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PapaBernhard
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Beiträge: 5751
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BeitragVerfasst am: 02.01.2010, 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

@Hermann: ich weiß noch einen guten Text, den ich mir durch den Kopf gehen lasse, wenn ich - mal wieder - am Zweifeln bin:

"Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen,
und ganz gewiss an jedem neuen Tag. "

(das ist die erste Strophe von einem Lied von D.Bonhoeffer, das er kurz vor seiner Hinrichtung im KZ geschrieben hat)

Dieses Lied haben wir auch im Taufdankgottesdienst (getauft wurde er ja schon in der Kinderklinik) gesungen.

_________________
Bernhard *69, Christiane *70
Dominik *15.10.07 Asphyxie bei Geburt, Entwicklungsverzögerung, Epi
Adoptivschwester *2006
Leon 2005 (+10SSW) Björn 2004 (+15SSW)

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oxana
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Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 07.01.2010, 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo an Alle,

Dieses Thema ist für viele Menschen, sehr heikel.. ich glaube nicht dass das Missionieren hier im Vordergrund steht.. Für mich ist mein Glaube eine echte Hilfe.. ich muss mich nicht abmühen.. ich darf mich fallen lassen, ich habe einen Vater im Himmel, der zur mir hält. Übrigens drängt Er sich den Menschen nicht auf.. daswegen ist es unfair zusagen, wo war Gott dann und dann.. Wir dürfen jeder Zeit zu Ihm kommen, aber wir sind diejenigen, die den ersten Schritt machen müssen.
Ein Zitat, dass vieles klarstellt...
Die Tochter von Billy Graham wurde in einer Fernsehshow
" Finnaly,the truth on National TV" interviewt.
Angesichts der Ereignisse vom 11 September fragte man sie:
" Wie konnte GOTT so etwas zu lassen?" Und Anne Graham
gab eine ausserordentlich fundierte und aufschlussreiche
Antwort.Sie sagte:" Ich glaube,dass GOTT,genau wie wir,
zutiefst traurig darüber ist.Doch wir müssen eines klar sehen:
seit Jahren weisen wir GOTT aus unseren Schulen,aus unserer
Regierung und aus unserem Leben,und da er ein Gentleman ist,
glaube ich,hat er sich still und leise zurückgezogen.Wir
erwarten,dass GOTT uns segnet und schützt,wenn wir doch von
ihm verlangen,dass er uns in Ruhe lässt?"

_________________
Peter(70),Oxana(73),Felix`96,Micha´98,Marc Noah´02,Elias´04. Micha hat seit August 2004, SSPE, eine Spätfolge der Masern im Babyalter.
Ich bete nicht darum, dass meine Last leichter, sondern, dass mein Rücken stärker wird. (P.Brooks)
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Laura-Nicola
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Beiträge: 346
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BeitragVerfasst am: 07.01.2010, 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ihr Lieben,

ich habe zu diesem Thema seit einigen Jahren eine ganz eigene Meinung.
Ich bin evangelisch getauft und habe auch meinen Sohn evangelisch Taufen lassen, wobei es mir dabei mehr um unsere sehr gute und nette Gemeinde hier geht.

Ich persönlich habe seit dem mein bester Freund vor Jahren in meinen Armen gestorben ist (nach einem schweren Unfall den wir hatten) einen ganz eigenen Glauben. Für mich ist das Wort "Gott" nur ein Wort. Ich sehe es sinnbildlich als etwas das für die Hoffnung der Menschen steht und ich glaube nicht an das was die Bibel uns "vordiktiert" ich glaube , auf meine ganz eigene Art und Weise und ich hoffe nicht, sondern ich WEIß, dass nach unserem Tod nicht alles vorbei ist. Durch einige Erlebnisse die ich hatte bin ich mir da ganz ganz sicher.
Was danach kommt, das werden wir alle irgendwann erleben und ich denk wir sollten jeden Menschen und seinen Glauben so akzeptieren wie er ist und Verständnis aufbringen.
Ich habe eine Tattowierung die den Namen meines Sohnes und seinen Taufspruch, der auch mein Konfirmationsspruch ist beinhaltet, für mich mit der beste Spruch aus der Bibel, denn er hat nichts mit Gott sondern mit Liebe und Menschen zu tun:

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Größte unter ihnen.


In diesem Sinne, ein gesundes neues Jahr voller Liebe und Hoffnung!

Laura

_________________
Laura mit Elias (*5/04)- Hüftdysplasie als Baby, motorische Wahrnehmunsstörung, Kiss/Kidd-Syndrom diagn. mit 5 3/4, Entwicklungsstörungen, starke Hornhautverkrümmung, Neurodermitis, V.a. ADHS
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saskia und a.
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BeitragVerfasst am: 07.01.2010, 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
ie Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Größte unter ihnen.


Wie, @Laura
das hast du alles tätowiert ?
Um Gotteswillen wo denn ???? Shocked
LG saskia

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saskia (*59) mit Alexander( 5/91 )Asperger Syndrom
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majonie
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BeitragVerfasst am: 07.01.2010, 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

das frag ich mich auch grad Embarassed
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Liebe Grüße, Michaela

"Ja, ich lebe in meiner eigenen Welt. Das ist okay, da bin ich wer!"
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marianne
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BeitragVerfasst am: 07.01.2010, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen, ich bin auch religiös, habe intensive religiöse und spirituelle Erfahrungen und erlebe voller Freude und Geborgenheit, wie Janosch hier in seiner Gemeinde voll integriert aufwächst, das ist der einzige Ort, wo es klappt.

ABER religions-selige Texte würde ich nie verschicken, weil ich den religiösen Halt so erlebe wie einmal, als ich fast ertrunken wäre, die Hilfe eines Mädels, bis der Bademeister kam.

Sie hat mir die Hand gereicht, ist aber in Abstand geblieben, so dass ich merkte, sie ist da, aber mich nicht an sie hängen konnte.

So erlebe ich die Hilfe Jesus auch. Hilfe zur Selbsthilfe! Das ist sehr wertvoll, aber das beantwortet mir nicht die Frage nach dem WARUM all des Leides.
Jesus ist selber ermordet worden und Gott hat seinen Sohn als Menschenopfer für uns Menschen zugelassen! Ich meine, was ist das denn?

Nie fühle ich mich so aufgefangen von Jesus wie in meinen schwärzesten Momenten. Aber wozu das Ganze? Lernen durch Leid? Finde ich pervers als Konzept und in dem Zusammenhang das Konzept der Nachfolge Jesus auch.

Dann heißt es, das werden wir alle später verstehen! Ich meine, wie irre ist das denn?

Außerdem zeigt sich jedem mit Lebenserfahrung, dass die inneren und äußeren Grenzen von uns Menschen einfach nicht zulassen, dass wir ohne Leid leben.

Ich habe schon oft gedacht, dass ich vielleicht mal später auf meinem Grabstein stehen haben möchte: "Und was war jetzt das????"

Ich werde schon ganz schön an der Himmelstür rütteln, um mir dieses Theater erklären zu lassen.

Schon oft habe ich gebetet: "Jesus, ich bin froh, dass ich dich spüre und du mich trägst, aber lieber wäre mir, du würdest dieses Spiel mit offenen Karten oder anders spielen."

Von daher bin ich nicht missionarisch, denn ein Gott, der Halt im Entsetzen und Leid ist, der ist schon mehr als Nichts, aber ob der gut ist?

Liebe Grüße! Marianne

_________________
Janosch (06/00), leichte geistige Behinderung mit dezenten autistischen Zügen, Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind

Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast du es hinter dir! (Dr. Eckart von Hirschhausen)
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RenateT
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BeitragVerfasst am: 08.01.2010, 08:11    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Marianne

ich versuche, deinen Beitrag zu verstehen, aber irgendwie gelingt es mir nicht recht. Embarassed

Renate

_________________
Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pupertät

The whole meaning of prayer is that we may know God. Oswald Chambers
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saskia und a.
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BeitragVerfasst am: 08.01.2010, 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Marianne,
wie jetzt, du glaubst oder du glaubst nicht? Von jedem ein bisschen das geht doch garnicht , oder ?

Ich finde es total schön und auch toll zu lesen ,wie doch manche durch ihren Glauben ihr Leben bzw ich nenne es Schicksal bewältigen,

was aber auch etliche schrieben ,die Scheinheiligkeit der sog Frommen ist auch unbeschreiblich,
ich selber habe es ja in der Gemeinde meines Vater erlebt,
so Kommentare wie
ach sie haben sicher sehr gesündigt ,wenn sie jetzt so einen "schwierigen "Sohn haben ,
das war noch mit das harmloseste Kommentar der Weiber,

selbst , so traurig das ist,
mein Vater, hat bis heute nicht die Behinderung meines Sohnes akzeptiert und wills einfach nicht wahrhaben,
aber immer schön predigen und das ging ja auch prima ,wenns der eigenen Familie absolut gut geht und man selber nie ein Schicksalsschlag erlebt hat.

LG saskia

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Laura-Nicola
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BeitragVerfasst am: 08.01.2010, 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

saskia und a. hat folgendes geschrieben:
Zitat:
ie Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Größte unter ihnen.


Wie, @Laura
das hast du alles tätowiert ?
Um Gotteswillen wo denn ???? Shocked
LG saskia


Hihi, sorry ich habe das falsch formuliert bzw mich falsch ausgedrückt! Das ist ja ein Ausschnitt aus "dem Hohelied der Liebe" und ich habe das nicht komplett tättowiert!
Mein Tattoo beinhaltet wie gesagt Elias kompletten Namen und dem letzten Satz des Hohelieds (
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Größte unter ihnen) ich hatte das andere nur geschrieben, weil es für mich eben dazu gehört, ich liebe diesen Text, weil er für mich so viel Wahrheit beeinhaltet.

LG

Laura

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Laura mit Elias (*5/04)- Hüftdysplasie als Baby, motorische Wahrnehmunsstörung, Kiss/Kidd-Syndrom diagn. mit 5 3/4, Entwicklungsstörungen, starke Hornhautverkrümmung, Neurodermitis, V.a. ADHS
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marianne
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BeitragVerfasst am: 08.01.2010, 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Renate und Saskia, echt, ist das so ein Chaos, was ich geschrieben habe? Rolling Eyes

Dann versuche ich es nochmal: Ich habe viele intensive religiöse und spirituelle Erlebnisse und als christliche Mystikerin auch eine ganz persönlich empfundene Erlebnisebene zu Jesus.
Auch erlebe ich Halt in sehr schweren Zeiten.

ABER ich bin ganz und gar nicht zufrieden, was Gott und hier zumutet auf dieser Erde und habe große Kritik und Klärungsbedarf, die ich auch sofort anbringen bzw. einfordern werde, wenn ich mal an der Himmelspforte stehe.

Ich beschwere mich auch in Gebeten oft über diesen Irrsinn, dass ein liebender Gott seine Liebe beweist, indem er seinen Sohn für uns Menschen opfert. Ich finde sowas pervers. Menschenopfer generell, aber erst recht, wenn es den eigenen Sohn betrifft. Auch diese Spielchen mit Moses (oder wer war das, der seinen Sohn opfern sollte, um seinen Glauben zu beweisen?) und seinem Sohn im Alten Testament.

Jesus hat am Kreuz gesagt: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Und da hat er Recht. Und das melde ich auch an Kritik an. Wir haben ein total eingeschränktes Wissen, warum, weshalb und zu welchem Zweck wir hier auf Erden sind und wir sind auch beschränkt in unseren Fähigkeiten. So haben wir z.B. zwar den Willen, aber nicht die Fähigkeiten, gut zu sein. Denn schon allein: Was für den einen gut ist, ists für den anderen schon gar nicht.

Weiter kritisiere ich das unverschuldete Leid hier auf der Erde. Kinder wie mein Sohn, die im Waisenhaus erst aufwachsen. Kinder, die mit schlimmsten Schmerzen, unstillbar, konfroniert sind. Was gibt es noch alles, was unverschuldet ist....viel.

Somit sehe ich den christlichen Glauben echt zwiespältig. Ich brauche und lebe ihn, aber nur, weil Gott so eine schräge Welt geschaffen hat.

Somit missioniere ich auch nicht. Und verschicke keine religions-seligen Texte, denn dass Jesus uns stützt, wenn wir ihm nachfolgen in einem eben nicht leidfreien Leben, das ist ja toll, aber besser wäre, es wäre nicht nötig.

Wird das klarer?

Liebe Grüße! Marianne

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Janosch (06/00), leichte geistige Behinderung mit dezenten autistischen Zügen, Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind

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