von Gott ist anders also ich sehe ihn nicht so "hart". Ja, natürlich, ein Handeln gegen die von Gott aufgestellten "Verhaltensregeln" werden Konsequenzen haben, aber welche?! Für mich bedeutet die Bibel eigentlich ein sehr schönes Lesebuch, in welchem ich gerne lese und auch in vielen Passagen Kraft finde für mein Leben ... aber ich würde nicht alles "für bare Münze" nehmen was dort steht denn ich denke dass vieles was dort geschrieben ist, ist nur als Gleichnis zu betrachten, also als Beispiel (so wie in den Märchenbüchern ja auch das Gute über das Böse siegt!).
Wie gesagt, ich habe keine Schwierigkeiten mit dem Grundgedanken der Bibelworte sondern nur mit der "Auslegung" wie sie manchmal von Geistlichen früher und heute dem Volk vermittelt werden.
Du schreibst ja selbst dass sich schon sehr viele Leute an Texten aus der Bibel versucht haben und auch wenn dies anscheinend, was ich garnicht wusste Embarassed , erforscht und nachgeprüft wird, so könnte auch, jetzt im Fall der Paulusbriefe, der liebe Paulus auch eigene Ideen hier zu Papier gebracht haben, oder zumindest der Verständlichkeit zuliebe, die Worte Gottes, etwas volksnaher übersetzt haben.
Nichts desto trotz, ansonsten bin ich Deiner Meinung, auch für mich war die Bibel zumindest in meiner Kindheit, eines meiner Lieblingsbücher, und in Krisensituationen lese ich heute noch gerne darin.
Alles Liebe
Renate K.N.

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Tochter 71, herzkrank, Sohn 75, ADHS, Enkelin 94, gesund, Enkelin 03, auditative Wahrnehmungsstörung, Enkel 08, Frühchen 34. SSW, Fehlstellung am kleinen Finger beider Hände, andere "Fehlerchen" haben sich jetzt zu unserer Freude als nicht besorgniserregend herausgestellt
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RenateT
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BeitragVerfasst am: 15.01.2010, 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

Aha, ja dann hab ich das falsch verstanden, Renate.

Ja, Missbrauch der Bibel hat es wohl schon immer gegeben und gibt es heute noch. Deshalb ist es ja so wichtig, dass man als Christ die Bibel selber liest, sodass man prüfen kann, ob die Aussagen stimmen. Es gibt auch gute Regeln der Auslegung. Wen es interessiert, hier ein link:

http://www.naki.de/_chinfo_sb/chinfo_sb_fwg_138.htm

Renate

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marianne
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BeitragVerfasst am: 15.01.2010, 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo RenateKN, deinen Gedanken in deinem ersten Beitrag kann ich mich in jedem Punkt anschließen als mögliche (Er)Klärung. Auch, dass die persönliche Gottesbeziehung Privatsache ist und nichts mit Kirche zu tun haben muss, sehe ich genauso und ich bin auch der Ansicht, dass es mehr und mehr Unkonfessionelle gibt, aber nicht mehr und mehr Ungläubige.

Deine Formulierung, dass die Schreiber der Bibel; AT und NT Gottes/Jesus Wort "volksnah übersetzt" haben und durchaus auch mit der Absicht der Lenkung, das würde einiges erklären. Und das ist ja dann auch schon eine erste Art der Zensur.

Demnach wären die menschliche Gewalt, Macht und Brutalität auf Gott"Vater" sozusagen projiziert worden. Spätere Zensuren taten dann das Übrige.

Denn ich habe in mir ein friedfertiges Gottesbild, das ich in der Bibel nicht finde, im AT schon gar nicht und im NT viel durch Jesus, aber zerstört durch diese Selbstaufopferung Jesu zur Rettung von uns und zerstört durch diese Negativsicht von uns Geschöpfen Gottes, die wir doch die Natur mit guten und schlechten Seiten leben, die wir von ihm bekommen haben.

Vielleicht gehe ich irgendwann nochmal an die Bibel mit meinem persönlichen Gottes-und Jesusbild, auch was die Kreuzigung Jesu und ihren Sinn betrifft, und finde einen Zugang, der durch das ganze in der Übersetzung Menschenwerk Bibel, das eben die Gewalt und Macht der Menschen spiegelt und auf Gott projiziert, doch den friedfertigen Gott durchschimmern lässt, der uns liebt und zwar so, wie wir sind, ohne dass wir durch ein Menschenopfer gerettet werden mussten.

Dann bleibt zwar immer noch die Frage, wozu diese Gewalt und das Leid auf Erden, aber wenigstens bräuchte ich nicht mehr zu denken, dass Gott selber nicht besser ist in seinen Methoden als wir.

Und ich ganz persönlich bräuchte mir beim Abendmahl auch nicht mehr vorzustellen, dass ich quasi Jesu verspeise, auch nicht, dass ich meine Sünden bekennen muss, wo mir nie was zu einfällt, sondern könnte es einfach als religiöses Gruppenerlebnis im Gedenken an Jesu sehen. Ich bräuchte mir auch keine Gedanken dazu machen, dass ich diese gekreuzigten Körper in den Kirchen nicht mag. Vieles würde einfacher.

Ja, in diese Richtung denke ich mal weiter. Danke für die Inspiration.

Liebe Grüße! Marianne

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Margot Dennler
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BeitragVerfasst am: 23.09.2010, 08:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde es auch mutig von allen, die hier von ihrem Glauben schreiben. Mir selbst hat der Glaube auch schon sehr geholfen.
Es gibt immer unterschiedliche Meinungen in einzelnen Fragen, aber da sollte man sich stehen lassen können.

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Jonathan, geboren am 16.11.2004, Duchenne Muskeldystrophie, Kleinwuchs
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Anja1973
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BeitragVerfasst am: 23.09.2010, 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Der Liedtext, der im ersten Beitrag steht, ist wirklich ein Lebensmotto! Genau im Moment passend zu meiner nicht ganz einfachen Situation! Mir ist mein Glaube wichtig - danke einfach an alle, die zu diesem Thread beigetragen haben (auch wenn ich nicht alle 7 Seiten komplett gelesen, sondern nur überflogen habe!)

LG Anja Very Happy

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Anton, geb. 5/2007
Entwicklungsverzögerung, Psychomotorische Retardierung, Sprachentwicklungsstörung, Epilepsie, SBA 70 % mit Merkzeichen H
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